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Seite 2 von: 14 Anspiele und Sketche mit Aussage

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Die hier vorgestellten Anspiele wurden alle von Thomas Baberowski zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle herzlichen Dank. Diese Anspiele eignen sich sowohl für einen Elternabend oder einem Sketchabend. Zu manchen Spielen gibt es auch noch am Ende einen kurzen Hinweis zu welchem Thema das Anspiel passen könnte um das ein oder andere Anspiel auch für eine Andacht oder einem Anspiel in einem Kinder- oder Jugendgottesdienst zu verwenden.

Opa Hubert fährt in den Urlaub

Sketch zum Thema Selbsteinschätzung/Urlaub/Hoffnung/…

Personen: Opa Hubert, Anruferin, Anrufer, Enkel

Part 1

(Opa Hubert sitzt und liest Zeitung, Telefon klingelt)
Opa Hubert: Opa Hubert am Apparat was gibt’s denn Genossen...
Anruferin: Genossen? Ähm hier ist Xena Jukowitsch von der STU Reisegesellschaft. Ich würde Ihnen gerne ...
Opa Hubert: Sie wollen mich wohl veräppeln wie? Schon ihr Name macht sie doch verdächtig.
Anruferin: Verdächtig?, also ich wollte Ihnen Herr ähh ...
Opa Hubert: Richtig ich heiße Opa Hubert, aber Sie, Sie haben ja nicht mal einen richtigen Namen. Xena – wären sie ein Mann würden sie wohl Xylophon heißen oder wie, oder was? Opa Hubert hat seinen Namen auch verraten, jetzt müssen sie auch Ihren richtigen Namen sagen.
Anruferin: (nuschelt)
Ich glaub ich bin im falschen Film. Wegen mir, dann heiße ich eben Sieglinde ist ja auch egal.
Opa Hubert: Siehste geht doch meine Gute. Nur weil Opa Hubert schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, heißt das noch lange nicht, dass Opa Hubert nicht mehr merkt wenn er veräppelt wird. Gut Sieglinde, dann mach ma deine Mitteilung.
Anruferin: Und zwar würde ich Ihnen da ein paar sehr interessante und vor allem kostengünstige Reisen vorstellen. Was denken Sie, als Rentner hat man doch viel Zeit.
Opa Hubert: Wie was vereisen, Opa Hubert war seid der Gefangenschaft nicht mehr weg.
Anruferin: Na dann wird es ja höchste Zeit, das sie mal rauskommen aus Ihrer Hütte.
Opa Hubert: Wollen Sie mich beleidigen? Opa Huberts Haus hat sogar den Krieg überstanden und ist noch mit den eigenen Händen und aus echten Lehmziegeln gebaut. Opa Hubert hat sich jetzt sogar eine Heizung einbauen lassen. Also Hütte will Opa Hubert nicht noch mal hören...
Anruferin: Also ich habe da drei Reiseangebote hier – Türkei, Marokko und Schweden. Hätten sie denn schon von vornherein an einem dieser Länder Interesse dort Urlaub zu machen?
Opa Hubert: Terroristen, Wüste, wilde Elche – Sie wollen wohl das ich sterbe im Urlaub und sie dann mein Haus kriegen wie?
Anruferin: Aber nein, die STU Reisegesellschaft ist völlig seriö...
Opa Hubert: Was wollten sie sagen seriös? Das fängt ja schon beim Firmennamen an. Glauben Sie Opa Hubert ist schon so tattrich das er diese Gaunerei nicht bemerkt?
Anruferin: (genervt)
Ich krieg die Krise. Was ist denn mit dem Firmennamen?
Opa Hubert: Wie, was na ist noch klar wie Kloßbrühe. Die Abkürzung da, dieses STU das steht doch für „Schneller Tod im Urlaub“. Aber da habt ihr die Rechnung ohne Opa Hubert gemacht, mein Spürsinn aus mittlerweile 50 Jahren Dackelclub macht sich immer mehr bemerkt. Opa Hubert lockt jeden Dachs und jeden Gauner aus seinem Bau ...
Anruferin: Sie sind ja völlig krank. In die Psychiatrie müssen sie. Warum muss immer ich die ganzen Spinner anrufen
(legt auf)
Opa Hubert: Wie, was aufgelegt? Bei der Beweislage, das kann Opa Hubert gut verstehen. Nur Gauner wo das Auge hinsieht. Aber Opa Hubert ist auf der Hut hehe.
(liest wieder Zeitung)

Part 2

Opa Hubert: Hm Opi Hubert, so eine Reise ist vielleicht doch nicht so schlecht. Etwas Erholung hat sich Opa Hubert ja auch mal verdient. Jeden Tag Gauner zu entlarven das geht ganz schön auf die Knochen. Nur zu ärgerlich dass die Halunken dann ungehindert walten können. Die Polizei würd dann schon merken wie die Verbrecherrate steil ansteigt.
(Hundegebell)
Ja Bodo wie konnte Opa Hubert dich tollkühnen Spürhund denn vergessen. Du wirst wachsam sein wie ein Luchs – aber was redet Opa Hubert denn, den Luchs den dreckigen Halunken sollst du ja zur Strecke bringen.
Bodo schütze unser trautes Heim,
beiß dem Halunken einfach ins Bein.
Knurr sie an diese Schurken
und vertreib sie mit den ähhh dem Dynamit.
(Holt Böller aus dem Kittel)
Opa Hubert hat dir ja gezeigt wie das geht. Für jeden Halunken bekommst du auch eine Medaille.
Ok, dann wird Opa Hubert sich mal erkundigen wo der Opa von heute denn so hin verreist.
(Wälzt Telefonbuch) Hm Tui Reisen – wie was TUI -Tumult und Infanterie das so was überhaupt im Telefonbuch steht.
(wälzt weiter) Und hier FTI Reisen – wie was FTI was soll denn das schon wieder heißen – na klar „Freizeit Terroristen Import“ nur Gauner...und hier L –Tur Tourismus AG – na wenn dass mal nich die Reisefirma von Al kaida ist.
Ah, das klingt gut – Hagen´s Reisebüro am Eichberg. Na dann ruft Opa Hubert da mal an.

