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Schwierige Situation: Paulus wird gefangen genommen

Apostelgeschichte 21,16-23,33
3. Missionsreise - Paulus in Jerusalem

Inhalt:

Es geht um das Verhalten in schwierigen Situationen. Wir können auf die Fürsorge Gottes vertrauen. Paulus wird gefangen genommen und verhört.

Szene 1: Paulus bei der Kirchenleitung in Jerusalem (Apg.21,16-26)

Mnason: Da drüben ist der Versammlungsort. Die Leiter der christlichen Kirche treffen sich dort immer für Besprechungen und zum Beten.
Trophimus: Ich bin so gespannt, die Leiter der Christen zu sehen! Du hast ja schon viel von ihren Erlebnissen mit Jesus in deinem ersten Buch aufgeschrieben, Lukas.
Lukas: Kommt, ich höre schon Stimmen!
Paulus (klopft an und dann gehen sie zusammen rein): Guten Tag zusammen! Dürfen wir reinkommen?
Jakobus: Paulus! Du bist wieder in Jerusalem? Herzlich willkommen! Wen hast du denn da noch mitgebracht?
Paulus: Das sind einige meiner Begleiter auf meiner dritten Missionsreise. Das hier ist Lukas, der Arzt, der auch schon bei der zweiten Reise dabei war und den ich dann in Philippi gelassen hatte.
Jakobus: Herzlich willkommen, Lukas! Wir haben schon von dir gehört.
Paulus: Und das ist Trophimus. Ihn hab ich in Ephesus getroffen.
Jakobus: Hallo Trophimus, schön, dich kennen zu lernen! Du kommst also aus Ephesus?
Trophimus: Ja, der alten Stadt an der Westküste der Türkei. Paulus verbrachte drei Jahre bei uns. In dieser Zeit sind viele Menschen Christen geworden. Auch ich.
Petrus: Wie schön! Willkommen bei uns in Jerusalem! So konntest du also die Botschaft von Jesus, dem Retter der Menschen, noch weiter verbreiten, Paulus?
Paulus: Ja. Und nachdem sie praktisch in der ganzen Türkei bekannt war, bin ich weitergezogen und habe nach den Christengruppen geschaut, die ich auf meiner zweiten Reise gründen konnte. Trophimus hab ich mitgenommen. Und dann auch tüchtige Christen aus Philippi, Thessalonich, Beröa, Athen und Korinth. So konnten die verschiedenen Gemeinden sich gegenseitig kennen lernen und ermutigen.
Petrus: Das ist gut. Die Christen brauchen einander. Wer nur für sich alleine glaubt, fällt leicht wieder vom Glauben ab.
Paulus: Ja. Anschließend waren wir dann wieder in Troas und zum Schluss nochmal bei den Gemeindevorstehern von Ephesus.
Jakobus: Und wie geht es den Gemeinden? Stehen die Leute fest im Glauben?
Paulus: Ja. Sie alle haben Jesus lieb und helfen sich gegenseitig, wo sie nur können. Überall kommen auch ständig Neue dazu. Solche, die vorher Juden waren, und auch viele, die vorher eine andere Religion hatten. Gott bestätigt überall seine Macht. Es geschehen wunderbare Dinge. In ganz Griechenland und der ganzen Türkei spricht man mit Achtung von den Christen, denn sie haben sich so positiv verändert, seit sie an Jesus glauben.
Petrus: Wie wunderbar! Ja, Gott beruft sich Menschen aus allen Völkern als seine Nachfolger!
Jakobus. Seine Liebe ist so groß! Niemand kann sie aufhalten!
Paulus: Manche Christen haben es aber nicht leicht. Sie werden ausgelacht oder sogar verfolgt. Auch mich wollten sie an einigen Orten umbringen. Aber wie ihr seht, hat Gott noch andere Pläne mit mir. Sonst wäre ich jetzt nicht hier.
Mnason: Ja. Gestern kamen Paulus und seine Leute zu uns. Ihr Berichten von Gottes Wirken in der weiten Welt hat uns so gestärkt im Glauben!
Petrus: So wie jetzt uns. Paulus, du hast uns richtig neuen Mut gemacht, auch hier in Jerusalem wieder neu mit Gottes Wirken zu rechnen! Wenn er in der weiten Welt Menschen aus allen möglichen Religionen zu sich ruft, kann er es doch auch weiterhin hier in Jerusalem, dem Zentrum der Juden.
Jakobus: Allerdings, Paulus, ist die Lage hier so: Tausende von Juden, die Jesus als ihren Herrn angenommen haben, halten noch streng das jüdische Gesetz. Sie haben irgendwoher gehört, dass du die Juden im Ausland dazu bringen würdest, das nicht mehr zu tun. Deshalb sind sie ganz wütend auf dich.
Petrus: Sie werden sicher erfahren, dass du hier bist. Was sollen da wir machen?
Jakobus: Hm. Am besten du gehst hier in den jüdischen Tempel und machst bei einer jüdischen Handlung mit. Dann sehen sie, dass diese Gerüchte falsch sind und dass du selbst die jüdischen Gesetze achtest.
Petrus: Dass die Christen, die vorher eine andere Religion hatten, dies nicht tun brauchen, haben wir dir ja letztes Mal schon gesagt. Die sollen bloß nichts mehr mit ihren alten Göttern zu tun haben und auch keinen Anstoß erregen.
Paulus: Okay. Das mache ich. Ich möchte doch so gerne auch den Christen hier in Jerusalem predigen. Wenn ihnen das eine Hilfe ist, bin ich bereit dazu. Auch wenn es eigentlich nicht nötig wäre.

