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Autorität ist das Ansehen, die Machtbefugnis bei Personen aufgrund äußerer Befugnis und innerer Überlegenheit.
Autorität bedeutet eine menschliche Möglichkeit auf andere Menschen positiv einzuwirken.
Zitate: "Ich glaube nicht, was du sagst; ich glaube, was du
"lebst."
Ein junger Mensch
"Und wenn du mich demütigst, machst du mich
groß“
Psalm 18,36
Antwort: Indem ich sie habe! Diese nicht ganz richtige Aussage führt uns zu folgenden Fragestellungen, die ein jeder für sich bedenken sollte:
Sehe ich meine Möglichkeit als Leiter oft auch so wie jener Jungenschaftsleiter, aus dessen Gruppenbericht ich auszugsweise zitiere:
„Als ich um 18.45 Uhr "leicht aufgeregt zum Gemeindehaus kam, waren einige Jungen schon da. Sie standen zum Teil mit ihren Mofas auf dem Parkplatz und erwarteten mich. Meine erste Beobachtung erbrachte, dass sich zwei einen Kasten Bier besorgt hatten. Ich fühlte bei mir, dass wieder das zentrale Problem auftaucht, das ich bisher nie konsequent angegangen hatte. So fragte ich Rolf vorsichtig, was er mit dem Bier wolle. "Trinken", kam kurz die Antwort. "Trinken in den Pausen während der Gruppenstunde", meinte Gerhard, der die halbgeleerte Flasche bisher hinter dem Rücken versteckt hielt. Ich wusste auf diesen Moment nicht, was ich tun sollte: Sollte ich hart oder wieder tolerant sein? Ich spürte auch, dass es nicht um Toleranz; sondern um das Weichwerden ging. Ich habe weiche Stellen, und die Gruppenmitglieder wissen, dass sie mir immer Kompromisse abtrotzen können. Zu Gerhard und Rolf gewandt sagte ich entschieden: "Der Kasten Bier bleibt draußen!" Muffige Gesichter . Trotzig erwiderte Martin für alte: "Was hast du denn gegen eine Flasche Bier pro Mann?" Ich spürte, dass ein Tauziehen begann, und wurde langsam säuerlich. Ich sagte: "Der Ofen ist aus, falls ihr es auf die Spitze treibt und einer noch eine Flasche Bier öffnet". Sie gaben sich auf diese Drohung hin zunächst geschlagen, und wir zogen mit dem Kasten Bier in unseren Gruppenraum. Wir waren kaum im Raum, als ein Gruppenmitglied an seine Nebenleute Niespulver verteilte. Ein großes Durcheinander begann mit Raus- und Reinrennen, so dass ich innerlich zu kochen anfing'. Ich geriet aus der Fassung, ließ es blitzen und donnern, schrie unbeherrscht und unkontrolliert und merkte, dass, je mehr ich schrie, umso weniger die Gruppenmitglieder mich ernst nahmen. Ich schrie, dass ich sie alle rauswerfe, dass sie nicht mehr zu mir kommen brauchten, und im Übrigen hätte ich sowieso genug von dem Laden. Ich war sauer, stinksauer, und begann, mein eben ausgepacktes Material für die Gruppenstunde wieder einzupacken. Die Drohung half, denn plötzlich unterstützten mich fünf Jungen, indem sie die anderen anbrüllten, sie sollten endlich mit dem Blödsinn aufhören. Dennoch ging es noch eine ganze Weite, bis eine Lage eingetreten war, die es mir ermöglichte, die Gruppenstunde zu beginnen. Ich hatte jedoch kaum das erste Spiel begonnen, da rannten zwei mit einer Flasche Bier hinaus. Was sollte ich tun?“
Vielleicht wird jedem von uns deutlich, dass es zuweilen gut ist, wenn ein Leiter solche Erfahrungen in einem Konflikt sich anschließend notiert, um sich so seines Verhaltens stärker bewußt zu werden; denn gerade im Verhalten anderer gegenüber wird deutlich, ob ich Autorität war, oder ob ich mich nur autoritär verhalten habe. Denn autoritäres Verhalten bedient sich bestimmter Rollen, die aus formalen Rollen hergeleitet werden. Ich maße mir an, kompetent zu sein, eine Autorität zu haben aufgrund eines Amtes. Bin ich wirklich "Amts-Autorität" in der Gruppe mit einer Beauftragung durch die Institution mit Zuständigkeiten und dergleichen? Ich maße mir zuweilen an, "Sachautorität" zu sein, um meine Unsicherheit zu überdecken. Habe ich soviel Kenntnisse und Fähigkeiten? Bin ich ein Experte, so dass ich diese Autorität eines Sachkenners hätte? Ich maße mir an, Vater und Mutter für meine Gruppenmitglieder zu sein und benütze so die natürliche Autorität der Eltern. Ich spiele den kleinen Patriarchen und verberge dahinter meine Unsicherheit, Verlegenheit, meine Angst.
Autoritäres Verhalten wird oft von den Gruppenmitgliedern gewünscht; einmal aus Sicherheitsgründen, zum andern, weil Jugendliche in einem gewissen Alter auf der Suche sind nach Autoritäten, die sie in Frage stellen können. Daraus werden oft falsche Schlüsse gezogen.
"Achtet auf die, die euch im Namen Christi
anbefohlen sind. Nicht, indem wir über sie herrschen, sondern
werdet Vorbilder für sie."
(1.Petrus 5,2-3)
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