Part 3

Opa Hubert: Opa Hubert an der Strippe – was ham se denn so für Urlaub im Angebot?
Anrufer: Ja was haben sie denn für Vorstellungen. Sonne, Schnee, Meer, Berge, Wald, Großstadt?
Opa Hubert: Joh, das is gut. Genau da will Opa Hubert hin!
Anrufer: (verwirrt) Wie jetzt? Wo wollen sie denn nun hin? Ans Meer oder in die Berge? Sonne oder Schnee? Sie müssen sich schon entscheiden.
Opa Hubert: Wie, was oder? Opa Hubert liebt die Abwechslung! Haben sie nun so einen Urlaub, oder nicht?
Anrufer: (verdattert) Wie stellen sie sich das denn vor? Also ich weiß von keiner Insel, auf der sich eine Großstadt befindet, welche auf einem Berg liegt und von einem Wald umgeben ist, welcher wiederum schneebedeckte Baumwipfel aufweist und wo die Sonne es trotz 30 Grad nicht schafft den Schnee zum schmelzen zu bringen. Merken sie. Dass macht doch keinen Sinn ...Oder kennen Sie solch einen Ort (lacht)?
Opa Hubert: Was ist denn das für ein Reisebüro bitte! Opa Hubert stellt hier die Fragen. Ein Wunder das ihr Büro nicht schon lange Pleite ist, wenn sie nicht einmal für den bescheidenen Urlaubswunsch von Opa Hubert die passende Reise im Angebot haben. Alles Gaunerei ...
Anrufer: Warten sie vielleicht hätte ich da doch eine Reise für die ich sie begeistern könnte. Ich sage aber dazu, das diese Reise von eher, hm wie soll ich sagen, na ja eben eher von Leuten der jüngeren Generation gebucht wird. Von daher weiß ich nicht ob das für sie so das Richtige...
Opa Hubert: Was fällt Ihnen denn ein mich als einen tattrigen Greis darzustellen. Opa Hubert ist noch genauso fit wie mit 17. Na ja fast.
Anrufer: Wie sie meinen. Entschuldigen sie vielmals. Die Reise nennt sich „Extrem Sport und Surviving“ Reise.
Opa Hubert: Na das hört sich ja gut an. Ich hab das letzte Wort zwar nicht verstanden aber mit dem Extrem Sport ist ja genau das was Opa Hubert braucht. Ja, ja da stauen sie. Opa Hubert hat schon immer extrem Sport gemacht. Ach da könnt ich Ihnen Geschichten erzählen. Z.B. letztens, da ist Opa Hubert 5h durch den Wald gewandert weil Opa Huberte einer Verbrecherbande auf der Spur war. Und das ohne Pause und mit Stock. Na da staunen Sie was? Da wird ist dieser Tourismus Extrem Sport doch nur Pipifax für Opa Hubert. Ich nehm die Reise!
Anrufer: Ssssind sie sich da sicher. Ich glaube sie haben da eine etwas andere Vorstellung von Extremsport und Surviving.
Opa Hubert: Wollen sie sich mit Opa Hubert anlegen. Basta, wenn Opa Hubert sagt er fährt da hin dann fährt Opa Hubert auch da hin.

Part 4

( Schild 2 Wochen später)

Enkel: (steht da und schaut auf die Uhr)
Jetzt muss Oppa ja gleich ankommen. Ich bin ja gespannt wie ihm sein Ulaub gefallen hat. Oppa und Extremsport? Das ist ja ein Unterschied wie Tag und Nacht.
(Opa kommt gestützt von einem Mann entgegen: Kopfbandage, Halskrause, Beinschiene, Gipsarm, diverse Pflaster)
Enkel: Mensch Oppa was ist denn mit dir passiert? Ham se dich überfallen? War wohl doch nicht so richtige für dich, wa?
Opa Hubert: (stöhnt)
Weist du was sie da für verrückte Sachen mit Opa Hubert gemacht haben? Ein Gummiseil haben sie Opa Hubert um die Beine gebunden und dann haben Sie mich die Brücke runtergeschubst. Danach bekam Opa Hubert 2 Bretter an die Füße geschnallt und wurde übers Wasser gezogen. In so einer Schneehalle bekam ich dann nur noch ein Brett unter die Füße geschnallt. Als Opa Hubert am Fuße des Abhangs zum stehen kam, hatte Opa Hubert dann plötzlich doch wieder 2 Bretter an den Füßen. Das komische war nur, das diese beiden Bretter zusammen auch ein ganzes ergeben hätten. Mehr weiß Opa Hubert nicht mehr. Nur eins! Nie wieder Urlaub.
Enkel: Nie wieder Urlaub? Nur weil der Urlaub nichts für dich war? Das hätt ich dir auch schon vorher sagen können. Warum machst du nich wie jeder normale Rentner mal ne gemütliche Kaffeefahrt mit?
Opa Hubert: Kaffeefahrt? Viel zu gefährlich. Es wurden bestimmt schon viele Rentner mit schlimmsten Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert, weil Ihnen der heiße Kaffee in der Kurve ins Gesicht schwappte. Opa Hubert bleibt dabei. Nie wieder Urlaub. Sollen sich andere im Urlaub umbringen. Opa Huberts Hoffnung auf Erholung im Urlaub ist endgültig gestorben.

