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Apostelgeschichte 20,2-21,16

Inhalt:

Paulus in Griechenland und wie es ihm bis zum Ende der 3.Missionsreise ergangen ist. Ein Kind stürzt aus dem 3.Stock eines Hauses. Paulus liegt besonders am Herzen, dass der Glaube nicht nur begonnen wird, sondern dass auch jeder dabei bleibt.

Szene 1 (Vers 2-5): In Griechenland. Geänderte Reiseroute:

Paulus: Leute, ich bin so froh, dass ich nochmal drei Monate mit euch zusammen sein konnte. Es war eine gute Zeit.
Athener: Nur schade, dass du jetzt gehen musst.
Korinther: Ja, Paulus, wir würden dich so gerne noch länger hier behalten.
Paulus: Haltet mich nicht auf! Ich habe euch doch gesagt, dass ich mir ganz sicher bin, dass Gott mich nach Jerusalem in Israel schickt. Das Schiff ist schon gebucht. Morgen früh fährt es ab. Es soll direkt nach Syrien fahren. Vielleicht kann ich da in Antiochia, meiner Heimatgemeinde vorbeischauen.
(Es klopft an die Tür.)
Aristarch aus Thessalonich: Wer will denn da noch zu uns kommen?
Sekundus aus Thessalonich: Herein!
(Timotheus kommt herein.)
Paulus: Timotheus! Ich hab gar nicht gemerkt, dass du rausgegangen bist.
Timotheus: Ich musste noch jemand in der Stadt treffen. Aber Paulus, ich hab etwas Schlimmes erfahren!
Paulus: Etwas Schlimmes? Was denn?
Timotheus: Es gibt hier Leute, die dich auf dem Weg zum Schiff umbringen wollen!
Gajus aus Derbe: Was??!! Das darf nicht sein!
Athener: Das müssen wir verhindern!
Lukas: Was können wir bloß machen?
Paulus: Beten. Damit wir die richtige Idee kriegen. Gott ist doch klüger als solche Leute. Wenn ER mich retten will, ist das für ihn eine Kleinigkeit. Und wenn nicht, komme ich eben zu ihm in den Himmel. Kommt, lasst uns beten! „Lieber Gott, du weißt doch alles und siehst doch alles. Bitte zeig uns, was wir jetzt machen sollen. Amen.“
Lukas: Mensch Paulus, ich hab eine Idee: Fahre nicht mit dem Schiff, sondern reise auf dem Landweg über Beröa und Thessalonich nach Philippi und nimm erst dort ein Schiff nach Troas!
Sopater aus Beröa: Dann kannst du auch noch die Christen an der Küste der Türkei kurz besuchen. Die würden sich bestimmt riesig freuen.
Tychikus aus der Türkei: Einige von uns könnten dich begleiten.
Trophimus aus der Türkei: Dann kannst du uns unterwegs noch das Wichtigste erklären, was wir in den verschiedenen Gemeinden weiter sagen sollen.
Paulus: Ja. Das ist eine gute Idee! In Philippi könnten wir dann zusammen das Passahfest feiern. Das ist ein schöner Abschluss meiner Griechenlandreise. „Gott, du bist so gut zu uns! Danke für diese Idee! Nun begleite uns alle, wenn wir morgen losreisen. Du bist unser bester Schutz. Das glauben wir ganz fest. Amen.“

Szene 2: Abschied in Troas. (Vers 6 –12)

(Paulus predigt in einem oberen „Saal“) (P u. Co. sind schon 1 Woche da. Tychikus und Trophimus haben alles vorbereitet gehabt.)

Paulus: Wenn ihr fest glaubt, dass Jesus für euch am Kreuz gestorben ist, dann könnt ihr ja gar nicht anders, als ihn lieb haben. Oder? Er hat euch doch so sehr lieb. Aber ihr sollt diese Liebe auch an andere weiter geben. Das heißt, ihr Christen sollt die anderen so lieb haben, wie Jesus euch lieb hat. Auch die, die nicht grad euer Typ sind.
Tychikus aus der Türkei gähnend zu Trophimus: Du, bist du auch so müde? Der Paulus predigt heute sooo lange!
Trophimus aus der Türkei: Psssst! Pass lieber gut auf! Wie die anderen auch! Es ist doch der letzte Abend mit Paulus. Morgen muss er fort!
Tychikus: Ich weiß ja. Aber es ist schon Mitternacht.......
Paulus: So wie hier im Saal überall die Lampen brennen und alles hell machen, obwohl es draußen längst dunkel ist, so will Jesus in eurem Leben leuchten. Auch wenn ihr es mal nicht leicht habt, soll seine Liebe durch euch hindurchscheinen zu den anderen. Damit es auch bei denen hell wird.
Sopater aus Beröa: Oh! Ein Junge ist aus dem Fenster gefallen!

