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Klettersteig und Abseilen

40 Meter geht es in die Tiefe
40 Meter geht es in die Tiefe | ©: www.praxis-jugendarbeit.de

Gemeinsame Erlebnisse am Klettersteig werden in der Erlebnispädagogik veranstaltet, um den Teilnehmern mehrschichtige Erfahrungen zu ermöglichen. Denn der einzelne Teilnehmer lernt für sich, sorgfältig zu arbeiten und geduldig zu sein, weil manchmal einfach mehrere Versuche notwendig sind, bis ein Vorhaben auch tatsächlich gelingt. In der Gruppe lernen die Teilnehmer außerdem, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen und diese bei Bedarf zu unterstützen. Denn gemeinsam lässt sich ein Hindernis meist sehr viel leichter bewältigen als allein.

Abseilen aus 40 Metern
Abseilen aus 40 Metern | ©: www.praxis-jugendarbeit.de

Das nehmen die Teilnehmer für sich aus dem Klettergarten mit

Schon bei der Einweisung durch erfahrene Coaches erfahren die Teilnehmer, wie wichtig sorgfältiges Arbeiten sein kann. Denn wenn sie sich auf dem Klettersteig nur schlampig sichern, kann es zu bösen Unfällen kommen. Umso schlimmer ist schlampige Arbeit dann, wenn die Gruppe in mehreren Teams klettert. Denn Schlamper können im schlimmsten Fall sogar andere gefährden. Und auch die Begleiter können nicht an jeder beliebigen Stelle des Klettersteigs eingreifen.

Auch die Geduld der Teilnehmer kann schon während der Vorbereitung auf eine harte Probe gestellt werden. Den Klettersteig betreten die Teams nämlich erst dann, wenn jeder Griff so weit sitzt, dass gewährleistet ist, dass die Teilnehmer in Standard-Situationen nicht in eine gefährliche Lage geraten.

Auf dem Klettersteig ist Teamgeist gefragt

Wie beim richtigen Bergsteigen ist eine Gruppe auch auf dem Klettersteig nur so gut wie der schwächste Teilnehmer. Deshalb sollte es den Teilnehmern während der Tour in Fleisch und Blut übergehen, dass jeder den anderen nach besten Kräften und Möglichkeiten unterstützt. Das lernen die Teilnehmer im Klettersteig direkt und auf unmittelbare Weise. Schließlich erfahren sie hier, wie wichtig die Hilfe anderer sein kann, wenn sie selbst in einer Situation stecken, in der sie aus eigener Kraft nicht weiterkommen.

Auch die Rücksichtnahme auf Schwächere lernen sie direkt und unmittelbar. Wenn ein Teilnehmer drängelt, weil vor ihm ein anderer nicht schnell genug voran kommt, hat das nämlich nur eine Folge: Der Langsamere wird nervös, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er einen Fehler macht, wodurch er sich und andere gefährden kann.

Klettersteig  / Bild Nr. 8887807
Klettersteig
©: Andrea Huntemann - Fotolia

So lange die Teilnehmer diese Patzer lediglich am Anfang der Tour in einfachen Passagen machen, sollten die Erwachsenen nach Möglichkeit nicht eingreifen, sondern die Teilnehmer aus den eigenen Fehlern lernen lassen. Das gilt zumindest, so lange sich keine offensichtliche Gefahrensituation einstellen kann. Anfängliche Reibereien sollten sich im Lauf des Klettersteig-Abenteuers von selbst legen.

Gibt es Unterschiede zwischen Klettersteigen und Abseil-Abenteuern?

Klettern am Klettersteig unterscheiden sich von der erlebnispädagogischen Zielsetzung her nicht. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Teilnehmer beim Klettersteig mehr Kraft und Geschick benötigen als beim Abseilen, wo sie nicht gegen die Schwerkraft ankämpfen müssen.

Abseilen mit Kindern
Abseilen mit Kindern | ©: www.praxis-jugendarbeit.de

Für wen eignen sich Klettersteige und Abseilen?

Gemeinsame Aktionen eignen sich vor allem für ältere Kinder und Jugendliche. Der Grund: Die Teilnehmer sollten in der Lage sein, ein mögliches Gefahrenpotenzial einschätzen zu können, das sich aus ihrem Handeln ergibt. Das können sie jedoch altersbedingt erst allmählich ab der dritten Grundschulklasse. Ein weiterer wichtiger Faktor: Die Teilnehmer sollten einigermaßen geschickt sein und brauchen ein Minimum an Körperkraft.

Abseilen geht an kleinen Übungsfelsen auch schon mit Kindern ab 7-8 Jahren, sofern sie den Mut aufbringen sich aus 10-20 Meter Höhe abzuseilen. Ich habe es auch schon erlebt, dass eher ältere Jugendliche der Mut verlassen hat bei 40 Meter hohen Felsen sich Abzuseilen, wohingegen ein 8 Jähriger kein Problem hatte. Das kann aber auch daran liegen, dass die jüngeren Kids noch nicht die Gefahren so einschätzen und da ungezwungener rangehen. Auf jeden Fall stärkt so eine Aktion das Selbstvertrauen.


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