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Anspiel: Bergpredigt

Personen:

Jesus, Judas, Johannes, Petrus

Einleitung:

Wir versetzen uns mal in die Zeit, als Jesus als Mensch auf der Erde lebte. Er reiste in Israel umher, predigte und heilte. „Jesus“ und seine Jünger (Mitarbeiter) machen sich reisefertig. Gleich ziehen sie durch „Galiläa“. Eine große Menschenmenge (Jungscharkinder) folgt ihm.

GESPRÄCH ZU BEGINN UND UNTERWEGS:
Judas: Jesus, wohin gehen wir heute? Wir waren nun schon in fast allen größeren Orten der Provinz Galiläa. Überall haben die Leute jetzt gehört, dass sie ihr Leben von Grund auf ändern und zu Gott umkehren sollen.
Jesus: Ja, Judas, überall konnte ich die gute Nachricht verbreiten, dass Menschen umsonst heil werden können, wenn sie umkehren und mir vertrauen. Ich möchte sie so gerne in meinem ewigen Friedensreich haben, wo es keine Schmerzen, keine Krankheit, keine Gebundenheiten und kein Leid mehr geben wird.
Johannes: Viele möchten gerne zu deinem Reich gehören. Jeden Tag kommen so viele Leute und wollen mehr von dir hören und miterleben, wie du Menschen heilst.
Petrus: Vor allem ihre Kranken bringen sie. Auch gestern Abend wurde es wieder sehr spät, bis du alle geheilt hast. Und bestimmt wollen heute wieder Neue kommen. Es hat sich weit herum gesprochen, dass du in der Gegend bist.
Jesus: Kommt, heute gehen wir in diese Richtung! Ich möchte euch, Petrus und Johannes und Judas und allen anderen, die mir vertrauen, noch genauer erklären, wie man im Reich Gottes leben soll. Es wird ganz anders sein als ihr es bisher gewohnt seid.
Johannes: Anders? …….
Judas: Schau mal, da kommen schon wieder ganz viele Leute! Sind die zwei da hinten nicht sogar aus der Nachbarprovinz auf der anderen Seite des Sees Genezareth?
Petrus: Und die vier da drüben haben wir in der Nähe von Jerusalem schon gesehen. Damals, als wir ganz im Süden von Israel waren.
Johannes: Stimmt. Den da hinten haben wir auch schon in der Provinz Judäa getroffen. Mensch, Jesus, die Leute sind von so weit her gekommen, nur um mehr von dir zu hören.!
Judas: Guck mal! Die Frau da drüben kommt bestimmt von der anderen Seite des Jordan- Flusses. Dort tragen sie solche Kleider.
Jesus: Wenn so viele Leute aus dem ganzen Land mehr vom Reich Gottes erfahren möchten, dann machen wir am besten eine Konferenz da hinten auf dem Berg. Da können sich alle im Windschatten hinsetzen und mich gut sehen und hören.
Petrus: Auf, Leute! Da drüben geht’s hin! Jesus hält eine Konferenz! (Petrus sammelt auch die Letzten noch ein, dass sie dazukommen.)
AUF DEM BERG: (Alle lagern sich auf Matten. Die Jünger teilen was zum Knabbern aus für jeden.)
Jesus: Also Leute, warum seid ihr zu mir gekommen? Was möchtet ihr denn gerne? Ich meine, außer dass eure Kranken gesund werden und dass die, die innerlich belastet oder zu irgendwas gezwungen werden, frei und glücklich werden.
(Die Jünger laufen herum, fragen einzelne und bringen die Fragen dann zu Jesus. (Nicht lange warten, nur spontane Fragen aufschreiben. Werden Fragen gestellt, die nicht passen, können die Jünger selbst diese Frage kommentieren und „abwimmeln“.) Dann kann Jesus KURZ!!! auf die gestellten Fragen der Kinder eingehen. Anschließend weiter:)
Judas: In deiner Nähe ist man einfach glücklich. Ich glaube, einfach deshalb möchten viele bei dir sein.
Jesus: Ja, das möchte ich auch, dass ihr wirklich glücklich seid. Aber nicht Geld und Besitz oder Ehre und Ansehen macht euch glücklich. Wirklich glücklich wird jeder, der merkt, dass er selber vor Gott nicht bestehen kann und trotzdem ohne Bedingungen Bürger in Gottes Reich werden darf. Deshalb lasst eure Herzen jetzt von Ihm reinigen von aller Sünde, dann dürft ihr für immer zu ihm gehören.
Judas: Machst du auch diejenigen glücklich, die sich abmühen für andere, z.B. indem sie Frieden stiften? Oder anderen helfen?
Jesus: O ja! Wer andere glücklich macht, wird immer selbst am glücklichsten. Aber Gott wird sie in seinem Reich auch belohnen für alles Gute, das sie hier für andere tun. Die herrlichste Belohnung ist es doch, für immer Gottes geliebtes Kind zu sein und in seinem Reich leben zu dürfen.
Judas: Und was ist, wenn es einem grad schlecht geht? Wenn man traurig ist oder womöglich verachtet oder sogar verfolgt wird, obwohl man nur Gott gehorcht? Da kann man doch wohl nicht glücklich sein, oder?
Jesus: Doch. Denn traurige Kinder Gottes werden von IHM SELBST getröstet! Das macht wirklich glücklich. Und wer bereit ist, Verachtung oder sogar Verfolgung auf sich zu nehmen, nur weil er auf jeden Fall mir nachfolgen will, der wird von meinem Vater im Himmel ganz besonders belohnt werden. Das ist wirkliches Glück.
Petrus: Aber wenn man in deinem Reich erst eine Menge Gebote erfüllen muss, dann macht einen das vielleicht gar nicht so glücklich.
Jesus: Ins Reich Gottes KOMMEN darf jeder, der mir ganz vertraut. Das ist sozusagen der Pass, also die Eintrittserlaubnis für das Reich Gottes. Extra dafür bin ich doch in die Welt gekommen, dass ihr diese Erlaubnis bekommt, ohne erst eine Menge Gebote zu erfüllen. Ich erfülle sie alle.
Petrus: Super! Weil Jesus alles erfüllt, dürfen wir hinein in sein Reich!
Jesus: Aber für das LEBEN im Reich Gottes gelten alle Gebote, die Gott den Menschen schon vor langer Zeit gegeben hat und die in der Bibel aufgeschrieben sind. Denn Gottes Gebote sind gut. Und in seinem Reich gibt es nur Gutes. Wer nun zu mir gehört und auch Gottes Willen tut, wie es in der Bibel steht, der wird ganz wichtig sein in Gottes Reich.
Petrus: Und wenn man Gott gehorchen will aber es mal trotzdem nicht tut?
Jesus: Wer merkt, dass er Gottes Gebot übertreten hat, der soll seine Sünde bekennen, damit sie ihm vergeben wird. Gott vergibt immer wieder. Wer aber trotzdem immer wieder so weiter macht, dem wird zwar vergeben, wenn er darum bittet, aber er wird ganz bedeutungslos sein im Reich Gottes.
Petrus: Aber muss man denn alles GANZ GENAU erfüllen?
Jesus: Ja. Sogar so genau, wie Gott es gemeint hat. Zum Beispiel hat Gott gesagt, dass man keinen Menschen töten darf, sonst wird man von Gott bestraft. Und ich sage euch, dass es in Gottes Augen schon genauso schlimm ist, wenn man den anderen zwar nicht tötet aber ihn hasst und gemeine Sachen zu ihm oder über ihn sagt.
Petrus: Hmm.
Johannes: Ein Glück, dass Gott immer wieder bereit ist zu vergeben! Wie soll man sich denn verhalten, dass Gott einem gerne vergibt?
Jesus: Selber dem anderen ganz vergeben, wo er dir Böses getan hat.
Johannes: Aber muss man sich dann alles gefallen lassen, wenn man zu deinem Reich gehören will? Ist das nicht zu viel verlangt?
Jesus: Wehrt euch nicht! Gebt lieber nach im Streit. Und habt sogar eure Feinde lieb! Betet, dass es ihnen gut geht! So geht Gott doch auch mit euch um! Wenn ihr das tut, passt ihr also in Gottes Reich.
Judas: O wei, da muss man sich aber ziemlich ändern! Wie kann man denn das lernen, dass man in Gottes Reich passt?
Jesus: Alles mit IHM besprechen im Gebet. Und dabei auch auf das hören, was IHM wichtig ist.
Judas: Und was soll man NICHT machen? Was passt NICHT in sein Reich?
Jesus: Nicht angeben. Auch nicht damit, dass man anderen Gutes tut oder dass man Gott liebt.
Und nicht schlecht über andere reden.
Und sich keine Sorgen machen, sondern Gott in allem vertrauen.
Petrus: Puh, ist das schwer!
Jesus: Ja und nein. Ja, weil die meisten Menschen euch da nicht verstehen werden und weil ihr es von euch aus auch gar nicht schafft.
Aber weil ich selber euch helfe, ist es wieder leicht. Ich will immer bei euch sein. Ihr könnt mich immer um meine Hilfe bitten.
Johannes: Jesus, du bist ein wunderbarer König! Du bist der beste Herr! Ein Herr und König, der alles kann und der seinen Leuten in allem hilft!
Jesus:

