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Warum musste Jesus sterben? War es Gottes Plan?
Fragen über Fragen…

Johannes 20 / Anspiel mit 2 Personen

Inhalt:

Josef von Arimathäa und Nikodemus stehen vor dem Grab Jesu und rekapitulieren die vergangenen Tage. Was hatte der Tod Jesus für einen Sinn? War es Gottes Wille? Wie hängt alles miteinander zusammen? Fragen über Fragen!

Josef von Arimathäa und Nikodemus vor dem Grab:

Josef: So, Nikodemus, wenigstens haben wir es noch geschafft, Jesus vom Kreuz abzunehmen und in mein neu angelegtes Grab zu legen, bevor der Sabbath beginnt. Das ist alles, was wir jetzt noch für ihn tun konnten.
(seufzt).
Nikodemus: Ja, Josef. Und ich bin froh, dass ich ihm wenigstens noch ein paar Duftöle in die Tücher reinwickeln konnte. Das ausführliche Einsalben hat´s halt nicht mehr gereicht. Das machen dann bestimmt die Frauen, wenn der Sabbathtag vorbei ist und man wieder arbeiten darf.
Josef: Ja. (Seufzt). Ach, wie es so weit kommen konnte! Jesus ist tot! Die Pharisäer und Gelehrten konnten ihn ja schon länger nicht ausstehen. Aber bis vorgestern konnten sie Jesus nie wirklich etwas antun. Erst weil dieser Judas, einer seiner Jünger, ihn verraten hat,.......
(Seufzt und schüttelt den Kopf.)
Nikodemus: Genau. Ich hab gehört, dass Jesus nach dem langen Passahessen mit seinen Jüngern wie so oft in den Garten Gethsemane gegangen ist. Dorthin hat Judas dann Soldaten mitgebracht und Knechte der Hohenpriester und Pharisäer. Die haben ihn gefesselt und abgeführt. So, wie sie es sich schon länger vorgenommen hatten. Aber nur wegen diesem Judas ist es ihnen gelungen. Allerdings hat mir einer der Knechte gesagt, dass Jesus gar nicht erst versucht hat, ihnen zu entwischen. Er hat nur darum gebeten, dass die Jünger in Ruhe gelassen werden.
Josef: Ich weiß. Ich kenne einen dieser Knechte, den Malchus. Der hat mir gesagt, dass der Petrus ihm das Ohr abgehauen hat, als er Jesus verteidigen wollte...........
Nikodemus: Ach!? Ja? Das kann ich verstehen. Der Petrus hatte sich immer besonders für Jesus eingesetzt.
Josef: Ja. Aber hör doch: Jesus hat da zu Petrus gesagt, dass alles, was nun geschieht, vom Vater im Himmel so gewollt ist. Und dann.....dann hat Jesus das Ohr des Malchus wieder geheilt!
Nikodemus: Wirklich? (nachdenklich) Komisch. Beim Verhör vor dem Hohenpriester hat Jesus sich ähnlich verhalten: Die haben ihn alle ganz gemein gefragt und er wurde immer wieder geschlagen. Aber er war anscheinend ganz ruhig. So, als ob er genau wüsste, was kommen wird.
(Schüttelt den Kopf.)
Josef: Die 11 Jünger allerdings hatten wohl doch ziemlich Angst. Die hielten sich alle versteckt. Und der sonst so vorlaute Petrus hat sich nur in großem Abstand herumgedrückt. Und als er als ein Jünger erkannt wurde, hat er dreimal gesagt, er würde Jesus gar nicht kennen. Das hat mir auch der Malchus gesagt. Der war ja dabei.
Nikodemus: Ich bin noch schlimmer. Ich habe nie in der Öffentlichkeit zu Jesus gehalten. Erst jetzt, wo er tot ist, habe ich es mit dir zusammen gewagt, ihn in dein Grab zu legen..................

Du, sag mal, was hast du da gesagt? Der Petrus hat ihn dreimal verleugnet? Das hat Jesus ihm doch schon im Voraus gesagt, dass er das machen würde! Du! Dann war das gar nicht alles zufällig passiert nur wegen dem Judas! Da muss irgendwie Gottes Plan dahinterstecken!
Josef: Meinst du? Ich weiß nicht. Oder doch? Bei dem Verhör vor dem Statthalter Pilatus kam mir auch mal der Gedanke. Der Pilatus hatte ja genau gemerkt, dass Jesus unschuldig war. Aber er kam gar nicht an gegen die hasserfüllten Hohenpriester und ihre Leute. Doch Jesus war ganz ruhig. So, als ob alles so kommen musste.
Nikodemus: Es war schrecklich! Pilatus ließ Jesus fürchterlich auspeitschen. Die Soldaten machten eine Dornenkrone, setzten sie Jesus auf und schlugen ihn dann auf den Kopf. Dann verspotteten sie ihn und spuckten ihm ins Gesicht. Und alle schrien: Kreuzige ihn! Bis Pilatus nachgab und erlaubte, dass er gekreuzigt werden durfte.
Josef: Ach! Und wie sie Jesus dann noch quälten, als er sein Kreuz nach Golgatha tragen musste! Und erst als er schließlich am Kreuz hing! Er hat so gelitten!
Nikodemus: Aber bei alledem hat Jesus niemanden angeklagt, nie geschimpft über all die Gemeinheiten. Weißt du, er hing da wie ein König, nicht wie ein Verbrecher.
Pilatus hat ja auch das Schild anbringen lassen mit der Aufschrift: Der König der Juden.
Josef: Hast du auch gesehen, wie er bei aller Qual noch seine Mutter getröstet hat und Johannes beauftragte, jetzt für sie zu sorgen?
Nikodemus: Ja. Und ich werde je länger je mehr das Gefühl nicht los, dass Gott selbst da seine Hand im Spiel hatte. Trotz all dem Schrecklichen. Hätte Jesus sich das sonst alles gefallen lassen?
Josef: Ach. Ich weiß nicht. Und selbst wenn: Ich versteh das alles nicht. Warum musste nur alles so schrecklich ausgehen?
Nikodemus: Komm! Wir müssen jetzt gehen! Der Sabbath hat begonnen! Vielleicht verstehen wir es später mal.

Zusammenfassung und Gespräch


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2006 zur Verfügung gestellt wurden)

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