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Geduld und Gebet

Bibelarbeit zu Jakobus 5

Summary

Dieses letzte Kapitel des Jakobusbriefes hat ein paar "Überlebenstipps" parat. Wenn wir diese beherzigen, dann kann auf dem Weg mit Jesus nichts mehr schiefgehen.
Die Kernaussage lautet: Geduld lernen und haben, Beten lernen und tun, sich nicht fertigmachen lassen, sondern eine starke Liebe zu Jesus entwickeln. Und wenn es ganz schwierig wird: dann andere auch mal um Hilfe bitten.

Diese Bibelarbeitsreihe wurde praxis-jugendarbeit.de von christ-online.de zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie die Copyrightvermerke jeweils am Seitenende.



Hinweise zur Durchführung der Bibelarbeit

Geduld und Gebet sind nötig, um dienstfähig zu bleiben bzw. wieder dienstfähig zu werden. Die Bibelarbeit bietet eine Reihe von sehr wichtigen seelsorglichen Hilfen.

Wichtig: Bitte bei Punkt 5 darauf achten, dass man sich nicht in endlosen Diskussionen über (un-)mögliche Auslegungen verliert. Die Verse 14 bis 16 sind als „schwierig auszulegende Bibelverse” bekannt. Ich verzichte darauf, sämtliche möglichen Auslegungsvarianten vorzustellen (dazu möge man in Kommentaren nachlesen). Mein Auslegungsversuch basiert darauf, ganz stark den Hintergrund des Briefes (siehe dazu auch Einleitung in den Jakobusbrief im christ-online MAGAZIN 3-2003) und den Kontext im Auge zu behalten.

Der Punkt 6 macht noch einmal deutlich, was das eigentliche Ziel der Bibelarbeit ist. Bitte dieses Ziel im Auge behalten!

Die Punkte 2 bis 4 der Bibelarbeit eignen sich gut, um sie in einer Gruppenarbeit zu bearbeiten. Zeitbedarf ca. 15 Minuten. Die vorgeschlagenen Anwendungsfragen sollen helfen in ein gutes Gespräch hinein führen. Der Gruppenleiter sollte sich jedoch Zusatzfragen zu den Anwendungsfragen überlegen. Die Bibelarbeit schließt mit einem Denkzettel ab. Der ist zur persönlichen Nachbesinnung für zu Hause gedacht.

Vorbereitungen

Arbeitsblätter kopieren und vor der Bibelarbeit aushändigen, damit man mitschreiben kann.

1. Der Weg zum Ziel: Geduld

Frage: Weshalb brauchten die Briefempfänger „Geduld”? Versucht euch in die Situation der „Arbeiter / Schnitter” hinein zu versetzen (Jakobus 5,4-6).

  • Sie wurden übervorteilt und ungerecht behandelt.
  • Ihre Herren dagegen genossen das Leben in vollen Zügen.
  • Ungerechtigkeit kann einem rasend machen.

Hintergrund: Bei den Arbeitern und Schnittern handelte es sich wohl um Tagelöhner (nicht um Sklaven). Aufgrund ihrer Arbeit stand ihnen Lohn zu, aber ihre ungerechten, jedoch (vermutlich) christlichen Arbeitgeber ließen ihnen den verdienten Lohn nicht zukommen.

Frage: Weshalb bringt Jakobus zweimal die „Ankunft des Herrn” in diesen Zusammenhang? Welche „Ankunft des Herrn” ist hier gemeint? (Jakobus 5,7-8)

  • Sie sollen nicht zornig werden und ihr Recht selbst in die Hand nehmen.
  • Die machtvolle Ankunft des Herrn steht bevor. Er wird sich kümmern.

Hintergrund: Die Arbeiter und Schnitter hatten allen Grund zornig zu werden. Aber zornig werden und schimpfen gehört sich nicht für einen Christen. Außerdem hatten sie sowieso keine Chance, um ihren Arbeitgebern mit menschlichen Mitteln beizukommen. Deswegen zeigt Jakobus eine geistliche Lösung. Er will ihnen sagen: Überlasst es dem Herrn euch Recht zu verschaffen. Spätestens bei seinem machtvollen Kommen in Herrlichkeit, werden die Ungerechten für ihre Ungerechtigkeit das gerechte Urteil Gottes empfangen.

