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2nd Life

Tausche Ideen gegen Spielebuch

Spielidee von Second Life

Die Jungscharler bewegen sich in einer stark verkleinerten virtuellen Stadt. Als Team bekommen sie ein Startguthaben (10.000 €), mit dem sie wirtschaften können. Ziel des Spiels ist es zu Ruhm, Ehre und Reichtum zu kommen. Gewonnen hat die Gruppe die am meisten Geld in der Form von Bargeld oder Immobilien hat.

Mit der gänzlichen Zufriedenheit im virtuellen Leben kann es zudem durchaus geschehen, dass das eigene reale Leben an Bedeutung verliert. Die Wohnung im Spiel kann möglicherweise leichtfertig finanziert werden, man hat nicht zu verlieren und kann entsprechend risikoreich mit dem Leben umgehen. Aber der Besitz von Immobilien und die Koordination dieses Geschäftes kann nicht mit zum Beispiel realen Hannover Wohnungen oder Hamburger Immobilien verglichen werden. Merkt man den Unterschied nicht mehr deutlich zwischen Realität und virtuellem Leben, muss man sich zwingen wieder das eigene Leben einheitlich zu realisieren. Wie in einem Spiel muss man Möglichkeiten finden das eigene Leben zu managen und Probleme zu bewältigen – wie im Mannschaftsspiel Fussballtricks genutzt werden um den Gegner zu besiegen, müssen Manöver im eigenen Leben gefunden werden um mit Problemen umzugehen. Verliert man bei Second Life, schafft man sich eine neue Identität an – das reale Leben gibt es jedoch nur ein Mal.

In der Stadt gibt es folgende Institutionen:

  • Bank
  • Immobilien AG
  • Fußballclub AG
  • Börse
  • Casino
  • Handwerker

Zudem gibt es verschiedene Ereignisse, die das virtuelle Leben positiv oder negativ beeinflussen:

  • Wirtschaftswachstum
  • Nachfrage sinkt
  • Nachfrage steigt
  • Gewinn steigt
  • Umsatz steigt
  • Terroranschlag
  • Börsencrash
  • Steuerreform
  • Optimismus
  • Pessimismus
  • Inflation
  • Deflation

Diese werden ungefähr alle 10 Minuten gezogen.

Immobilien AG:

Bei der Immobilien AG können die Gruppen Immobilien, d.h. Häuser, Wohnungen, …etc. kaufen und verkaufen und so versuchen Geld zu machen. Immobilien sind zum Beispiel der Schutz vor einer Inflation jedoch schlecht bei einer Deflation. Die Dividende einer Immobilie wird durch die Ereignisse bestimmt und durch eine eigene kleine Börse. Der Wert der Immobilien wird ca. alle 5 min ermittelt. Man kann nur eine Runde Immobilien erwerben und muss dann eine Runde pausieren. Die Kurse sind gleichzeitig der Preis der Immobilien. Es gibt die Möglichkeit in drei verschiedenen Regionen Immobilien zu erwerben.

Regionen:

  • Baden- Württemberg
  • Bayern
  • Berlin

Immobilien Wert

Casino:

Im Casino können die Gruppen ihr Geld durch Glückspiele vermehren. Hierzu zählen:

  • Karten höher oder tiefer
  • „Schwimmen“
  • Würfelspiele

Die Gruppen setzen hier Geld. Gegner ist hier nur die Bank.

Börse:

Die Börse ist für jedes Team mit einem Startkapital größer 20 000 € zugänglich. Die Börsenkurse werden per Würfel ermittelt. Die größten Unternehmen sind an der Börse:

  • Daimler AG
  • Fußballclub AG
  • Deutsche Postbank AG
  • Siemens AG
  • E. On AG
  • Bayer AG
  • Bank AG
  • Handwerker AG

Aktien Wert

Die Börsenkurse werden auch alle 5 min ermittelt und bestimmen damit das Kaufverhalten und die Bezahlung. Es darf in einer Runde dreimal gewürfelt werden. Rezession(gesunkener Kurswert) und Expansion(gestiegener Kurswert) werden danach miteinander verrechnet.

Eingesetztes Kapital : 6 = X
X mal Veränderung des Werts = Gewinn/ Verlust

Fußball Club AG:

Hier können die Gruppen bei sportlichen Aktivitäten Geld verdienen. In einem Spiel müssen sich die etablierten Spieler den Neuen stellen. Sind diese besser, werden die alten „gefeuert“ und die Neuen eingestellt. Jedes Spiel entspricht einem Monatgehalt. Der Lohn wird auch hier durch den Börsenkurs und durch die Ereignisse beeinflusst. Für entlassene Spieler gibt es eine kleine Abfindung.

  • Abfindung: 1.500 €
  • Lohn: 3.000 €
  • Spiel: Aus einer bestimmten Entfernung so viel wie möglich Tore erzielen. Jeder darf ein mal schießen. Die Gruppe die am meisten Tore erzielt hat, ist eingestellt.

Bank AG:

Auch hier gilt: „Nur wer gut ist kommt rein und kann sich dort auch halten.“ Auch hier müssen sich die etablierten Gruppen gegen die Neuen stellen. Die Gruppen müssen sich in einem Spiel angehenden Bänklern stellen. 1 Spiel entspricht wieder einem Monatsgehalt. Auch hier gibt es eine kleine Abfindung. Der Lohn ist auch bei der Bank anhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage(Ergebniskarten) und vom Erfolg.

