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Krippenspiel STERNI... ein Stern wächst mit seinen Aufgaben

Die Verkündung der Geburt Jesu

Vier Kinder haben lange Stöcke in der Hand, an denen sich Pappsterne befinden. Drei dieser Sterne sind groß, einer (STERNI) ist deutlich kleiner. Er wird jedoch bei jeder weiteren Aufführung voluminöser; schließlich wird er zum Stern von Betlehem)

Großstern_1: Ich habe eine schwierige Aufgabe bekommen. Ich soll über der dunklen Wüste leuchten, damit die Kamelkarawanen, die durch die Wüste ziehen müssen, den Weg durch die großen Sanddünen finden.
Großstern_2: Deshalb bist du auch so groß. Mit deiner gewaltigen Leuchtkraft kannst du gut die Wüste erhellen. Meine Aufgabe ist anders. Ich muss einer ganzen Stadt Licht spenden. Ich leuchte für Jerusalem und für den Tempel, der in Jerusalem steht.
Großstern_3: Meine Aufgabe ist ganz anders. Ich leuchte dann die Wege aus, wenn sich jemand verlaufen hat. Wenn ein Mensch nicht mehr weiß, wie er nach Hause kommt, dann helfen meine Strahlen, den richtigen Weg zu finden.
STERNI: Ihr könnt wohl alle gut erzählen, wozu euer Licht dient. Aber, was ist mit mir? Wem darf ich leuchten?
Großstern_2: Sei nicht traurig, Sterni. Auch wir waren einmal kleine Sterne. Dann bekamen wir eine Aufgabe und wurden größer.
Großstern_1: Du beginnst mit einer kleinen Aufgabe. Wenn du diese dann gut gemeistert hast, bekommst du die nächste Aufgabe und so geht es immer weiter.
Großstern_3: Wir Sterne wachsen mit unseren Aufgaben. Je größer die Aufgabe, um so heller das Licht!
STERNI: Ich möchte auch eine Aufgabe haben, denn ich möchte wie ihr ein großer Stern werden.
Großstern_3: Da müssen wir einmal sehen, ob wir eine Aufgabe für dich finden!
Großstern_2: Ich glaube, ich sehe etwas, was für dich geeignet ist. Damit könntest du beginnen!
(MARIA tritt in Erscheinung. Sie setzt sich auf einen Stuhl und beginnt, ein Gewand zu stopfen.)
Großstern_1: Ja genau, ich sehe es auch. Schau, diese junge Frau an, die dort im Hof sitzt!
STERNI: Du meinst die, die das weiße Kopftuch trägt?
Großstern_1: Ja genau! Diese junge Frau wirst du begleiten. Lasse für sie dein Licht erstrahlen, wenn sie es braucht!

(Die anderen Sterne ziehen weiter. STERNI bleibt allein übrig)
STERNI: Wozu soll ich da mein Licht leuchten lassen. Die Frau sitzt da und stopft ein Gewand. Wie langweilig (gähn). Ich glaube, ich lege mich was aufs Ohr.

(Kind senkt den Stern ab, lauscht aber plötzlich auf, als es ein Summen hört, das immer lauter wird (Chor)).
STERNI: Oh, was ist das denn? Was höre ich denn da?
Da...
Da... da kommt ja ein Engel. Jetzt muss ich aber kräftig leuchten!
(Ein Engel erscheint und geht zu Maria)
ENGEL: Gegrüßet seist du Maria. Erschrecke nicht. Ich bringe dir eine Botschaft.
MARIA: Was für eine Botschaft? Und wer sendet mir diese Botschaft?
ENGEL: Gott sendet mich zu dir. Von ihm kommt die Botschaft. Du hast bei Gott Gnade gefunden.
MARIA: Ich verstehe deine Worte nicht. Was bedeutet das alles?
ENGEL: Du wirst ein Kind bekommen. Einen Sohn. Du sollst ihn Jesus nennen. Man wird ihn Sohn des Allerhöchsten nennen.
MARIA: Es wird Gottes Sohn sein? Ich bin eine einfache Frau.
ENGEL: Gott hat dich ausgewählt. Für Gott ist nichts unmöglich. Auch Elisabeth, deine Verwandte, die schon sehr alt ist, wird einen Sohn bekommen. So, wie sie sich es immer gewünscht hat.
MARIA: Ich bin die Magd des Herrn. Dann geschehe es so, wie du es gesagt hast.

