Quelle: www.Praxis-Jugendarbeit.de | 2500 Spiele, Andachten und Ideen für die Kinder- und Jugendarbeit
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Quelle und Einsender:

Das folgende Material wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtkirche Neustadt in Hohstein (WWW.STADTKIRCHE-NEUSTADT.DE ) entwickelt und durchgeführt. Es entstand in Anlehnung an Promiseland und wurde im Rahmen eines missionarischen Kinderprogramms (Abenteuerland) in 5 Einheiten durchgeführt. Das Material umfasst die Behandlung einer biblischen Geschichte (Kleingruppenmaterial, Vertiefung und Anspiel)

Das ganze Programm kann man sicher auch in einer Jungschar, Kinderbibelwoche oder ähnliches machen. Jede Einheit lässt sich in ca. 60-90 Minuten durchziehen.

Vielen Dank für die Zusendung des Materials und der Ideen.


Wilma will’s wissen: Was tun Engel?

Einheit 4

Zielgedanke:

Engel rufen zu einer besonderen Aufgabe (Maria wird ein Kind bekommen Lukas 1, 26-38)

Symbol: Buchstaben als Botschaften

Plenum:

Heute hören wir im Plenum von Maria. Maria ist eine junge Frau. Verlobt mit Josef der Zimmermann. Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Engel, Engel Gabriel. Dieser Engel teilt ihr eine besondere Botschaft mit. Gott hat sie auserwählt den Messias, den Retter der Welt zu bekommen. Maria war eine gläubige Jüdin. Sie wusste genau, dass eine Jungfrau aus dem Volk Israel eines Tages den Messias zu Welt bringen würde. Sie war die Auserwählte, die diese besondere Aufgabe erfüllen durfte. Auch heute hat Gott Botschaften für unser Leben und besondere Aufgaben für unser Leben. Jeder Mensch ist einzigartig und Gott hat für jeden Menschen Aufgaben, die nur dieser Mensch erfüllen kann. Die Kinder lernen heute, dass Engel zu einer besonderen Aufgabe rufen. Sie erfahren, dass Gott auch heute noch Botschaften für jeden Menschen hat.

Der Herr sprach: Sag nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkündigen, was ich dir sagen werde.

Jeremia, 1,7

Ankommen:

Habt ihr eure Listen schon überarbeitet und Nicole zukommen lassen? Bei manchen Kleingruppen ist es vielleicht sinnvoll in zwei Kreisen, die Ankommensrunde zu machen, ebenso bei Gruppen mit Kindern, die sich schwer konzentrieren können.

Action:

Engel vermitteln Botschaften: aus eurer Runde werden je nach Größe bis zu 5 Engel ausgesucht, diese stellen sich an die Wand und bekommen ein Stück Papier. Die anderen schließen die Augen und strecken eine Hand raus, dort legen die Engel ihre Botschaft hinein. Nun hat jeder zwei Versuche seinen Engel zu finden. Der Engel, der nicht raus gefunden wurde sucht sich bis zu 4 neue Engel. Bei den kleineren könnt ihr einfache Botschaften auf die Zettel schreiben wie Jesus liebt (Herz) Kinder, Gott findet dich toll…

Bei den größeren können die Engel, die die Botschaften verteilen, die Rätselblätter vom Anhang verteilen. Anschließend kann jedes Kind seine Rätselbotschaft lösen und erzählen, was raus kam. Ihr könnt aber auch die Rätselbotschaften falten, die Namen entsprechend darauf schreiben und im Raum verstecken. Nun kann jedes Kind seine Botschaft suchen und das Rätsel lösen. Rätsel findet ihr unter www.kigo-tipps.de

Vertiefung:

Heute werden auf die Laternen bei den kleinen Buchstaben darauf geschrieben, als Symbol für Botschaften, die größeren können den Lernvers aufschreiben. Wenn ihr noch Zeit habt, könnt ihr mit euren Kindern über folgende Fragen reden.

  • Wie sagt Gott uns heute seine Botschaften?
  • Welche Botschaften hat Gott euch schon gesagt?
  • Erzählt den Kindern ein Beispiel aus euerem Leben, wo ihr schon, durch wen ihr schon eine Botschaft von Gott gehört habt. Was war das für eine Botschaft?
  • Welche Aufgaben, hat Gott momentan für euch?
  • Erzählt ein Beispiel von euch, welche Aufgabe Gott für dich hat!

Gebet:

Dankt für die Kinder, die einzigartig sind. Gott hat für jedes Kind eine besondere Aufgabe.

Abschiedsrunde:

Falls ihr Kekse backen wollt, könnt ihr den Kindern vielleicht Zettel mitgeben, dass sie nächste Woche z.B. eine Engelausstechform mitbringen sollen. Vielleicht habt ihr ja auch noch mal Zeit, den Merkvers mit den Kindern zu lernen.

Der Herr sprach: Sag nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkündigen, was ich dir sagen werde.