Hört alle gut zu: Nicht wer mich möglichst oft „Herr“ nennt, wird ins Reich Gottes kommen, sondern der wird dazugehören, der den Willen meines Vaters im Himmel TUT.

Es genügt nämlich nicht, dass man WEIß, was richtig ist und was Gott gefällt, sondern man muss das Richtige auch TUN.

Sonst ändert man bei der nächsten Schwierigkeit schon wieder seine Meinung und verliert das Vertrauen auf Gott.

Das wäre schlimm, wenn jemand von euch, der mir jetzt vertraut und deshalb zum Reich Gottes gehören darf, nur so weiterleben würde wie vorher, nur so wie er grad Lust hat. Dann hätte sein Glaube keinen Bestand.

Ich möchte euch das an einem Beispiel erklären. Dazu bilden wir jetzt 2 Gruppen (Jungen und Mädchen?). Jede Gruppe bekommt 10 Ziegelsteine, mit denen sie ein Häuschen bauen soll. Nachher werden wir sehen, welches Haus in Schwierigkeiten bestehen bleibt.

(Haus auf dem Sand, Haus auf festem Grund. Sturm und Flut mit Wasserschlauch.)
Jesus:

Habt ihr verstanden, was ich euch damit erklären möchte?

Häuser – unser Leben, unser Tun

Sand – Eigener Wille, Bequemlichkeit

Fels - Jesus, Gottes Wille

Sturm und Flut - Schwierigkeiten des Lebens

Fazit:

Wer bei Jesus bleiben möchte, muss auch versuchen, Gottes Willen zu tun. Sonst hat sein Glaube keinen Bestand. Denn Schwierigkeiten kommen bei jedem.

Also: Nicht nur schöne Jungschi erleben, nicht nur „Guter Start“ lesen, sondern auch anwenden!


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Februar 2007 zur Verfügung gestellt wurden)


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