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Gott geht mit Josef geht mit Gott

Materialien erstellt von Simone Martin, Hertha Kramer, Antonia Grage, Oliva von Hörsten, Kristina Link, Tabea Seybold, Jutta Kramer, Tina Damerow Von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neustadt in Holstein

Josef

In den folgenden Einheiten lernen die Kinder Josefs Geschichte mit Gott kennen oder Gottes Geschichte mit Josef. Sie erfahren, dass Gott den Weg von Josef kennt und er weiter sieht. Er stellt durch zwei Träume eine Zukunftsaussicht über sein Leben, die aber im Laufe des Lebens unerreichbar scheint. Doch Josef vertraut Gott auch in den schlimmsten Umständen. Er weiß Gott macht es gut. Diese alttestamentliche Geschichte ist ein lebendiges Zeugnis für Römer 8, 28:

Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen.

Gott ist ein Gott, der sich über Geschichten den Menschen bezeugt und zu erkennen gibt. Wir erleben in der Geschichte von Josef einen Gott, der die Geschichte eines Menschen in seinen Händen hält. Ein Gott, der der Herr ist über alle Situationen und dessen Handeln die Menschen nicht verhindern können. Gott ist der Allmächtige, der Herrscher, der König dieser Welt.

Unser Auftrag ist es die Geschichten Gottes mit den Menschen zu erzählen und zu bezeugen: so ist Gott.

„Was wir gehört haben und wissen und unsere Väter uns erzählt haben,
das wollen wir nicht verschweigen, ihren Kindern;
wir verkündigen dem kommendem Geschlecht
den Ruhm des Herrn und seine Macht
und seine Wunder, die er getan hat...
Er gebot unseren Vätern, es ihren Kindern zu lehren, damit die es ihren Nachkommen lernten,
die Kinder die noch geboren würden;
die sollten aufstehen und es auch ihren Kindern verkündigen,
dass sie setzten auf Gott ihre Hoffnung
Und nicht vergäßen die Taten Gottes,
sondern seine Gebote hielten.
(Psalm 78, 3-7)

Durch die Geschichte von Josef führt uns eine Mutter und ihre Tochter Josefa. Sie leben in Ägypten in der Zeit als die Israeliten unter dem neuen Pharao als Sklaven lebten und die Zeit in der es ihnen in diesem Land gut ging schon lange vorbei ist. Josefas Mutter lebt den oberen Psalm und erzählt ihrer Tochter von ihrem Gott, der so anders ist als die ägyptischen Götter. Eines Tages will Josefa wissen, warum sie den immer die Geschichten von Gott hören muss und weshalb sie so einen komischen Namen hat und dann erzählt ihre Mutter von Jakobs Familie, die Gott vergessen hat und dann wieder entdeckt hat und was das für Konsequenzen hatte für die Familie und für das Volk Israel.


Einheit 1- Wer ist Josef?

Bibelstelle: 1. Mose 37, 1-4

Inhalt:

Diese Einheit führt in die Geschichte von Josef ein. Die Kinder lernen Josef kennen. Sie erfahren in welcher Familie er groß wird und warum er so besonders ist. Die Bibel ist ein Buch der Geschichten. Gott will, dass wir uns kein Bild von ihm machen. Anstelle uns ein Bild von sich zu geben, sagt er von sich „Ich bin der Herr dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat“ Der Gott Israels ist ein Gott, von dem es etwas zu erzählen gibt. Weil wir Gott aus den Geschichten kennen, brauchen wir uns kein Gottesbild machen. Gott zeigt sich in den Geschichten der Bibel. Gott zeigt sich auch in meiner Lebensgeschichte.

Zielgedanke:

Wir lernen Gott kennen durch die Geschichten der Bibel.

Bibelvers:

Bleibt stehen! Schaut euch um! Erkundigt euch nach den Wegen, auf denen eure Vorfahren gegangen sind, und prüft, was der Weg ist, der mir gefällt! Auf dem sollt ihr gehen. Dann werdet ihr innerlich ruhig werden. Jeremia 6,16

Ankommen:

Das erste Mal nach den Ferien! Welche Geschichten haben sie erlebt? Welche Geschichten mit Gott? (Frage für die Mädchengruppen)

Action:

Tobt euch aus mit den Kindern. Wie wäre es mit Matschfussball, anschließend die Schuhe ausziehen. Krebsfussball, Schafjagd (Fangenspiel, alles sind Schafe, nur der Hirte fängst sie ein), Namensspiele bei denen die Kinder die Namen der 12 Brüder bekommen, diese solltet ihr auf Papierstreifen an die Wand hängen. Namensspiele: Mein rechter, rechter Platz ist leer, Peter ruft Paul mit Klatschen und Schnipsen, Zeitungsspiel: jeder muss dreimal seinen Namen sagen, Obstkorb mit den Namen

Vertiefung:

Welche Geschichten kennst du von Gott? Schreib deine Lieblingsgeschichte auf ein Plakat/ die Kleinen malen ein Bild.

Hast du auch eine Geschichte mit Gott?

Was fühlten und dachten wohl die Brüder als der Vater Josef diesen besonderen Mantel geschenkt hat?

Kennst du das aus deiner Familie? Wie verhält Gott sich als Vater? Gibt er auch unterschiedliche Geschenke?

Gebet:

Dankt Gott für die Geschichten, die ihr aus der Bibel kennt.

Abschlussrunde:

Vielleicht hat ja ein Mitarbeiter Lust, seine Geschichte mit Gott zu erzählen! Habt ihr noch den gleichen Spruch?

Plenum: Anspiel

Personen:

  • Plenumsleiter
  • Rahel
  • Josefa
  • Jakob
  • 3 Söhne
  • Benjamin
Plenumsleiter: Heute will ich euch Rahel und ihre Tochter Josefa vorstellen. Sie haben vor über 3000 Jahren in Ägypten gelebt. Sie waren Juden. Gottes auserwählten Volk, doch davon merkten sie gerade nichts, denn sie lebten als Sklaven in Ägypten. Doch jeden Tag nahm sich die Mutter Zeit für ihr Tochter, um ihr die Geschichten ihres Volkes zu erzählen. Die Geschichten der Schöpfung, von Kain und Abel, von Noah, dem Turmbau zu Babel, von Abraham und seiner Familie. Rahel wollte Josefa zeigen, wie ihr Gott ist, an den sie als Juden glauben. Der Gott an den auch wir heute glauben.

