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Selbstsicher sein...

Was heißt es selbstsicher zu sein? Wie kann ein Mensch Selbstsicherheit gewinnen, wie können wir Kindern und Jugendlichen Selbstsicherheit vermitteln?

Als ich dieser Frage nachgegangen bin, bin ich auf ein Zitat von Peter Lauster gestoßen: „Der wirklich Selbstsichere muss nicht stets überlegen sein. Er kann den anderen Menschen ohne Angst sehen. Sein eigener Wert wird durch die Reaktionen des anderen nicht angetastet.“ (aus: Selbstbewusstsein kann man lernen von Peter Lauster, Seite 16, bei Amazon nur noch gebraucht bestellbar)

Selbstsichere Jugendliche
Selbstsicher sein heiß nichts anderes wie: ich bin angstfrei,
ich habe keine Angst vor den Reaktionen des anderen
und schiele auch nicht auf deren Zustimmung.
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Selbstsicher sein heiß nichts anderes wie: ich bin angstfrei, ich habe keine Angst vor den Reaktionen des anderen (Habe ich es richtig gemacht? Komme ich gut an? Ja keinen Fehler machen! ...) und schiele auch nicht auf deren Zustimmung. Ich mache also nicht meine Entscheidungen und mein Tun von anderen abhängig und bin nicht darauf bedacht ob alles auf deren Zustimmung, Beifall, Begeisterung stoßen wird.

Und egal was die anderen sagen: ich kann zu mir stehen und lasse mich von der Reaktion anderer nicht beeinflussen, beeinträchtigen, oder bestimmen.

Ich finde das klingt logisch, aber im täglichen Umgang stoßen wir immer wieder darauf, dass es viele (unbewusste) Situationen gibt, wo wir nicht so selbstsicher reagieren und sind und vielleicht sogar auch leicht beeinflussen lassen. Da würde es sich lohnen herauszufinden, vor was wir Angst haben und warum wir dem Mitmenschen nicht angstfrei begegnen können.

Wie können wir nun Kindern und Jugendlichen Selbstsicherheit vermitteln?

Ein kleines Kind ist ja zunächst einmal auf die Hilfe von Erwachsenen (Vater, Mutter, Oma, Opa) angewiesen. Ohne deren Hilfe geht anfangs gar nichts. Mit der Zeit jedoch lernt das Kind laufen, sprechen und denken. Je nachdem wie dies von statten geht entwickelt das Kind eine Strategie des Lernens, Begreifens, Erkundens, Reagierens.

Die Hilfe nimmt ab, die Eigenständigkeit zu und auch die Sicherheit bzw. Erfahrungen selbstständig etwas zu können - ohne sich abhängig zu machen und auf Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Es ist also wichtig, dass das Kind bzw. der Jugendliche eigene Erfahrungen machen darf. Reglementierungen, Vorschriften und Bevormundung engen da eher ein. Und alles dem Kind (und erst recht beim Jugendlichen) abnehmen hilft diesem auch nicht weiter, wie sollen da Erfahrungen wachsen und die Selbstsicherheit zunehmen?

Begleiten Sie das Kind/den Jugendlichen und seien Sie ihm ein Berater. Greifen Sie nur dann ein, wenn es nötig erscheint. Lassen Sie auch Fehler zu. Wichtig ist einfach:

  • Dass keine Angst bei dem Kind erzeugt wird (Angst vor dem Fehler, Angst vor der negativen Reaktion)

  • Dass eine helfende Kritik ausgeübt wird, die dem Kind/Jugendlichen offen lässt sich auch anders entscheiden zu können.

  • Dass das Kind nicht ihnen zuliebe etwas tut (nur um bei Ihnen gut anzukommen), um ihnen zu gefallen.

  • Dass Sie dem Kind etwas zutrauen, denn nur dann traut es sich selbst etwas zu und kann sich immer mehr auf sich selbst stützen.

Dezember 2014

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