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Mose von heute

Paul: Endlich Feierabend, dann hab ich endlich Wochenende. Jetzt arbeite ich hier schon 40 Jahre. Da frag ich mich echt manchmal ob nicht langsam vielleicht mal was anderes dran wäre.
So jetzt noch alle Anwendungen schließen, den Computer herunterfahren ... (ton) Nanu was ist denn das, ich habe doch alles beendet. Hm, eine Nachricht. Das verstehe ich nicht, ich bin doch gar nicht mehr mit dem Internet verbunden, wie kann denn da etwas ankommen, merkwürdig.
Was steht hier: „Paul, lass die Lautsprecher Boxen an, ich hab dir etwas zu sagen. Ich soll was? Also entweder ist das hier irgendein Scherz von einem Kollegen, der mich auf den Arm nehmen will, oder...
Hm, der Kollege müsste aber ganz schön clever sein. Also ich weiß nicht wie man das anstellt, dass man einfach eine Nachricht bekommt und das, obwohl man nicht im Internet ist. Haben wir jemand hier bei uns in der Abteilung der so was könnte? Also eigentlich fällt mir da kein Kollege ein, der so etwas kann.
Gott: (aus den PC Lautsprechern) Stimmt, ich bin ja auch kein Kollege.
Paul: (erschrocken) Die Stimme kenn ich ja auch gar nicht.
Gott: Bis jetzt habe ich ja auch noch nicht direkt mit dir geredet. Es gibt viele die mich kennen, aber meine Stimme noch nie direkt gehört haben.
Paul: Jetzt geht mir ein Licht auf. Du kannst nur Gott sein.
Gott: Richtig, ich bin der Gott deiner Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Paul: Was soll ich tun Gott, was hast du vor mit mir?
Gott: Ich habe gesehen wie schlecht es meinen Kindern Korea geht, und ich habe auch gehört wie sie über ihre Unterdrückung klagen. Ich weiß, was sie dort erleiden müssen. Darum bin ich gekommen, um sie aus der Gewalt der Regierung Koreas zu retten. Ich will sie aus diesem Land der Verfolgung herausholen und ihnen ein Land geben, wo keine Verfolgung für sie herrscht, ein Land in dem sie in Wohlstand leben können. Jetzt gibt es dort zwar noch vielerlei Beschränkungen für Asylbewerber, aber ich werde die Beschränkungen wie Staub davon blasen.
Ja, ich habe die Not und das Elend meiner Kinder in Korea gesehen, wie sie gequält und zum Tode gefoltert wurden.
Darum fliege nach Korea, Paul! Ich schicke dich zur Regierung Koreas, denn du sollst meine Kinder aus ihrer Gewalt befreien.
Paul: Was, ich soll zur Regierung Koreas gehen und die Christen aus ihrer Verfolgung befreien? Schau mich an, wer bin ich denn schon! Ein ganz normaler Büroarbeiter.
Gott: Mach dir keine Gedanken darüber wer du bist. Ich stehe an deiner Seite. Ich will dir außerdem ein Zeichen geben, an dem du genau erkennen kannst, dass ich dich beauftragt habe und es nicht ein Scherz deiner Kollegen war. Wenn du meinen Auftrag erfüllt hast, wird es in der größten Kirche einen Dankgottesdienst geben.
Paul: Wenn ich aber nun nach Korea gehe um die Christen zu befreien, werden sie selbst mir überhaupt glauben? Was soll ich soll ich ihnen sagen wenn sie fragen warum ich gekommen bin.
Gott: Sage meinen Kindern, dass ich dich geschickt haben um sie zu befreien. Ich bin auch ihr Gott und für sie da. Mir ist es nicht gleichgültig, was mit ihnen passiert, deshalb will ich sie erretten und du sollst sie führen.
Gehe also nach Korea und setze dich mit den Leitern der Untergrundgemeinden in Verbindung. Erzähle ihnen, wie ich dich berufen habe, und das ich sie in ein Land bringen werde, wo sie in Frieden leben können. Du kannst mir vertrauen, die Gemeindeleiter werden dir glauben.
Dann gehe zur Regierung und bitte um Ausreiseerlaubnis für die Christen. Ich weiß dass dies ein harter Kampf wird, aber glaube mir am Ende werde ich sie mit meiner starken Hand zwingen die Christen ausreisen zu lassen. Ich selber werde euch allen Achtung vor der Regierung schaffen. Ihr werdet außerdem nicht mit leeren Händen dass Land verlassen. Am Ende wird euch die Regierung sogar Geld zahlen. Von diesem Geld werden meine Kinder in Wohlstand leben können.
Paul: Was ist aber, wenn ich gar nicht für erst genommen werde und selber verhaftet werde?
Gott: Du glaubst mir also immer noch nicht? Was steht auf deinem Schreibtisch?
Paul: Der Monitor.
Gott: Klicke einmal mit der Maus und du wirst deine Gedanken als Text auf dem Bildschirm langlaufen sehen.
Paul: Wow, dass ist ja echt unglaublich. Jetzt wird mir noch viel bewusster, dass du alles weist.
Gott: Zeige dass den Christen. Sie werden dir dann mit Sicherheit glauben und dich unterstütze. Und glaub mir, wenn die Möglichkeit bestünde, dass du eingesperrt und gefoltert würdest, würde ich dich dann nach Korea schicken?
Paul: Ja Gott, ich weiß wie groß und mächtig du bist. Aber ich weiß doch gar nicht was ich sagen soll zur Regierung. Ich bin viel zu schüchtern und zurückhaltend. Ich traue mich ja nicht einmal etwas zu sagen wenn der Chef mich immer bittet Überstunden zu schieben die ich freiwillig nicht bezahlt bekomme. Ich traue mich einfach nicht zu sagen dass das unfair ist obwohl mein Abend meistens auch schon verplant ist. Verstehst du Gott, ich bin nicht der Richtige für diesen Auftrag. Schicke doch jemand der begabter ist als ich.
Gott: (etwas zornig) Warum vertraust du mir nicht einfach. Ich habe alles schon geplant. Glaubst du nicht, dass ich dich auch verändern kann. Aber gut, damit du nicht ganz alleine da stehst will ich dir jemanden an die Seite stellen. Draußen im Flur wartet schon ein Kollege Klaus, der wie du selber schon oft erfahren hast, kein Blatt vor den Mund nimmt. Und jetzt zögere nicht länger. Bereite dich auf die Reise vor. Ich bin bei dir!

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2007)

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