Mutter Rahel und Josefa sitzen am Rand der Bühne. Die Mutter hat eine Holzschale und sortiert Getreide.
JOSEFA: Mama jeden Tag haben wir unser Geschichtenzeit. In dieser Zeit erzählst du mir die Geschichten von unserem Gott. Wieso haben wir kein Bild von ihm wie die Ägypter? Wir haben keine Statuen, wir haben nur Geschichten.
RAHEL: Ja, Josefa weil wir Geschichten haben, darum erzähle ich sie dir. Gott möchte nicht in einer Statue festgehalten werden, in einem Bild. Was sagt das denn aus über den abgebildeten Gott. Nichts. Außerdem finden die einen die Statue schön, die anderen hässlich und sie sind immer von Menschen gemacht, also nie vollkommen. Gott ist aber vollkommen. Er möchte, dass wir ihn immer mehr kennen lernen. Mehr von seinem Wesen verstehen und durch die Geschichten lernen wir dazu. Wenn wir uns die Geschichten Gottes nicht mehr erzählen, dann vergessen wir, wie er ist und wie unser Leben mit ihm aussehen kann. So ging es auch unserem Vorfahren Jakob, er hat die Geschichten Gottes vergessen und das hatte schlimme Folgen für seine ganze Familie.
JOSEFA: Jakob, von dem hast du mir noch gar nichts erzählt, den kenne ich noch nicht, oder?
RAHEL: Doch, ich habe dir schon ein bisschen von ihm erzählt, aber da warst du noch kleiner. Aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dir von Jakobs Familie zu erzählen, damit du verstehst, wie wichtig die Geschichten Gottes für unser Leben sind.

(Jakob erscheint auf der Bühne, setzt sich auf einen Stuhl)

RAHEL: Das ist Jakob. Jakob hat einen Zwillingsbruder. Als er auf die Welt kommt, gibt Gott ein Versprechen für sein Leben, aber Jakob traut Gott nicht zu, dass Gott sich darum kümmert. Er nimmt sein Leben selbst in die Hand und erschwindelt sich den Segen, den Gott ihm schenken wollte. Jakob hat vergessen, dass Gott hält, was er verspricht. Gott kümmert sich darum, so wie er sich auch um Abraham gekümmert hat. Aber Jakob wartet nicht auf Gottes Handeln, sondern handelt selbst. Das führt dazu, dass er vor seinem eigenen Bruder fliehen muss. Er flieht zur Familie seiner Mutter, die aber keine Juden sind und bei denen andere Gesetze gelten. Jakob vergisst die Geschichten Gottes und nimmt sein Leben selbst in die Hand. Er wird Hirte bei seinem zukünftigen Schwiegervater. Damals galten andere Gesetze, was man findet darf man behalten. Jakob findet viele Schafe und halt bald eine eigene Herde. Jakob ist geschäftstüchtig, bauernschlau, er kümmert sich nur um sich, nicht immer ganz ehrlich, aber erfolgreich. Er heiratet zwei Frauen. Leider bekommt nicht seine Lieblingsfrau Kinder, sondern nur die andere. Diese Jungs werden groß bei einem Vater, der nicht viel Zeit für sie hat, der ihnen nicht die Geschichten Gottes erzählt, weil er selbst viel vergessen hat. Er bringt seinen Söhnen bei, erfolgreich zu sein – nicht immer ehrlich, aber geschäftstüchtig. So, und jetzt lernst du die Söhne kennen.

(Vier Leute kommen immer im Wechsel vom hinteren Vorhang vor und sagen ihre Namen. Gut wäre es in verschiedenen Dialekten und mit Sprüchen wie „Ich mache guten Gewinn“, „Ich bin erst zwölf, habe aber schon meine eigene kleine Herde“, „Ich weiß, wie man reich wird“,…, sie ändern ihre Aussehen durch verschiedene Hüte, Umhänge, verschieden Tonlagen und Dialekte)

Ruben, Simeon, Levi, Juda, Isaachar, Sebulon, Dan, Naftali, Gad, Asser (Bei Josef und Benjamin bleiben die Sprüche weg, denn sie wachsen anders auf.) Josef, Benjamin

Doch eines Tages macht Gott sich wieder bemerkbar, denn er steht zu seinen Versprechen. Er schenkt Jakobs Lieblingsfrau einen Sohn den Josef.
JOSEFA: Hey, das klingt ja fast wie mein Name.
RAHEL: Ja, weil wir dich nach ihm benannt haben. Unser Wunsch ist es, dass dein Glaube an Gott so fest wird wie Josef. Aber so weit sind wir noch nicht.

Also als Josef geboren wird, da wächst die Sehnsucht in Jakob, wieder nach Hause zu gehen. Es gelingt nicht einfach, aber irgendwann macht er sich auf den Weg. Er weiß nicht, was ihn erwartet und wie sein Bruder Esau ihn aufnehmen wird, aber auf seinem Weg nach Hause begegnet ihm Gott in einem Traum. Jakob wird an die Geschichte Gottes erinnert. Sein Leben verändert sich. Er erzählt wieder von Gott, die Götterfiguren werden weggeworfen und er liebt Josef und seinen kleinen Bruder Benjamin. Er verbringt viel Zeit bei ihnen, denn er hat seinen Reichtum aufgebaut und hat jetzt viel Zeit. Er erzählt die Geschichten Gottes und erzieht sie in der Liebe Gottes und unter den Werten Gottes. Wie fühlen sich wohl die anderen Brüder?
JOSEFA: Ich glaube ganz schön schlecht. Denn sie sehen, dass ihr Vater für Josef und Benjamin Zeit hat. Sie denken bestimmt: „Für uns hatte er nie Zeit. Ihnen bringt er ganz andere Dinge bei“. Die älteren Brüder wissen ja gar nicht viel von Gott. Sie leben bestimmt ganz anders und wie sie leben, das zählt jetzt nicht mehr, das findet ihr Vater nicht mehr gut. Das ist schwer zu verstehen, glaube ich.
RAHEL: Genau, die älteren Brüder sind nicht mit den Geschichten Gottes groß geworden. Sie hatten keinen Vater, der sich Zeit für sie nahm. Sie lernten ihre Herden zu vermehren, sich um sich selbst zu kümmern und jetzt erleben sie: unser Vater kann auch ganz anders zu Kindern sein. Aber dann geschah noch etwas.
Jakob: Ich will Josef eine besondere Freude machen, er ist die Sonne meines Herzens. Er lernt so gerne und hört mir so gerne zu. Er kennt schon alle Geschichten unseres Gottes, sein Herz gehört Gott. Das spürt man ihm ab. Ah, ich weiß, was er bekommen soll. Josef! Josef, komme zu mir. Hier, schau was ich für dich habe, den schönsten Mantel, den es gibt. Er soll dir zeigen, wie sehr ich dich liebe und wie sehr ich mich über dich freue.
Josef: Danke Vater! Du bist so gut zu mir. Du bist ein toller Vater. Es ist schön dein Sohn zu sein.