Überleitung: Anderen zuliebe etwas machen, auch wenn es nicht nötig ist.

Szene 2: Vor und in der Kaserne (Apg. 21,27-22,29)

(Soldaten bringen den gefesselten Paulus vor den Kaserneneingang. Die Leute schreien durcheinander. Lukas, Trophimus und Mnason kommen vorbei.)

Trophimus: Was ist den hier los? So ein Geschrei! Kommen die vielen Soldaten etwa vom Tempel her? Warum schreien die Leute so?
Jakobus: Ach, Timotheus, schau doch! Es ist Paulus, den sie gefesselt da hoch tragen!
Trophimus: Was??!
Mnason: Was ist passiert?
Jakobus: Paulus war grade im Tempel. Da hat plötzlich einer geschrien: „Da ist ja der, der in der ganzen Welt gegen das jüdische Gesetz spricht! Und gestern hat er sogar einen Ausländer in unseren heiligen Tempel mitgebracht!“
Lukas: Aber das stimmt doch alles gar nicht!
Jakobus: Nein. Aber einer hat geschrieen, er hätte Trophimus im Tempel gesehen.
Trophimus: Was? Da bin ich doch extra nicht hingegangen, damit sich kein Jude aufregt!
Jakobus: Und dann haben sie alle gebrüllt. Sie haben Paulus aus dem Tempel gezerrt und die Tempeltore abgeschlossen. Immer mehr Leute kamen dazu. Sie schlugen auf Paulus ein und wollten ihn umbringen. In letzter Minute kamen die Soldaten und fesselten ihn, um ihn hier in die Kaserne zu bringen.
Lukas: Da seht: Der Kommandant redet mit ihm!
Mnason: Der hält Paulus bestimmt für den Terroristenführer, der vor einiger Zeit hier viel angerichtet hat.
Jakobus: Guckt mal: Paulus stellt sich auf die Treppe und will anscheinend was sagen!
Trophimus: Der Kommandant lässt ihn reden! Seid mal still!
Paulus: Ihr Leute aus meinem Volk! Ich bin auch ein Jude wie ihr. Zwar bin ich im Ausland in Tarsus geboren, aber aufgewachsen bin ich hier in Jerusalem. Und studiert habe ich auch hier, bei dem berühmten Professor Gamaliel.
Trophimus: Mensch Lukas, die Leute hören Paulus wirklich zu!
Lukas: Da wird er ihnen bestimmt gleich erzählen, wie er zum Glauben an Jesus gekommen ist. Er nutzt doch jede Gelegenheit, um den Menschen von Jesus zu sagen.
Paulus. Damals habe ich die Christen verfolgt, wo es nur ging. Die obersten Priester können das bestätigen. Es ist ja erst ein paar Jahre her. Ich war aus dem gleichen Grund gegen sie gewesen wie ihr jetzt. Ich dachte, sie würden gegen das jüdische Gesetz handeln. Doch als ich unterwegs war, um auch die Christen in Damaskus zu fangen, ist mir Jesus selbst begegnet. In einem ganz hellen Licht vom Himmel, das mich sofort blind machte. Und dann hab ich ganz deutlich seine Stimme gehört.
Lukas: Siehst du, ich hab Recht gehabt: Paulus erzählt, wie er Christ geworden ist.
Mnason: Vielleicht hilft das den Leuten, dass sie auch an Jesus glauben können.
Paulus: Ich wusste sofort, dass ich bisher auf dem falschen Weg war. In Damaskus hab ich dann Jesus in mein Herz aufgenommen. Er hat einen gläubigen Mann zu mir geschickt, der für mich gebetet und mich von der Blindheit geheilt hat. Dann hat der Mann mir im Auftrag von Jesus gesagt, dass ich zu fremden Völkern gehen und denen von Jesus erzählen soll, damit sie auch an ihn glauben können.
Juden: Weg mit dem! Schlagt ihn tot! Er darf nicht am Leben bleiben!
Jakobus: O weh! Alle gehen auf Paulus los!
Lukas (betet laut): Jesus, bitte hilf dem Paulus!
Mnason: Lukas, schau, der Kommandant beschützt Paulus und lässt ihn in die Kaserne reinbringen, damit er sicher ist! Kommt, wir rennen hin und schauen, was mit ihm passiert!
Trophimus: Die Tür geht zu! Aber vielleicht können wir wenigstens was hören!

