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Gottes Rettungsaktion

Vorschlag zum Weihnachtsgottesdienst

Thema: Weihnachten nach dem Matthäus-Evangelium Kap. 1 u. 2

  • Von Gott schon lange vorgeplant (Geschlechtsregister, Prophezeiungen)
  • Von Gott „eingefädelt“ (Josef wird überzeugt, Weise kommen)
  • Man muss darauf eingehen (Die Weisen suchen, bis sie finden. Brauchen dazu Infos aus der Bibel.)
  • Was schenken wir Jesus? (Geschenke der Weisen)
  • (Die ersten zwei Punkte mehr beim Anspiel betonen, die letzten zwei mehr in der Predigt.)

Anspiel und Weihnachtsgeschichte als Einleitung zur Predigt

In den „4 Ecken“ des Kirchenraumes sind die 4 Orte Taipei, Nazareth, Bethlehem, Jerusalem: Taipei und Bethlehem vorne, Nazareth und Jerusalem hinten. Einer strahlt immer grade die entsprechende Ecke mit einem Scheinwerfer an. Die Bibeltexte werden von einem auf der Kanzel langsam und deutlich vorgelesen.

Im Zimmer. B sitzt arbeitend am Computer. A kommt herbei.

A: Hallo B, was arbeitest du denn da? Es sind doch Weihnachtsferien! Lass uns irgendwas unternehmen, was Spaß macht!
B: (guckt weiterhin in seinen Laptop) Ich plane grade ein wichtiges Experiment. Schau, hier, da könnte man ………
A: Wieso planen? Das klingt nach Arbeit. Man muss die Tage nehmen, wie sie fallen! Lass uns jetzt ein bisschen Spaß haben!
B: (schaut auf) Schau her: Dieses Experiment ist total wichtig. Alles hängt davon ab!
A: Alles???
B: Ja. Wenn es gelingt, können wir ein neues Medikament gegen Überbeschäftigung und Unzufriedenheit herstellen, das sehr sehr vielen Menschen helfen wird, denen man bisher nicht helfen kann.
A: Moment mal. Du willst was Wichtiges für die Menschheit erreichen? Und dafür willst du jetzt auf unseren Spaß verzichten?
B: Genau. Alle wesentlichen Dinge müssen gut geplant werden, damit sie rechtzeitig und sinnvoll zur Anwendung kommen können.
A: Ach komm! Jetzt sind doch Weihnachtsferien! Zeit zum Relaxen, zum Frei-Haben, zum Spielen. Man muss nicht alles so ernst nehmen. - Jedenfalls nicht immer. Jetzt ist Weihnachten!
B: Weihnachten, ja! Gott hat Weihnachten auch geplant.
A: Wie bitte?
B: Ich habe gesagt: Gott hat Weihnachten auch geplant. Schon lange im Voraus. Und alles, bis ins Kleinste hinein!
A: Willst du damit sagen, dass Gott Weihnachten wichtig war? So wichtig wie dir dein Experiment?
B: Ja. Genauer gesagt: Noch viel wichtiger: Mit Weihnachten wollte er die Voraussetzung schaffen, dass unser Leben nicht im Sand verlaufen muss.
A: Jetzt sei mal nicht so tiefsinnig! …. Oder - meinst du etwa, dass Weihnachten die Voraussetzung für unendlich wichtige lebensrettende Konsequenzen war?
B: Genau. Im wahrsten Sinne des Wortes: UN-ENDLICH wichtig und LEBENS-RETTEND. Jeder, der diese Hilfe in Anspruch nimmt, wird in alle Ewigkeit gerettet.
A: Ah, ich seh schon: Jetzt kommt eine Predigt. ……..
B: Noch nicht. Schau dir erst mal Gottes Plan an! Hier: In der Bibel im Weihnachtsbericht des Matthäus, der uns mehr Josefs Sicht des Geschehens berichtet, steht:
Lesen aus Matthäus 1, 1-17. besonders die Verse 1-3 und 15-17.

(A wird dabei etwas nachdenklicher.)
A: Ok. Gott hat anscheinend 2 Jahrtausende geplant und vorbereitet.
B: Genau. Und als dann der von IHM bestimmte große Augenblick der Durchführung kam, musste alles exakt aufeinander abgestimmt sein. Schau, wie das zuging:
Lesen aus Matth. 1,18-25

(A wird noch nachdenklicher.)
A: Bin beeindruckt: Gott plante nicht nur, sondern führte auch jede Kleinigkeit konsequent durch.
B: Klar! Weil es so wichtig ist. UN-ENDLICH wichtig.
A: Hm. Und wie ging’s dann weiter?
B: Ach, das kennst du doch schon: Jesus, der Sohn Gottes, wurde als Mensch in Bethlehem geboren! Matthäus schreibt:
Lesen Matthäus 2, 1a

Die an verschiedenen Stellen im Raum bereit sitzenden Kinder spielen das Geschehen pantomimisch mit:
Rita singt nach der Melodie „Vom Himmel hoch“:
Zu Bethlehem in einem Stall,
da wurde Mensch der Herr des Alls
Genau wie Gott vorausgesagt! –
zu helfen uns, die so geplagt.

Maria und Josef laufen nach Bethlehem.
Sie setzen sich an die Krippe
und legen das Kind hinein.
Die Hirten setzen sich auf die Weide. Müde.
Engel singt und kommt langsam:
Vom Himmel hoch, da komm ich her.
Ich bring euch gute neue Mär!
Der guten Mär bring ich soo viel!
Davon ich singn und sagen will!

