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14 Anspiele und Sketche mit Aussage

Die hier vorgestellten Anspiele wurden alle von Thomas Baberowski zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle herzlichen Dank. Diese Anspiele eignen sich sowohl für einen Elternabend oder einem Sketchabend. Zu manchen Spielen gibt es auch noch am Ende einen kurzen Hinweis zu welchem Thema das Anspiel passen könnte um das ein oder andere Anspiel auch für eine Andacht oder einem Anspiel in einem Kinder- oder Jugendgottesdienst zu verwenden.

Genialer Erfinder

Mitwirkende: Mann, Bücherverkäuferin, Erfinder


(Marktplatz mit Verkaufsständen)

Mann: (geht über den Markt, mit Koffer, Brötchen, Becher mit zu trinken)
Bücherverkäuferin: Neue Bücher für jeden etwas und nur zum ½ Preis. Kommen sie junger Herr für sie ist bestimmt auch etwas dabei.
Mann: (schaut eine Weile und kauft dann ein Buch.)
Erfinder: Nun kommen sie schon. Meine Erfindungen werden sie faszinieren.
(am Erfinderstand hängt ein Schild: ''geniale und einmalige Erfindungen'')
Mann: Na da bin ich aber gespannt. Was für Erfindungen haben sie denn so?
Erfinder: Ich sehe sie haben gerade ein Buch gekauft. Dann brauchen sie meinen ''automatischen Seitenblätterer''. (nimmt dem Mann das Buch aus der Hand ohne zu fragen). Neue Bücher, ein und das selbe Problem, die Seiten kleben zusammen. Mit meinem automatischen Seitenblätterer haben sie dieses Problem nicht mehr. (Nimmt Seitenblätterer ( = Stab mit doppelseitigem Klebeband umwickelt) und schlägt das Buch auf) Und außerdem hat der automatische Seitenblätterer noch einen modischen Gürtelklip. Sie können ihn überall mit hin nehmen. Aber nun zeige ich ihnen wie er funktioniert. Drücken sie den Seitenblätterer 3-5 Sekunden auf die Seite die sie umblättern wollen. 3-5 Sekunden, dass reicht völlig. Der autom. Seitenbl. hält automatisch die Seite fest die sie umgeblättert haben wollen. Ziehen sie nun den autom. Seitenbl. nach links und ziehen sie ihn danach zu sich. (Seite reißt ab, weil dass doppelseitige Klebeband an der Seite festgeklebt ist) Oh da muss ich die Klebefunktion wohl noch etwas verfeinern. Dafür gebe ich ihnen ihnen den autom. Seitenbl. gratis. Nun nehmen sie schon.
Mann: Was für eine geniale Erfindung (ironisch). Da nehme ich doch lieber meine Finger zum Blättern.
Erfinder: Ich sehe sie arbeiten im Büro. Stimmt doch oder?
Mann: Ja, na und?
Erfinder: Dann ist diese Erfindung genau das richtige für sie. (Nimmt Tragebrett (normales Brett das man sich mit Lederriemen um den Hals bindet, und in Bauchhöhe hält) hervor). Sie sind im Streß auf dem Weg zur Arbeit. Erledigen ihren Schreibkram im laufen. (Lädt sich Buch, Koffer vom Mann auf) Für den besseren Tragekomfort gibt es dieses Nackenkissen (Schaumgummi) noch gratis dazu. Natürlich können sie auch den Neigungswinkel verstellen. (Schiebt Brett herunter, alles fliegt runter) Oh, da muss ich die Formel für den Neigungswinkel noch mal neu berechnen. Aber das Prinzip haben sie doch verstanden?
Mann: Was soll das. Selbst wenn ihre geniale Erfindung funktionieren würde, ist 1. viel zu klobig 2. Primitiv und 3. Traut sich mit so einem Brett vorm Bauch keiner auf die Straße. Und sowas könnte mir mein Sohn sogar zusammenbasteln. (Mann will schon gehen, ist sichtlich aufgebracht)
Erfinder: Warten sie. Meine nächste Erfindung wird ihnen bestimmt gefallen. Sie ist alles andere als primitiv. Hier das ist der vollautomatische, ferngesteuerte Servierer (normale Kiste, worunter sich ein ferngesteuertes Auto befindet). Transportieren sie ohne sich zu bewegen einen Gegenstand. Hier ich zeig ihnen wies geht. (nimmt Wasserbecher von Mann stellt es hoch und fährt wo gegen, Becher kippt um.)
Mann: Geht es ihnen noch gut. Sie sind ja völlig verrückt. Ihre Erfindungen sind doch Kinderspielzeug oder funktionieren nicht einmal. So ein Quatsch. Was sind sie denn für ein Irrer!
Erfinder: Dann wird sie mein Brötchenschneider (Blechscheere) bestimmt überzeugen. Was praktisches für den Alltag. Das ist es was sie brauchen. Jetzt hab ich sie endlich durchschaut.(Nimmt Mann Brötchen aus der Hand)
Mann: Lassen sie mein Brötchen in Ruhe, ich will das noch essen.
Erfinder: Haben sie keine Angst um ihr Brötchen. Mit dem Brötchenschneider (eine Art selbstgebaute Blechschere) werde ich ihr Brötchen in 1 Sekunde in 2 gleich große Hälften teilen. Mit dem Brötchenschneider haben sie blitzschnell 2 gleich große Brötchenhälften. (versucht Brötchen zu teilen, klappt nicht.) Oh ich sehe es klemmt noch ein bißchen. (nimmt Öl und gießt es über die Blechschere, das Brötchen) So damit das ganze besser flutscht...
Mann: Sind sie denn wahnsinnig? Sie sind doch nicht mehr ganz dicht, das wollte ich noch essen. Öl auf mein Brötchen ...
Erfinder: Naja, sieht doch fast aus wie Honig. Der Brötchenschneider muss nur noch etwas geschärft werden, dann geht das von selbst wie geschmiert.
Mann: Sie kriegen gleich von mir eine geschmiert. Ins Irrenhaus sollte man sie bringen. Genialer Erfinder, das ich nicht lache. Reißt Schild ab zerknittert es, wirft es auf Erfinder und geht kopfschüttelnd.
Erfinder: Ich weiß gar nicht was die Leute immer haben. Da will man die Fortschrittlichkeit ein bischen voran treiben und das ist der Dank. Es kann doch nicht alles auf Anhieb ganz perfekt funktionieren.