Jeremia, 1,7

Ablauf:

  • Abenteuerlandlied
  • Begrüßung
  • Liedblock
  • Wilmatrailer, Wilma taucht auf

Wilma-Trailer | Anspiel

Wilma: Hey, schaut euch das an! (zeigt auf das Fenster mit dem Feuersymbol und wendet sich an die Kinder) Ein Feuer und mittendrin eine Hand. Was hat denn das zu bedeuten? (Kinder sollen antworten, ansonsten sagt Wilma:) Ich glaub, ich erinnere mich: Daniel wurde doch von dem König in den Feuerofen geworfen und die Hand soll uns bestimmt daran erinnern, dass Gott seinen Engel geschickt hat, um ihn zu beschützen. Das ist echt etwas ganz besonderes, wie Gott uns vor Gefahren bewahrt. Aber da ist ja noch ein anderes Bild an den Fenstern. Ein Rotes Kreuz. Ist hier etwa ein Unfall passiert? Ach nein, letztes Mal war je Elia da. Ich erinnere mich noch, wie er in der Wüste saß und nicht mehr konnte. Er war echt am Ende. Und da hat Gott einen Engel geschickt, der ihn versorgt hat, der ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken gegeben hat.
Aber schaut doch mal, da ist ja noch ein neues Bild an dem Fenster. Ich glaube, es muss noch mehr geben, was wir über Engel lernen können. (Wendet sich an Maria, die gerade die Bühne betreten hat) Hallo du, Entschuldigung. Darf ich dich mal etwas fragen? Kennst du dich mit Engeln aus.
Maria: Wie kommst du denn gerade auf mich? Nur weil ich hier zufällig vorbeigekommen bin? Gott, den kenne ich sehr gut und ich habe ihn auch sehr lieb. Aber Engel… Ich habe keine Ahnung, was du von mir möchtest. Ich bin doch nur eine ganz normale Frau. (geht weiter, steht hinten auf der Bühne an einem kleinen Tisch und fängt an, diesen zu decken)
Wilma: Mh, schade. Irgendwie dachte ich, diese Frau könnte etwas über Engel wissen. Mein Reporterherz sagt, dass da gleich etwas ganz Besonderes geschehen wird. Ich muss ihr einfach unauffällig folgen (stellt sich an die Seite der Bühne und beobachtet Maria, die jetzt im Mittelpunkt des Geschehens steht).
Maria: (deckt gerade den Abendbrottisch) Ach, wie schön, dass Josef mich heute besuchen kommt. Ich freue mich schon so auf das gemeinsame Abendessen. Dann können wir auch über unsere Hochzeit reden. Es ist so spannend, das alles zu planen. (Sie schaut verträumt in die Luft und versinkt in ihren Gedanken)
Stimme aus dem Nichts: Ich grüße dich!
Maria: (schaut sich erschrocken um) Wo kommt denn diese Stimme her? Wer erschreckt mich denn so?
Stimme aus dem Nichts: Ich grüße dich! Der Herr ist mit dir!
Maria: Ich fasse es nicht! Eben noch sagte ich, dass ich mich mit Engeln nicht auskenne und jetzt… Das muss ein Bote Gottes sein. Der hat mich ganz schön erschrocken. Aber was hat er gesagt? Gott wird bei mir sein. (Maria freut sich) Es tut so gut, das zu wissen: Gott wird bei mir sein. Aber … warum schickt Gott denn einen Boten, einen Engel zu mir? Einfach um mir das zu sagen? (Maria bekommt Angst) Was hat Gott mit mir vor? Hoffentlich verlangt er nicht etwas von mir, was ich so oder so nicht schaffen kann.
Stimme aus dem Nichts: Hab keine Angst Maria! Gott hat dich lieb und er möchte dir eine besondere Aufgabe geben!
Maria: Ich – eine besondere Aufgabe von Gott? Aber ich bin doch nur ein ganz gewöhnliches Mädchen. Das kann nicht sein. Bestimmt hat Gott mich mit jemandem anderen verwechselt.
Stimme aus dem Nichts: Maria, du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen. Das heißt: Gott mit uns. Er wird groß sein und „Sohn des Höchsten“ genannt werden. Er wird König sein über das Volk Israel und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria: Nein! Das kann Gott doch nicht machen. Gott kann doch nicht einfach meine Zukunft verplanen. Die schönen Pläne von der Hochzeit mit Joseph, die kann ich vergessen. Wenn ich jetzt schwanger werden sollte. Alle meine Pläne sind zerstört. Und außerdem, wie soll denn das überhaupt funktionieren? Ich bin noch nicht einmal verheiratet. Das kann doch nicht sein. Ich kann nicht schwanger werden.
Stimme aus dem Nichts: Bei Gott ist nichts unmöglich. Gott wird seinen Heiligen Geist schicken und dann wirst du Gottes Sohn auf die Welt bringen.
Maria: Gott hat mich nicht einmal gefragt, ob ich das machen möchte. Ich kann das alles gar nicht schaffen. Und was werden die anderen wohl von mir denken? Werden sie mir glauben, dass ich einem Engel begegnet bin und er zu mir gesprochen hat? Ich kann das nicht! Das ist alles zu viel für mich. Wie soll ich das bloß schaffen?
Wilma: Das ist ja echt ein starkes Stück. Hatte ich doch den richtigen Riecher. Und jetzt konnte ich es mit eigenen Augen sehen, wie Gott seinen Engelsboten geschickt hat. Ganz schön krass, wie der Engel Maria so eine Aufgabe von Gott gibt. Da kann ich gut verstehen, dass Maria sich dazu zu klein und zu unbedeutend vorkommt. Geht es dir nicht auch manchmal so? Also ich denke manchmal wirklich, dass Gott mit mir, der kleinen und unbedeutenden Wilma doch gar nichts anfangen kann. Aber neulich da habe ich in meinen Recherchen einen Vers gelesen. Da hat ein junger Mann auch eine Aufgabe von Gott bekommen. Dem ging es wie Maria und mir, er hat sich gedacht, dass er das alles nicht kann. Aber dann stand da in der Bibel, was Gott zu ihm gesagt hat. Das hat mir echt gefallen. Lasst mich mal kurz in der Bibel nachschlagen (holt die Bibel und schlägt sie auf und liest vor): Gott sagte aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.

