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Vertrauen - aber Gott ist keine Wunschfabrik

Kernaussage:

  1. Es ist wichtig, wenn wir in schwierigen Situationen jemanden kennen, zu dem wir kommen dürfen und dem wir vertrauen können.

  2. Ihr könnt auch Gott vertrauen, weil er weiß was richtig ist

  3. Gott ist keine Wunschfabrik, aber wir können darauf vertrauen, dass er das Richtige tut.

Umsetzung:

1. Anspiel:

Ein Mensch, Max Mustermann (______) muss am Herzen operiert werden. Der Arzt, Dr. Roland Koch (______) berät ihn, dass es das Beste für ihn ist. Das Kind hat total viel schiss und will überhaupt nicht obwohl es weiß, dass Dr. Roland Koch ein Profi (Ouhhhh) ist und voll der Checker! Das Kind, Max Mustermann spricht mit Roland über seine Probleme. Bittet ihn den Eingriff zu vermeiden, überlässt ihm aber letztendlich die Entscheidung (weil er der totale Profi (Ouhhhh) ist und super viel Erfahrung hat).

Anspiel besprechen:

  • Was habt ihr gesehen?
  • Kennt ihr ähnliche Situationen in eurem Leben, wo ihr Angst hattet, aber letztendlich doch auf jemanden vertraut habt, dass er es richtig macht?

2. Spiele zum Vertrauen:

(siehe Spielesammlung Rubrik „Vertrauensspiele“ mit ca. 11 Spielen)

3. Bezug zum biblischen Text herstellen:

  • Entweder Geschichte vorstellen:

    • Jesus und die Jünger gingen in einen Garten, Gethsemane
    • Es war ein ruhiger Ort, den sie kannten und liebten
    • Jesus weiß die Jünger an zu warten
    • Jesus ging weiter und wollte beten
    • Petrus Jakobus und Johannes kamen mit ihm
    • Sie sollten ihn beim Beten bewachen
    • Jesus war sehr betrübt
    • Er kniete nieder und richtete sein Gesicht voller Schmerz zum Boden
    • „Lass diesen Kelch des Leidens bitte an mir vorüber gehen. Aber Ich werde dir immer gehorchen. Lass deinen Willen und nicht meinen geschehen.“
    • Jesus geht zurück und findet die Jünger schlafend
    • Er weckt und ermahnt sie
    • Dies passiert drei Mal. Die Jünger sind einfach zu müde und zu schwach
    • Geht weg, weil der Verräter kommt.
  • Oder Geschichte vorlesen: Jesus in Gethsemane

    Matthäus 26, 36 – 46

    Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte. Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.

  • Anschließend Text besprechen:

    Geschichte kurz wiedergeben lassen mit Hilfe des Pozek - Schlüssels:

    • Personen: Welche Personen kommen vor?
      Jesus, Alle Jünger

    • Ort: Wo spielt die Geschichte?
      Garten Gethsemane, Ölberg

    • Zeit: Zu welcher Zeit, wann fand die Geschichte statt?
      Nach dem Abendmahl (vermutlich das Jahr 30n. Chr.) Abend der Verhaftung Jesu

    • Ereignis: Was ist passiert?
      Jesus betet zu Gott. Er hat Angst und weiß, dass er sterben muss und bittet Gott nicht hinzuscheiden, vertraut aber auf ihn und überlässt ihm die Entscheidung. (V.39)

    • Kern: Was ist die Kernaussage der Geschichte?
      Jesus ist menschlich. Er hat genau so Angst wie wir, obwohl er Gottes Sohn ist. Jesus vertraut auf Gott, selbst in dieser schrecklichen Situation.

  • Begriffserklärungen:

    Kelch:
    Symbol für den Tod. Bei den Römer mussten die zum Tode Verurteilten aus dem Kelch trinken in dem sich Gift befand.

    Geist - Fleisch:
    Die Jünger wollen wach bleiben, können es aber nicht. Der Geist will es, das Fleisch kann es aber nicht. Der Geist ist Gottes Abbild im Menschen. Das Fleisch ist voll von Sünde unterscheidet somit den Menschen von Gott.

  • Bezug zum Anspiel aufbauen und die Personen vergleichen, Bezug zur Kernaussage herstellen

    • Inwiefern hat Jesus vertraut?
    • Wann ist Vertrauen notwendig?
    • Wem kann man Vertrauen, welche Eigenschaften muss er haben
    • Wem würdest Du vertrauen? Wem würdest du nicht vertrauen?
    • Kann man Dir vertrauen?
    • Hat Vertrauen etwas mit Erwartung zu tun?
    • Was hat Vertrauen mit Zutrauen zu tun?
    • In welchen Situationen vertraust Du auf Gott?

4. Abschluss:

  • Gott ist keine Wunschfabrik, aber wir können darauf vertrauen, dass er das Richtige tut. Ihm können wir (immer und alles) vertrauen!

  • Gebet:
    - wir wollen auch so vertrauen können wie Jesus
    - Gott weiß was richtig ist – sein Wille geschehe


Die Bibelarbeit wurde von Ben Stanczus bzw. Team im Zeltlager des CVJM Bünde im Jahr 2006 erprobt und Praxis-Jugendarbeit im Februar 2007 zugesandt.

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