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100 Tipps für Mitarbeiter (Tipp 67 bis 79)

Mitarbeitergespräche


Hier im 2.Timoteus 4,10 steckt eine ganz bittere Erfahrung drin. Ein guter Mitarbeiter und Freund hat aufgehört und die Mitarbeiterschaft aufgekündigt. Das kann passieren. Das ist damals so gewesen und das ist noch heute so. Damit musst Du rechnen. Aber sei auch auf der Hut, dass es Dir nicht so geht.

  1. Wisse, dass es immer Leute geben wird, die sich von Glauben wieder abwenden

    Es ist bitter, wenn eins Deiner Gruppenmitglieder sehr verheißungsvoll ein Leben mit Jesus angefangen hat, sich aber nach kurzer (oder auch längerer) Zeit wieder vom Glauben abwendet. Das kann Dich persönlich ziemlich treffen, so ist es mir zumindest schon ergangen. Aber es ist halt so. In der Bibel gibt es genügend Stellen, wo davon ebenfalls die Rede ist. Sogar Jesus hat einmal gefragt „Wollt ihr mich auch noch verlassen?“. Es ist besser Du weist es schon heute, als dass Du völlig überrascht bist, wenn sich das ein oder andere Mitglied Deiner Gruppe wieder vom Glauben abwendet.

  2. Sei auch bei Dir auf der Hut, dass das nicht Dir selbst passiert

    Wenn Du also weist, dass die Möglichkeit besteht, dass Deine Gruppenmitglieder sich wieder von Gott abwenden könnten, dann kann das Dir natürlich auch passieren. Das ist manchmal schneller passiert, als man denkt. Denn der Widersacher Gottes versucht alles, dass es dazu kommt. Mit kleinen Zweifeln fängt es an, kleine Stolpersteine, Niederlagen in der Jugendarbeit, vielleicht sogar die Enttäuschung, dass liebgewonnene Gruppenmitglieder plötzlich von Jesus nichts mehr wissen wollen, das alles bringt Dich ins Wanken. Achte aus solche Symptome und sei dann besonders auf der Hut.


Titus 2,15: Das gehört auch dazu: sei wahrhaftig und ohne Zweifel. Nur wenn Du selbst ganz hinter dem stehst was Du sagst, dann wird Dir das auch abgenommen. Es kommt nicht darauf an, wie toll oder wie gut Du eine Andacht oder Predigt vorbereitest und durchführst, sondern wie ernsthaft Du dahinterstehst und es für Dich selbst wichtig ist.

  1. Sei wahrhaftig und ohne Zweifel

    Kinder haben ein unheimliches Gespür für Gerechtigkeit und Wahrheit. Ich denke Kinder haben auch ein Gespür dafür, ob zu ihnen was vormachst, oder ob Du auch voll und ganz hinter dem stehst was Du sagst. Wirkst Du unglaubwürdig, bzw. bist Du unglaubwürdig (egal warum), dann entstehen Zweifel. Die Zweifel werden größer, wenn Du es mit der Wahrheit nicht so genau nimmst.


Titus 3,9-11: Hier geht es ums Miteinander und speziell um diejenigen, die unbelehrbar sind und eigentlich nur immer quer treiben und nicht Jesus in den Mittelpunkt stellen wollen, sondern sich selber oder irgendwelche Irrlehren. Es gibt wahrlich manchmal unnötige Diskussionen, die zu nichts führen und wo es nicht um Jesus geht, sondern nur ums "Recht haben wollen". Manchmal kann es auch von Vorteil sein, sich von Mitarbeitern zu trennen, die das eigentliche Ziel nicht mehr verfolgen und mittragen können. Aber solch eine Entscheidung ist sicher nicht einfach.

  1. Beteilige dich nicht am Geschwätz und Gezänk anderer

    Streit, Zank und Lästerei sind total unnötig. Das versteht jeder und würde auch jeder unterschreiben. Aber trotzdem beteiligen wir uns daran, lassen uns zu der ein oder anderen Aussage verleiten und stecken unversehens mittendrin. Auch endlose Debatten über „vermeintlich wichtige theologische Fragestellungen“, oder der Entwicklung von Leitbildern sind oftmals nicht zielführend und für den Glauben, oder die richtige Jugendarbeit gar nicht von zentraler Bedeutung. Das kostet Zeit, Kraft und Nerven und bringt die Jugendarbeit nicht vorwärts. Der Tipp der dahinter steckt ist einfach: lass andere lästern und debattieren, aber Du selbst beteilige Dich nicht daran.

  2. Orientiere Dich am wesentlichen und sei zielorientiert

    Auch hinter diesem Tipp steckt einiges. Wer sich aufs Wesentliche konzentriert und sich nicht mit unwichtigen Dingen (wie z.B. Lästern und Streiten) aufhält, der kommt schneller und besser ans Ziel. Viele können Unwichtiges und Wichtiges nicht richtig trennen. Verzetteln sich mit unwichtigen Angelegenheiten und verplempern die Zeit unnötig. Überlege deshalb: ist das was ich plane und vorhabe nützlich? Bringt es der Gruppe etwas? Bringt es dem einzelnen in der Gruppe etwas für seinen Glauben? Fördert es die (Glaubens-) Gemeinschaft innerhalb der Gruppe?

  3. Weise 1-2 mal zurecht, wenn das nicht hilft, dann trenne dich

    Gibt es bei euch Mitarbeiter, die alles andere als christliche Jugendarbeit machen, geschweige denn etwas von Jesus erzählen? Gibt es unter euch Mitarbeiter, die bewusst etwas Falsches predigen? Dann wird es allerdings Zeit einzuschreiten. 1-2 Mal sollte ein ziemlich deutlicher Hinweis erfolgen.

