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Gemeinsam sind wir stark

Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Personen: > 10
Dauer: 60-90 Minuten
Materialaufwand: mittel
Alter: ab 10
Ort: drinnen, draußen
Jahreszeit: egal
Actionfaktor: mittel
Material: Meterstab, ein langes Seil, evtl. Augenbinden, pro Spieler einen Buntstift, pro Teilnehmer einen Stuhl, Kreppband, Papier oder Kartonteile zum beschriften
Ziel: Jeder ist wichtig mit seinen Gaben.
Kurztext: Eine Gruppenstunde, bei der es darum geht, dass jeder auf seine Weise „anders“ ist, in unserer Gruppe aber jeder gleich wichtig und gebraucht wird. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Spiel- und Programmbeschreibung

Eine Gruppenstunde, bei der es darum geht, dass jeder auf seine Weise „anders“ ist, in unserer Gruppe aber jeder gleich wichtig und gebraucht wird. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Anspiel:

Verkleidung: Die Sprecher bekommen ein Plakat mit „ihrem“ Körperteil umgehängt.

Streit der Körperteile

Auge: Hey Leute schaut mal! (zeigt in die Menge) Schön ist es hier: so viele nette Leute, da fühl ich mich so richtig wohl. Hallo Fuß! Komm lass uns das runter gehen, ein bisschen mit den Kids hier plaudern.
Fuß: Muss das sein? Ich habe keine Lust mehr. Schließlich war ich es, der euch hierher gebracht hat. Ständig muss ich schuften, währen du da oben die Welt bestaunen kannst und die Leute dich auch noch dauernd bewundern! Über mich lästern sie ab und rümpfen die Nase!
Auge: Spiel dich doch nicht so auf! Was wärst du schon ohne mich? Du würdest doch nur noch im Dunkeln tappen und kein Mensch würde sich ehr um die Kümmern! Sie würden dich überhaupt nicht mehr beachten. Ohne mich bist du ein Niemand!
Hand: Der Fuß hat recht! Was leistest du schon Auge. Wir rackern uns ab und müssen hart arbeiten und was machst du? Du schaust dir die Welt an auf unsere Kosten! Ganz nebenbei bemerkt: die wichtigste Person hier bin sowieso ich! Ohne mich funktioniert doch der Laden nicht. Es vergeht doch kein Tag, an dem ich nicht bestimmt tausendmal gebraucht werde.
Ohr: Mir reicht`s jetzt auch langsam! Ich will nicht mehr mit euch zusammenarbeiten. Ihr denkt immer, ihr seid etwas Besseres. Meint ihr nicht auch, dass ihr euch etwas zu viel in den Vordergrund stellt? Und wo bleibe ich bei dem ganzen Theater? Mich mag sowieso keiner: Ich bin nicht besonders hübsch, und bemerkbar kann ich mich auch nicht machen. Hinter den Haaren sieht mich kein Mensch. Das ist doch ungerecht.
Herz: (versucht leise den Streit zu schlichten): Jetzt hört doch endlich auf zu …
Ohr: (fällt ihm ins Wort) Was mischt du dich da jetzt ein? Es kann doch dir egal sein über was wir reden.
Alle beginnen gleichzeitig wild durcheinander zu reden
Auge: Es ist eine Gemeinheit, dass man vor allen Leuten so behandelt wird. Ich gehe. Dann können sie sehen, wie sie ohne mich zurecht kommen. Schließlich hab ich es nicht nötig mir das gefallen zu lassen.
Fuß: Man rackert sich ab und tut alles für sie und dann wird man auch noch dumm angeredet. Wenn ich nicht da wäre, würde doch der ganze Apparat zusammenbrechen. Die wissen es gar nicht zu schätzen, was ich alles leiste.
Ohr: Wer kümmert sich schon um mich? Keiner beachtet mich. Niemand redet mit mir. Keiner hat Zeit für mich! Und das soll Gemeinschaft sein. Da pfeif ich doch drauf.
Hand: Langsam hab ich die Nase voll von eurem Getue. Wenn ihr etwas von mir braucht, dann bin ich gut genug. Aber sobald ich euch nichts geben kann, lasst ihr mich links liegen. Ihr seid echt tolle Freunde.
Ohr: PSSST! Seid doch mal leise! Hört ihr denn nichts? Ruhe! Da ist eine leise Stimme: da redet doch jemand.
Die Spieler hören konzentriert
Herz: Na endlich. Jetzt versuch ich euch schon die ganze Zeit ins Gewissen zu reden, aber ihr achtet überhaupt nicht auf meine leise Stimme. Euer Streit ist doch kindisch. Wir brauchen uns doch gegenseitig. Wir sind aufeinander angewiesen. Jeder von uns ist wichtig. Wir können es uns nicht leisten, dass einer ausfällt oder zurückbleibt. Dann würde der Körper krank werden und alle Organe würden darunter leiden. Ihr habt es doch nicht nötig euch miteinander zu vergleichen. Jeder, so wie er auf seine besondere Art und mit seinen besonderen Gaben gemacht ist, ist einmalig und wichtig für unsere Gemeinschaft. Wir können nur im Miteinander gut existieren.