  • Abfindung: 1.000 €
  • Lohn: 2.000 €
  • Spiel: Aufgaben zu den Bereichen: Mathematik, Deutsch,…

Handwerker AG:

Neben den kaufmännischen Berufen wie bei der Bank, gibt es nun noch einen Handwerker- Beruf. Auch hier müssen sich die etablierten Gruppen gegen die Neuen stellen. 1 Spiel entspricht wieder einem Monatsgehalt. Auch hier gibt es eine kleine Abfindung. Der Lohn ist auch beim Handwerker anhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage(Ergebniskarten) und vom Erfolg.

  • Abfindung: 500 €
  • Lohn: 1.000 €
  • Spiele: Schätzen von Gewichten, …

Empfehlungen:

  • Viele Mitarbeiter erforderlich (man bedenke: 6 Spiele)
  • Geeignet frühestens ab 9 Jahren (man bedenke die Komplexität des Spiels)
  • Bei einem „Mitarbeiterüberschuss“ kann ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin als „Wirtschaftsberater/in“ eingesetzt werde, die/der den Kids klar macht was für Wirkungen einige Ereigniskarten haben.
    z.B.
    Inflation: was passiert? Der Geldwert sinkt. Was rät der Experte? „Flucht in die Sachwerte“
    (Im Spiel: sinkende Löhne bei steigenden Immobilienwerten)

    Deflation: Was passiert? Der Geldwert steigt. Was rät der Experte? „Flucht in die Geldwerte“
    (Im Spiel: steigende Löhne bei sinkenden Immobilienwerten)
  • Die Stationen den Gruppenzahl anpassen, da sonst entweder kein Leistungsdruck/ Wettbewerb/ Konkurrenzdenken entsteht oder die Wartezeiten für Gruppen zu lange sind.

Eine Idee entwickelt und getestet von Alexander D. aus Neuweiler

Andacht zu 2nd Life

Second Life ist eine virtuelle Welt mit Landschaften, Inseln und Häusern. Der Nutzer von „Second Life“ bewegt sich in dieser digitalen Welt mit seiner eigenen künstlichen Figur(diese wird Avatar genannt). Man nimmt in „Second Life“ eine zweite Identität auf, die mit deinem wahren Leben nichts zu tun hat. Man kann in der Onlinewelt Häuser bauen, Autos kaufen, Geschäfte machen, Menschen treffen, Konzerte besuchen usw. Man kann sein Leben neu erfinden, seinen „Avatar“ so formen wie man sich gern hätte: z.B. neues Gesicht, neuer Körper mit mehr Muskeln, weniger Fett, Traummassen, - man erfindet sich eben neu. Und man tritt in ein Leben ohne Altwerden, ohne Kranksein und ohne Sterben ein.

Das ist allem am Computer, alles virtuell. -

Die schlechten Nachrichten von Second Life sind:

  • Neben den Kosten von monatlich 7 € ist das zweite Leben ist auch nicht besser als das erste.

Es passiert nichts Neues! Man kauft und verkauft, man geht durch Shoppingzentren und trifft Leute. Da wird dir ein zweites Leben versprochen, mit fast grenzenlosen Möglichkeiten, und was tun die, die es wagen wollen?

  • Sie bauen Häuser, obwohl es in „Second Life“ niemals regnet

  • Sie legen Strassen an, obwohl ihre Avatare fliegen können.

  • Zudem gibt es Kriminalität, es wird betrogen, es wird gestohlen es gibt Gewalt, Terrorismus und Krieg.

Wo ist da der Unterschied zum ersten, realen Leben?

Das richtige Leben sieht anders aus. Es ist keine Scheinwelt, sondern es ist handfest, schwierig und schön, traurig und fröhlich, kompliziert und überraschend einfach zugleich. Es hat einen Anfang und ein Ende. Es stellt uns vor Aufgaben und fordert uns heraus. Wir sind gefragt, mit all unseren Stärken und Schwächen.

Wir müssen leben: Hier und Jetzt! Wir müssen unseren Weg. Und wir müssen auf die großen Fragen des Lebens selbst eine Antwort finden:

  • „Wer bin ich?“
  • „Wo komme ich her?“ und
  • „Wo gehe ich hin?“

Aber Gott er spricht uns zu:

„ICH bin der WEG und die WAHRHEIT und das LEBEN“, sagt Jesus Christus, und meint uns und unser Leben.

„Ich bin der WEG...“, wir brauchen kein Satelliten-Navigationssystem- kein GPS-, um unseren Weg im Leben zu finden. Wir brauchen nur Kompassnadel unseres Glaubens zu folgen.

„Ich bin die WAHRHEIT...“, wir brauchen keine Google- Suchmaschine, um Wahrheit für unser Leben zu finden. Vielmehr brauchen wir Gottes Wort und seine Gebote.

„Ich bin das LEBEN...“, wir brauchen kein zweites virtuelles Leben. Wir können dieses eine, von Gott geschenkte, Leben, formen und gestalten und dann können wir gewiss sein, dass Gott am Ende noch was Besseres für uns bereithält. Denn auf seiner Festplatte werden wird nicht gelöscht.

Wir sind keine billigen Raubkopien.

Ich möchte mit einem Gebet abschließen:

Vater im Himmel,
ich möchte Dir Dank sagen,
dass du unser Gebet erhörst.
Wir können gewiss sein, dass du immer bei uns bist
in allen Situationen unseres Lebens.
Wir müssen nicht allein sein, nie einsam.
Du hältst und trägst uns in Deiner
gütigen Hand.

Du liebst uns so sehr, dass du für uns gestorben bist.
Für dich sind wir keine billigen Raubkopien.
Du bist ein guter Vater zu uns
und wir wünsche uns, dass es
immer so bleibt.

Segne du auch die restliche Jungscharstunde und sei du unser Gast.

Amen

Autor: Alexander D. aus Neuweiler

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