Beispielthema:Falsche Selbsteinschätzung, falsche Hoffnungen, nicht richtig zuhören, von sich überzeugt sein und nie zugeben, dass man auch mal daneben liegt mit seiner Meinung.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2006)


Survivalfreak und Strandboys

(Survivalfreak (=SF) irrt durch den Wald, behangen mit Töpfen, Rucksack, Spaten, ...)
SF: Man ist das schön hier. Keine stinkenden Abgase, kein Autolärm. Einfach herrlich ist das hier. Einfach mal nur der Nase, äh dem Kompass nach. Nur dumm, dass ich die anderen aus den Augen verloren habe. Na ja, dass ist ja kein Problem für mich, ich bin ja mit allem ausgestattet. (klatscht in die Hände) Wäre doch gelacht, wenn ich morgen nicht wieder im Basiscamp bin.
Na dann will ich mich mal nach einem geeigneten Schlafplatz umschauen. Die breite Fichte da ist gut. Da kann ich mir eine prima Mulde graben.
(setzt Rucksack ab, packt Spaten aus und macht sich ans Graben)
Na was will man mehr? So eine Mulde ist besser als weichste Wasserbett.
(kriecht in den Schlafsack und schläft ein)
Schild: am nächsten Morgen
SF: Man hab ich gut geschlafen, wie lange nicht mehr.
(streckt sich)
Ahh mein Rücken. Ich muss doch wohl etwas hart gelegen haben. Ich glaub ein Wasserbett wäre doch besser für nächste Nacht. Ach was rede ich. Was uns nicht tötet macht uns hart. Wer outdoor sein will muss auch leiden können. Aber was war denn da so hart?
(hebt Schlafsack hoch und kratzt ein bisschen mit den Händen)
Na was ist das denn? Sieht aus wie so ein abgesägter Zaunfahl. Na mal sehen, vielleicht kann ich’s ja noch mal gebrauchen. Die anderen haben bestimmt nicht so ein tolles Andenken.
(packt seine Sachen)
So jetzt aber auf dem Kompass nach in Richtung Basiscamp. Die anderen haben sich bestimmt verlaufen. Na dann mal los.
Schild: nach 5 Stunden im Kreislaufen
SF: Also ich könnt wetten hier war ich heut schon mal. Genau da hinten liegt ja noch mein Haufen
(zeigt auf Klopapier)
Echt praktisch – jetzt weiß ich wieder genau wo ich bin.
(holt Kompass raus und legt ihn auf seine Uhr)
Versteh ich nicht. Der Kompass muss irgendwie ne Macke haben. Wie jetzt, jetzt ist Norden oben und jetzt wieder Unten. Die können den Nordpol doch gar nicht so schnell verschieben. Ach ich Depp. Erst Grundregel: „Stelle nie einen Kompass auf einen Magnet oder magnetähnlichen Gegenstand“. Na ja kann ja mal passieren. Hat ja zum Glück keiner mitgekriegt. Ich sag den anderen am Besten dass ich über einen großen Fluss musste und mir erst eine Seilbrücke bauen musste. So was nimmt natürlich zeit in Anspruch. Ich nehm doch nicht den leichten Weg. So jetzt aber los, und immer Richtung NW.
Schild: nach weitern 5 Stunden Fußmarsch
SF: Langsamer wird es lichter. Na dann bin ich bestimmt gleich da. ... Hä wo bin ich denn hier? Strand, Meer und ein Haufen Leute. Sollte dass Camp nicht mitten im Wald liegen?
(Geht Strand entlang und schaut planlos umher)
A: Man können sie nicht aufpassen? Sehen sie nicht, dass wir uns hier sonnen?
B: Wer sind sie eigentlich? Sie schauen irgendwie ... anders aus.
A: Genau, wie laufen sie hier eigentlich rum am Strand. Oder lassen sich die Animateure hier immer neuere Gags einfallen?
SF: Ich ein Animateur? Ich bitte sie, so sehe ich doch wirklich nicht aus.
B: Na, dann schauen sie sich doch mal um hier. Ich sehe keinen der hier noch so rumläuft wie sie. Aber schauen sie ruhig mal durch ihr Fernglas, vielleicht entdecken sie ja jemanden...
SF: (nimmt Fernglas und schaut)
Was ich suche ist eigentlich was ganz anderes...
A: Na was suchen sie denn? Falls sie so was wie ne Teestube oder Suppenküche suchen, dass gibt’s hier nicht.
SF: Wie Suppenküche?
B: Na ihr Landstreicher seid doch froh über jeden Bissen den ihr kostenlos bekommen könnt.
SF: Was? Ich bin doch kein Landstreicher. Ich bin gerade auf einer Outdoor Survival Tour unterwegs. Eigentlich müsste ich auch schon längst im Camp sein, aber ich glaub da bin ich hier wohl doch nicht so ganz richtig.
A: Na das glaub ich auch. Aber sag mal was ist denn daran so reizvoll so mit Töpfen und so durch die Gegend zu laufen?
SF: (kommt ins schwärmen)
Ach wissen sie, dass ist einmalig. Ganz alleine in der Natur, ohne Lärm und das alles. Das ist einfach Abenteuer pur – schlafen im Freien, natürlich ohne Zelt und essen, was man da so alles Gutes findet!
