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Anspiel: Was Philemon durch sein Problem lernen soll.

Hinweis:

Ein Rollenspiel dient als Einstieg, Fragen an die Gruppe (Gemeinde), oder Behandlung der Fragen in 2-3 Gesprächsgruppen.

Rollenspiel: Onesimus kommt zurück.

Personen:

Onesimus, Philemon, Titus

Einleitung:

Philemon (............) hält mit seiner Hausgemeinde (alle Kinder) einen Gottesdienst. Sie singen. Da klopfen plötzlich Titus (............)und Onesimus (............) an die Tür. Onesimus versteckt sich ein bisschen hinter Titus.

Philemon: Herein! Was führt euch zu uns?
Titus: Guten Tag Philemon! Guten Tag ihr Christen alle! Wie schön, dass wir euch alle zusammen antreffen. Wir kommen von weither. Ihr kennt doch fast alle noch den Paulus, der euch vor ein paar Jahren die gute Nachricht gebracht hat, dass Jesus der Retter der Welt ist.
Philemon: Klar kennen wir den. Er hat mich und viele andere hier zum Glauben geführt.
Titus: Eben. Ich weiß. Denn Paulus schickt uns zu euch. Er betet immer für euch hier in Kolossä. Auch uns hat er immer wieder von euch erzählt. Besonders von dir Philemon. Dass du für die Christen hier so ein Vorbild bist.
Philemon: Von Paulus kommt ihr? Das ist ja super! Kommt herein! Ruht euch aus und stärkt euch bei uns! Erzählt uns, wie geht es Paulus? Wo ist er jetzt grad?
Titus: Danke. Weit weg von hier in einem fernen Land. Im Gefängnis.
Philemon: Im Gefängnis? Wieso denn das?
Titus: Leider nehmen nicht alle Menschen die Gute Nachricht von Jesus mit Freuden an wie ihr es getan habt. Es gibt viele, die wütend sind auf Paulus, weil sie nicht glauben wollen, dass Jesus von Gott gekommen ist. Wieder einmal ist es solchen gelungen, Paulus und einen seiner Mitarbeiter ins Gefängnis bringen zu lassen. Dort sitzen sie nun schon Monate fest. Die Gerichtsverhandlung wird dauernd verschoben, so dass sie nicht raus kommen können….
Philemon: Der arme Paulus! Kann man ihn wenigstens besuchen?
Titus: Ja. Manchmal. Wir Christen aus der Gegend dort wechseln uns ab und besuchen ihn und Epaphras sooft es geht. Das ermutigt die beiden. Und sie ermutigen uns. Außerdem schreibt Paulus im Gefängnis Briefe an die Gemeinden, die er gegründet hat. Wir bringen sie dann an ihren Bestimmungsort. Auch für dich haben wir einen dabei.
Philemon: Einen Brief von Paulus? An mich?
Titus: Onesimus, gib Philemon den Brief!
Philemon: Onesimus??? Tatsächlich! Du??? Wo kommst du den her? Du hast mir ganz schön Ärger gemacht und ……..
Titus: Onesimus kommt auch von Paulus.
Philemon: Jetzt versteh ich gar nichts mehr! Onesimus ist mein unnützer Sklave. Vor ein paar Monaten ist er mir davongelaufen, weil er nicht arbeiten wollte und ……..
Titus: …. Und dann ist er irgendwie bei Paulus im Gefängnis gelandet. Der hat ihm natürlich von Jesus erzählt. Und so ist Onesimus bei Paulus im Gefängnis Christ geworden. Aus lauter Dankbarkeit hat er Paulus so viel geholfen wie sonst kein anderer. Paulus war so froh, dass er ihn hatte. Doch nun schickt er ihn dir zurück…..
Philemon (verwirrt): Ich….ehm ….Onesimus…..ehm…..Gibst du mir bitte mal den Brief?
Onesimus schüchtern: Hier ist er. Ich hab ihn ganz besonders gut verwahrt.
Philemon beginnt aufgeregt, den Brief zu öffnen und zu lesen.

Philemon liest in Etappen und mit Zwischenfragen an die Besucher oder die Gemeinde den Brief:

  1. Absender

  2. Vers 4ff überfliegend

  3. Vers 8 überfliegend

  4. Vers 10-14.

  5. Was sagt ihr dazu? Onesimus ist doch mein Sklave! Ich hab ihn für teures Geld gekauft……..
    Aber Paulus möchte ihn bei sich haben. Er könnte ihm nützlich sein…………..
    Er fragt mich. Er überlässt mir die Entscheidung ………
    Was meinst du? ……….

  6. Vers 15-19a

  7. Ich…………..ehm……Der Paulus hat ja Recht! Alle Christen sind wie Brüder. Denn Gott im Himmel ist nun unser Vater. Aber meinen davongelaufenen Sklaven, der mir so viel Schaden gebracht hat, so aufnehmen als wäre er Paulus selbst? Also ein Ehrengast? Geht das? Ist das nicht zuviel verlangt? ………… Und P selber will allen Schaden bezahlen? Ich soll O einfach alles vergeben, ihn seine Gemeinheit nicht spüren lassen? Sooo handelt ein rechter Christ?………

  8. Vers 19b-21

  9. O Leute! Soll ich auf mein Recht verzichten, damit Paulus einen nützlichen Helfer hat? ………… Was steht in der Bibel: Geben ist seliger als Nehmen? ………Paulus würde sich so freuen………

  10. Vers 22-24

  11. Die kenn ich alle. Sie haben auch mir schon geholfen. Jetzt helfen sie Paulus. Ja, wir sind alle eine Familie! Wir halten alle zusammen! Wir sorgen füreinander. So ist es bei allen Christen. ……….

  12. Vers 25

  13. Was soll mich leiten bei meiner Entscheidung? Die Gnade des Herrn Jesus? Ja: Jesus war immer gnädig, d.h. er hat beschenkt, ohne dass einer es verdient hätte. Auch mich …………

Gesprächsgruppen.

Frage 1: Soll ich Onesimus bestrafen oder ihm restlos vergeben? Warum?

Frage 2: Soll ich Onesimus für mich behalten oder an Paulus abgeben? Warum?

Frage 3: Hast du schon mal überlegt, was es heißt, gnädig zu sein wie Jesus? Wo?

Frage 4: Kannst du durch dein Verhalten zeigen, dass Jesus dir mehr bedeutet als dein Recht?

Zusammenfassung in jeder Gruppe: Was Philemon von Paulus lernte:

  • Christen tun freiwillig das Gute.

  • Christen vergeben ohne nachzutragen.

  • Christen verzichten um Jesu willen (erklären!)

  • Christen sind immer füreinander da.

Was hast du gelernt?


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Februar 2007 zur Verfügung gestellt wurden)


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