  4. Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende

    Manchmal ist es besser sich von jemandem zu trennen, da eine weitere Zusammenarbeit sinnlos ist und es offensichtlich keine Einsicht besteht. Das ist zwar hart und belastet alle, aber ein Schritt, der für alle Beteiligten sicherlich die beste Lösung darstellt. Wenn einzelne Mitarbeiter auf einer Freizeit bewusst gegen die anderen Mitarbeiter bzw. Freizeitleitung arbeiten, dadurch die gesamte Freizeit in Gefahr ist, dann das Heimschicken solcher Mitarbeiter nur zu empfehlen. Oder wenn Mitarbeiter ihre Position gegenüber den Gruppenteilnehmern missbrauchen und den Teilnehmern Schaden zufügen ist es ebenfalls besser, sich von solchen Mitarbeitern zu trennen. Da ließen sich noch andere Beispiele aufführen, wo eine Trennung sinnvoll ist. Bevor es allerdings so weit kommt, sollten mit den Beteiligten Gespräche geführt werden. Empfehlenswert wäre auch ein „Streitschlichter“ als neutrale Person, oder ein „Ältestenrat“, um die erhitzen Gemüter etwas zu beruhigen.


Diese Stelle im Hebräer 5,11-6.1 ist auch sehr bekannt. Zum einen musst Du als Mitarbeiter auch in Deinem Glauben reifen und "erwachsen werden". Auf der anderen Seite muss es Dein Ziel sein, dass Deine Kids zum Glauben kommen und irgendwann einmal selbstständig auf eigenen Füssen im Glauben stehen können. Und manchmal ist es schon zum aus der Haut fahren, wenn Du einfach keine Fortschritte in Deiner Gruppe feststellen kannst. Hier an dieser Stelle scheint der Schreiber auch so mal aus der Haut gefahren zu sein um die Gemeindeglieder /Gruppenmitglieder wachzurütteln.

  1. Werde im Glauben erwachsen

    Nur wer im Glauben gereift ist, der kann Glauben vermitteln. Du kannst nicht anderen Nahrung geben, wenn du selbst noch „gefüttert“ werden musst. Das Bild, welches hier verwendet wird, ist das eines Babys. Es ist ein langer Weg bis zum Erwachsen werden – auch im Glauben. Aber nur wer Glaubenserfahrungen gemacht hat, der kann anderen die entsprechende Unterstützung geben, weil derjenige aus eigener Erfahrung spricht.

  2. Rüttele Dich und Deine Gruppe wach

    Hin und wieder ist es nötig, dass Du eine Standortbestimmung durchführst, Deine Gruppe aus der Lethargie herausführst, wachrüttelst, ermutigst und motivierst im Glauben nicht aufzugeben.

  3. Hau auch mal auf den Tisch

    Wenn es mit dem wachrütteln und ermuntern nicht so klappt, dann muss man hin und wieder deutlicher werden und ziemlich deutliche Worte sagen. An die Hebräer waren diese deutlichen Worte gerichtet und wohl nötig. Anscheinend war Paulus kurz vor dem Platzen. Denn nichts ist tödlicher als Stillstand im Glauben. Dann wird auch Deine Jugendarbeit sich im Stillstand befinden, wenn es mit Dir und Deinem Glauben nicht vorwärtsgeht. Du kannst Deine Gruppe auch nicht bis ans Lebensende begleiten. Irgendwann einmal müssen die Gruppenmitglieder im Glauben so erwachsen werden, dass sie Dich nicht mehr nötig haben. Doch wenn es in Deiner Gruppe Dir so ergeht wie dem Paulus mit den Hebräern, dann stelle dich auf eine längere Aktion ein – oder haue mal auf den Tisch und rüttele die Kids auf.


2.Petrus 1,12-13: Nichts ist gefährlicher als der Sekundenschlaf beim Autofahren. Im Glauben kann es auch mal passieren, dass alles so seinen Gang geht. Und trotzdem weiß Petrus, dass das gefährlich sein kann. Für die Gruppe lernen wir aus diesen Versen: lieber einmal mehr auf was hinweisen, lieber einmal mehr wachrütteln, als wenn es zu spät ist.

  1. Erinnere immer wieder – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig

    Manchen Kids muss man alles 3Mal sagen. Und bei Gefahren ist es auch besser: lieber einmal zu viel auf eine Gefahrenquelle hinweisen, als einmal zu wenig.

  2. Halte Deinen Kids einen Spiegel vor.

    Ob das nun in Bezug auf den Glauben ist, oder auf andere Dinge: halte den Gruppenmitgliedern ihr Verhalten einmal spiegelbildlich vor, rüttele sie dadurch wach und zeige Ihnen die möglichen Folgen auf. Wer einfach seinen Weg weitergeht, ohne umzudrehen, wer auf seinen Weg nicht achtet, weil er „schlafwandelt“, der wird am Ende eine böse Überraschung erleben.

  3. Ermahne wenn es nötig ist.

    Ermahnungen hören die Gruppenteilnehmer nicht gerne. Ermahnungen gibt’s von den Eltern oder Lehrern schon zu Genüge. Trotzdem sind auch Ermahnungen in der Jugendarbeit nötig. Gerade dann umso konsequenter, je mehr die Gefahr besteht, dass der Jugendliche sich, oder die Gruppe in Gefahr bringt.

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