Quelle: www.Praxis-Jugendarbeit.de | 2500 Spiele, Andachten und Ideen für die Kinder- und Jugendarbeit
nur für den privaten Gebrauch | Eine Veröffentlichung - egal wo - ist ohne unsere Zustimmung nicht erlaubt.

Von Göttern, Götterbildern und Lebensphilosophien
Aber Jesus kann man in sein Herz schließen

Apostelgeschichte 17,16ff

Inhalt

Die Thessalonicher vertreiben Paulus aus Beröa. Silas und Timotheus bleiben jedoch dort. Ein paar Christen bringen Paulus nach Athen. Die Athener diskutieren gerne und sind sehr gebildet. Wie und ob Jesus in deren Weltbild passt, das erfahrt ihr in diesem Anspiel.

Szene 1: Ankunft in Athen. (Auf dem Hügel im Park.)

(Paulus und Christen aus Beröa kommen mit dem Schiff in Athen an.)

Christ 1: Schau, Paulus, da liegt endlich Athen! Eine wahre Weltstadt. Da ist überall ständig was los. Da bist du sicher vor deinen Verfolgern: Du bist hier weit genug weg von Thessalonich und Beröa und hier fällst du nicht gleich jedem auf.
Paulus: Ich sehe viele prächtige Bauten in der Sonne blitzen. Und viele Menschen auf den Straßen. --- Ach, aber noch keiner von ihnen kennt Jesus! Ich glaube, ich bin nicht in erster Linie hierher gekommen, um sicher vor den Thessalonichern zu sein, sondern Gott hat mich hierher geschickt, um den Athenern Jesus zu bringen.
Christ 2 (lächelt): Paulus, du bist immer noch der Alte: Obwohl du bisher in fast jeder Stadt verfolgt wurdest, hast du nichts anderes im Kopf, als dich wieder in Gefahr zu begeben und den Leuten am neuen Ort auch von Jesus zu erzählen!
Paulus: Habe ich euch das nicht gelehrt, dass wir Christen überall unseren Herrn bekennen müssen?
Christ 2: Doch, doch. Wir verstehen dich ja nur zu gut. Aber pass hier gut auf dich auf. Die Athener sind zwar ständig auf Neuigkeiten aus, aber sie diskutieren lieber, als dass sie umkehren und ein neues Leben beginnen.
Christ 1: Ja, es gibt hier verschiedene philosophische Gruppen. Sie lieben es, auf öffentlichen Plätzen zu diskutieren. Das ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Sozusagen ihr Zeitvertreib.
Paulus: Wirklich? Ich spreche auch gerne zu den Menschen. Aber nicht als Zeitvertreib, sondern weil Gott selbst mich dazu drängt. Ich muss es einfach tun. Ich kann gar nicht anders. Gottes Geist wirkt es in mir.
Christ 1: Das merkt man. Deshalb hat dein Reden auch eine solche Kraft. Gott selbst steht dahinter.
Christ 2: Und deshalb gibst du auch nicht auf in all den schwierigen Situationen. Gott ist mit dir. --- Paulus, ich bin so froh, dass wir dich begleiten und von dir lernen durften!
Paulus: Ich danke euch beiden, dass ihr mich hierher gebracht habt! --- Ich weiß, dass Gott mich hier in Athen gebrauchen will. Schaut doch nur: Überall stehen Götzenbilder! Die ganze Stadt ist voll davon! Die Leute sind ja so religiös! Aber sie verehren nicht den wahren Gott, der allein die Ehre verdient. Sie verehren falsche Götter! Ihr ganzes Leben läuft in die falsche Richtung! Und sie wissen noch nicht einmal, wie sie den wahren Gott finden können, der auch sie gemacht hat und ihr Leben zu seiner Ehre neu machen will. Die Athener müssen Jesus kennen lernen! Hört zu: Ich will sooft es geht in der Synagoge der Juden reden, wie ich es überall getan habe. Aber ich will auch täglich auf dem Marktplatz mit den Leuten über Jesus sprechen. Auch mit den Philosophen will ich diskutieren, wenn ich die Gelegenheit dazu kriege. Bitte, ihr beiden: Geht wieder nach Beröa zurück und sagt Silas und Timotheus Bescheid, sie sollen so bald wie möglich nachkommen. Ich brauche sie hier.
Christ 1: Ja. Morgen fährt ein Schiff zurück. Jetzt suchen wir noch eine Unterkunft für die Nacht und einen Platz zum Beten. Gott selbst muss die Herzen der Athener bereit machen, dass sie an Jesus glauben können. Kommt!
Christ 2: In Beröa werden sie traurig sein, dass Silas und Timotheus weiter müssen. Aber wir beide haben auf der Schiffsfahrt mit dir so viel gelernt, Paulus. Bitte bete auch für uns, dass wir das alles den anderen Christen in Beröa weitergeben können.
Paulus: Ja, Leute, wir haben viel zu beten heute Abend. Und eine große Aufgabe wartet auf uns.