Frage: Was will er ihnen mit dem Beispiel vom Bauern (Jakobus 5,7) deutlich machen?

  • Ohne Geduld geht es nicht.
  • Gott lässt auch unangenehme Dinge zu. Das gehört um Prozess des Reifens.
  • Der Blick auf’s Ziel (die Frucht) hilft geduldig zuwarten.

2. Überlebenstipp Nr. 1: „Seufzt nicht gegeneinander!”

Jakobus weiß, dass die Spannungen, in denen seine Briefempfänger leben, nicht so einfach aufzulösen sind. Durch die nachfolgenden drei Überlebenstipps gibt er ihnen eine geistliche Hilfen, die auch unter schwierigen Umständen „funktionieren”.

Methodischer Hinweis: Die drei Überlebenstipps können auch gut in einer Gruppenarbeit bearbeitet werden. Zum Beispiel in drei Gruppen, jede Gruppe behandelt nur einen der Punkte. Nehmt euch dafür 15 Minuten Zeit und tragt anschließend die Gesprächsergebnisse zusammen.

Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür. (Jakobus 5,9)

Wortbedeutung: griechisch: stenazo = seufzen, stöhnen, jammern, klagen, murren. Das Wort beschreibt innerliche Gefühle, denen in unartikulierten Lauten Ausdruck verliehen wird.

In welcher Gefahr steht derjenige der seufzt, stöhnt, jammert, klagt oder murrt? Wovon will Tipp Nr. 1 unseren Blick weg wenden und auf was will er uns ausrichten?
  • Er schaukelt sich emotional hoch und verschlimmert dadurch alles noch.
  • Er malt sich selbst das Bild noch düsterer als es sowieso schon ist.
  • Er dreht sich nur noch um sich selbst (Selbstmitleid) und das Problem.
  • Schau nicht auf Situationen und Personen!
  • Schau auf den Herrn und erinnere dich an sein Kommen. Der wird sich um alle Ungerechtigkeiten kümmern.

Anwendungsfrage: In welchen Situationen / Umständen kommen auch wir schnell ins ärgerliche Stöhnen über andere (Schule, Arbeitsstelle, Politik, Familie, Clique, Gemeinde)? Tragt Beispiele zusammen.

3. Überlebenstipp Nr. 2: „Nehmt zum Vorbild!“

Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben. Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben. Vom Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende [des] Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist. (Jakobus 5,10-11)

Wie fühlt sich derjenige, der ungerecht behandelt wird und leidet? Wieso gibt Jakobus den Gläubigen ein Beispiel? In wie fern kann uns dieses Beispiel von Hiob zur Hilfe werden?
  • Einsam und verlassen.
  • Er verzweifelt an der Situation.
  • Er steht in der Gefahr mit Gott zu hadern.
  • Er will sie ermutigen durch das Beispiel Hiobs: Du bist nicht der Erste, der so schwere Dinge durch macht.
  • Er will, dass sie sich am Vorbild orientieren: An Hiob, der noch viel Schlimmeres durch gemacht hat.
  • Er will ihren (unseren) Blick nach vorne wenden, denn auch Hiob hat erleben dürfen, wie Gott sich seiner gnädig erbarmt hat.

Anwendungsfrage: Überlegt welche Vorbilder ihr kennt, die Leid und manche Ungerechtigkeit erlebt haben? Wie haben sie reagiert? Was könnt ihr von ihnen lernen? Denkt an Bekannte aus Familie, Gemeinde usw.?

4. Überlebenstipps Nr. 3: „Schwört nicht!“

Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt. (Jakobus 5,12)

Anmerkung: Es geht hier vermutlich nicht um das Schwören im allgemeinen Sinn, sondern um den Schwur (Fluch) im Zorn. Angesichts der ungerechten Behandlung durch die Reichen machte sich Wut breit. Im Orient war es gängige Praxis, Racheflüche auszusprechen.