(beide gehen ab)
JOSEFA: Oh nein, wie gemein.
RAHEL: Ja, Jakob bemerkte gar nicht, wie sehr er seine anderen Söhne verletzte. Er freute sich so, noch mal anders Vater sein zu können. Noch mal anders seine jüngsten Söhne zu erziehen, nämlich im Glauben an den lebendigen Gott. Er freute sich so über seine zweite Chance, dass er nicht bemerkte, wie sehr er seine anderen Söhne verletzt hat. Und das schlimme war, dass die anderen Söhne bisher nicht viel von dem lebendigen Gott verstanden haben. Sie wussten nicht, dass Gott sie liebt und er sich auch um sie kümmern möchte. Sie wussten einfach noch nicht genug von Gott. Deshalb blickten sie neidisch darauf, wie Josef groß geworden war. Sie waren neidisch, dass er einen so anderen Vater erleben durfte und als er dann noch den Mantel bekam, da war es vorbei. Sie hassten ihn. Sie sprachen kein freundliches Wort mehr mit ihm. Doch Josef bemerkte und verstand das alles nicht, weil er ja nicht wusste, wie es in dem anderen Land war, in dem sie vorher gelebt haben.
JOSEFA: Jetzt verstehe ich, warum dir die Geschichten Gottes so wichtig sind. Ich verstehe, warum du mir jeden Tag von Gott erzählst. Du möchtest nicht, dass ich vergesse, wer Gott ist und wie Gott ist. Und durch die Geschichten lerne ich unseren Gott, den Gott der Juden kennen. Und wie ging es weiter mit Josef?
RAHEL: Morgen mein Liebe, morgen. Jetzt gehe ich das Getreide mahlen und du kannst noch spielen. Denn diese Geschichte kann man nicht an einem Tag erzählen.

(beide gehen ab)
Plenumsleiter: Die Geschichten Gottes sind schon ganz schön alte Geschichten und trotzdem haben sie uns heute immer noch etwas zu sagen. Josefs Geschichte mit Gott oder Gottes Geschichte mit Josef macht uns vieles von Gott deutlich. Doch eines steht über dem Leben von Josef, über seinen Geschichten mit Gott: dass Gott alles, ganz egal, was auch geschieht in Josef Leben, zum Guten für ihn dient, weil er Gott liebt. Auch wenn es manchmal gar nicht gut, sondern richtig schrecklich in seinem Leben aussieht... Aber Stopp!, das kommt ja erst noch. Doch damit wir das nicht vergessen. haben wir auch den Vers hier vorne stehen.

Dieser Vers steht über Josef Leben, aber auch über meinem Leben und über deinem Leben. Gott kennt unsere Geschichte und handelt in unserem Leben. Und durch die Geschichten aus der Bibel lernen wir Gott kennen, wie er ist und was er uns zusagt und verspricht.

(von Martina Damerow)


Einheit 2 – Josefs Träume

Bibelstelle: 1. Mose 37, 5-11

Inhalt:

Gott redet durch Träume zu Josef, er zeigt ihm die Zukunft.

Zielgedanke:

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott manchmal auf ganz besondere Weise zu uns redet. Sie sollen bereit werden, auf Gottes Stimme zu hören.

Bibelvers:

Gott spricht immer wieder, auf die eine oder die andere Weise, nur wir Menschen hören nicht darauf! Gott redet durch Träume, durch Visionen in der Nacht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt. Hiob 33, 14+15 a

Ankommen:

Idee 1: Alle machen die Augen zu. Jeder erzählt kurz, was er für einen Traum hat/ was er sich wünscht oder welcher Traum ihm schon erfüllt wurde.

Idee 2: Jeder erzählt, wo er in der letzten Woche auf das gehört hat, was jemand zu ihm gesagt hat oder wo er etwas ignoriert hat, was jemand zu ihm gesagt hat.

Action:

Josef sah etwas, was seine Brüder nicht sahen und auch nicht sehen wollten. Spielt das Spiel “Ich sehe was, was du nicht siehst“.

Am Besten ist hier ein Spiel, bei dem sich alle viel bewegen, da die restlichen Kleingruppenabschnitte sehr ruhig sind. Also z.B. Ballspiel; Fangen; Verstecken; Feuer, Wasser, Eis,... Das Spiel muss nicht unbedingt zum Thema passen, sonst schlafen euch die Kinder noch ein (süße Träume:-)!

Eine Spielidee ist Putzlappenfußball: Die Gruppe wird in zwei Mannschaften aufgeteilt. Jedes Kind hat einen Stuhl. Jede Mannschaft stellt ihre Stühle in eine Reihe, die beiden Mannschaften sitzen sich gegenüber. In jeder Mannschaft wird durchgezählt. Es gibt also in jeder Gruppe ein Kind, das Nr. 1 ist eines, das Nr.2 ist,... In die Mitte wird ein Putzlappen gelegt, links und rechts sind die Tore der Mannschaften und jeweils ein Stock. Der Spielleiter nennt eine Nummer. Die beiden Kinder mit der Nummer müssen sich ihren Stock holen und dann mit dem Stock den Lappen in das Tor ihrer Mannschaft verfrachten. Die Gruppe mit den meisten Toren hat gewonnen.

Vertiefung:

Schwerpunkt 1: Gott hat einen Traum für das Leben von jedem von uns. Traumblasen basteln: Redet über die Bedeutung der einzelnen Bibelstellen. Jeder sucht sich einen Bibelvers aus und malt in eine große Traumblase, was Gott dabei für unser Leben verspricht. Sucht euch dazu aus den Bibelstellen im Anhang die aus, die am Besten zu eurer Gruppensituation passen.

Schwerpunkt 2:
Gott spricht heute noch zu uns. Manchmal durch Träume, aber auch auf vielerlei andere Art und Weise.

Legt in die Mitte Traumblasen (siehe Anhang), redet über folgende Fragen:

  • Glaube ich, dass Gott auch zu mir reden kann/ möchte?
  • Bin ich bereit, Gottes Stimme zu hören?
  • Habe ich Vertrauen, dass Gott es gut meint? / dass das, was Gott sagt, gut ist?
  • Bin ich bereit, das zu tun, was Gott von mir möchte?