Ein Hirte horcht und schaut.
Hirte oder Rita singt:
Ihr Hirten, erwacht! Erhellt ist die Nacht!
Es strahlt aus der Ferne! Es schwinden die Sterne!
Es naht sich, es naht sich die leuchtende Pracht!
Gott selbst ist zugegen mit himmlischer Macht!

Hirte ist aufgeregt.
Weckt die anderen.
Rita singt:
„O fürchtet euch nicht vor dem göttlichen Licht!“
so tröstet in Freude auf Bethlehems Weide
ein Engel des Herren die Hirten im Feld,
ein Bote des Friedens die sündige Welt.

Alle Hirten schauen zum Engel.
Engel singt:
Euch ist ein Kindlein heut geborn
von einer Jungfrau auserkorn!
Ein Kindelein, so zart und fein,
das soll euer Freud und Wonne sein!

Hirten staunen.
Es ist der Herr Christ, unser Gott,
der euch will führn aus aller Not!
Er will euer Heiland selber sein,
von allen Sünden machen rein!

Hirten strahlen einander an.
Die anderen Engel kommen.
So merket nun das Zeichen recht:
Die Krippe, Windelein so schlecht!
Da findet ihr das Kind gelegt,
das alle Welt erhält und trägt.

Hirten machen sich bereit zum Gehen.
Rita singt:
Die Hirten geschwind hin eilen zum Kind.
Froh singen die Chöre der himmlischen Heere.
Im Stalle die Hirten dem Kinde sich nahn;
Erkennen die Gottheit und beten es an.

Hirten knien vor dem Kind.
A: Ja, die Geschichte kenn ich. Jeder weiß, dass Jesus in einer Nacht in einem Stall geboren ist und dass dann Engel kamen und Hirten.
B: Ja, Gott hat durch Engel nicht nur Josef und Maria erkennen lassen, dass dies die Erfüllung seines Jahrtausende alten Planes ist, sondern auch die Hirten von Bethlehem. Und dann ging Gottes Präzisionsarbeit weiter: Er hat Magier aus dem Orient eingeweiht, dass sein Plan sich jetzt erfüllte.
A: Ach ja, war da nicht was mit einem Stern?
B: Genau. Hier bei Matthäus steht’s:
Lesen: Matth. 2,1b-8
A: Was war das denn für ein Micha, der das schon lange vorher in einem Buch aufgeschrieben hat, dass Jesus in Bethlehem geboren werden soll?
B: Ein Prophet, ein Mann, der auf Gott gehört hat und um 720 v.Chr. Gottes Worte dem Volk Israel weitergesagt hat.
A: Erstaunlich. Anscheinend hat Gott wirklich alles exakt genau geplant.
B: Sag ich doch. Weil es so wichtig war! …. Doch hör weiter! Die Magier sind wirklich nach Bethlehem gegangen!
Lesen: Matth. 2,9-12
Kinder spielen wieder dazu:
  • Sternforscher ziehen nach Bethlehem.
  • Stern geht voran.
  • Sie knien vor dem Kind und holen ihre Geschenke heraus, geben sie dem Kind.
B: Ja, und dann hat Gott wieder einen Engel zu Josef geschickt und ihm sagen lassen, dass er die ganze Familie nach Ägypten in Sicherheit bringen soll, weil König Herodes das Kind umbringen wollte.
A: Hat er das dann auch gemacht?
B: Wer? Herodes? Ja, er hat alle kleinen Kinder in Bethlehem umbringen lassen. Das hatte der Prophet Jeremia schon um 600 v.Chr. vorausgesagt.
A: Oh! Schon wieder eine Erfüllung von Gottes Plan! ……. Aber …. ich meinte eigentlich den Josef. Hat er den kleinen Jesus wirklich nach Ägypten gebracht?
B: Ja. Und einige Jahre später - nach dem Tod des grausamen Herodes - auf Anweisung eines Engels auch wieder zurück. Auch das hatte Gott schon so geplant gehabt. Es steht im Buch des Propheten Hosea. Der schrieb um 790 v.Chr. auf, dass Gott gesagt hatte: „Ich habe meinen Sohn aus Ägypten gerufen.“
A: (aufgeregt) So viele Kleinigkeiten! Alle exakt vorausgeplant und genauestens durchgeführt! Wen kann das kalt lassen! Gott muss es furchtbar wichtig gewesen sein, dass er seinen Sohn Mensch werden ließ!
A: Wenn du in der Bibel weiter liest, wo und wie Jesus dann gelebt hat und was er gesagt und getan hat, wirst du noch viel viel mehr solche Hinweise auf Gottes exakte Planung und Durchführung seines Planes entdecken.
A: Das Ganze muss für ihn eine riesige Bedeutung haben!
B: So ist es. Und für uns auch. Denn es ist unsere Rettung.
A: Du meinst, wie die Medizin, die du erfinden willst? Sie soll die Menschen doch von Überbeschäftigung und Unzufriedenheit frei machen, oder?
B: Noch viel mehr. Denn meine Medizin – falls mein Experiment gelingt – wird allerhöchstens zwei bis drei Stunden wirken. Dann werden die Menschen wieder überbeschäftigt und unzufrieden sein. Und wenn sie die Medizin dann ständig wieder nehmen, werden sie irgendwann süchtig. Wenn man meine Medizin mit Gottes Rettungsaktion „Weihnachten“ vergleicht, ist sie völlig überflüssig, wenn nicht sogar gefährlich. Aber Gottes Rettung hilft uns PERFEKT und RUNDUM und IN ALLE EWIGKEIT.
A: Du, weißt du was? Ich glaube, ich bin jetzt reif für eine Predigt. Ich möchte wissen, wie ich Anteil kriegen kann an Gottes Rettungsaktion.

(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2010 zur Verfügung gestellt wurden)

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