Beispielthema: Gott als genialer Erfinder (im Gegensatz zum Erfinder aus dem Anspiel)

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Lieber Super als Normal

Mitwirkende: Mann und Frau

Mann: (fährt pfeifend oder Musik hörend die Straße entlang)
Frau: (steht am Straßenrand und trampt)
Mann: (fährt ganz cool vorbei, macht dann Vollbremsung, und fährt rückwärts zurück; lehnt sich cool aus dem Fenster und schaut über seine Sonnenbrille.) Na wo soll's denn hingehn?
Frau: Ich muss nach Cottbus. Können sie mich mitnehmen?
Mann: Na dann hüpf mal rein. Und gut anschnallen. (fährt mit quietschenden Reifen los). Also ich bin der Ulf. Hab den Wagen grad erst vor einer Stunde gekauft und mach jetzt meine erste Fahrt.
Frau: Ich heiß Christin. Is schon n toller Wagen den du da fährst.
Mann: Na aber auf jeden Fall. Hat mich auch ein schweine Geld gekostet. Naja für Alufelgen, Klimaanlage und Navigationssystem bezahlt man ja auch ganz schön. Da kann man sich schon auf der Straße blicken lassen, mit 180 PS und Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h. Und fahren sie eigentlich Auto?
Frau: Ja eigentlich schon, doch mein Auto ist in der Werkstadt. Deswegen musste ich sie ja nun bitten mich mitzunehmen.
Mann: Und was haben sie für nen Wagen. Wie schnell zieht er denn von Null auf Hundert?
Frau: Ach das weiß ich nicht, das hab ich mit meinem Corsa noch nicht ausprobiert.
Mann: Aha n Corsa ham sie also. (stößt sie lachend an) Da ist es ja mal ein Erlebnis heute für dich, mal mit nem richtigen Auto zu fahren, hehe. Is schon in anderes Gefühl mit 100 PS mehr unter der Haube ni? Wieviel Hubraum hat ihr Corsa denn?
Frau: Wissen sie so genau kenn ich mich mit Autos doch nicht aus. Die Hauptsache ist doch das Auto fährt, oder?
Mann: Mann muss mit seinem Auto doch eng vertraut sein. Naja so seid ihr Frauen halt. (kurze Pause). Ich fahr dann mal hier ran tanken, ist nicht mehr viel drin im Tank. (steigt aus, Tankdeckel auf). Ja was nehmen wir denn. Na dann nehmen wir hier Diesel, das ist am billigsten. (Tankt voll, bezahlt, fährt los). Der Motor läuft ja auf einmal so komisch. (Auto geht aus) Nanu was ist denn jetzt los. (Geht raus und macht die Motorhaube auf.) Hier ist nichts zu sehen. Das versteh ich ja jetzt gar nicht...
Frau: Vielleicht müssen sie ja Super tanken. Sind sie sicher das das Auto einen Dieselmotor hat?
Mann: (kleinlaut) Phh das weiß ich gar nicht. Hab ich ganz vergessen zu fragen.
Frau: Tja, manchmal ist das billigste halt doch nicht das Beste.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Penneranspiel

Person1 und Person2 treffen sich auf der Straße, es ist Sonntag

Person1: Na was hast du heute vor?
Person2: Keine Ahnung. Hast du`n bißchen Knete einstecken. Laß uns erst einmal`n Kasten holen.
Person1: Gute Idee, dann sehn wir weiter.