Jeder schreibt in seine Traumblase, was für ihn persönlich wichtig geworden ist.

Gebet:

Auch für dich hat Gott einen Traum, den er mit dir zusammen träumen möchte. Einen Traum, den du träumen darfst und den er dir hilft, wahr werden zu lassen. Macht eine Zeit der Stille, in der ihr euch auf Gott konzentriert. Fragt Gott: Welche Träume hat Gott für dein Leben? (Bittet ihn, sie euch zu zeigen, auch wenn ihr vielleicht noch nicht alles versteht, so wie Josef). Alles, was euch einfällt, könnt ihr auf eine Traumblase schreiben.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr im Anschluss an die Stille noch mit Pfoten beten. Jeder der möchte, kann das, was ihm beim Hören auf Gott wichtig wurde noch einmal in einem Gebet formulieren.

Abschluss:

Ihr könnt zum Abschluss eine kurze Geschichte erzählen, wie Menschen heute noch durch Träume von Gott angesprochen werden:

Vor 20 Jahren wanderte eine israelische Familie namens Skoles in die Pondicherry Region an der Ostküste Indiens aus. Als Yuval Skoles mit dem Hausbau begann, träumte seine Frau Hanna von einer gewaltigen Flut, obwohl es in dieser Region solche Naturgewalten noch nie gegeben hatte.Trotzdem – ähnlich wie bei Noah – wurde dieser „Botschaft“ gefolgt: Das Haus wurde auf 5 Meter hohe Betonsäulen gebaut – das einzige dieser Art in der gesamten Gegend. Als die Flutwelle kam, war das Haus das einzige, das noch stand. Ja, die Familie Skoles und ihre Tochter überlebten die Naturkatastrophe völlig unbeschadet.

Oder ihr macht euer gewohntes Abschlussritual. Vergesst nicht, anzusagen, was für die nächste Woche wichtig ist.

(von Simone Martin)

Plenum: Anspiel

Personen:

  • Leiter (die inhaltlichen Ideen können auch in die Rahmengeschichte eingebaut und somit der Leiter ersetzt werden)
  • Josef
  • Juda
  • Ruben
  • Levi
  • 8 Brüder (Statisten)
  • Jakob

Spiel zum Einstieg: Träume erraten

5 Jungen und 5 Mädchen kommen nach vorn. Sie müssen erraten, ob es die Träume, die vorgelesen werden, in der Bibel wirklich gibt. Es gibt 5 „Ja“-Stühle und 5 „Nein“-Stühle. Auf das Kommando „1-2-3“ müssen sich die Kinder für einen Stuhl entscheiden. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Die Gruppe, die gewonnen hat, bekommt einen Preis.

Träume zum Vorlesen:

  • Josef, der Mann von Maria träumte, dass ein Engel kam und zu ihm sagte, dass er mit Maria und dem neugeborenen Jesus nach Ägypten fliehen sollte. (JA)

  • Joel träumte, dass Soldaten ihn angreifen und ins Gefängnis werfen wollen. Er soll zum Haus seines Bruders gehen. (NEIN)

  • Die Weisen aus dem Morgenland träumten, dass sie dem König Herodes nicht sagen sollten, wo Jesus geboren ist. (JA)

  • Paulus sah in der Nacht einen Mann aus Mazedonien, der ihn darum bat, zu ihnen zu kommen und ihnen zu helfen. (JA)

  • Noemi träumte, dass sie über ein volles Getreidefeld geht und von allen Leuten, die auf dem Feld arbeiten, Getreide zum Brot backen bekommt. (NEIN)

  • Jakob, der Vater von Josef sah im Traum eine Leiter, die bis in den Himmel ging. Auf der Leiter gingen Engel nach oben und unten. Und Gott stand am Ende der Leiter. (JA)

Leiter:

Das ist ja echt spannend. Da gibt es tatsächlich so viele Menschen, zu denen Gott in Träumen geredet hat. Erinnert ihr euch noch daran, von wem wir es letzte Woche hatten?

(Kinder wiederholen vom letzten Mal, wer Josef und seine Familie war.)

Ich bin ja mal gespannt, was dieser Josef heute erlebt. Und ich glaube, heute hören wir auch was von Träumen, aber da kommt ja schon Josefa mit ihrer Mutter.
(geht ab, J und R sitzen auf der Bühne)

JOSEFA: Geschichtenzeit Mama. Aber zuerst hab ich noch eine Frage: in all den Geschichten, die du mir erzählst, da redet Gott ja. Redet er denn auch zu mir?
RAHEL: Ja, Gott redet und wir dürfen mit ihm reden. Ich rede mit Gott über alles, was ich erlebe. Nicht immer laut, oft von Herz zu Herz. Er redet zu mir, zu meinem Herz, er gibt mir tröstende Worte, gute Ideen und Träume in mein Herz.
JOSEFA: Träume, ich träume ja auch, aber darin kommt Gott gar nicht vor.
RAHEL: Ja, es gibt solche und solche Träume. Träume, dass passt gut zu unserer Geschichte, denn Josef hatte Träume. Träume, die Gott ihm schenkte.

Josef kommt in seinem schönen Mantel auf die Bühne
Josef: (singend) Gott du bist so gut! Danke für diesen schönen Mantel! Danke, dass du immer da bist! Danke, dass du mich liebst.

(bleibt in der Mitte der Bühne stehen)

Hier sieht es gemütlich aus.

(legt sich hin und gähnt, gähnt noch einmal, schließt die Augen und schläft ein)

Traum 1 „Ähren“ wird eingespielt (Video: Josef, der Träumer)

Josef: (wacht auf, schreckt hoch) Was war das? Habe ich geträumt? Es ist, als ob Gott mit mir geredet hat. War das ein Traum von Gott? Oder habe ich mir das selbst ausgedacht? Nein, unmöglich. Dieser Traum kam wirklich von Gott. Was er mir damit wohl sagen wollte? Ich verstehe es nicht. (gähnt wieder)

Vielleicht sollte ich einfach wieder einschlafen. Vielleicht hatte das Ganze doch überhaupt keine Bedeutung.

(legt sich wieder hin, schläft ein)

Traum 2 „Sterne“ wird eingespielt (Video: Josef der Träumer)

Josef: (schreckt hoch, steht sofort auf) Meine Güte! Schon wieder so ein Traum. Und immer geht es um mich und meine Brüder. Das muss ich ihnen unbedingt erzählen. Schließlich kommen sie in meinen Träumen ja auch vor.