B: Ih, Käfer und Würmer.
SF: Freilich, wissen sie eigentlich wie saftig Weinbergschnecken sind? Köstlich!
A: Ich kann mir lebhaft vorstellen. Da ziehe ich doch lieber mein Drei-Gänge-Menü im Hotel vor!
B: Weinbergschnecken, im freien Schlafen, elend lange Fußmärsche... und was bekommen sie dafür. Also unter 1000 Euro würd ich so was nicht machen ...wenn überhaupt.
SF: Na sie sind gut. Ich werd doch nicht bezahlt für meinen Urlaub. Ich weiß ja nicht wie dass bei ihnen ist, kriegen sie bezahlt, dass sie hier in der Sonne liegen?
A: Was? Urlaub nennen sie dass? Dass ist doch der absolute Horror!
SF: Ach Quatsch. Man muss nur gut vorbereitet sein.
B: Allerdings, dass sieht man. Sie tragen ja ein Haufen Zeug mit sich rum, Tüpfe, Schlafsack, Seil Messer. Was braucht man denn noch so alles, Ich sehe sie schleppen da noch einen großen Rucksack.
SF: (nimmt Rucksack ab)
Na hier hab ich zum Beispiel eine extra große Rolle Klopapapier, ganz wichtig, denn da kann man notfalls auch ein Seil draus machen, dann hab ich hier einen Spaten, auch ganz wichtig, denn der Schlafplatz soll ja etwas geschützt sein, Kernseife wenn man mal eine Pfütze findet wo man sich waschen kann. Dann hab ich hier noch hier noch ein zusammenfaltbarer Kanister. Na und dann hab ich noch ein ganz persönliches Andenken an meine letzte Nacht unter freiem Himmel. Als ich meine Mulde gegraben habe muss ich wohl etwas freigelegt haben.
(holt langsam Bombe raus):
A: Das sieht aber komisch aus, dass ist doch nicht etwa....
SF: Sie haben ja recht was soll ich mich mit diesem Pfahl hier rumschleppen. Ab weg damit.
(wirft die Bombe)
A: Neiiiinn. Das ist eine Bombe.
(fängt Bombe spektakulär auf)
B: Was ein Bombe. Neeeiiiiiiiiin.
(Springt auf weg und macht die Hände schützend über den Kopf)
A: Alles klar ich hab sie. Ganz ruhig, keine Panik. Bloß nicht die Nerven verlieren jetzt. Wir müssen das jetzt zusammen durchstehen.
SF: Meine Güte, meine Güte. Da schlepp ich die ganze Zeit ne Bombe mit mir rum.
B: (von weiter weg)
und was jetzt?
SF: Na die müssen wir entschärfen. Was hab ich dabei... Brenner, Messer, Seil – das müsste gehen.
(will Bombe wieder nehmen)
A: Nichts da. Finger weg. Sehen sie, der Zünder ist noch dran. Die ist bestimmt noch scharf.
B: Dann kann sie ja jeden Moment hochgehen
(springt wieder weg)
A: Wir können jetzt nur eins machen, ganz ruhig bleiben. Ich werde sie jetzt langsam hinlegen, ganz vorsichtig.
SF: Sie kann doch aber jeden Moment hochgehen? Dann müssen wir eben schneller sein als die Bombe.
B: Was haben sie denn vor. Haben sie denn schon mal eine Bombe entschärft?
SF: Nein, aber wir haben doch keine andere Wahl.
(zu A) Sie sagten der Zünder ist noch dran? Dann werden wir eben die Bombe zünden bevor sie unvorbereitet hochgeht.
A: Sie sind verrückt, das machen bestimmt die Käfer und Würmer die sie schon verdrückt haben.
(gibt SF Feuerzeug)
SF: Also dann alle in Deckung.
(zündet Bombe an)
B: (aus der Ferne) Sei vorsichtig.
A: Stopp wartet mal. Mir fällt da grad was ein. Bei Mac Giver war das irgendwie anders, der hat irgendwie vorher von der Bombe was abgesägt.
B: Wie abgesägt? Da explodiert sie doch gleich!
A: Aber Mag Giver hat das auch so gemacht und der kennt sich ja wohl aus.
SF: Genau, was dieser Mac Giver kann, das kann ich auch.
(holt sein Sägemesser raus und macht sich ans sägen)
B: (rennt weg) Du bist doch verrückt! Ich will noch nicht sterben.
SF: Ach als Survivelfreund hab ich dem Tod schon so oft ins Auge geblickt, da kann mich sowas auch nicht aus der Ruhe bringen.
(sägt und sägt, Spitze fällt ab)
Seht ihr, ist doch alles gut gegangen. Jetzt nur noch die Zündschnur anzünden und dann kann ich wieder meiner Wege gehen. (zündet Zündschnur an)
(A und B zittern vor Angst.)
A: Wenn das mal gut geht.
(Bombe explodiert und Gummibärchen? fliegen raus)
SF: Da staunt ihr was? Ich hab natürlich gewusst, dass es keine echte Bombe ist, sonst hätte ich sie bestimmt nicht selber entschärft. Aber ich wollt euch ja irgendwie zeigen, dass bei uns Outdoortypen auch viel Spaß dabei ist und das wir nicht nur im Dreck rumkriechen.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2006)


