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Der Spiegel Gottes

Eine Andachtsidee basierend zum neuen Lied „Spiegel“ von Tic Tac Toe

Diese Idee wurde von Michael S. eingesendet und in seiner Jugendgruppe präsentiert. Vielen Dank für die Zusendung

Die Durchführung dieser Idee kann als Anspiel erfolgen, indem sich die einzelnen Personen dem Publikum jeweils vorstellen und ihre Geschichte erzählen, zwischendurch erklingt der Refrain des Liedes.

Inwiefern über den Text des Liedes, seine Aussagen mit der Gruppe gesprochen werden kann hängt von der jeweiligen Gruppensituation zusammen.

Auf jeden Fall ist dieses Lied und der Text ein passender Einstieg in ein Thema „mit sich selbst nicht mehr zufrieden sein“ oder „einfach Schluss machen, weil man sich und die Situation nicht mehr aushält“

Das neue Lied von Tic Tac Toe kam am 9. Dezember 2005 auf den Markt und stürmte gleich in die Charts.

Anspiel

3 Personen; Neuzugänge in einer Psychologischen Gesprächstherapie

Kerstin, 16 Jahre alt

  • Nur auf Partys um Alkohol zu trinken und sich an Männer hinzuschmeißen
  • Tut immer so als wäre sie gut drauf, aber eigentlich geht es ihr ziemlich scheiße
  • „ Ich Mach nur aus Selbstschutz auf Selbstbewusst“
  • „Denn ich hasse die Frau im Spiegel“
  • Sie fühlt sich zu fett [steckt sich den Finger in Hals]
  • sie will aussehen, wie ein Model, will größere Brüste und einen flacheren Bauch

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...

Michelle, 21 Jahre alt

  • Model von Beruf – 90-60-90
  • Immer ausgelaugt, aber spielt ihre Rolle gut
  • Sie kennt viele Leute, aber keinen, mit dem sie reden kann
  • Männer wollen immer nur Sex, aber sie findet keinen, der mit ihr leben will
  • Sie wurde mit 13 vergewaltigt
  • Sie hasst ihren Job
  • „Nur meine Mutter hielt mich ab, mir Säure ins Gesicht zu kippen. Denn ich will nicht mehr hübsch sein.“

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...

Bernhardt, 37 Jahre alt

  • Über ihn wurde als Kind schon immer gelästert
  • was Klassenbester, also der Streber
  • Schloss mit 1 die Universität ab
  • Hat Frau und 2 Kinder, ist aber nie daheim
  • Macht täglich Überstunden, damit er und seine Familie über die Runden kommen
  • Könnte eigentlich schon längst Abteilungsleiter sein, setzt sich aber nicht genug durch
  • Hat keine Führungsqualitäten dafür Entscheidungsschwierigkeiten
  • Sagt lieber nichts, um Streit zu vermeiden
  • Tut alles für den Chef und seine Kollegen, bekommt aber nichts zurück
  • Jetzt wurde ihm nach 15 Jahren gekündigt
  • Hat doch Haus, Garten und Auto zu bezahlen – und jetzt?

Schuss – Selbstmord

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...


Hey und vielleicht geht es dir genauso. Vielleicht hast du dich in einer der Personen des Liedes sogar wieder erkannt.

Du bist vielleicht kein Model, auch nicht das vermeintlich hässliche Entlein, Familienvater sowieso nicht, aber wenn du in den Spiegel schaust. Jetzt vielleicht nicht nur den Spiegel, wo du deinen Körper sehen kannst, sondern auch den Spiegel deines Lebens „Wer bin ich überhaupt?“ Dann kannst du vielleicht den Refrain dieses Liedes mitsingen:

Mein Spiegel zeigt mir nicht was ich sehen will

  • Verdammt noch mal, nein das tut er nicht.

Ich will jemand anders sein

  • Ja, vielleicht wie der oder die. Oder einfach mal allen anderen zeigen, dass ich auch was wert bin und auch was kann

Meine ganze Welt zerbricht bald in tausend kleine Teile

  • Ich halt das nicht mehr aus. Ich will nicht mehr länger und ich kann nicht mehr länger

Und niemand hier versteht mich

  • wie denn auch? Ich hab nicht mal jemanden, der mich richtig kennt. Eltern? Ach, vergiss es…

Ich fühle mich so eklig

  • Ich hasse mich. Ich hasse meine Rolle; Ich hasse die Ansprüche, die an mich gestellt werden; ich hasse die Person, die ich im Spiegel seh
  • Vielleicht spielst du diejenige, die immer gut drauf ist – aber eigentlich ist dir zum Heulen zumute
  • Vielleicht auch den Obercoolen – aber eigentlich kannst du das gar nicht mehr ab
  • Vielleicht merkst du, dass du das, was die Gesellschaft oder deine Freunde von dir erwarten nicht leisten kannst und auch nicht willst

Du willst endlich raus aus diesem Loch.