(rennt zu seinen Brüdern, die sich am anderen Ende der Bühne befinden und sich gerade auf den Weg machen wollen)
RAHEL: Das war ein Traum von Gott. Gott hat einen Traum für das Leben von Josef. Das ist etwas anderes als nur irgendein beliebiger Traum, den man nachts träumt. In dem Traum steckt etwas von dem, was Gott mit dem Leben von Josef vorhat.
JOSEFA: Da bin ich aber sehr gespannt, wie Josefs Brüder darauf reagieren!
Juda: Na, Kleiner. Was ist denn geschehen? Warum hast du es denn so eilig?
Ruben: Komm her, Josef. Setzt dich erst mal hin, du bist ja ganz außer Atem.
Josef: Ich muss euch unbedingt etwas erzählen. Ich habe geträumt. Ihr wart mit mir zusammen auf dem Feld.
Levi: Das ist allerdings ein Traum. Das kam bisher noch nie vor, dass du uns bei der Arbeit geholfen hast.
Josef: Ihr versteht mich falsch. Es war ein Traum von Gott.

(Levi, Ruben, Juda und die anderen Brüder murmeln vor sich hin)

Ja ja, nie und nimmer, wer's glaubt,...
Josef: Also, wir waren alle zusammen auf dem Feld und wir banden Graben. Meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen. Und dann stellten sich eure Garben auf, rings um meine Garbe. Und dann verneigten sich eure Garben vor meiner Garbe.
Juda: (ganz außer sich) Ich glaube, du spinnst! Meinst du etwa, du wirst einmal König und herrschst über uns? ICH bin der stärkste von allen Brüdern. Wenn hier jemand über die anderen herrschen wird, dann bin ICH es. Was fällt dir nur ein. Du bist wohl übergeschnappt!
Levi: (flüstert den anderen Brüdern zu) Ich hasse ihn!
Josef: Aber hört mir doch zu! Ich hatte nicht nur diesen Traum, sondern auch einen zweiten.
Levi: Der wird nicht viel besser gewesen sein. Was du dir da zusammenträumst...

Levi, Juda und die anderen Brüder schimpfen vor sich hin.

Jakob: Was ist denn hier los? Hört auf, zu schimpfen.

(Alle sind leise und hören zu.)

Josef, was ist passiert?
Josef: Ich habe meinen Brüdern von meinem Traum erzählt. Und jetzt sind sie sauer. Dabei habe ich noch nicht einmal zu Ende erzählt. Ich hatte nämlich noch einen zweiten Traum.
Jakob: Was hast du denn noch geträumt, Josef?
Josef: Ich träumte von der Sonne, dem Mond und von 11 Sternen. Die beugten sich auch vor mir nieder.

Die Brüder schäumen vor Wut, warten aber auf die Reaktion des Vaters

Jakob: (mit schimpfender Stimme) Josef, was erzählst du da? Sollten wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine 11 Brüder und uns vor dir niederknien?

alle gehen schimpfend ab

JOSEFA: Ich habe es ja gesagt. Da sind dir Brüder aber ganz schön sauer auf Josef gewesen.
RAHEL: Ja genau. Sie waren sauer. Und ich glaube, sie haben den Traum von Josef nicht so ernst genommen. Sie dachten, das wäre einfach nur ein Traum, den Josef sich da zusammen geträumt hat. Sie konnten sich das alles gar nicht vorstellen: Sie sollten sich vor Josef, ihrem jüngeren und kleineren Bruder verneigen, niederknien? Das würde nie und nimmer passieren. Und deshalb war für sie auch klar: Dieser Traum war nicht von Gott, sondern von Josef erfunden.

Josef betritt die Bühne

Josef: Ich weiß, es klingt komisch. Aber ich war mir von Anfang an sicher: Gott hat mit mir geredet. Er hat mir diesen Traum geschenkt. Was er genau bedeutet, das weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was Gott mit mir vorhat. Aber ich möchte diesen Traum nie wieder vergessen und daran glauben, dass Gott ihn in meinem Leben wahr werden lässt - wie das auch immer aussieht.
RAHEL: Ja, Josef hat sich diesen Traum tief in sein Herz geschrieben, so wie er es mit allen Geschichten, die er von Gott kannte, gemacht hat. Denn Josef wusste: Gott spricht mit mir und Gott hat einen Traum für mein Leben.
JOSEFA: Hat Gott denn auch einen Traum für mein Leben? Eine Geschichte von und mit ihm für mein Leben?
RAHEL: Ja, Josefa Gott redet auch mit dir und träumt auch einen Traum mit dir für dein Leben. Gott spricht zu deinem Herzen. Lerne ihn kennen, rede mit ihm über deine Träume und Sehnsüchte und höre auf Gottes Stimme, die zu deinem Herzen redet und er wird mit dir träumen. Träume für dein Leben. So, lass uns gehen und essen kochen. Vater kommt bald müde von seinem Sklavendienst nach Hause.

Anhang Vertiefung 1

Und du wirst Vertrauen fassen, weil es Hoffnung gibt.
Hiob 11,18

Ich werde dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
Josua 1,5

In ihm (Christus) haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,14

Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.
Johannes 1,29

Er wird sein Volk erretten von seinen Sünden.
Matthäus 1,21

Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Psalm 103,3

Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken.
Jeremia 31,34

Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.
Hebräer 10,17

Unsere Vergehen, du wirst sie vergeben.
Psalm 65,4

Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR ist!
Jeremia 17,7

Aber ich harre, HERR, auf dich; du, HERR, mein Gott, wirst erhören.
Psalm 38,15

Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr auf den HERRN vertraut.
Psalm 31,24

Denn du wirst den Gerechten segnen; Jehova, mit Gunst wirst du ihn umgeben wie mit einem Schilde.
Psalm 5,13

Mag auch mein Leib und mein Herz vergehen – meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig.
Psalm 73,26

Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Matthäus 28,18

Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn Jahwe, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst.
Josua 1,9

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden.
Psalm 46,2

Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden.
Jesaja 1,18

Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören.
Jesaja 65,24

Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei.
Johannes 16,24

Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.
Johannes 16,23

Rufe mich an, dann will ich dir antworten und ich will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.
Jeremia 33,3

Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Psalm 91,15

Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, Kleingläubige!
Lukas 12,28

Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!
Philipper 4,4

Die Fülle des Meeres wird sich zu dir wenden, der Reichtum der Nationen zu dir kommen.
Jesaja 60,5

Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.
Psalm 16,11

Du hast Freude in mein Herz gegeben, mehr als jenen zu der Zeit, da sie viel Korn und Most haben.
Psalm 4,8

Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.
Johannes 15,11

Licht ist gesät dem Gerechten, und Freude den von Herzen Aufrichtigen.
Psalm 97,11

Aber freuen werden sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude.
Psalm 68,3

Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden.
Jesaja 55,12

Die Freude an Jahwe ist eure Stärke.
Nehemia 8,10

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit.
Johannes 14,16

Auf dass wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben.
Galater 3,14

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten.
Johannes 16,13

Mein Gott aber wird alles, was ihr braucht, geben nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
Philipper 4,19

Im Haus des Gerechten ist reichlich Vorrat.
Sprüche 15,6

Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.
Lukas 1,37

Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du gehen sollst; ich will dir raten, meine Augen über dir offenhalten.
Psalm 32,8

Und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater.
Offenbarung 1,6

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
Römer 14,17

Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Römer 8,16

Denn der Heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Lukas 12,12

Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf dass wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.
1.Korinther 2,12

So will ich meinen Geist euch sprudeln lassen, will euch kundtun meine Worte.
Sprüche 1,23

Wenn der Bedränger kommen wird wie ein Strom, so wird der Hauch Jahwes ihn in die Flucht schlagen.
Jesaja 59,19

Gut ist der HERR. Er ist ein Zufluchtsort am Tag der Bedrängnis; und er kennt die, die sich bei ihm bergen.
Nahum 1,7

Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen.
Jesaja 54,17

Treu ist aber der Herr, der euch stärken und vor dem Bösen bewahren wird.
2.Thessalonicher 3,3

Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.
Kolosser 2,15

Wenn ihr etwas auf der Erde binden werdet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde lösen werdet, wird es im Himmel gelöst sein.
Matthäus 18,18

Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten.
Römer 16,20

Siehe, ich habe euch die Macht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch schaden.
Lukas 10,19

Unterwerfet euch nun Gott. Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch fliehen.
Jakobus 4,7

Nach deinem Rat leitest du mich, und nachher nimmst du mich in Herrlichkeit auf.
Psalm 73,24

Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad.
Psalm 119,105

Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt zu deinem Nutzen, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.
Jesaja 48,17

Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber Jahwe lenkt seine Schritte.
Sprüche 16,9

Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.
Johannes 14,18

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht, sei auch nicht furchtsam.
Johannes 14,27

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2.Timotheus 1,7

Saget zu denen, die ein ängstliches Herz haben: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, da ist euer Gott, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten.
Jesaja 35,4

Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?
Psalm 27,1

Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.
Psalm 34,4

Er erfüllt das Verlangen derer, die ihn fürchten. Ihr Schreien hört er, und er hilft ihnen.
Psalm 145,19

Ich habe geredet, und werde es auch kommen lassen; ich habe entworfen, und werde es auch ausführen.
Jesaja 46,11

Der die Unfruchtbare des Hauses wohnen lässt als eine fröhliche Mutter von Söhnen.
Psalm 113,9

Vermögen und Reichtum wird in seinem Hause sein, und seine Gerechtigkeit besteht ewiglich.
Psalm 112,3

Wir mögen kühn sagen: "Der Herr ist mein Helfer, und ich will mich nicht fürchten; was wird mir ein Mensch tun?"
Hebräer 13,6

Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?
Römer 8,31

Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen, und die Nicht-Geliebte Geliebte.
Römer 9,25

Wie der Bräutigam sich an der Braut erfreut, so wird dein Gott sich an dir erfreuen.
Jesaja 62,5

Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, will sie aus freiem Antrieb lieben. Denn mein Zorn hat sich von ihm abgewandt.
Hosea 14,4

Und ihr sollt Jahwe, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde Krankheit aus deiner Mitte entfernen.
2.Mose 23,25

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.
Jesaja 41,10

Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen.
Johannes 6,37

Wirf auf den HERRN deine Last, und er wird dich erhalten; er wird nie zulassen, dass der Gerechte wankt.
Psalm 55,22

Ist meine Hand etwa zu kurz zur Erlösung? Oder ist in mir keine Kraft, um zu erretten?
Jesaja 50,2

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.
Psalm 37,5

Und die Tochter Tyrus kommt mit Geschenk, deine Gunst suchen die Reichen im Volk.
Psalm 45,12

Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen.
Jakobus 4,10

Denn die Schrift sagt: Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.
Römer 10,11

Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.
Psalm 37,4

Die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen.
1.Petrus 3,12

Darum sage ich euch; Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.
Markus 11,24

Was ist deine Bitte? Sie soll dir gewährt werden! Und was ist dein Begehren? …Ja, es soll erfüllt werden!
Ester 5,6

Er sandte sein Wort und heilte sie, und er errettet sie aus ihren Gruben.
Psalm 107,20

HERR, mein Gott, zu dir habe ich geschrien, und du hast mich geheilt.
Psalm 30,2

Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohl geht.
3.Johannes 1,2

Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
Jesaja 53,5

Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen Wunden heilen, spricht der HERR.
Jeremia 30,17

Denn ich bin der HERR, der dich heilt.
2.Mose 15,26

Und der HERR wird jede Krankheit von dir abwenden. Und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen.
5.Mose 7,15

Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
4.Mose 6,24

Er schafft Frieden in deinen Grenzen, er sättigt dich mit dem besten Weizen.
Psalm 147,14

Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben. Sie werden nicht straucheln.
Psalm 119,165

Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.
Jesaja 54,10

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.
Philipper 4,6

Jesus aber sprach zu ihm: Dem Glaubenden ist alles möglich.
Markus 9,23

Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden.
Markus 11,23

Denn so viele Verheissungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns.
2.Korinther 1,20

Siehe, ich bin der HERR, der Gott alles Fleisches! Sollte mir irgend ein Ding unmöglich sein?
Jeremia 32,27

Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.
Matthäus 21,22

Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen.
Matthäus 21,21

Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.
Römer 8,28

Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind beständig vor mir.
Jesaja 49,16

Erkennet doch, daß Jahwe den Frommen für sich abgesondert hat! Jahwe wird hören, wenn ich zu ihm rufe.
Psalm 4,3

Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch gesetzt, auf daß ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.
Johannes 15,16

Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir fortdauern lassen meine Güte.
Jeremia 31,3


Einheit 3 – Josef wird verkauft

Bibelstelle: 1. Mose 37, 12 - 36

Inhalt:

Als Jakob Josef zu dessen Brüdern auf die Weide schickt, um nach ihnen zu sehen, ergreifen sie die Gelegenheit und werden ihn los. Zuerst wollen sie ihn umbringen, verkaufen ihn dann aber doch an vorbeikommende Händler. Diese verkaufen ihn in Ägypten an Potifar, einen Hofbeamten des Pharaos. In dieser Einheit wird vor allem auf die Vater-Sohn-Beziehung eingegangen. Es soll deutlich werden, dass Jakob wirklich aus tiefsten Herzen um Josef, seinen Sohn, trauert, weil er diesen verloren hat. Keiner kann ihn trösten, niemand kann Josef für Jakob ersetzen, es wird nun immer ein Loch in seinem Herz bleiben.