Puppentheater: Thema: Streit

(Klara und Seppel sind noch nicht zu sehen)
Klara: Los Seppel jetzt komm endlich, die Kinder warten doch schon auf uns.
Seppel: Ach, so was blödes. Ich hab heut keine Lust.
Klara: Na so geht das doch nicht. Wir müssen jetzt da raus. Sonst gibts Ärger!
Seppel: Ach Ärger, von wem denn? Außerdem diese Kinder da, diese frechen Rotznasen meinst du wirklich die interessieren sich noch für Seppel und Klara? Glaub mir unsere Zeit ist vorbei.
Klara: Ach quatsch, du hast doch nur wieder schlechte Laune. Oder bist du immer noch sauer auf den Jungen der dich letztes mal mit Tomaten beworfen hat?
Seppel: (wütend)
Na klar bin ich sauer. Aber was will man machen. Bei dem ganzen Trickfilmzeug heutzutage, da sind wir doch voll uncool mit unseren Pappnasen.
Klara: (drängelt)
Ja vielleicht hast du ja recht, aber wir müssen jetzt endlich...
Seppel: Was müssen wir? Ich weiß was wir müssen. Wir müssen diesen frechen Rotznasen zeigen, das wir uns sowas nicht gefallen lassen. Ich hab da auch schon eine Idee. Geh du schon mal vor, ich komm gleich nach.
(Klara kommt auf die Bühne)
Klara: Na Kinder seid ihr alle da? Entschuldigt dass wir so spät kommen. Ach so der Seppel kommt gleich der musste nämlich nur noch äh, äh was besorgen. Wisst ihr der Seppel hat euch Kinder nämlich am Liebsten. Der lässt sich bestimmt wieder eine tolle Überraschung einfallen. Na was sagt ihr? Ist der Seppel nicht toll?
Seppel: (kommt mit Helm, Schutzanzug und Katapult)
Ja bin ich nicht toll? Mit so einer Überraschung habt ihr nicht gerechnet oder?
Klara: Seppel was tust du da?
Seppel: (stößt sie weg)
So jetzt übernehme ich das Kommando hier, ist das klar?
Klara: äh, Kinder dass ist alles bloß Spaß, dass gehört alles zu unserem Puppenspiel, also keine Angst...
Seppel: Spaß, der Spaß ist gleich vorbei hier. Mir reichts mit euch Rotznasen hier. Packt ruhig eure Tomaten aus. Ich bin bestens vorbereitet. Ich kann mich auch wehren. Na wer will die erste Erbse ins Gesicht haben? Du da vorne. Dein Gesicht gefällt mir nicht Aber dein dummes Lachen wird dir gleich vergehen Nimm das.
(Spannt Katapult mit Erbse)
(lässt Katapult in Zeitlupe los)
(in diesem Moment kommt Super Ken und wirft sich mit einem lauten Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin in die Schussbahn und bekommt die Erbse voll ins Gesicht)
Klara: Oh nein, was hast du getan. Du hast unseren Helden Super Ken umgebracht.
(weint) Du Schuft. Nur du bist schuld...
Seppel: Pahh, was ist den das bitte schön für ein Held, der schon von einer kleinen Erbse schlapp macht. Und so einer will uns vor den Bösen beschützen? Das ich nicht lache. Da helf ich mir doch lieber selbst. So ein Schlappi.
Super Ken: (steht wieder spektakulär auf)
Was hab ich hier gehört, Schlappi? Da kennst du Super Ken aber wirklich nicht gut.
Klara: (fällt ihm um die Arme) Du lebst. Du bist unser Retter.
Super Ken: Klar lebe ich, obwohl der Schuss mit der Erbse auch nicht gerade weich war. Aber sag mal Seppel, was hast du dir denn dabei gedacht? Du kannst doch nicht einfach die Kinder mit Erbsen beschießen. Was ist denn eigentlich in dich gefahren? Ich erkenne dich ja nicht wieder. Früher waren die Kinder deine besten Freunde und jetzt freust du dich gar nicht das sie da sind.
Seppel: Ach, du. Du hast ja nicht solche Probleme wie wir, mit deinen Superkräften. Schau dir doch die Kinder an wie gelangweilt sie dasitzen. Aber du bist ja immer der Held, oder hast du schon mal ne Tomate ins Gesicht gekriegt?
Super Ken: Ne aber ne Erbse, das ist viel härter glaub mir. Naja lassen wir dass. Aber wolltet ihr nicht schon längst anfangen? Ist ja klar, das sich die Kinder langweilen. Also ich werd dann mal davonfliegen. Ich muss ja auch überall nach dem Rechten sagen.
(flüsternd zu Seppel) Und wenn du mal in Gefahr sein solltest, dann bin ich natürlich auch zur Stelle. Also dann machts gut.
(fliegt davon)
Klara: Na dann lass uns jetzt endlich anfangen. Na dann machen wir erstmal einen Kartentrick. Dazu brauchen wir aber einen Freiwilligen . (nimmt ein Kind, Trick klappt nicht) Na so was, das ging doch sonst immer. Ach Seppel versuchs du doch noch mal. Du weißt doch noch bestimmt wies ging. (gibt Seppel die Karten)
Seppel: Hm mal schaun. Mal sehn ob wir das hinkriegen. Na dann zieh mal ne Karte.
... Hier die hier wars, stimmts? ...Wie die war’s nicht? Du willst mich doch verarschen. Du weißt ja selber nicht welche Karte du gezogen hast. Ich kann doch zaubern!
Merlin: Ja, ja so siehst du aus. Du kannst doch nicht mal die Zahlen auseinander halten. Lasst mich mal ran hier. Ich werd euch zeigen, was ein richtiger Zauberer ist.
