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Gruppenstunde – Echte Freundschaft

Mit einem Biblischen Anspiel der Geschichte von David und Jonathan.

Material:

  • Verkleidung: Mantel oder Tücher, Schwert, Schild, Busch o.ä. , Harfe oder Gitarre, Thron, Krone
  • Gitarre und ggf. Liedblätter
  • Bänder und Schnüre in ausreichender Menge. Sicherheitsnadeln, Perlen, Scheren.
  • Schnur, Augenbinden o.ä., Luftballons, Musik und CD - Spieler

Vorbereitung und Deko:

Für das Anspiel wird ein Thron aufgebaut. Sowie ein Busch oder etwas ähnliches, hinter dem sich David verstecken kann. Außerdem wird ein Schwert bereit gelegt und ein Musikinstrument. Die Schauspieler verkleiden sich.

Der Ablauf:

  • Willkommen
  • Anspiel
  • Freundschaftsarmbänder
  • Spiele
  • Abschluss

Willkommen

Die Kinder werden begrüßt und erhalten ein Namensschild. Im Kreis wird zusammen ein Lied gesungen (z.B. einfach Spitze, dass du da bist) Der Gruppenleiter erzählt dass es heute um das Thema „Freundschaft“ geht. Er fragt die Kinder ob sie auch eine beste Freundin/einen Besten Freund haben. Er erzählt, dass so eine Freundschaft nicht immer ganz einfach ist. Das sieht man jetzt auch in dem Anspiel

Anspiel

Erzähler: Es war einmal ein König der hieß Saul und lebte immer weniger wie Gott es wollte. Er kam immer weiter von Gottes Wegen ab, er begann an Schwermut zu leiden, war meist schlechter Laune und wurde immer trauriger und wütender. Eines Tages saß er in seinem Palast, den Kopf auf die Brust gesunken, traurig und still. Da kam sein Sohn Jonathan und sagte:
Jonathan: „Vater immer bist du traurig oder wütend…, Musik würde dich fröhlich machen“.
Saul: „ Dann finde einen Musiker“
Erzähler: Aber sie kannten ja schon einen. David, einen Jungen der aus Bethlehem stammt war ja schon früher am Königshof gewesen und hatte musiziert und gesungen und Königs Sauls schlechte Laune vertrieben. Auch hatte er schon andere gute Dinge für den König gemacht, zum Beispiel hatte er den großen Krieger Goliath besiegt. So kam David an den Königshof. Immer wenn nun ein traurige Stimmung wie eine düstere Wolke über Saul schwebte, sang David für ihn, und Saul wurde wieder froh. David konnte aber nicht nur mit seiner Leier gut umgehen, er lernte auch geschickt sein Schwert im Kampf zu gebrauchen. Saul freute sich über David, bis eines Tages auch dieser Lichtblick von einer dunklen Wolke düsteren Verdachts überschattet wurde: Saul hörte ein Lied – sangen es nicht die Kinder auf den Straßen. Ein Lied über David, der Goliath überwunden hatte. „Saul hat 1000 besiegt, David aber 10.000.“
Saul knurrte: „Die glauben wohl, dieser junge Aufsteiger ist besser als ich. Bald werden sie ihn noch zum König machen wollen. Nah warte Bürschchen. Das lasse ich nicht zu.“
Erzähler: An diesem Tag war Sauls Stimmung düsterer als jemals zuvor. Als David spielte, um ihn zu besänftigen, nahm Saul plötzlich seinen Speer und schleuderte ihn nach ihm. Blitzschnell sprang David beiseite.
David: Was war das denn? War das ein Mordanschlag? Ach nein, das war ein einmaliger Ausrutscher, eine zornige Einzeltat meines Königs, dem er ich so treu diene.
Erzähler: Aber Tage später – für David wie aus heiterem Himmel - wiederholte sich das Gleiche. David konnte sich noch einmal in Sicherheit bringen. Saul wurde nur umso wütender.
Saul: Gott ist mit David. Er beschützte und bewahrte ihn. Ich kann ihm nichts anhaben, das macht mich wütend!!!
Erzähler: Aber David hatte nicht nur Feinde, er hatte einen guten Freund am Hofe, der ihm das Lebens retten sollte. Es war niemand anders als des Königs eigener Sohn, Jonathan. Jonathan war selbst ein tapferer junger Kerl. Als David Goliath besiegt hatte wurde Jonathan auf ihn aufmerksam. Er bot dem seinen Freundschaft an, der den Mut gehabt hatte, im Namen Gottes gegen eine übermächtigen Gegner zu kämpfen.