=> Bezug auf die Beziehung von Gott zu seinen Kindern, uns Menschen!

Ein jeder Mensch liegt Gott am Herzen, im Herzen. Wenn wir nichts von Gott wissen wollen, ihn aus unserem Leben ausgrenzen, ist es für ihn so, als ob wir für ihn gestorben sind. Nicht wieder zu ihm zurückkehren. Dann trauert Gott so um uns, wie Jakob um Josef. Dann entsteht ein Vakuum, ein Loch in Gottes Herzen. Dieses Loch können nur wir füllen. …

Zielgedanke:

In meinem Herzen ist ein Vakuum, das nur Gott füllen kann. Und in Gottes Herz ist ein Vakuum, das nur ich füllen kann.

Bibelvers:

Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!
1. Johannes 3, 1a

Ankommen:

Begrüßt zuerst eure Kinder richtig herzlich. Und sagt ihnen einfach heute zusätzlich zwei- oder dreimal, wie toll sie sind und dass ihr euch echt freut, dass sie da sind, und dass es ohne sie nicht ansatzweise so schön wäre.

Und dann könnt ihr eine normale Austauschrunde machen mit der zusätzlichen Frage: Womit kann man ein Loch füllen? (Bsp.: Stroh, Lehm, Knete, Freunde, Liebe,...)

Action:

Zum Beispiel könntet ihr spielen, dass 12 Dinge (= 12 Söhne) in der Mitte liegen, diese Dinge dürfen sich die Kinder 30 sec anschauen und dann werden die Dinge zugedeckt. An wie viele Dinge erinnert sich jedes Kind!

Gott kann sich immer an jeden von uns erinnern, weil wir ganz fest in seinem Herzen sind. Er möchte nicht einen von uns missen.

Ihr könnt auch Yenga spielen: wenn zu viele Steine fehlen, fällt der Turm zusammen.

Vertiefung:

Ihr könnt Herzen basteln, und weiße „Flecken“ jeweils auf eine Seite einen und auf den einen weißen Fleck schreiben: Im Gottes Herz ist ein Vakuum, dass nur ich, ...(Name des Kindes) füllen kann.

Auf den anderen weißen Fleck: In meinem Herz ist ein Vakuum, dass nur Gott füllen kann.

Redet vorher oder anschließend noch über diesen Spruch. Was bedeutet das? Was kann damit gemeint sein?

Betont nochmals, dass dieser Spruch wirklich für jedes Kind zählt. Das Gott JEDES Kind so wichtig ist!!

Vielleicht könnt ihr mit den Größeren mal darüber reden, was es bedeutet, mit Gott Zeit zu verbringen. Wie ich das machen kann?

(Singen, Beten (=> einfach ihm Dinge erzählen und anvertrauen), am Tag einfach mal an ihn denken, Tagebuch an Gott schreiben,...)

Gebet:

Flüstergebet: ein jedes Kind flüstert in seine beiden Hände sein Gebet. Alle tun dies gleichzeitig. Wenn alle fertig sind, zählt man bis drei und lässt sozusagen mit den Wort „Amen“ die Gebet nach oben zu gut fliegen.

(vorher könnt ihr gemeinsam Gebetsanliegen sammeln (klärt vorher, was Gebetsanliegen sind: Oma krank, Klassenarbeit, Angst vor irgendetwas, Dank für etwas, Freude auf etwas,...) ).

Abschluss:

bei den Mädchen: Gruppenkuscheln und sagt ihnen nochmal, dass es schön war, dass sie beim Abenteuerland waren, und dass ihr euch auf's nächste Mal freut.

Bei den Jungs: Clapt bei jedem nochmal in die Hand und sagt ihnen, dass es echt cool war, dass sie da waren, und dass ihr euch auf's nächste Mal freut.

(von Hertha Kramer)

Plenum: Anspiel

Personen:

  • Rahel
  • Josefa
  • Jakob
  • 2 Söhne
  • Ruben
  • Junge
  • Mutter

R. und J. betreten redet die Bühne

JOSEFA: Weißt du Mama, manchmal, da denke ich, Gott hat uns doch vergessen. Papa wird immer schwächer, er muss immer mehr arbeiten als Sklave. Und weißt du, was ich jetzt gehört habe: wir Juden dürfen keine Söhne mehr bekommen. Also alle Babys die Jungen sind, werden umgebracht! Miriams Mama ist schwanger und Miriam hat heute nur geweint. Gott hat wohl keinen Platz mehr für uns in seinem Herzen.
RAHEL: Weißt Du Josefa, ich kann verstehen, dass du so denkst. Die Zeiten momentan sind nicht leicht. Dieses neue Gesetz ist schrecklich. Ich weiß nicht, was noch alles geschehen wird, aber eins weiß ich: Gott hat Platz in seinem Herzen für uns. Er sehnt sich nach uns. Bei Josef waren viele Lebensjahre auch hart, richtig schlimm, aber er hat eines nicht vergessen. Er gehört zu Gottes Familie und Gott hält ihn in seinen Händen. Schau, ich erkläre es dir an der Geschichte von Josef.



Rechts auf der Bühne kniet Jakob, der kopfschüttelnd, mit gesenktem Kopf und in grauen Kleidern aus tiefsten Herzen weint. Neben ihm liegen verstreut seine „schönen“ Gewänder. Um ihm herum (eher hinter ihm) steht seine Frau, die ihre Hand auf seine Schulter legt, und eine weitere, schweigende Frau. Beide haben ihre Köpfe nach unten gerichtet.

Plötzlich kommt ein Junge mit einem Ball spielend, fröhlich vor sich her singend in das beschriebene Szenarium gelaufen. Als er die trauernden Menschen sieht, bleibt er erstarrt stehen. Die eine Frau, die als einzige aufblickte, als der Junge den Raum betrat, läuft schnell zu ihm und nimmt ihn zur Seite (aber noch auf der Bühne).

In dem gleichen Moment betreten zwei Männer (zwei Söhne Jakobs) den Raum von hinten. Auf dem Weg durch die Kindermenge reden sie miteinander, aber so laut, dass die Kinder alles verstehen.