(Alle rennen ans Fenster.)
Aristarch aus Thessalonich: Er saß hier im Fenster und war eingeschlafen!
Sekundus aus Thessalonich: Es geht drei Stockwerke tief runter!
Gajus aus Derbe: Schnell!

(Alle rennen runter. Lukas schaut ihn genau an.)
Lukas, der Arzt: Er ist tot.
Paulus: Lasst mich durch! Lasst mich zu ihm hin. Wie heißt er?
Tychikus: Er heißt Eutychus.

(Paulus beugt sich über Eutychus. Nimmt ihn in die Arme.)
Paulus: Macht euch keine Sorgen! Er lebt! Lukas, du kannst ihm was zu trinken geben. Wir anderen gehen wieder hoch und feiern das Abendmahl. Kommt!

(Alle außer Lukas gehen erleichtert wieder hoch. Lukas versorgt den Eutychus.)
Trophimus: So, Paulus, jetzt sind wir alle soweit. Jetzt kann das Abendmahl beginnen.
Paulus: Danke, dass du alles so schön hergerichtet hast! Ja, ihr Christen alle, ich freue mich wirklich sehr, dass ich nochmal mit euch das Abendmahl feiern kann. Das hab ich mir noch gewünscht. Wahrscheinlich ist es das letzte Mal überhaupt bei euch. Und morgen müssen wir weiter ziehen. Ihr wisst ja, dass das Schiff nach Israel morgen abfährt.
Timotheus: Paulus, weißt du, dass Jesus das auch mal so ähnlich zu seinen Freunden gesagt hat? Ich meine, dass er es sich so gewünscht hat, nochmal mit ihnen das Passahfest zu feiern, bevor er sie verlassen muss. Damals, in der Nacht, als er dann verraten und am nächsten Tag ans Kreuz gehängt wurde. Das alles hat der Lukas doch in dem Buch über das Leben von Jesus aufgeschrieben.
Paulus: Ja, ich musste auch grade daran denken. Die Juden denken beim Passahfest daran, wie Gott sie vor langer Zeit aus Ägypten gerettet hat. Aber Jesus hat gesagt, dass das Passahfest auf etwas anderes hinweist, was die Juden damals noch nicht wissen konnten.
Sopater aus Beröa: Aber wir Christen wissen es: Es weist auf Jesus hin. Er musste sterben, damit wir gerettet wurden.
Paulus: Genau. Habt ihr auch verstanden, worauf das Brot hinweist, das dabei gegessen wird?
Troaner 1: Ja. So wie das Brot dabei in Stücke zerbrochen wird, so wurde der Körper von Jesus von den Soldaten geschlagen und dann ans Kreuz gehängt.
Trojaner 2: Das tat ihm sehr weh. Aber er hat es für uns ausgehalten.
Trojaner 3: Eigentlich hätten wir die Strafe verdient. Weil wir so viel gesündigt haben.
Paulus:Genau. Gott hat damit praktisch die Strafe, die wir für unsere Sünde verdient hätten, auf Jesus geladen.

(Wer das glaubt, darf von dem Brot essen, das Paulus jetzt austeilt.)
Paulus: Weil Jesus damit für unsere Schuld bezahlt hat, dürfen wir frei ausgehen. Ist das nicht super?
Aristarch aus Thessalonich: Doch. Aber meine Sünde hat Jesus so viel Schmerzen bereitet.
Paulus: Ja, es war sehr sehr schwer für Jesus. Er war ja der einzige, der nie gesündigt hat. Aber gerade deshalb konnte er unsere Schuld auf sich nehmen. Daran können wir sehen, wie sehr Gott die Sünde hasst und wie sehr er uns liebt.
Sekundus aus Thessalonich: Wir können ihm nicht genug danken dafür!
Timotheus: Wir können ihm Danke sagen, wir können Danklieder singen und wir können aus Dankbarkeit unsere Zeit, unser Geld, unsere Kraft, unseren Verstand und alles einsetzen, dass andere auch davon erfahren. Und dass wir uns so verhalten, wie es Gott gefällt. So, wie Jesus es getan hat.
Paulus: Genau. Und nun darf jeder, der glaubt, auch von dem Becher mit dem Wein trinken. Auch das gehört zum Abendmahl.

