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Füreinander da sein

Mitwirkende: Mutter: Mandy, Sohn: Thomas, Vater: Stephan, Tochter: Antje

Sohn: (kommt herein, schmeißt seinen Rucksack in die Ecke, setzt sich vor den Fernseher)
Mutter: (aus dem Nebenzimmer) Und wie war es in der Schule? Habt ihr Zensuren bekommen.
Sohn: (gibt keine Antwort, schaltet auf der Fernbedienung herum)
Mutter: Was ist los? Hast du schon wieder eine Sechs bekommen oder hast du etwa wieder keine Hausaufgaben gemacht?
Sohn: (genervt) Nein ich hab keine Sechs bekommen und ja ich hab meine Hausaufgaben gemacht. Du denkst auch immer nur an Schule.
Mutter: Na dann ist ja gut. Was anderes wollte ich auch nicht hören. (verlässt das Zimmer)
Sohn: (leise) Wegen einer Sechs hätte ich bestimmt andere Sorgen. Aber über was anderes außer Schule kann man ja mit der nicht reden.
Tochter: Hy, Mutti.
Mutter: Hallo.
Tochter: Was denkst du was ich in Mathe und Deutsch bekommen habe? Eine Eins und eine Zwei.
Mutter: Sehr schön. Aber die Zwei in Deutsch hätte doch bestimmt auch eine Eins sein können, oder?
Tochter: Ach du, ich bin mit der Zwei total zufrieden. (Geht aus dem Zimmer und rennt stürmisch in das Zimmer ihres Bruders) Was denkst du, was ich in Mathe und Deutsch bekommen habe?
Sohn: Man ist mir doch egal. Was interessieren mich deine Zensuren? Du siehst doch ich hab zu tun (schaltet auf der Fernbedienung herum). Und außerdem hab ich ganz andere Sorgen. Tschüß, mach ne Fliege.
Tochter: Na dann viel Spaß noch bei deiner schweren Arbeit.(geht in ihr Zimmer und liest)
Mutter: (ruft) Kann mal kurz jemand kommen? Ich brauche jemanden der mal eben den Blumentopf hochhält.
Tochter: Kann grad nicht. Ich räume grad mein Zimmer auf.
Sohn: (zu sich selber) Phhh, ich hab genug mit mir selber zu tun.
Mutter: (kommt nach einer Weile ärgerlich in das Zimmer des Sohnes) Warum kommst du denn nicht. Ich habe doch laut und deutlich gerufen das ich mal kurz Hilfe brauche.
Sohn: Warum denn ich. Anne kann doch genauso helfen. Du glaubst doch nicht wirlich, dass sie ihr Zimmer aufräumt. Wahrscheinlich liest sie wieder eins von ihren Pferdebüchern. Außerdem du hast doch auch nicht immer Zeit und Lust, wenn ich mal Hilfe brauche.
Mutter: Jetzt werd auch noch frech, ja. Dann klären wir das eben heut Abend mit deinem lieben Vater.
(es klingelt, Mutter geht zur Tür, öffnet, Vater steht da)
Mutter: Hallo, das ist ja gut das du heut schon früher kommst. Ich habe nämlich grade wieder eine Auseinandersetzung mit ...
Vater: Komm, muss das jetzt sein? Ich bin total KO. Kannst du das nicht selber klären. (setzt sich auf das Sofa und schaltet den Fernseher ein)
Mutter: Kannst du mir mal kurz was helfen? Von den Kindern wollte ja keiner.
Vater: Mensch ich bin grad von der Arbeit gekommen und soll schon wieder anpacken. Ne, jetzt ist Feierabend. Du kannst mir mal ein Bier holen.
Mutter: Hol dir doch selber dein Bier. Meinst du denn als Hausfrau hab ich keinen Stress? (verlässt gekränkt das Zimmer)
Vater: Weiber, kaum kommt man von der Arbeit und schon wieder Stress.
Sohn: Hy, Dad. Kann ich mal kurz mit dir reden? Ich hab da nämlich ...
Vater: Mensch das kann doch auch noch bis morgen warten. Jetzt will ich einfach mal abschalten. Aber du kannst mir mal ein Bier holen.
Sohn: Ich meine dass ernst. Ich hab ein echtes Problem.
Vater: Mensch kannst du das nicht mit deiner Mutter bereden? Holst du mir jetzt ein Bier?
Sohn: Du hast doch nie für mich Zeit, wenn ich mal was von dir will. Weist du was, ich hau ab von zu Hause.
Vater: Mensch jetzt hab dich nicht so. Wir reden morgen darüber, OK? Ich bin jetzt einfach nicht in der Stimmung für so was. Und, holst du mir jetzt mein Bier?
Sohn: Hol dir doch selber dein scheiß Bier. Ich dachte in einer Familie ist jeder für den anderen da. Ich hau jetzt von zu Hause ab.(Sohn geht)
Vater: Mann, füreinander da sein !!! Mir holt doch auch keiner mein Bier!

Themenvorschlag: - Füreinander da sein (wann, wofür, für wen?)

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)

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