Klara: Wie du bist ein richtiger Zauberer, so einer der so richtig was wegzaubern kann?
Merlin: Aber sicher! Ich kann noch viel mehr, als bloß Dinge wegzuzaubern. Aber lasst uns mit etwas einfachem beginnen. Also her mit den Karten. Ich bitte um einen Freiwilligen.
(Kind kommt; Merlin macht Trick und Trick klappt)
Merlin: So aber ich habe ja gesagt, ich kann auch Sachen wegzaubern.
(Macht Trick mit Wasserglas und Pfennig) Sicher sucht ihr jetzt nach einer Erklärung. Aber es gibt keine Erklärung. Entweder man kann zaubern oder nicht. Und ich bin ein Meister dieser Kunst. Doch kommen wir nun zu meiner Spezialität, dem Menschen durchsägen. Na, wer will den als erstes. Der mutige Seppel oder doch eher du Klara. Was sagt ihr Kinder, wer soll in 2 Hälften gesägt werden?
Seppel: Ich würd mal sagen Ladys first. Ich bin ja schließlich ein Gentleman. Und wenn wirklich was schiefgehen sollte, wir haben ja immer noch UHU, der klebt alles!
Klara: Du hast ja bloß Schiss. Du bist ein ganz schönes Weichei, weißt du das? Ok, dann mach ich’s eben, aber nur unter einer Bedingung.
Merlin: Und die wäre?
Klara: Du kannst doch so viele Tricks. Einen musst du mir dann verraten. Merlin. Ich mache keine Tricks, ich kann zaubern. Aber ich denke da lässt sich was machen bei dir. So nun aber Schluss mit dem Gerede. Leg dich auf den Boden. Los die Säge her Seppel aber zackig.
Seppel: Warte mal, nicht so hastig. Musst du dich nicht konzentrieren?
Merlin: Ach konzentrieren, worauf denn. Das hier mach ich doch schon seit Ewigkeiten.
Seppel: Aber irgendwas stimmt hier nicht. Irgendwas kommt mir faul vor. Fällt euch was auf Kinder?
Merlin: Gibst du mir nun die Säge du dummer Seppel oder was ist?
Seppel: Ja genau, das ist es. Wozu brauchst du denn eine Säge wenn du zaubern kannst. Die Klara zersägen, dass kann ja jeder. Ein richtiger Zauberer kann das doch auch ohne, oder was meint ihr Kinder?
Merlin: Ähm, das stimmt ja gar nicht was du da sagst. Das Kunststück besteht ja nicht darin das ich sie zersäge sondern sie wieder zusammengebaut bekomme.
Klara: Moment mal, woher weiß ich denn dass du das überhaupt kannst?
Seppel: Genau, vielleicht bist du ja nur so ein Skrupelloser Organräuber. Woher sollen wir wissen ob wir dir vertrauen können?
Merlin: Seid ihr den blind? Ihr habt doch meine Zauberkünste bereits gesehen, was gibts denn da für einen Grund an mir zu zweifeln?
Klara: Ich weiß nicht, irgendwie ist mir das nicht mehr so geheuer.
Merlin: Ach, keine falsche Scheu. In 2 Minuten sind sie schon zersägt und wieder komplett zusammengesetzt. No Risk – no fun.
Seppel: Warum zeigst du uns nicht erstmal bei dir, dass dein Trick überhaupt klappt.
Merlin: Wie oft hab ich euch denn schon gesagt, ich mache keine Tricks. Zaubern hat doch nichts mit tricksen zu tun. Außerdem, wie soll ich mich denn selber zersägen? Das hab ich ja noch nie gehört, dass sich der Zauberer selber durchsägt. So schluss jetzt mit den Faxen. Säge her (reißt Seppel Säge aus der Hand) ich will heut Abend noch Fußball schauen. Setzt Säge an.
(Super Ken kommt angeflogen)
Nichts da du Schuft, du hast dich gerade selber verraten. Ein Zauberer guckt doch kein Fußball. Ein echter Zauberer weiß schon vorher wie das Spiel ausgeht, warum sollte er dann das Spiel schauen.
Merlin: Wo kommst du denn auf einmal her. Dich kenn ich doch aus dem Fernsehen, du bist doch der ...
Super Ken: ...richtig der Super Ken. Aber dein Gesicht kenn ich auch. Dein Phantombild ist in allen Zeitungen zu sehen. Du bist kein Zauberer sondern ein übler Betrüger. Die Polizei ist schon bestellt, die werden sich gleich um dich kümmern.
Klara: Du bist wieder mal unser Retter, mein Held.
Seppel: Ja gut das es dich gibt. Du bist ja echt immer zur Stelle wenn man dich gebrauchen kann.
Super Ken: Wisst ihr Kinder über wen ich froh bin, dass es sie gibt? Ohne den Seppel und die Klara, hättet ihr bestimmt jetzt keine Beschäftigung gehabt. Da kommt es doch nicht selten vor, dass ihr euch auch mal untereinander streitet, oder? So hatte ich mal 10 min nicht so viel zu tun. Sonst hätt ich mich um eure Angelegenheiten auch noch kümmern müssen. Und jetzt tut mir einen Gefallen, ja. Ich will heut auch noch ein bischen meine Ruhe haben, also vertragt euch schön und streitet euch nicht. Wenigstens mir zur Liebe. Ok, dann Tschüss bis zum nächsten mal.
Seppel: Cool, da sind wir ja doch zu etwas zu gebrauchen.
Klara: Genau, wenn das soeiner wie Super Ken sagt dann muss es ja stimmen.
Seppel: Tschüss Kinder und denkt daran was euch Super Ken gesagt hat. Ihr wollt doch schließlich alle das Beste für ihn, oder?