Szene 2: Marktplatz neben dem Areopag

(Paulus ist umringt von einigen Philosophen und anderen Leuten.)

Paulus: Ja. Und dieser Jesus war nicht nur ein guter Lehrer. Im Auftrag des allmächtigen Gottes vollbrachte er große Wunder: Kranke wurden gesund; Blinde, Taube, Lahme wurden völlig geheilt; und viele fanden durch ihn Frieden mit Gott. Doch die religiösen Führer waren neidisch auf ihn und haben ihn schließlich ans Kreuz schlagen lassen. Aber stellt euch vor: Am dritten Tag nach diesem grausamen Tod ist Jesus wieder auferstanden! Viele haben ihn gesehen. Er hat seinen Freunden noch 40 Tage lang erklärt, wie sie als Christen leben sollen. Dann ist er zu Gott in den Himmel gegangen, um allen, die an ihn glauben, dort einen Platz herzurichten. Eines Tages wird er wieder kommen. Dann wird er König über die ganze Welt sein.
Athener 1: Was will dieser Schwätzer eigentlich? Seine Geschichte ist überhaupt nicht philosophisch durchdacht.
Athener 2: Er scheint irgendwelche fremden Götter zu verkündigen. Denn ein Mensch kann dieser Jesus ja nicht gewesen sein, wenn er vom Tod auferstanden ist.
Vorsteher: He, Paulus, komm doch mit uns zum Areopag da drüben! Uns interessiert deine neue Lehre. Da kannst du uns mehr erzählen.
Athener 4: Manches von dem, was du da erzählst, klingt sehr fremdartig. Wir würden gerne genauer wissen, was es damit auf sich hat. Dort kannst du vor allen versammelten Gelehrten sprechen.
Vorsteher: Ha, das wird ein Spaß: Endlich mal wieder was ganz Neues zu hören. Das wird ein guter Nachmittag. Ich hab das langweilige Geschwätz unserer Philosophen und Religionslehrer nämlich satt. Der Paulus bringt wenigstens was Interessantes.
Athener 2: Kommt! Gleich fängt die nächste Diskussionsrunde an! Da kann Paulus seine Gedanken zum Besten geben!

Szene 3: Auf dem Areopag.