(Sie rennen an die Tür. Von drinnen hört man laut die Stimmen:)
Kommandant: Offizier! Nimm den da und lass ihn auspeitschen! Dabei will ich ihn verhören. Vielleicht krieg ich so raus, warum die Juden so wütend auf ihn sind. Irgendwas muss er doch ausgefressen haben!
Offizier: Wird gemacht! Auf, Leute, bindet ihn fest!
Lukas (betet laut): Jesus, bitte hilf, dass der Paulus nicht ausgepeitscht wird!
Paulus: Ist es denn erlaubt, dass ihr römische Bürger auspeitschen lasst, ohne dass es vorher ein ordentliches Gerichtsverfahren gegeben hat?
Offizier: Äh.....Mmmm.......Moment! Stopp! Wartet mit dem Auspeitschen! Ich muss nochmal vorher den Kommandanten sprechen.
Trophimus (betet): Danke Jesus, dass du schon anfängst, das Gebet zu erhören!
Kommandant: Stimmt das? Hast du echt die römischen Bürgerrechte?
Paulus: Ja, ich bin vollwertiger römischer Bürger.
Kommandant: Wirklich? Wie bist du das geworden? Ich meine: Nur wenige Leute im Römischen Reich haben diese Sonderrechte. Ich zum Beispiel musste sie mir für teures Geld erkaufen.
Paulus: Ich bin schon von Geburt an vollwertiger römischer Bürger, weil meine Eltern schon diese Rechte hatten.
Offizier: Lasst den Mann sofort in Ruhe! Sonst kriegen wir Ärger mit dem Staat!
Kommandant: Mensch, hoffentlich zeigt er uns nicht an! Römische Bürger darf man doch nicht mal fesseln lassen! Oh, Was soll ich bloß machen! Bringt ihn erst mal in die Zelle! Ich brauch Zeit zum Denken.

Überleitung: Rechte der Römer - Rechte der jüd. Priester – Darf ein Christ sich wehren?

Szene 3: Paulus am nächsten Tag vor dem jüdischen Rat (Apg. 22,30-23,11)

(Lukas, Trophimus und Mnason stehen im Hintergrund, um zu sehen, wie es Paulus ergeht. Die Priester stehen an den vorderen Plätzen und schauen zum Kommandant, der das Verhör leitet.)