Ich mag nicht mehr, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr – Ich will hier raus!

  • Ich will endlich mal jemanden, der mich so akzeptiert, wie ich eigentlich bin.
  • Ich will endlich jemanden kennen, der mich so liebt, wie ich bin, ohne dass ich immer irgendeine Rolle spielen muss.
  • Ich will mich endlich selber gern haben können – Kennst du das?

Vor ein paar Tagen hab ich die letzten Minuten von DSDS gesehen. Da fiel eine Jugendliche vor der Jury durch und als sie draußen war brach sie in Tränen aus und schluchzte: „Ich wollte endlich mal zeigen, dass ich auch was kann.“

Sie wollte endlich mal allen zeigen, dass sie doch etwas „wert“ ist. Das sie nicht diejenige ist, für die sie alle halten. Sondern dass sich auch was kann, dass sie nicht „nichts-wert“ ist.
Vielleicht hast du diese Sehnsucht auch!?

Ich möchte dir ein paar Verse aus der Bibel vorlesen. David hat die geschrieben. Er war Hirte und war so ein bisschen „das letzte“ von seiner Familie. Später wurde er dann König. Und Gott ließ ihn in den Göttlichen Spiegel schauen. Nicht in den seiner Eltern, oder der damals üblichen Gesellschaft, sondern in Gottes Spiegel und dann konnte David diesen Psalm schreiben.

[Psalm 139 vorlesen]

Das hört sich ganz anders an, wie das, was Tic Tac Toe singen, oder? Irgendwie Kontrastprogramm.

Gott hält hier David den Spiegel vor. Und zwar seinen Spiegel.
Und als David in diesen Spiegel schaut, sieht er, wie er in Gottes Augen ist:
„Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin“ – Wow!

Möglicherweise denkst du jetzt: Ja super, schön für David, deswegen geht es mir nicht besser. Ich möchte dir etwas anbieten, bzw. Gott selber will dir etwas anbieten: Schau in den Spiegel Gottes.

Gott sagt: „Komm zu mir. Schau in meinen Spiegel. Schau an, wie du da aussiehst und wie ich dich sehe.

  • Ich kenne dich. Ich weiß, was du bisher durchgemacht hast.
  • Ich weiß, wie du dich fühlst
  • Ich weiß, dass du unzufrieden bist, wie du aussiehst, was du tust, was du bisher erreicht hast usw.

Aber genauso habe ich dich gewollt. In meinem Spiegel, in meinen Augen bist du wunderbar. Es gibt keine Person, die nochmals genauso ist wie du.“

Gott hat dich gemacht! Er hat dich so gemacht, wie er es wollte. Und David schreibt hier sogar „wunderbar gemacht“.

Lass dir doch nicht länger den Spiegel unserer Gesellschaft vorhalten, den Spiegel deiner Clique, den Spiegel der Modelzeitschriften – sondern schaue endlich in Gottes Spiegel. Denn Gott selber sagt: Ich liebe dich so, wie du bist. Ich akzeptiere dich, so wie du bist. Mit all deinen Macken und Schönheiten – ich liebe dich! Egal wie du dich fühlst, komm zu mir, denn ich habe dich so gewollt, wie du bist. In meinen Augen bist du „wunderbar“ gemacht.

Ich habe euch von der Jugendlichen von DSDS erzählt. Wenn es uns allen so ginge wie ihr in dieser Sendung, dann wäre der Spiegel Gottes zerstört – Denn sie hat ihr suggeriert: Wenn du hier nicht zum Recall eingeladen wirst, dann kannst du nichts. Dann bist du nichts wert – Dann kannst du dein Leben eigentlich gleich an den Nagel hängen.

Ich wünsche ihr, aber ich wünsche das auch dir.
Ich wünsche dir, dass du dich im Spiegel Gottes sehen kannst und zu ihm sagen kannst: “Herr ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Ich danke dir, dass ich nicht mehr länger eine Rolle spielen muss, auf die ich eigentlich keine Lust mehr hab. Ich danke dir, dass du mich so akzeptierst, wie ich bin. Wie ich aussehe, wie ich mich fühle, was ich kann oder auch nicht. Und ich möchte mich auf diesen Stuhl des Glaubens setzen und in deinen Spiegel sehen. Dann darf ich erkennen, dass „ich wunderbar gemacht“ bin.“

Das wünsch ich dir!

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