Gedanken zum Anspiel:

  • Im Anspiel hatten einzelne Körperteile Streit.
  • Worum ging es? Jeder wollte der Beste, Wichtigste sein.
  • nur das Herz hat erkannt, dass alle gleich wichtig sind
  • dass alle gebraucht werden, damit der Körper gesund bleibt.
  • Deshalb hat Gott jedem einzelnen Organ und Körperteil seine besondere Funktion gegeben. Kein Körperteil ist besser oder wichtiger als das andere.
  • Denn nur alle gemeinsam bilden den Körper
  • Das können wir auch auf unsere Jungschar beziehen
  • Paulus beschreibt z.B. in der Bibel: „So wie unser Leib aus vielen Gliedern besteht und diese Glieder ein Leib bilden, so besteht auch die Gemeinde Christi aus vielen Gliedern und ist doch ein einziger Leib. (1. Korinther 12,12)
  • Unser Körper besteht aus vielen verschiedenen Gliedern und Organe
  • Jedes Teil sieht anders aus und hat seine eigenen Funktionen, aber jedes Teil ist wichtig um den Körper gesund zu halten
  • So ist es auch in unserer Jungschar. Jeder von uns sieht anders aus, hat andere Fähigkeiten und eigene Besonderheiten
  • In unserer Gruppe aber ist jeder wichtig, jeder wird mit seinen Stärken und Schwächen gebraucht. Nur so können wir uns als Gruppe ergänzen und gegenseitig unterstützen. Denn nur gemeinsam sind wir stark
  • Und deshalb wünsche ich mir, dass wir nicht so sind wie die Körperteile im Anspiel, sondern, dass wir jeden von uns als etwas Besonderes und Wichtiges sehen
  • Denn wir alle sind ein Leib und jeder einzelne von uns gehört als ein wichtiges Teil dazu.

Kreativ:

  • Gruppenplakat: Hand- / Fußabdrücke von allen Jungscharlern auf ein Plakat gestalten.
  • Körperumrisse malen und gestalten: Die Kinder legen sich auf ein großes Plakat und malen gegenseitig ihre Körperumrisse nach. Danach können die Körper noch bunt gestaltet werden.

Spiele:

Stab tragen:

Material:

  • Meterstab

Die Gruppe teilt sich gleichmäßig auf. Die 2 Kleingruppen stehen sich gegenüber. Zwischen den zwei Gruppen liegt ein ausgebreiteter Meterstab. Jeder Mitspieler streckt einen seiner Zeigefinger aus. Darauf wird der Meterstab gelegt. Der Meterstab darf also nur jeweils mit einem Finger gehalten und berührt werden. Die Aufgabe für die Gruppe besteht darin gemeinsam den Meterstab erst nach oben und danach wieder auf den Boden abzulegen.

Blinder Mathematiker

Material:

  • ein langes Seil
  • evtl. Augenbinden

Ein langes Seil wird an den Enden zu einem Kreis zusammengeknotet. Die Spieler nehmen das Seil in die Hände und stellen sich im Kreis auf. Entweder schließen jetzt alle die Augen oder sie können auch verbunden werden. Aufgabe der „blinden Gruppe“ besteht nun darin sich zu einem Viereck (Quadrat, Dreieck, Kreis, Drache, usw.) aufzustellen. Die Spieler dürfen das Seil nicht loslassen. Sie bestimmen selbst, wann sie die Aufgabe für gelöst halten.

Stifte-Kreis

Material:

  • pro Spieler einen Buntstift

Alle stellen sich in einem Kreis auf. Die Hände bis zu den Schultern heben und die Handinnenflächen zeigen nach außen, so als ob ihr euch im Kreis „abklatschen“ würdet. Zwischen euren Handflächen wird je ein Buntstift geklemmt. Die Aufgabe besteht darin, euch nun als Gruppe von A nach B zu bewegen, ohne dass ein Stift hinunter fällt. Danach versucht mal gemeinsam in die Knie zu gehen und wieder auf zu stehen. Ihr könnt auch als „Stifte-Kreis“ einen Parcours durchlaufen.

Fahrgestell

Die Kinder bilden Vierergruppen. Sie sollen nun aus ihrem Körper ein Fahrzeug bauen, das möglichst wenige Räder hat (jedes Teil, das den Boden berührt gilt als Rad). Mit diesem Fahrzeug muss eine vorher festgelegte Strecke bewältigt werden. Der Leiter sollte die Länge der Strecke vorher bekannt geben, denn manche Maschinenhaben zwar wenig Räder, sind aber fast nicht beweglich.

Variation:
Bildet als gesamte Gruppe ein Fahrzeug z.B. mit 4 Händen und 7 Füßen.

Stuhlwechsel

Material:

  • pro Teilnehmer einen Stuhl

Die Stühle werden als eine Reihe nebeneinander aufgestellt. Die Kinder stellen sich auf die Stühle und fassen sich alle an den Händen. Sie haben nun die Aufgabe, ohne von den Stühlen zu steigen und ohne loszulassen, den Platz zu tauschen. Der Vorderste muss hinten stehen und umgekehrt. Fällt ein Kind runter oder lässt jemand los, muss von vorne begonnen werden.

Wer wird König

Material:

  • Kreppband

Mit Kreppband wird ein Quadrat auf den Boden geklebt. Die Kinder bilden einen Kreis um das Quadrat herum und halten sich an den Händen. Durch ziehen und schieben wird versucht einander in das Quadrat zu bekommen. Wer in das Quadrat tappt, scheidet aus. Wird der Kreis so klein, dass die Kinder ihn nicht mehr umfassen können, treten alle übrigen in den Kreis. Si verschränken die Arme und versuchen sich aus dem Quadrat zu schieben. Wer als letztes übrig bleibt ist König.

Autor: Ein Beitrag von Sarah S., getestet in ihrer Mädchenjungschar

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