(Lukas kommt rein.)
Lukas : Eutychus ist ganz gesund. Ich hab ihn zwar sicherheitshalber nach Hause gebracht, damit er sich ausruhen kann. Aber es fehlt ihm nichts.
Sopater: Das ist ein Wunder!
Aristarch: Das hat Gott getan! Er hat den toten Jungen wieder lebendig gemacht!
Sekundus: Weil Paulus für ihn gebetet und die Hände auf ihn gelegt hat.
Gajus: Da konnte die Kraft von Jesus durch ihn in dem Jungen wirken.
Lukas: Kommt, wir singen ein Danklied zusammen!
Timotheus: Ja. Kommt, wir singen:..............................!
(gemeinsam singen)
Paulus: Seht ihr: Gott hat euch lieb. Er hat euch den Eutychus wieder geschenkt. Er wollte euch nicht noch mehr traurig machen. Es ist genug, dass ich und meine Mitarbeiter weiter ziehen müssen. So hat er euch diese große Freude gemacht. Immer wenn ihr den Eutychus seht, könnt ihr euch jetzt daran erinnern, dass Gott euch lieb hat. Und vergesst nie, dass ihr Gottes Liebe und Freude weitergeben sollt an andere. Merkt euch alles gut, was ich euch erklärt habe.
Tychikus zu Trophimus: Mensch, da hinten geht schon wieder die Sonne auf! So lange hat Paulus gesprochen!
Trophimus: Tatsächlich! Es wird schon wieder hell.
Paulus: Nun möchte ich noch zum Abschluss für euch beten. Dann machen wir uns auf den Weg. Das Schiff fährt gleich wieder weiter......

Szene 3: In Milet. Abschied von den Ephesern. (Vers 13-38)