In welche Richtung könnte sich so ein zorniger Schwur richten? Wovor will Gott uns bewahren?
  • Dem ungerechten Reichen Rache schwören: Dir wird ich’s heimzahlen!
  • An sich selbst verzweifeln und sich verfluchen, wenn man nicht dies oder jenes als Vergeltung tut.
  • Gott verfluchen, der einem anscheinend da vergessen hat, wo man ihm am nötigsten braucht.
  • Dass wir uns zu Rachegedanken hinreißen lassen.
  • Dass wir in blinder Wut vor Gott schuldig werden.


Anwendungsfrage: Rache im orientalischen oder südländischen Sinn, ist nicht so sehr Gegenstand in unserer Kultur. Dennoch: Welche Situationen fallen euch ein, in denen Menschen innerlich sehr schnell dicht machen und trotzig beschließen: „Das werde ich ihn jetzt aber spüren lassen!“? Wie lässt man andere etwas spüren? Welche „Mittel“ gibt es da?

5. In Beziehung mit Gott bleiben

Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. (Jakobus 5,13-15)

Anmerkung: Dies ist eine viel diskutierte Bibelstelle. Um sie richtig zu verstehen, müssen wir aufmerksam den Briefhintergrund und den Kontext im Sinn behalten. Alle auslegerischen Spitzfindigkeiten zu diesem Text sollte man versuchen „außen vor zu lassen“.

Was ist der inhaltliche Zusammenhang in Jakobus Kapitel 4 und 5?

  • Angesichts der ungerechten Behandlung durch die Reichen, sind arme Gläubige (Arbeiter und Schnitter) in großer Not.
  • Ärger und Zorn machen sich breit. Es besteht die Gefahr, dass zum Beispiel Rache geübt wird.

Frage: Ärger und Zorn sind aggressive Reaktionen. Ist das die einzige Möglichkeit wie ein Mensch reagieren kann?

  • Es besteht auch die Möglichkeit depressiv zu reagieren.

Frage: Warum soll der, der leidet, beten (Jakobus 5,13)?

  • Er soll mit seiner Not zu Gott gehen. Dort abladen.

Frage: Warum soll der, der guten Mutes ist, Psalmen singen (Jakobus 5,13)?

  • Auch er soll zu Gott gehen und Gott danken und loben.

Frage: Warum aber wird dem Kranken nicht gesagt, dass er beten soll, sondern dass er die Ältesten der Gemeinde rufen soll, um über ihm zu beten?

  • Vielleicht kann er nicht mehr alleine beten.

Frage: Gibt es das, dass man nicht mehr alleine beten kann? Bei welcher Gefühlslage kann so etwas vorkommen?

  • Bei schwerer Mutlosigkeit.

Anmerkung: Das griechische Wort astheneo =‚krank‘ (Jakobus 5,14) kann auch mit „schwach“ übersetzt werden. Es kommt im NT in Zusammenhang mit menschlichem Leid aber nur in der Übersetzung „krank“ vor. Das Wort kamno = „Kranker“ (Jakobus 5,15) unterscheidet sich von dem Wort astheneo. Es kann sowohl mit „müde, matt, überdrüssig“ übersetzt werden als auch mit „schwer krank, von schwerer Krankheit erschöpft sein, dahinsiechen“.

Erklärungsversuch: Offensichtlich weiß Jakobus, dass Menschen auf schwierige, leidvolle Situationen unterschiedlich reagieren. Es gibt nicht nur den Menschen-Typ, der „aggressiv“ (schimpfend, polternd) aus sich heraus geht, sondern es gibt auch den Typ, der alles in sich hineinfrisst und immer stiller und verschlossener wird. Das kann sich auswachsen bis zur absoluten Erschöpfung und Depressivität. Das kann sogar so weit gehen, dass ein Christ so niedergedrückt ist, dass er nicht mehr aus eigener Kraft beten kann. Hier ist es unbedingt wichtig, Hilfe seitens der Ältesten zu rufen.

Auffällig: In Jakobus 5,13-20 geht es nicht nur um das Thema „Heilung eines Kranken“. Beobachte: Welche Begriffsgruppen tauchen am häufigsten auf:

(13) Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. (14) Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. (15) Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. (16) Bekennt nun einander die Vergehungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung. (17) Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. (18) Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor. (19) Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, (20) so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken wird.