Beispielthema:Streit und über richtige und falsche Helden.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2006)


Anspiel zur Taufe:
„Veränderung kommt erst von innen und dann von außen“

Personen: Streber, Schüler 1, Schüler 2

Streber sitzt alleine und liest im Lexikon
Schüler 1: Was macht denn unser Streber da? Sehe ich da richtig, du liest in einem Lexikon?
Streber: Ich lese nicht, ich studiere. Weist du z.B. was eine Koagulation ist?
Schüler 1: Ne, muss man dass denn wissen?
Streber: Nun, Koagulation beschreibt die Gerinnung bzw., Ausflockung einer kolloiden Flüssigkeit. Das sollte man schon wissen. Es gibt da eben grundlegende Begriffe mit denen man einfach vertraut sein muss. Aber das ist bei dir wohl leider nicht der Fall!
Schüler 1: Ach echt? Ich leb auch so ganz gut, ohne das ich das halbe Lexikon auswendig kann und jeden Tag nur unnötiges Wissen in mich hineinstopfe...
Streber: Unnötig? Du bist wirklich armselig. Du weist ja gar nicht was dir alles verloren geht.
Schüler 1: Was mir verloren geht? Schau doch mal nach was im Lexikon unter Freund steht, dann weist du was dir verloren geht du Besserwisser!
(geht)
Streber: (zu sich selbst)
Ein Freund, das weiß doch jeder. Ein Freund ist hm, ...
(blättert im Lexikon)
Freund, das steht hier gar nicht drin. Habe ich eigentlich Freunde?
Schüler 2: Na ja zumindest keinen den ich kenne.
Streber: Willst du nicht mein Freund sein, dann könnten wir zusammen im Lexikon lesen.
Schüler 2: (lacht)
Ne du, auf so was hab ich echt kein Bock.
Streber: Oder ich könnte dir meine Briefmarkensammlung zeigen! Ich hätte so gern einen Freund.
Schüler 2: Aber den wirst du nicht bekommen, wenn er immer nach deiner Nase tanzen muss und außerdem kenn ich keinen der sich für Lexikon und Briefmarken interessiert.
Streber: Achso, du meinst also ich muss mich ändern, dann bekomme ich Freunde?
Schüler 2: Dann bist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.
(schaut auf die Uhr) Ich muss los.
Streber: So ein paar Freunde, dass wäre schon nicht schlecht. Da muss ich wohl an mir arbeiten.
Schild: nach 2 Wochen
Streber liest in einer Sportzeitung
Schüler 1: Sag mal ist alles ok bei dir? Hat dir jemand dein Lexikon geklaut, oder wie?
Streber: Ach hör mir auf mit dem Lexikon, das war früher. Ich bin jetzt anders. Fußball ist ja doch nicht so langweilig wie ich immer dachte.
Schüler 1: Du interessierst dich jetzt für Fußball?
Streber: Na klar ich hab auch alle WM Spiele der deutschen Mannschaft gesehen. Nur eins verstehe ich nicht. Warum foulen die sich gegenseitig. Kann man denn sowas nicht mit Worten regeln?
Schüler 1: Hä? Mir scheint du bist doch nicht so anders als früher!
Streber: Na klar hab ich mich verändert. Schau mich doch mal genau an – ich bin ein neuer Mensch.
Schüler 1: (lacht)
Dann vergleich mal das Klassenfoto von vor 3 Jahren mit dem Bild von dir im Spiegel. Deine Maulwurfsbrille, dein Wollpullover, deine grauen Fusselhosen – alles wie immer.
Streber: Aaaber das sind doch nur Äußerlichkeiten.
Schüler 1: Was weiß ich, ich hab kein Röntgenblick, ich seh nur einen Streber. (geht)
Streber: (schimpft vor sich hin)
Na toll, ich werd wohl nie Freunde finden. Dabei wollt ich die Jungs heut zum Fußball zu mir einladen.
Schüler 2: Na, Achim was schimpfst du denn so.
Streber: Wwwie, warum hast du gerade meinen richtigen Namen gesagt?
Schüler 2: Soll ich dich lieber wieder Streber nennen, oder wie?
Streber: Nein, natürlich nicht. Es kam nur etwas überraschend, weil mich ja sonst nie jemand Achim nennt und weil anscheinend niemand mitgekriegt hat, das ich mich verändert hab.
Schüler 2: Ich hab das schon mitgekriegt. Manchmal kommen zwar noch deine alten Gewohnheiten durch, aber ich glaub, du hast schon einen großen Schritt nach vorne gemacht.
Streber: Aber das verstehe ich nicht. Warum will dann trotzdem noch keiner was mit mir zu tun haben?
Schüler 2: Die meisten sehen dich wie früher, weil sich für sie äußerlich an dir einfach nichts verändert hat. Nach außen hin, siehst du eben immer noch wie ein Streber aus!
Streber: Aber ist das nicht total oberflächlich nur nach dem äußeren zu gehen. Du meinst es hätte also gereicht wenn ich mir neue Sachen gekauft hätte?
Schüler 2: Na und eine anständige Brille... Nein, natürlich nicht. Denn dann hätten die andern auch schnell gemerkt, dass du im inneren doch noch der alte Streber bist. Mit deiner äußerlichen Veränderung zeigst du den andern eigentlich, dass du deine Einstellung geändert hast, dass was man nicht auf den ersten Blick von außen sehen kann.
Streber: Dann kaufe ich mir also nur neue Sachen, damit die anderen sehen, dass ich nicht mehr der Streber bin? Dann werde ich also endlich Freunde haben?
Schüler 2: Also ich glaub, dein neues Äußeres zeigt zum einen den anderen, dass sich was bei dir verändert hat. Außerdem glaub ich fühlst du dich in ein paar neuen Klamotten dann selber wohler und du wirst gleich selber dran erinnert, dass du jetzt eine andere Einstellung hast. Hast du das jetzt gecheckt?
Streber: Na klar, Alter. Veränderung kommt erst von innen und dann von außen
(zieht sich Pullover aus – darunter cooles T-Shirt. Und setzt Sonnenbrille auf)
Mein neues Leben kann beginnen.

Beispielthema:Veränderung durch andere, Erscheinungsbilder und Fremdeinschätzungen, Eigenbild und Fremdbild

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2006)


Einschulung mit Opa Hubert

Personen:

  • Opa
  • Enkel
Opa Hubert kommt herein mit seinem Enkelsohn (verkleidet als Mädchen)
Enkel: Man Opa, bei den vielen Leuten, dass is voll peinlich und uncool...
Opa: Pscht, du machst gefälligst was Opa Hubert dir gesagt hat. Hallo ihr lieben Leute. Ich hab gehört hier findet heute eine Einschulung statt, da darf Opa Hubert natürlich nicht fehlen. Da kann Opa Hubert Geschichten von früher erzählen, da wird ihr nur so staunen...Aber wo ist denn eigentlich das Kind für das der Spaß nun endlich beginnt.
Enkel: ...direkt vor dir. Du brauchst glaub ich schon ne Brille mit optischem Zoom.
Opa: Ach da bist du ja. Wo kommst du denn so schnell her...Natürlich hat dir Opa Hubert auch was mitgebracht. So was gab’s auch schon früher zu Opa Huberts Einschulung, da hat sich noch nischt geändert. Hier Opa Hubert hat auch ne Zuckertüte (Tüte mit Zucker drin) für dich. Hehe
Opa: Na sone schöne Zuckertüte hast du noch nich gekriegt, wa?
Enkel: Opa du bist so peinlich.
Opa: Da du ja nun in die Schule kommst, dachte Opa Hubert sich er zeigt dir mal wie das mit Schule dann so läuft und so. Dafür hat Opa Hubert noch jemand mitgebracht. Hier meine Enkeltochter, sie hat zwar ein paar männliche Züge, aber Aussehen is ja nich wichtig.
Enkel: Wenn ich so gut sehn würde wie du Opa, wär’s mir auch egal!
Opa: Weist du früher, da war Opa Hubert an seiner Schule der Lehrerschreck. Die Lehrer hatten alle Angst vor Opa Hubert. Denn Opa Hubert hat den Lehrern Streiche gespielt, die hatten wochenlang noch Albträume. Denn das kannst du Opa Hubert ruhig glauben, die Streiche sind das einzige an das man sich später noch erinnert. Chemie und Mathe und Deutsch, dass ist alles nicht so wichtig mein Kind. Und da hat sich Opa Hubert gedacht er zeigt dir mal wie du selber ein paar Streiche machen kannst. Aber eins musst du vorher wissen! Der Lehrer ist nicht Freund, sondern Feind, hehe, das darfst du nie vergessen.
Enkel: Du warst also schon damals paranoid...
Opa: Opa Hubert ist jetzt mal der Lehrer und meine Enkelin das bist quasi du! Lektion 1: Lass den Lehrer nie aus deinen Augen.
Enkel sitzt am Tisch und schreibt an seinem Aufsatz. Opa schreitet umher und knallt plötzlich den Stock auf den Tisch. Enkel zuckt zusammen. Opa nimmt Messlatte und misst Abstand Lehne/Rücken, Schoß/Tischkante.
Opa: Schüler auf! (Enkel steht auf) Habe soeben grobe abweichende Maße ihrer Sitzposition von der in der im äh Schülergesetzbuch festgelegten Sitzposition ermittelt. Es handelt sich um Abweichung von mehr als 3,1 cm! Schüler, was ist die Strafe?
Enkel: Äh keine Ahnung, Eintrag ins Hausaufgabenheft?
Opa: Falsche Antwort!
1. Vollständiges Auswendiglernen des Schülergesetzbuches,
2. 5 Hiebe und
3. Sitzen ohne Stuhl für Rest des Unterrichts.
Und jetzt Finger her, zack zack!
Enkel: Spinnst du Opa, ich lass mich doch nich von dir verprügeln.
Opa: Äh achso stimmt, Opa Hubert sollte dich ja nicht wirklich haun. Hätt Opa Hubert jetzt glatt vergessen so vertieft war Opa Hubert in seine Rolle. Siehst du nun mein Kind wie hinterhältig und bösartig Lehrer sind? Nimm dich in Acht!
Zeit für Lektion 2: Traue keinem Lehrer.
Enkel malt ein Bild. Opa kommt und schaut über die Schulter.
Opa: Sehr schön, wirklich sehr gut. Ausgezeichnet. Das muss der große Van Bach ...
Enkel: (flüstert) der heißt Van Gogh
Opa: ähhh van Gogh höchstpersönlich gemalt haben. Eine wirkliche Meisterleistung Schüler.
Enkel: Danke, meinen sie wirklich?
Opa: Ich meine sogar du bist so gut und malst das noch einmal genauso gut, (nimmt Blatt und zerreißt es) (wird lauter) damit sich zeigt, ob du nicht doch geschummelt hast. Da hat dir doch bestimmt deine große Schwester geholfen. Du wirst das Bild noch heute fertig malen und zwar nicht zu Hause sondern hier!!! Du Wurm denkst wohl du kannst mich hinters Licht führen, wie?...
Enkel: Opa das reicht jetzt...
Opa: Oh, äh ja. Opa Hubert war schon wieder so in seine Rolle vertieft.
So hinterlistig sind alle Lehrer mein Kind. Sei auf der Hut!
Enkel: Komm lass uns jetzt das mit den Streichen zeigen, ich will auch mal über dich lachen.
Opa: Äh, wir machen das anders. Opa Hubert spielt jetzt den Schüler und du spielst den Lehrer. Opa Hubert weiß doch am Besten wie man die Streiche macht. Hehe.
Enkel: So war das aber nicht ausgemacht Opa! Du suchst dir immer das Beste aus.
Opa: Nur Opa Hubert weiß, was ein richtiger Lehrerschreck ist. Los du bist jetzt die Deutschlehrerin. Geh noch mal raus. Is nämlich noch Pause. (Enkel geht)
Als Erstes zeigt Opa Hubert den Kaugummistreich. Ja früher hatten wir noch richtige Kaugummis, die sind aufgegangen im Mund wie Hefe und waren zäh wie Leder. Da muss man heute schon eine ganze Packung nehmen um annähernd den gleichen Effekt zu erzielen.
(Stopft sich Kaugummis rein und kaut und kaut) So das müsste reichen. Diesen Batzen kleben wir nun auf der Stuhl der Lehrerin. Das wird lustig hehe.
(klebt Kaugummi auf Stuhl und macht Klingel nach)
Enkel kommt herein
Enkel: Schüler, an die Tafel!
Opa: Aber Frau Lehrerin, wollen Sie sich nicht erst einmal setzen, hihi?
Enkel: Nein! Sie schreiben jetzt alles an die Tafel was sie über Schiller wissen!
Opa: Dann setzen Sie sich schon mal, dazu fällt mir nämlich eine Menge ein, hehe.
Enkel: (droht mit dem Stock) Du drehst dich nicht vorher um bevor du fertig bist, verstanden?
Opa schreibt eifrig und lacht vor sich hin und Enkel vertauscht Stühle
Enkel: Das reicht jetzt. Setzen!
Opa: Zu gern, aber wollen Sie sich nicht auch setzen?
Enkel setzt sich und Opa beginnt zu lachen, lässt sich dabei auf seinen Stuhl fallen und merkt, dass er Kaugummi dran hat.
Opa: Also früher hat das immer funktioniert. (zu Enkel) Na warte, das gibt was hinter die Löffel!

Enkel rennt weg und Opa hinterher

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Juni 2007)

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