Vorsteher: So, du bist also ein Neuer! Hast du uns etwas Interessantes mitzuteilen? Aber komm uns nicht mit alten Dingen, die wir schon längst ausdiskutiert haben! Wir lieben nur neue Diskussionen.
Paulus: Es ist mir eine Ehre, in dieser Versammlung sprechen zu dürfen. Und ich habe euch auch die interessanteste und wichtigste Nachricht der Welt zu bringen.
Athener 1 (ironisch): Hört, hört! Der tut grad so, als ob ein Gott ihn geschickt hätte.
Vorsteher (Setzt sich gemütlich hin): Du kannst beginnen.
Paulus: Ihr Männer von Athen! Ich habe wohl gemerkt, dass ihr die Götter hoch verehrt. Ich bin nämlich durch eure Stadt gegangen und habe mir eure heiligen Stätten alle genau angesehen.
Athener 2 (Mit vorgehaltener Hand zu Athener 1): Also will er uns doch einen neuen Gott verkündigen.
Paulus: Und dabei habe ich einen Altar entdeckt mit der Aufschrift: „Für den unbekannten Gott“.
Vorsteher: Der hat sich echt bemüht, unsere Einstellung kennen zu lernen. Nicht schlecht für den Anfang.
Paulus: Diesen Gott, den ihr da verehrt, ohne ihn zu kennen, will ich euch jetzt bekannt machen. Er ist der Gott, der die ganze Welt geschaffen hat und alles, was darauf lebt. Auch mich und euch und euch gibt es nur, weil es diesen Gott gibt.
Athener 4: Was? So einen mächtigen Gott soll es geben? Dagegen wären ja unsere anderen Götter ganz unscheinbar.
Paulus: Ja, er ist der Herr über Himmel und Erde. Und deshalb wohnt er auch nicht wie eure Götter in einem Tempel, den Menschen gebaut haben. Er ist auch nicht darauf angewiesen, von Menschen versorgt zu werden, wie ihr es in euren Tempeln tut. Denn er selbst gibt uns Menschen ja das Leben und alles, was wir zum Leben brauchen.
Athener 1: Moment mal! Wir sollen von ihm abhängig sein? Vergiss nicht, dass du hier zu dem stolzen Volk der Griechen redest!
Paulus: Alle Völker der Welt hat ER aus den ersten Menschen entstehen lassen! Sie sollen die ganze Erde bewohnen. Aber für jedes Volk hat er im voraus bestimmt, wie lange es bestehen und in welchen Grenzen es leben soll.
Vorsteher: Aha. Dann werden eines Tages auch die Römer nicht mehr die Weltherren sein. Aber wozu das Ganze? Ich meine, wozu will er denn die Menschen auf seiner Erde haben? Auf diese schlaue Frage hast du wohl keine Antwort, oder?
Paulus: Doch. Er wollte, dass die Menschen ihn suchen und sich bemühen, ihn zu finden. ER selbst will den Kontakt zu seinen Menschen!
Athener 2: Also wie soll denn das gehen? Wo soll man ihn denn suchen?
Paulus: Er ist für uns unsichtbar. Aber er ist jedem von uns ganz nahe. Denn wir leben und bestehen in ihm und durch ihn. Selbst was wir tun, können wir nur durch ihn machen. Auch einer eurer Dichter hat doch schon gesagt, dass wir Menschen von Gott kommen und mit ihm verbunden sind.
Vorsteher: He, du hast sogar unsere hohe griechische Literatur studiert? Alle Achtung!
Athener 3: Jetzt sag aber, wie man ihn finden kann. Soll man ihm eine Statue bauen und sie anbeten?
Paulus: Nein. Solche Bilder aus Gold, Silber, Stein oder anderem Material sind doch nur von Menschen erfunden und kunstfertig hergestellt.
Athener 4: Soll das etwa heißen, dass es falsch ist, sich Götterbilder zu machen?
Paulus: Ihr habt es ja wie alle anderen Völker aus Unwissenheit getan. Deshalb hat Gott mit Nachsicht darüber hinweggesehen. Aber jetzt fordert er euch und alle Menschen auf, ihn anders zu suchen: Ihr müsst von eurem verkehrten Weg, von eurer Sünde, umkehren und einen neuen Anfang machen. Eure Sünde trennt euch von Gott. Aber durch Jesus kann sie euch vergeben werden und ihr könnt wirklich neu anfangen. Frei von aller Sünde. Zusammen mit Jesus im Herzen. Der zeigt euch Gott. Jeden Tag.
Athener 1: Ach komm! So schlimm wird das mit der Sünde doch nicht sein! Nobody is perfect! Das kann Gott doch nicht verlangen!
Paulus: Doch. Weil er heilig ist, total ohne Sünde. Und weil er uns liebt und so gerne mit uns in Kontakt kommen will. Ihr sollt seine Freunde werden, sogar seine Kinder! Das geht nur, wenn wir rein werden von aller Sünde. Sonst passen wir nicht zu ihm. Wir müssten sofort sterben.
Athener 2: Und darf man wenigstens weiter sündigen, wenn man nicht sein Freund oder Kind sein will?
Paulus: Lieber nicht. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die ganze Menschheit gerecht richten wird. Und zwar genau durch diesen Jesus. Den hat er dafür eingesetzt.
Athener 3: Und wie willst du das beweisen?
Paulus: Gott selbst hat es bewiesen, indem er Jesus vom Tod auferweckt hat. Das kann kein Mensch. Das kann nur Gott, der das Leben gemacht hat. Und so kann jeder sehen, dass Gott die Wahrheit sagt: Einmal werden alle Toten auferstehen. Und Jesus, der ganz ohne Sünde war aber unsere Sünde auf sich genommen hat, wird bestätigen, wer an ihn geglaubt hat und wer nicht.
Vorsteher: Hahahaha! So ein Schwätzer! Nur durch Glauben soll Sünde vergeben werden!
Hahahaha! Das ist zu billig! Und überhaupt: Auferstehen! So was gibt’s doch gar nicht! Hahaha!
Athener 1: Ehrlich! So was Unphilosophisches! Dass ich nicht lache!
Athener 2: Paulus, darüber musst du uns ein andermal mehr erzählen. Darüber müssen wir erst mal schlafen. Vielleicht ist ja was dran.
Athener 3: Ja. Ich hab auch genug für heute. So viel Neues muss erst mal verdaut werden. Und vielleicht hab ich ein andermal wieder Lust, davon zu hören.
Vorsteher: Also Leute: Die Versammlung ist geschlossen!