Maria besucht ihre Verwandte Elisabeth

Großstern_1: Hallo Sterni, du bist ja schon etwas gewachsen. Wie geht es dir?
STERNI: Ich habe etwas ganz Aufregendes erlebt.
Großstern_3: Erzähl mal. Das interessiert uns auch.
Großstern_2: Ja, sag mal, was seit unserem letzten Treffen passiert ist.
STERNI: Ihr habt mir doch geholfen, eine Aufgabe zu finden. Ich sollte diese junge Frau begleiten. Am Anfang habe ich gedacht, das ist aber langweilig, da passiert ja gar nichts.
Großstern_3: Aber, es war gar nicht so langweilig?
STERNI: Es war überhaupt nicht langweilig. Hört einmal was da geschehen ist. Plötzlich kam ein Engel zu der jungen Frau.
Großstern_1: Ein Engel, so wie die aus dem Himmel?
STERNI: Ganz genau. In einem weißen Gewand stand er neben der jungen Frau und überbrachte ihr eine Botschaft, von Gott persönlich.
Großstern_2: Das muss aber etwas Wichtiges gewesen sein.
Großstern_3: Na klar, die Engel des Herrn erscheinen nur bei ganz wichtigen Anlässen.
STERNI: Der Engel sagte der jungen Frau, dass sie ein Kind bekommen werde. Einen Sohn und dass dieses Kind Gottes Sohn sei.
Großstern_1: Wisst ihr was diese Nachricht bedeutet?
Großstern_3: Das bedeutet, dass die Frau Mutter von Gottes Sohn wird.
Großstern_1: Es bedeutet noch mehr. Der Engel hat die Geburt des Erlösers angekündigt.
Großstern_2: Der Erlöser, auf den die Menschen schon so lange warten.
(Maria erscheint. Sie trägt einen Korb in der Hand, in dem sich verschiedene gefüllte Säckchen befinden)
STERNI: Oh, da kommt die junge Frau. Sie scheint zu einer längeren Wanderung aufzubrechen. Ich werde sie begleiten.
(zu den anderen Sternen)
Bis demnächst mal wieder, Freunde.
(die anderen Sterne gehen ab)
MARIA: Es ist ein beschwerlicher Weg. Diese Felsen und spitzen Steine. Aber meine Verwandte Elisabeth wird sich sicher darüber freuen, dass ich sie besuche.

(geht eine Runde, der Stern begleitet sie)
MARIA: Es ist wieder sehr heiß heute. Ich werde mal etwas trinken.
(trinkt)
Ich habe die Worte des Engels nicht so richtig verstanden. Warum soll ich den Sohn Gottes in mir tragen? Ich bin doch nichts besonderes, nur ein einfaches Mädchen.

(geht eine Runde, der Stern begleitet sie)
MARIA: Jetzt ist es nicht mehr weit. Bald habe die Stadt in den Bergen erreicht. Ich habe Elisabeth schon lange nicht mehr gesehen. Ob sie sich wohl verändert hat?

(geht eine Runde, der Stern begleitet sie - Elisabeth kommt ihr entgegen)
MARIA: Hallo, Elisabeth, schön dich zu sehen. Lass dich anschauen, gut siehst du aus!
ELISABETH: Gesegnet bist du Maria, mehr gesegnet als andere Frauen. Und gesegnet ist das Kind in deinem Leib.
MARIA: Du weißt, dass ich das Kind Gottes in mir trage?
ELISABETH: Ja, ich spüre es. Auch ich werde einen Sohn bekommen. Er soll den Namen Johannes tragen. Johannes wird den Weg bereiten, für den Sohn des Allerhöchsten.

Maria und Josef suchen eine Herberge

Großstern_1: Bist du schon wieder größer geworden, Sterni?
STERNI: Ja ich bin mit meiner Aufgabe gewachsen. Ich musste die junge Frau auf einer langen Wanderung begleiten.
Großstern_3: Und da hast du dein Licht gespendet, damit den Weg sicher gehen konnte.
STERNI: Die Reise war beschwerlich. Felsen und spitze Steine waren sehr hinderlich. Die junge Frau ging durch die Wüste und musste zu einer Stadt im Bergland gehen.
Großstern_2: Aber du hast sie sicher hin- und hergeleitet.
STERNI: Sie ist wieder zu Hause. Schaut nur, da steht sie mit ihrem Verlobten am Straßenrand. Was ist denn da los?
Großstern_3: Einer von diesen römischen Soldaten spricht zu den Leuten.
STERNI: Sind das nicht die, die das Land besetzt haben?
Großstern_1: Überall tauchen die auf. Sie erteilen den Leuten Befehle und nehmen ihnen Geld für die Benutzung der Wege ab. Das nennen sie Steuer.
STERNI: Seid mal bitte leise. Was sagt der Soldat?
RÖMER: Leute von Nazaret! Höret den Befehl eures Kaisers Augustus. Alle Bewohner des Reiches müssen sich in Steuerlisten eintragen lassen. Dazu müssen sie in die Stadt gehen, aus der sie abstammen.
MARIA: Josef, das bedeutet, dass wir nach Bethlehem gehen müssen.
JOSEF: So ist es Maria. Ich gehöre dem Geschlecht Davids an. Wir müssen nach Bethlehem gehen.