Jonathan bewunderte David, und David bewunderte Jonathan. Sie wurde die besten Freunde, die man sich denken konnte. Nie kam es Jonathan in den Sinn, eifersüchtig auf seinen Freund zu sein. Er freute sich mit ihm über dessen Erfolge.
Jonathan: "Lass uns versprechen, Freunde zu bleiben, was immer auch passieren mag“! Und um dir zu Zeigen wie wichtig zu mir bis, gebe ich dir das wertvollste, was ich besitze: mein Schwert, meinen Bogen und meinen Gürtel. Das ist das Zeichen, dass unsere Freundschaft in guten und in schlechten Zeiten weiterbestehen soll.
Erzähler: Oft hörte Jonathan Vorhaltungen seines Vaters. Er versuchte die Freundschaft zwischen David und Jonathan zu zerstören.
Saul: „ Wenn David weiterlebt, dann wird er König und dann wird er tun, was alle neuen Könige tun. Er wird die Familien seines Vorgängers ins Gefängnis werfen. Das wird auch David tun, du wirst es schon sehen.
Jonathan: „Nie wird das David tun, niemals. Ich kenne ihn besser als mich selbst. Er wird den Bund unserer Freundschaft nicht zerbrechen. Ich weiß es.“
Saul: „Du weißt gar nichts! Ich werde David aus dem Weg schaffen!“
Erzähler: Jonathan erschrak und lief zu David um ihn zu warnen. In der gleichen Nacht ließ Saul Davids Haus von Soldaten umstellen und bis zum Morgen bewachen. Aber David hatte noch einen Verbündeten in Sauls Familie: Jonathans Schwester Michal.

Sie war Sauls jüngere Tochter, hatte sich aber bald in David verliebt und die beiden hatten geheiratet. „Du musst noch vor dem Morgen fliehen, warnte sie ihren Mann. Jonathan hat es auch gesagt.“ Sie half ihm aus dem Fenster zu steigen. Dann richtete sie sein Bett so her, dass es aussah es würde jemand darin schlafen. Eine Holzfigur legte sie in Bett und ein Fell einer Ziege als Kopfhaar. Am nächsten Morgen stürmten Saul Soldaten in das Haus, aber Michal ließ sie nicht in Davids Zimmer. „Es geht ihm nicht gut,“ sagte sie. Die Männer kehrten in den Palast zurück und berichtet Saul. Wir können David nicht bringen, er liegt krank im Bett: „Bringt ihn sofort her – gesund oder krank. Die Soldaten kehrten zu Michal zurück, stießen sie zur Seite und stürmten in Davids Zimmer. Da lag David – dachten sie. Doch als sie das Bett anhoben und es so ungewöhnlich leicht war, entdeckten sie den Schwindel. Aber da war David schon über alle Berge.

Das heißt genau genommen war David nicht über alle Berge, er kampierte im Unterholz nahe den großen Eichen. Dort hatte Jonathan und David immer Bogenschießen geübt. Jonathan würde doch David nicht vergessen.

Tage vorher hatten sie vereinbart, sich hier zu treffen. Da Jonathan nie allein unterwegs war aber sein Diener ein Spion Sauls sein konnte, hatten sie ein Geheimzeichen vereinbart.
Jonathan: „Du versteckst dich hier bis ich weiß, was mein Vater vorhat. Ich werde Pfeil und Bogen mitbringen damit es so aussieht, als wollte ich üben. Wenn ich an dieser Stelle komme, werde ich einen Pfeil ab schießen und meinen Diener schicken in zu holen.

Wenn ich rufe „der Pfeil liegt da wo du stehst“ so bedeutet das, dass alles in Ordnung ist und du kannst an den Königshof zurückkommen.