Mnason: Da führen sie Paulus herein! Jetzt beginnt das Verhör.
Kommandant: Ihr jüdischen Priester von Jerusalem, ich habe euch hergerufen, weil ich in einer anständigen Verhandlung rauskriegen will, was dieser Paulus verbrochen hat, dass ihr so gegen ihn seid. Denn anscheinend sind es religiöse Fragen, die euch so auf 180 bringen. Also: Zuerst hat der Angeklagte das Recht zu sprechen!

(Die Priester zeigen durch Murmeln ihren Unmut.)
Paulus (freundlich): Ihr lieben Glaubensbrüder! Mein ganzes Leben lang habe ich wie ihr mit gutem Gewissen unserem Gott gedient.....
Oberster Priester: Schlagt ihn auf den Mund! Los!
Paulus: Gott wird dich schlagen, du Scheinheiliger! Du bist hier, um nach dem jüdischen Gesetz ein Urteil über mich zu sprechen, aber du lässt mich gegen das Gesetz schlagen! Das geht doch nicht!
Priester (streng): Du wagst es, den Obersten Priester zu beleidigen?!
Paulus: Oh, ich wusste nicht, dass er der Oberste Priester ist. Tut mir Leid. Ich weiß ja, dass im jüdischen Gesetz steht, dass man den Obersten Priester nicht beschimpfen darf. Aber ich hab es nicht gewusst, dass er das ist.
Trophimus: O Lukas, Paulus nimmt so viel Rücksicht auf die Leute, die so gemein zu ihm sind.
Lukas: Ja. Er hat uns nicht nur gepredigt, dass wir Christen unsere Feinde lieb haben sollen, er tut es auch selber.
Mnason: Aber wie will er es denn hinkriegen, dass er die Priester von ihrer Wut auf ihn abbringt?
Lukas: Der heilige Geist wird ihn leiten, was er sagen soll.
Mnason: Ja. Wir wollen für ihn beten, dass er das Leiten des Heiligen Geistes versteht.
Paulus: Leute! Ich stamme aus einer Pharisäerfamilie, wie viele von euch auch. Deshalb glaube ich wie alle Pharisäer, dass die Toten einmal wieder auferstehen!
Oberster Priester: He? Aus einer Pharisäerfamilie? Ich bin auch ein Pharisäer. Vielleicht ist der Paulus doch nicht so ein schlechter Kerl.
Priester : Was?! Auch das noch?! An die Auferstehung der Toten glaubt der?
Oberster Priester: Ach halt doch du den Mund! Du verstehst doch die Bibel gar nicht richtig! Natürlich werden die Toten einmal wieder auferstehen!
Priester : Werden sie nicht! Ihr Pharisäer bildet euch das bloß ein!

(Alle schreien durcheinander.)
Kommandant: Ruhe!!! Hat noch jemand was zu sagen?
Oberster Priester: Ähm. Mmmmm. Ähm. Wir können dem Mann nichts vorwerfen. Vielleicht hat er doch wirklich einen Geist oder einen Engel gehört.....
Priester : Was?!!! Der muss doch sterben! Der Paulus darf nicht mehr leben!

(Einige wollen schreiend auf Paulus losschlagen.)
Kommandant: Wachen! Schnell! Führt den Paulus ab! Sonst zerreißen sie ihn hier noch!

(Paulus wird abgeführt in seine Zelle.)
Mnason: Das ging grade nochmal gut.
Trophimus: Aber Paulus bräuchte jemand, der ihn ermutigt. Sonst hält er das nicht durch. Was können wir bloß machen? Wir dürfen nicht rein in die Kaserne.
Lukas: Wenn wir nicht rein dürfen, kann Gott ihm einen Engel schicken oder im Traum zu ihm reden. Gott kann ihm sogar zeigen, was er noch mit ihm vorhat. Das könnten wir nicht.
Mnason: Du hast Recht. Gott selber wird für ihn sorgen. Und vielleicht kriegt ein Verwandter von ihm die Erlaubnis, ihn in seiner Zelle zu besuchen. Ich werde seinen Neffen mal fragen, den kenn ich gut.
Trophimus: Und vielleicht wird Gott dann den Paulus doch noch bis nach Rom bringen, um dort den Leuten von Jesus zu erzählen. Das war ja schon lange sein Wunsch. Er hat es uns auf der Reise mal gesagt.