Hier kann man eine Darstellung der Herbergssuche anschließen

An der Krippe

Großstern_1: Ich habe Sterni schon lange nicht mehr gesehen.
Großstern_3: Mich würde auch interessieren, was er erlebt hat.
Großstern_2: Wenn mich mein Zeitgefühl nicht verlassen hat und ich noch ein wenig rechnen kann, dann müsste in diesen Tagen der Erlöser geboren werden.
Großstern_3: Richtig, das könnte genau passen. Vor neun Monaten hat uns Sterni vom Besuch des Engels bei der jungen Frau erzählt.
Großstern_1: Und sie war dann ja auch lange Zeit bei ihrer Verwandten.
Großstern_2: Aber die jungen Leute, sie hieß, so glaube ich Maria und er Josef, sind doch nach Bethlehem gegangen. Dann wird Sterni auch dort sein.
Großstern_3: Schauen wir doch einfach einmal nach. Gehen wir hin.

(Die Sterne wandern auf den Stern von Bethlehem zu) (Im Hintergrund sind Maria und Josef an der Krippe, seitlich stehen Hirten)
Großstern_1: Was ist das denn für ein großer Stern, da vor uns?
Großstern_2: Das ist ein Komet, der hat einen Feuerschweif.
Großstern_3: So einen hatten wir bisher aber noch nicht in unserem Bezirk. Der ist ja gewaltig und wie hell er ist.
Großstern_1: Hallo Bruder, was führt dich denn in unsere Gegend ?
STERNI: Erkennt ihr mich denn nicht, Freunde?
Großstern_2: Was, du bist das? Bist du wirklich Sterni?
STERNI: Ja, ich bin Sterni. Ich bin ganz gewaltig mit meiner Aufgabe gewachsen. Ich muss alles Licht hergeben, was mir möglich ist. Deshalb trage ich den riesigen Feuerschweif.
Großstern_3: Es ist eine besondere Nacht.
Großstern_2: Wir haben darüber nachgedacht, dass bald der Erlöser auf die Welt kommen wird.
Großstern_3: Ich sehe die junge Frau. Sie ist in dem Stall dort.
Großstern_1: Und der Mann bereitet die Krippe vor. Er legt frisches Heu in die Krippe und er legt ein Tuch darüber.
STERNI: Ja, Freunde, es ist eine besondere Nacht. In dieser Nacht wird die junge Frau ihr Kind bekommen. Das Kind, dass als Sohn Gottes angekündigt ist. Und wir dürfen dabei sein.
Großstern_3: Wir wollen unsere Strahlen verwenden, um den Stall zu erhellen.
Großstern_2: Vielleicht bringen unsere Strahlen etwas Wärme in die kalte Nacht.
Hirt_1: Irgendwas ist heute anders.
Hirt_2: Ja, seit die beiden jungen Leute in den Stall eingezogen sind, hat sich etwas verändert.
Hirt_3: Die Tiere sind auch unruhig. Aber ich bin schon rundgegangen, es ist kein wildes Tier in der Nähe, das sie verängstigen könnte.
Hirt_2: Ich habe das Gefühl, dass die Sterne immer heller werden. Die Nacht ist gar nicht mehr so dunkel.
Hirt_1: Habt ihr den großen Stern gesehen, der in der Nähe steht.
Hirt_2: Du meinst den mit dem Feuerschweif?
Hirt_3: Ja genau! Es ist fast so, als sei er mit den jungen Leuten hier angekommen. Seit die Leute im Stall sind, ist auch dieser Stern zu sehen.
Hirt_2: Ich glaube, die kommende Nacht wird eine ganz besondere Nacht sein!

Wichtiger Autorenhinweis:

Der Autor Bruno Schüttler gestattet die kostenfreie Nutzung des Stückes für alle Institutionen zur nicht – kommerziellen Nutzung.
Wird das Stück im Rahmen von Veranstaltungen aufgeführt, die kommerziellen Nutzen anstreben (Eintrittsgelder, Spendenaufrufe, innerhalb von gewerblichen Veranstaltungen oder vergleichbaren), ist eine Aufführungsgenehmigung beim Autor zu beantragen.

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