1.Sohn: Es kommt mir vor, als wäre es eben gerade gewesen, dass wir bei unseren Herden stehen und Josef, der von unserem Vater zu uns geschickt worden ist, schon von weitem erkennen.
2.Sohn: Klar haben wir ihn von weitem erkannt. Immerhin trug er ja sein wunderschönes, kostbares Gewand, das er von Vater bekam. Das glänzte in der Sonne ja schon Kilometer weit.
1.Sohn: Und dann...dann haben wir zehn uns beraten, was wir mit Josef machen wollen. Rächen wollten wir uns – für all seinen Hochmut. Töten, Simeon, töten wollten wir ihn!
2.Sohn: Ja, das hätten wir ruhig tun sollen. Dann wäre das Trauern unseres Vaters auch berechtigt.
1.Sohn: Wie kannst Du nur so reden? Unser Vater denkt wirklich, Josef sei tot. Wir haben ihm doch erzählt, dass er tot sei. Ich bin Ruben so dankbar, dass er uns überredet hat, Josef nur in den Brunnen zu werfen.
2.Sohn: Ja und dann haben wir ihn verkauft an die Karawane! Jetzt, wenn er noch lebt, ist er irgendwo in Ägypten. Ist das besser?
1.Sohn: Wenn er noch lebt? Ich bete dafür, dass er noch lebt! Es ist grauenhaft, was wir getan haben! Doch die Wahrheit werden wir nie unserem Vater erzählen können. Er würde uns das nie verzeihen und könnte uns nie wieder anschauen.

Sie erreichen den trauernden Vater
2.Sohn: Vater, es ist nun mal geschehen. Du musst weiter leben. Schau doch nur: du hast doch noch weitere Kinder, die dich nun brauchen. Es tut uns so leid, was geschehen ist.
Jakob: Ich werde Josef nie vergessen! Es ist wie ein Stück meines Herzens, das mir entrissen worden ist. Ich liebe doch Josef, wie auch euch! (heult!)

Ruben kommt auf die Bühne: Kopf zum Himmel gerichtet, wie bei einem Gebet)
Ruben: Hätte ich gewusst, dass meine Brüder Josef verkaufen würden, so wäre ich nie von dem Brunnen weggegangen, um sie davon abzuhalten. Gott, vergib mir! Und tröste meinen Vater!

(Er geht weitere Schritte zu Jakob hin, fällt auch auf die Knie und weint. Der kleine Junge, immer noch den Ball in der Hand, schaut verwirrt.)

Junge: Mama, was ist passiert? Warum weint Jakob so sehr? Warum lacht er nicht mehr? Warum kann keiner seiner Söhne ihn trösten? Wird er irgendwann wieder fröhlich sein?
Mama: Mein Sohn, es ist etwas furchtbares passiert. Du erinnerst Dich doch noch an Josef, nicht wahr?
Sohn: Ja! Klar, er war immer ganz viel bei seinem Vater! Ich glaube, sie haben sich sicher beinah alles erzählt und alles miteinander geteilt.
Mama: Ja, Du hast vermutlich recht. Doch nun, wird Josef nie wieder etwas mit Jakob teilen können! Sie werden nie wieder Zeit miteinander verbringen können.
Sohn: Wieso?
Mama: Josef ist tot! Seine Brüder haben Jakob erzählt, dass Josef wahrscheinlich von einem wilden Tier angegriffen wurde und nun tot ist.
Sohn: Das ist ja...furchtbar. Mama! Jakob vermisst nun wahrscheinlich Josef unglaublich stark, oder?
Mama: Ja, so sehr, dass er die ganze Zeit an ihn denkt, ihn vermisst. Und keiner kann Josef ersetzen. Es ist ein wie ein Vakuum, dass nun in Jakobs Herz ist.
Sohn: Ein Vakuum?
Mama: Ein Vakuum ist sozusagen ein Loch, etwas wo gar nichts mehr ist. Ein völlige Leere, weißt du? Wenn ich sage, dass in Jakobs Herz nun ein Vakuum ist, meine ich damit, dass da ein Loch ist, das nur Josef füllen könnte.

Und ich kenne jemanden, bei dem entsteht auch ein solches Loch, Vakuum, wenn Du oder ich oder Esther oder egal wer nicht mehr mit ihm reden kann bzw. will. Wenn einer von uns von dieser Person getrennt ist, wie jetzt auch Josef von Jakob getrennt ist. Diese Person wäre auch untröstlich, wenn er keine Zeit mehr mit dir verbringen könnte! Der wäre noch viel trauriger als Jakob nun ist.
Sohn: Was? Der wäre so traurig nur meinetwegen? Nur, weil ich keine Zeit mehr mit ihm verbringe? Das ist ganz schön krass! Wer, Mama? Wem bin ich so wichtig?
Mama: Gott! Gott möchte, dass Du ihm ganz viel erzählst, ganz viel Zeit mit ihm verbringst. Denn in seinem Herz ist ein Vakuum, das nur Du füllen kannst!!

(Schauspieler gehen ab)

JOSEFA: Das ist ja furchtbar. Der arme Vater. Der arme Josef – ganz alleine, verkauft als Sklave, keine schönen Kleider mehr. Von den eigenen Brüdern verkauft und der Vater ist nur noch traurig.
RAHEL: Ja, der Vater ist nur noch traurig. Kein Kind kann ein anderes Kind ersetzen. Die Brüder begreifen das noch nicht, aber Jakob liebt seine Kinder und jetzt trauert er um Josef. Kein anderes Kind kann Josef ersetzen, aber der Vater würde auch um seine anderen Söhne trauern, denn er hat Platz für alle seine Kinder in seinem Herzen. Gott hat schon viele Menschen begleitet und geliebt, aber er hat noch viel Platz in seinem Herzen auch für dich Josefa, für Miriam und für das Geschwisterchen im Bauch von Miriams Mutter. Gott sehnt sich nach dir und er ist da, auch in furchtbaren Zeiten. Gott ist bei Josef auf dem Weg in die Sklaverei, er ist bei Jakob in seiner Trauer und bei den Brüdern, die einen schrecklichen Fehler gemacht haben und er liebt sie alle. Und er ist auch bei uns und liebt uns.
JOSEFA: Lass uns gehen Mama. Ich möchte mit Gott reden und ihm erzählen, dass ich traurig bin und auch wütend bin, weil alles so schrecklich ist. Aber ich möchte ihm auch sagen, dass ich ihn liebe und froh bin, dass er da ist und mich liebt und auch in dieser schrecklichen Zeit, alles in seinen Händen hält.
br> (beide gehen ab)

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