(Paulus geht weg. Da kommen Athener 4, Dionysius und Damaris zu ihm.)
Athener 4: Paulus, halt! Ich habe gespürt, dass du die Wahrheit sagst. Ich möchte an diesen Jesus glauben. Kann ich mit dir kommen?
Paulus: Gern. Wir können in meinem Hotelzimmer zusammen beten. Da kannst du Jesus alle deine Sünde bekennen und ihn in dein Herz aufnehmen.
Dionysius: Darf ich mitkommen? Ich bin ein Mitglied des Areopags, also ein Richter. Weißt du, ich hab seither noch nichts zu deiner Lehre gesagt, weil ich mich nicht getraut habe vor allen meinen Kollegen. Aber jetzt kann ich nicht mehr anders. Ich will auch zu diesem Jesus gehören, der für alle meine Schuld und Sünde bezahlt hat und mich freispricht.
Damaris: Und ich möchte auch Jesus in mein Herz aufnehmen. Mein Leben soll nicht mehr so weiterlaufen wie bisher. Ich möchte dem allmächtigen Schöpfergott leben. Wenn er mich gemacht hat, kann ich doch nicht für mich leben. Nein. Ich will ab jetzt ihn allein ehren. Mit meinem ganzen Leben.
Paulus: Kommt mit mir. Alle, die bereit sind, dürfen zu Gott kommen. Das ist sein größter Wunsch. Deshalb hat er mich doch nach Athen geschickt.

Zusammenfassung und Gespräch


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2006 zur Verfügung gestellt wurden)

[ © www.praxis-jugendarbeit.de | 2500 Spiele, Bastelideen, Quizfragen für Partyspiele, Kindergeburtstag, Freizeiten, Gruppenstunde, Spielstrassen, Kinderfest etc. ]



Andachten, Themen und Ideen zur Jugendarbeit Ideen zur Jugendarbeit Ideen zur Jugendarbeit Anspiele und Ideen zur Jugendarbeit Gespräche mit Kindern oder Jugendlichen Andachten, Themen und Ideen zur Jugendarbeit