  • Gebet / beten
  • Retten, aufrichten, vergeben, heilen, zurückführen
  • Sünden, bekennen, Vergehungen, Wahrheit abirrt, Sünder, Verirrung

Ergebnis der Beobachtung und Schlussfolgerung:

1. Es steht außer Zweifel, dass Jakobus 5,13 und 14 von der Form her eine grammatische Einheit bilden. Ein dreifacher gleicher Frage- und Antwortrhythmus lässt das erkennen:

  • „Leidet jemand unter euch?“ („Er bete...“)
  • „Ist jemand gutes Mutes?“ („Er singe...“)
  • „Ist jemand krank unter euch?“(„Er rufe...“)

2. Gleich ist ebenfalls, dass es jeweils um’s beten geht:

  • Er bete.
  • Er singe Psalmen (betender Lobpreis).
  • Er rufe die Ältesten, um über ihm zu beten.

Das heißt, es geht darum, mit meinen Gefühlen / Emotionen (Zorn, Frust) zu Gott zu kommen und sie bei ihm „abzuladen”. Für Jakobus ist klar: Wenn sich starker Zorn, Frust oder Niedergedrücktsein bleibend festsetzen, dann wird die persönliche Beziehung des Gläubigen zu Gott gestört. Sein Ziel ist es, dies durch entsprechende seelsorgerliche Belehrung zu verhindern bzw. zu „heilen”.

3. Wie auch immer die Frage nach der Krankenheilung zu beantworten ist, so liegt doch der Schwerpunkt des Textes nicht ausschließlich auf dem Thema „Krankenheilung”. Die Textbeobachtung lässt leicht erkennen, dass es Jakobus darum geht, dem Niedergedrückten (Schwachen, Mutlosen) seelsorgerlich zur Seite zu stehen. Dafür ist es notwendig, die Dinge so zu sehen, wie Gott sie sieht. Deswegen spricht er auch offen von Sünde (böse und verwünschende Gedanken über jemand zu haben, ist Sünde) und von der Notwendigkeit der Vergebung. Jakobus, der Seelsorger, weiß, dass es nicht leicht ist, Menschen aus solchen Sackgassen heraus zu holen. Deswegen betont er sehr stark das Gebet, damit ein solcher Bruder oder Schwester wieder zurecht gebracht wird. In solchen Konflikten werden Menschen leider schnell aneinander schuldig.

Deswegen spricht Jakobus davon, dass auch Sünden voreinander bekannt werden müssen. Dass dort, wo ein solch vorbildlicher seelsorgerlicher Dienst geschieht, auch Menschen von körperlicher Krankheit (mit möglicher Weise seelischer Ursache) geheilt werden, ist eine zusätzliche Ermutigung. Frage nach der Salbung mit Öl:

  • Es gibt viele verschiedene Auslegungen, was mit dem „Salben mit Öl” gemeint ist. (Griechisch: aleipho = mit Öl einreiben.) Es geht hier nicht um eine zeremonielle oder rituelle Salbung, sondern um eine symbolische Handlung (salben mit Öl wirkt erfrischend auf den Kranken), die den seelsorgerlichen Dienst der Ermutigung und Aufrichtung durch die Ältesten unterstreicht. Diese Auslegung fügt sich am besten in den Kontext.

6. Stärkt eure Herzen!

Methodischer Hinweis: Beißt euch bei diesem Text nicht an dem fest, was schwierig auszulegen ist (und Raum für Diskussionen bietet), sondern tut, was klar ist! Das Fazit aus den obigen Überlegungen ist: Stärkt eure Herzen (Jakobus 5,8).

Frage: Was soll der Kranke / Schwache tun?

  • Er soll Hilfe herbei rufen (rufe die Ältesten)

Frage: Was sollen die Ältesten der Gemeinde tun?

  • Sie sollen kommen, beten, über Sünde und Vergebung sprechen und ermutigen.

Frage: Was können wir von dem Beispiel Elias lernen?

  • Auch „große Männer Gottes” können mal durchhängen. Wer um Hilfe bittet, dem hilft Gott und macht ihn wieder dienstfähig.

7. Denkzettel

Der Denkzettel ist zur persönlichen Nachbesinnung für zuhause gedacht.