Aber wenn ich rufe „der Pfeil liegt weiter weg“ dann weißt du, dass du in Gefahr bist und um dein Leben laufen musst.
Erzähler: David lag auf dem Boden, unter Zweigen getarnt und überblickte das weite Feld – von Jonathan war nichts zu sehen. David dachte bei sich…
David: Hat Jonathan mich vergessen oder verraten? Nein Jonathan würde das nie tun. Vielleicht hatte auch Sauls Misstrauen und Eifersucht auf Jonathan abgefärbt, womöglich traute er mir nicht mehr.

Was war wenn Jonathan nun kommet und mir das Zeichen gibt: alles ist in Ordnung, und das wäre Falle… Ist unsere Freundschaft stärker als alles andere?
Erzähler: Da – da kamen zwei Menschen. David erkannte sie sofort und 1 Kilometer Entfernung. So lief nur Jonathan und dahinter sein Leibwächter – ein großer gefährlicher Mann. Der Leibwächter trug den Bogen mit einem Köcher voller Pfeile. Sie kamen näher und näher. Da forderte Jonathan den Bogen und schoss den ersten Pfeil ab. Jonathan rief ganz laut:
Jonathan: „der Pfeil liegt weit weg“.
Erzähler: David erkannte, Jonathan hatte ihn nicht verraten, er wollte ihn nicht rein legen. Ihre Freundschaft war stärker als alles andere. So gingen sie auseinander – und viele viele Jahre später als Jonathan schon nicht mehr lebte, aber David tatsächlich König geworden war, vergaß auch David sein Versprechen nicht. Er nahm Jonathans Kinder in seine Familie auf und kümmerte sich liebevoll um sie und wurde ihr väterlicher Freund.

(Anschließend sollen die Kinder kurz wiedergeben was sie gesehen haben. Es sollte auch Möglichkeit zur Rückfrage geben, falls sie etwas nicht verstanden haben.

Freundschaftsarmbänder

Nun können die Kinder Freundschaftsarmbänder knüpfen. Je nach Alter der Kinder können sie die Armbänder einfach flechten, oder aufwändiger knüpfen. Durch das einflechten von Perlen werden die Armbänder optisch ansprechender, das können auch die kleinen schon mit Hilfestellung. Währenddessen kann man sich mit den Kindern unterhalten wem sie ihr Armband schenken würden und warum.

Spiele

„Mein blinder Freund“

Immer zwei Kinder bilden ein Team. Eines bekommt die Augen verbunden, das andere Führt das blinde Kind durch den Raum. Es sorgt dafür, dass dem blinden Kind nichts geschieht. Wenn man die Regeln verschärfen möchte, könnten die Kinder nur durch Körperkontakt kommunizieren oder nur verbal. Nach ein paar Minuten wird getauscht.

„Wir halten zusammen – Luftballontanz“

Zwei Kinder klemmen einen Luftballon zwischen die Körperteile, die der Spielleiter ansagt (z.B. Kopf). Nun müssen sie zur Musik tanzen, ohne das der Ballon auf den Boden fällt.

„Wir tun und was gutes und stützen uns“

Die Kinder setzen sich so in einen engen Kreis, dass jeder auf den Rücken des Vordermannes blickt. Nun strecken alle die Hände auf und stützen damit den Rücken des Vordermannes. Auf diese Weise können sich alle entspannt zurücklehnen, und werden doch gestützt.

Wenn alle Kinder wieder aufrecht sitzen, kann man in dieser Position gut massieren. Dabei gibt der Spielleiter Anleitung wie das geschehen soll. (z.B: „vorsichtig klopfen“, über den Rücken streichen, usw.)

„Freundschaftsparcour“

Wieder als Paar bekommen zwei Kinder ein Bein zusammengebunden. Nun müssen sie gemeinsam einen Hindernissparcour überwinden. Das heißt unter einem Tisch durch krabbeln, über einen Stuhl steigen, um einen anderen außenherum wandern usw.

Abschluss

Zum Abschluss kommen noch einmal alle Kinder zusammen. Nun können sie ihre Armbänder zeigen und erzählen, was ihnen am Thema Freundschaft wichtig ist.
Schließlich wird ein Lied gesungen oder ein Gebet gesprochen und die Kinder werden verabschiedet.

Eingesendet von Marlene B.

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