Überleitung: Pläne der Menschen – Gottes Plan – Paulus

Szene 4: Am nächsten Morgen in der Kaserne (Apg. 23,12-33)

(Der Kommandant sitzt an seinem Schreibtisch. Es klopft.)

Kommandant: Herein!
(Herein kommt ein Offizier und hinter ihm der Neffe des Paulus.)
Offizier: Der Gefangene Paulus hat mich rufen lassen und mich gebeten, diesen jungen Mann hier zu dir zu führen. Er soll eine wichtige Nachricht für dich haben.
Kommandant: So? Dann lass uns allein!

(Offizier geht.)

Was hast du mir zu berichten?
Neffe des Paulus: Die Juden wollen dich bitten, den Paulus morgen nochmal zu ihnen zu bringen. Sie wollen so tun, als ob sie ihn noch genauer verhören wollten. Aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit wollen sie ihn auf dem Weg dahin umbringen.
Kommandant: Moment mal! So einfach geht das nun auch wieder nicht. Ich werde ihn ja nur unter Begleitschutz von Soldaten hin lassen.
Neffe: Natürlich. Aber es sind über 40 Männer, die geschworen haben, dass sie nichts essen oder trinken, bis sie Paulus getötet haben. Die haben sich einen Plan ausgedacht, wie sie das auf dem Weg ausführen können.
Kommandant: Bist du dir sicher?
Neffe: Ja. Es ist schon alles mit den Priestern ausgemacht.
Kommandant: Hm. Weiß Paulus selber schon davon? Wie sieht er die Lage? Er kam mir bisher sehr klug vor und hat jede Situation richtig eingeschätzt.
Neffe: Ich hab es ihm schon gesagt. Deshalb ließ er mich ja zu dir schicken. Er ist zwar ganz ruhig, weil Gott selbst ihn in der Nacht ermutigt hat. Aber er meint auch, dass er nicht dort hin gebracht werden sollte.
Kommandant: Gut. Verrate keinem, dass du mir davon erzählt hast! Du kannst jetzt gehen. (Geht.)

Offizier! ( Zwei Offiziere kommen herein.)

Sorgt dafür, dass heute Abend um 9 Uhr zweihundert schwerbewaffnete Soldaten zum Abmarsch nach Cäsarea bereit sind! Ebenso siebzig Reiter und nochmal zweihundert leicht Bewaffnete! Besorgt auch ein paar Pferde für Paulus und seine Freunde! Alles muss exakt geplant sein und darf nicht bekannt werden. Paulus muss heute Nacht sicher zum Statthalter nach Cäsarea gebracht werden. Hier ist es zu gefährlich für ihn. Alles klar?
Offiziere: Jawohl!
Kommandant: Ihr könnt gehen. (Sie gehen.)
(Zu sich selbst:) Also. Dann schreibe ich jetzt gleich einen Brief an den Statthalter Felix in Cäsarea. (Liest laut und langsam, was er schreibt:)

„Hochverehrter Felix!
Hier schicke ich dir einen Mann, den die Juden mit allen Tricks töten wollten. Als ich erfuhr, dass er römischer Bürger ist, ließ ich ihn durch meine Soldaten in Sicherheit bringen. Da ich erfahren wollte, weshalb sie ihn so verfolgen, hielt ich eine Versammlung ab. Aber es stellte sich heraus, dass er nichts getan hat, was die Todesstrafe oder auch nur das Gefängnis verdient. Ihre Vorwürfe beziehen sich nur auf Fragen ihrer Religion. Nun haben sie eine Verschwörung gegen ihn vor. Deshalb schicke ich ihn zu dir. Den Anklägern gebe ich Bescheid, dass sie sich an dich wenden können, wenn sie wirklich etwas gegen ihn haben.
Gruß, Kommandant Klaudius in Jerusalem“

Okay. Soll der sich doch um die Angelegenheit kümmern. Sonst gibt es noch einen Aufruhr hier in Jerusalem und womöglich verliere ich dann meinen guten Posten. Oder gar mein römisches Bürgerrecht.

(Steht auf und geht.)

Zusammenfassung und Gespräch


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2006 zur Verfügung gestellt wurden)

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