  • Wovor sollen uns Geduld / Ausharren und Gebet bewahren?
  • In welcher Sache brauchst du Geduld / Ausharren? Was willst du tun?
  • Was ist Gottes großes Ziel, wenn jemand mutlos geworden ist?
  • Welchen „Mutlosen” möchtest du ermutigen? Wie könntest du das tun? Was willst du konkret in den nächsten Tagen tun? Schiebe es bitte nicht auf „die lange Bank”! (Jemand hat mal gesagt: „Die lange Bank ist das beliebteste Möbelstück des Teufels”)

Lothar Jung


Geduld und Gebet

Bibelarbeit zu Jakobus 5

1. Der Weg zum Ziel: Geduld

Weshalb brauchten die Briefempfänger „Geduld”? Versucht euch in die Situation der „Arbeiter / Schnitter” hinein zu versetzen (Jakobus 5,4-6).

Weshalb bringt Jakobus zweimal die „Ankunft des Herrn” in diesen Zusammenhang? Welche „Ankunft des Herrn” ist hier gemeint? (Jakobus 5,7-8)

Was will er ihnen mit dem Beispiel vom Bauern (Jakobus 5,7) deutlich machen?

2. Überlebenstipp Nr. 1: „Seufzt nicht gegeneinander!”

Seufzt nicht gegeneinande , Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür. (Jakobus 5,9)

In welcher Gefahr steht derjenige der seufzt, stöhnt, jammert, klagt oder murrt? Wovon will Tipp Nr. 1 unseren Blick weg wenden und auf was will er uns ausrichten?
 

 

 

3. Überlebenstipp Nr. 2: „Nehmt zum Vorbild!”

Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben. Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben. Vom Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende [des] Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist. (Jakobus 5,10-11)

Wie fühlt sich derjenige, der ungerecht behandelt wird und leidet? Wieso gibt Jakobus den Gläubigen ein Beispiel? In wie fern kann uns dieses Beispiel von Hiob zur Hilfe werden?
 

 

4. Überlebenstipp Nr. 3: „Schwört nicht!”

Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt. (Jakobus 5,12)

In welche Richtung könnte sich so ein zorniger Schwur richten? Wovor will Gott uns bewahren?
 

 

5. In Beziehung mit Gott bleiben: Lies Jakobus 5,13-15!

Ärger und Zorn sind aggressive Reaktionen. Ist das die einzige Möglichkeit wie ein Mensch reagieren kann?

Warum soll der, der leidet, beten (Jakobus 5,13)?

Warum soll der, der guten Mutes ist, Psalmen singen (Jakobus 5,13)?

Warum aber wird dem Kranken nicht gesagt, dass er beten soll, sondern dass er die Ältesten der Gemeinde rufen soll, um über ihm zu beten?

Gibt es das, dass man nicht mehr alleine beten kann? Bei welcher Gefühlslage kann so etwas vorkommen?

Auffällig: In Jakobus 5,13-20 geht es nicht nur um das Thema „Heilung eines Kranken“. Welche Begriffsgruppen tauchen am häufigsten auf (unterstreiche mit verschiedenen Farben). (13) Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. (14) Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. (15) Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. (16) Bekennt nun einander die Vergehungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung. (17) Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. (18) Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor. (19) Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, (20) so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken wird.

6. Stärkt eure Herzen!

Was soll der Kranke / Schwache tun?

Was sollen die Ältesten der Gemeinde tun?

Was können wir von dem Beispiel Elias lernen?

7. Denkzettel

Wovor sollen uns Geduld / Ausharren und Gebet bewahren?

In welcher Sache brauchst du Geduld / Ausharren? Was willst du tun?

Was ist Gottes großes Ziel, wenn jemand mutlos geworden ist?

Welchen „Mutlosen” möchtest du ermutigen? Wie könntest du das tun? Was willst du konkret in den nächsten Tagen tun? Schiebe es bitte nicht auf „die lange Bank”!

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Quelle/Copyright: Dieser Artikel stammt aus dem christ-online-MAGAZIN (Ausgabe 1/2004), eine Mitarbeiterzeitschrift der Christlichen Jugendpflege e.V. Das Kopieren für Gruppenstunden ist erlaubt. Die Verwendung - auch auszugsweise - für andere Publikationen, insbesondere im Internet, oder für gewerbliche Zwecke bedarf der vorherigen Absprache/Genehmigung des Herausgebers! Kontakt über: www.christ-online.de

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