Paulus: Gut, dass ihr alle hergekommen seid! Ich habe euch noch ein paar wichtige Dinge zu sagen.
Epheser 1: Paulus, das klingt ja so, als ob du dich für immer verabschieden wolltest.
Timotheus: Warte doch erst, was Paulus zu sagen hat.
Paulus: Also: Ihr erinnert euch ja sicher, wie ich damals bei euch gelebt habe. Vom ersten Tag an habe ich bei euch mit ganzem Einsatz für Jesus gearbeitet. Auch wenn es große Probleme gab.
Epheser 2: Stimmt. Erst waren die Juden gegen dich und später die Silberschmiede. Mann, war das ein Aufruhr in unserer Stadt.
Paulus: Das alles hab ich auf mich genommen, weil ich möglichst viele Menschen dazu bewegen wollte, zu Gott umzukehren und Jesus als ihren Herrn anzunehmen. Das war mein Auftrag von Gott. Außerdem hab ich euch Christen alles erklärt, was ihr wissen müsst, um im Glauben fest zu bleiben. Auch diesen Auftrag hat Gott mir gegeben.
Epheser 1: Ja, Paulus, wir haben uns alles gut gemerkt und wollen ganz fest bei Jesus bleiben. Aber könntest du nicht nochmal mit uns kommen und uns wenigstens ein paar Tage lang predigen?
Paulus: Nein, das geht nicht. Ich hab euch doch damals erklärt, dass der Heilige Geist jeden Christen in seiner Situation führt und leitet. Und ich bin ganz sicher, dass Gott mich nun möglichst schnell nach Jerusalem schickt.
Epheser 2: Nach Jerusalem? Jetzt? Zur Kirchenleitung? Oder zu den Juden dort?
Paulus: Ich weiß nicht, was dort geschehen wird. Aber der Heilige Geist zeigt mir ständig, dass in Jerusalem Verfolgung und Gefangenschaft auf mich warten. Aber was liegt schon an meinem Leben! Wichtig ist nur, dass ich bis zum Schluss den Auftrag erfülle, den Gott mir gegeben hat.
Epheser 1: Oh nein! Vielleicht sehen wir dich dann nie wieder!
Paulus: Ja. Ich weiß, dass ich jetzt zum letzten mal unter euch bin. Ihr und alle anderen, denen ich die Botschaft von der anbrechenden Herrschaft Gottes verkündigt habe, werdet mich nicht wieder sehen.
Epheser 2: O Paulus, wie sollen wir dann im Glauben wachsen? Niemand kann uns alles so gut erklären wie du.
Paulus: Leute, ich hab euch bereits alles erklärt, was für ein Leben mit Gott wichtig ist. Nun seid ihr dran. Mein Auftrag bei euch ist abgeschlossen. Gott weiß das. Wenn ihr in Zukunft falsche Wege gehen solltet, liegt das nicht an mir, sondern ihr tragt selbst die Verantwortung für euren Glauben.
Epheser 1: Aber Paulus, die neuen Christen, denen du noch nicht alles erklärt hast!
Paulus: Das ist jetzt euer Auftrag. Ihr müsst jetzt den neuen Christen helfen, im Glauben zu wachsen. So wie ein Hirte seinen Schafe auf gute Weideplätze leitet, so sollt ihr den neuen und den schwachen Christen helfen, indem ihr ihnen Gottes Weg erklärt und vorlebt und ihnen beisteht.
Epheser 2: Aber was ist, wenn ......
Paulus: Auch wenn Schwierigkeiten kommen. Und ich weiß, dass eines Tages Leute aus euren eigenen Reihen aufstehen werden und euch vom rechten Weg abbringen wollen.
Epheser 1: Was? Wie ist das möglich?
Epheser 2: Wir stehen doch fest im Glauben!
Paulus: Ja. Aber ihr müsst auch fest bleiben. Ihr müsst euch alles gut merken, was ich euch von Jesus gesagt habe. Und ihr dürft euch nicht an Menschen hängen. Egal, wie intelligent oder wie reich oder wie beliebt sie sind. Jesus allein soll euch durchs Leben führen.
Timotheus: Und dazu müsst ihr auch den anderen Gläubigen helfen.
Paulus: Ja. Denkt daran, dass ich mich drei Jahre lang Tag und Nacht oft unter Tränen um jeden einzelnen von euch bemüht habe.
Trophimus: Ja, Paulus, du hast viel mit uns geredet und viel für und mit uns gebetet.
Paulus: Und ich habe immer versucht, euch ein Vorbild zu sein. Zum Beispiel habe ich immer tüchtig gearbeitet, um selber Geld zu verdienen, damit ich mich und meine Begleiter versorgen konnte. Und dass ich auch noch Armen helfen konnte. Nie habe ich mich bedienen lassen. So sollt ihr es auch machen. Denkt daran, was Jesus gesagt hat: Geben macht mehr Freude als Nehmen.
Epheser 1: Paulus, du warst uns immer ein Vorbild, wie man als Christ leben soll. Wir sind nun bereit, auch wieder Vorbilder für andere zu sein. Aber ob es uns immer gelingen wird?
Paulus: Keiner von uns ist perfekt. Aber ich bete für euch, dass Gott euch dabei hilft und euch immer wieder zurecht bringt.
Epheser 2: Komm, lass uns gleich zusammen beten.
Paulus: Ja, lasst uns beten: Lieber Gott, du selbst wolltest die Christen in der Gegend von Ephesus als deine Kinder haben. Bitte bewahre sie, dass sie bei dir bleiben, dass sie nicht auf Abwege kommen. Und wenn ich jetzt weg muss und sie nicht wieder sehen kann, dann bitte ich dich, dass du die Gemeindeleiter besonders ausrüstest mit deinem Heiligen Geist, damit sie den anderen gute Vorbilder sind, sie liebevoll ermahnen und das Gute stärken. Denn jeder einzelne soll doch für immer zu dir gehören. Jesus hat sie doch zu dir gebracht. Amen. So. Nun müssen wir zum Schiff! Lebt wohl!
Epheser 1: Wir begleiten euch bis zum Hafen. So haben wir wenigstens noch ein paar Minuten mit euch.
Epheser 2: Ja. Es ist so schade, dass wir dich zum letzten Mal sehen!

Zusammenfassung und Gespräch


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2006 zur Verfügung gestellt wurden)

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