Das finde ich echt stark. Gott sagt, wir sollen die Aufgaben tun, die er uns gibt. Und ich glaube, er mutet uns da auch nicht zu viel zu. Schließlich hat er Maria auch versprochen, dass er immer da sein wird.

Eigentlich müsste man sich das auswendig merken. Ich brauche dazu immer eine Eselsbrücke. Lass uns mal sehen. Vielleicht kann man den Vers ja malen. Dann muss ich mir nur das Bild merken und kann mich immer an den Vers erinnern. Vielleicht kann mir dabei ja Simone helfen. Simone, komm mal.
Simone: Hallo Wilma. Du denkst, ich kann dir helfen, dass du dir diesen Vers besser merken kannst? Na dann versuchen wir das mal (geht zur Tafel). Gott sagte aber zu mir. Da passt doch eine große Sprechblase ganz gut. (malt die Sprechblase)
Wilma: Gott sagte aber zu mir. Sage nicht
Simone: Da müsste man einfach eine Sprechblase durchstreichen (malt die kleine durchgestrichene Sprechblase in die große und sagt während dessen) Sage nicht: „ich bin zu jung“ Da malen wir einfach uns ganz klein rein (malt)
Wilma: (zeigt immer auf die entsprechenden Bilder) Gott sagte aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung.“ (schaut zu Simone) Ja, das kann ich mir gut merken. Aber der Vers geht ja noch weiter.
Simone: Lass mal sehen (schaut in der Bibel nach) Sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende. Da können wir doch unsere Füße nehmen, die den Füßen des Engels hinterhergehen, der uns den Weg zeigt, den Gott für uns vorhat. Ok, jetzt haben wir es so weit: Gott sagte aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende.
Wilma: Nur noch einen Satz, den schaffen wir noch! Und predigen, was ich dir gebiete. Da kannst du vielleicht einen Menschen malen, der zu anderen redet.
Simone: Ja, gute Idee vielleicht so (malt). Ok, und jetzt mal alles am Stück. Glaubst du die Kinder können das auch so schnell lernen wie du? Lass uns das mal ausprobieren.
Wilma: (sagt den Vers vor und zeigt auf die Bilder) Gott sagte aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.
So, und jetzt einmal alle Kinder alleine.
Jetzt alle Mitarbeiter.
Jetzt stehen alle auf.
Wer rote Socken an hat sagt den Satz mit mir….. Ihr dürft euch setzen.
Wer …
Wer …
… (alle sitzen)
Abenteuerland: Wilma will es wissen
Also, dieser Vers kann wirklich Mut machen, das zu tun, was Gott von uns möchte.
Oh, jetzt hätte ich fast Maria vergessen. Wie es ihr wohl inzwischen geht?
(schaut zu Maria)
Maria: Ich weiß nicht, ich bin doch noch ganz jung und unerfahren. Aber was hat der Engel noch zu Beginn zu mir gesagt? Gott ist immer bei mir. Das ist echt ein riesiges Versprechen. Wenn ich es mir recht überlege: Es ist eine große Ehre, dass ich von Gott ausgewählt wurde um seinen Sohn zur Welt zu bringen. Gott will mich wirklich gebrauchen, auch wenn ich mich klein und schwach fühle. Gott traut mir das zu. Ja, ich will ganz für diesen wunderbaren Gott da sein. Es soll so geschehen, wie der Engel mir gesagt hat.

Gebet


Einheit 5: Wilma will’s wissen: Was tun Engel?


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