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Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
oder: Wer nicht wirbt wird vergessen!
oder: Tue Gutes und sprich darüber!
So lauten Slogan's aus der Werbung. Machst Du gute
Jugendarbeit und möchtest nicht nur einen kleinen exklusiven
Kreis ansprechen, sondern so offen wie Jesus sein, dann kannst Du
das ruhig weitersagen und dafür einladen.
Jesus ging auf die Leute zu, besuchte diese, die Mund zu Mund
Propaganda war damals die einzigste
"Öffentlichkeitsarbeit". Paulus schrieb Briefe,
besuchte die Gemeinden, veranstaltete die ersten christlichen
"Open-Air's".
Und heute?
Was für Möglichkeiten haben wir heute? Radio, Zeitung,
Fernsehen, Computer (z.B. diese Homepage), Druckereien und
Kopierer, die massenhaft Handzettel drucken können. Das alles
bietet sich an, wenn Du für Deine Gruppe, Verein, die geplanten
Freizeiten, Konzerte und Veranstaltungen planen möchtest.
Diese Varianten sind zum Teil relativ günstig, denn eine Homepage kann mit etwas Fachwissen selbst eingerichtet und Handzettel können selbst gedruckt werden. Wer etwas mehr Geld für die Werbung zur Verfügung hat, kann auf Roll Ups Stellwände oder Aufsteller für Gehwege zurückgreifen. Diese Artikel werden von Firmen der Werbemittelbranche hergestellt und professionell betrieben. Wer diese kostenintensiveren Möglichkeiten nutzen möchte, kann sich zuvor auf die Suche nach Sponsoren machen, die das Projekt finanziell unterstützen. ... Jene Sponsoren stellen dann zumeist auch diverse Werbemittel bereit, welche (und hier kann man wiederum sparen) als Preise oder Andenken an das Event verteilt und dann von den Kids behalten werden können. So können die Kids eine Trophäe mit nach hause nehmen und dort ihren Eltern stolz präsentieren.
Hier nun ein paar Tipps zur Werbung
mündliche Werbung
- Mund zu Mund Propaganda
- Deine Gruppenmitglieder laden ihre Freunde ein
- der Pfarrer lädt in der Kirche ein
- ein Anspiel in der Kirche, bei einem Fest o.ä.
- Ziel: der persönliche Kontakt zur
Zielgruppe wird direkt hergestellt
schriftliche Werbung
- Einladungen (persönlich verteilt oder per Post)
- Handzettel
- Plakate
- Zeitungsartikel
- kirchlicher Gemeindebrief/örtliches Mitteilungsblatt oder
Stadtanzeiger
- Ziel: eine große Anzahl von Personen
können dadurch erreicht werden. Bei schlechter Aufmachung des
Textes bzw. der Plakate und Handzettel kann es auch ein
"Reinfall" werden.
Grundsätzliche Überlegungen zur Werbung
- Wen will man ansprechen? Alter, Mädchen/Jungen,
Interessengruppen.
- Wie sollte die Werbung gestaltet sein?
- Sechs W's
- WAS soll verkündet werden?
- WER organisiert, wer ist der
Ansprechpartner?
- WANN findet das Programm/die Veranstaltung
statt?
- WO findet das Programm/die Veranstaltung
statt?
- WIE läuft das Programm/die Veranstaltung
ab (kurz und bündig)?
- WARUM wird etwas angeboten (Sinn und
Ziel)?
Einladung
Sie sollte kurz und einfach gehalten sein, sie sollte die Person
direkt ansprechen, sie eventuell zum Nachdenken bewegen Die
Einladung soll übersichtlich gestaltet sein und nicht zu viele
Informationen enthalten.
Denke daran: Du willst Deine jugendliche Zielgruppe erreichen,
aber Du musst gleichzeitig auch die Eltern informieren - so
ansprechend wie möglich - so informativ wie nötig
Handzettel (Flyer)
Ähnlich wie bei Einladungen. Durch Falttechniken kann die
Wirksamkeit erhöhte werden (z.B. Fenster, einfach oder doppelt
gefaltet), eventuell können Felder abgeschnitten werden. Der
Handzettel sollte "handlich", demnach nicht zu
groß, sein. Der Slogan sollte ins Auge fallen.
Plakate
- Große Schrift
- übersichtliche Aufteilung
- Verwenden von Bildern (Collagen, Fotos, Zeichnungen)
- kräftige Farben
- wenig Text
- 6 W's sollten ins Auge fallen.
Gemeindebrief/Zeitungsartikel
- Sie sollten sachlich richtig sein
- verständlich geschrieben
- kurze Sätze und keine Endlosketten
- Verwendung von Tätigkeitswörtern
- wenige Fremdwörter, ansprechend
- Bei einem Zeitungsartikel gilt zusätzlich:
- manche Zeitungen erlauben keine Preisangaben (z.B. die Nennung
des Freizeitpreises)
- immer in der 3.Person schreiben, also nicht "wir",
sondern aus Sicht einer neutralen Person
- treffende Überschrift, der erste Satz muss sitzen
- ein zu langer Text wird gnadenlos gekürzt
- sende Deinen Artikel an den "redaktionellen Teil der
xyz-Zeitung" und hoffe darauf, dass er in den nächsten
Tagen gedruckt wird
- oder setze Dich mit dem zuständigen Redakteur in
Verbindung
Wann wird informiert?
- ca 4 - 6 Wochen vorher
- 2 Wochen vorher eine Erinnerung
- Versucht sämtliche Mittel zu nutzen
- Arbeiten einteilen: wer gestaltet wann was wie?
- Ansprechpartner angeben
Material und technische Hilfsmittel können nach Bedarf,
Verfügung beliebig eingesetzt werden.
- Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, z.B. Papier, Pappe,
Filz-, Bunt-, Wachsstifte, Stoffe, Wollreste, Fotos, Zeichnungen,
Computer, Fotokopierer, Druckgeräte (z.B. die Kartoffel)
- "Ethik": Öffentlichkeitsarbeit dient dazu
jemanden auf etwas Aufmerksam zu machen. Man sollte nicht versuchen
falsche Hoffnungen zu wecken, aber trotzdem so wirksam wie
möglich zu sein. Werbung für Jugendgruppen oder Projekte
sind kein Wahlkampf!
Quelle: mit freundlicher Genehmigung von Ev.-luth.Kirchenkreis
Emsland-Bentheim
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