(Beide gehen und kommen kurz danach mit Kasten wieder. Trinken eine Flasche nach der anderen.)

Person2: Was der Kasten ist ja gleich leer was machen wir jetzt oder besser gesagt wo kriegen wir den nächsten Kasten her?
Person1: Sieste den Penner da drüben der hat doch immer was zu saufen. Der säuft doch den ganzen Tag. Kein wunder dass man so auf der Straße landet.
Person2: Ich versteh dass sowieso nicht wie man so verkommen kann. Mal gelegentlich 2,3 Bierchen, OK vieleicht auch ein paar mehr reichen doch völlig. Aber solche (zeigt verächtlich in Richtung des Penners) können ja nie genug kriegen.
Person1: Genau die sollten sich mal ein Beispiel an uns nehmen. Wir gönnen uns gelegentlich mal ein paar Bier und dabei bleibt es auch.

(Nehmen letzte Bierflasche.)

Person1: Prost auf dass wir nicht mal solch ein Penner werden
Person2: Ich bitte dich. Um so zu enden muss man doch ein Klacks weghaben.

(Trinken Flasche aus. Verabschieden sich .Gehen.)

(Mittwoch, beide treffen sich auf der Straße.Begrüßung)

Person2: Mensch wir ham was zu feiern.
Person1: Was zu feiern?
Person2: Na mann wir hab`n jetzt schon 2 Tage lang nichts mehr getrunken. Da drauf müssen wir erst enimal ein Trinken.

(Holen sich Flasche Bier)

Person2: Mensch das Bier schmeckt heute wirklich gut. Los wir holen uns noch ein paar Flaschen.
Person1: Meinst du nicht das ein Bier für heute reicht? So fängts nämlich an und dann sitzt man irgendwann dort drüben (zeigt zur Bank auf der der Penner sitzt). Tchüß ich gehe .
Person2: Was is denn mit dem los. Naja dann trink ich eben alleine.

(holt sich ein Bier nach dem anderen, Kippt nach einer Weile bewusstlos um.

(Im Krankenhaus ... der Penner liegt neben ihm)

Person2: Was so weit hab ichs schon gebracht? Und ich dachte ich hab alles im Griff.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Prioritäten setzen

Mitwirkende: Mann, Frau, Sohn


(Mann klingelt an der Tür, wartet ungeduldig)
(Frau öffnet die Tür)
Mann: (noch bevor ihn die Frau begrüßen kann) Na endlich wie lange dauert das denn. (stößt Frau hastig beiseite und rennt zum Fernseher und schaltet ihn ein, schmeißt seine Tasche in die Ecke, zieht sich sein Trikot, Schals usw. über seine schmutzigen Arbeitssachen) Mensch die spielen ja schon 3min. Naja steht immer noch 0:0. Das wäre ja ein Ärger gewesen wenn ich ein Tor verpasst hätte. (lässt sich in den Sessel fallen)
Frau: Guten Tag erst mal. Wie war dein Tag?
Mann: (Augen bleiben auf den Fernseher gerichtet) Hallo. Wie immer. Ach was soll die Fragerei, du siehst doch das ich jetzt Fußball gucke. Kannst mir mal `n Bier holen.
Frau: Kommt sofort darf es noch was sein? (genervt)
Mann: In der Halbzeitpause will ich dann essen. Und nun lass mich endlich in Ruhe Fußball gucken.

(Frau geht)
(Mann schaut sich das Spiel an, feuert seine Mannschaft an, schimpft auf den Schiedsrichter usw.)

Mann: Mensch was macht der denn da, man den kann man doch nicht so vorbeilassen, nun grätsch doch schon. (kurze Pause) Na das musste ja so kommen Jetzt sind wir schon wieder so früh im Rückstand.
Sohn: (kommt mit Matheheft ins Zimmer) Kommst du jetzt Mathe üben? Du weist doch morgen schreiben wir unsre Abschlussarbeit.
Mann: Achso äh ne das geht jetzt nicht. Du siehst doch das ich gerade Fußball gucke. Setz dich mit hin und gucke Fussball. Fussball ist wichtiger als Mathe.

(Sohn setzt sich hin und schmeißt sein Matheheft beiseite.)
(Mann schaut wieder auf den Fernseher, brüllt herum...)

Mann: Ja, ja komm und nun schieb ihn ins kurze Eck. Ja Tooooooooooor. (schüttelt den Sohn durch und bläst in die Tröte.)
Frau: (zum Sohn ) Was machst du denn hier, du sollst doch Mathe lernen. Wie willst du denn die Logik vom Fussball schauen verstehen?
Sohn: Papa hat keine Zeit zum lernen und Fußball ist wichtiger als Mathe sagt er.
Mann: Was redest du da mit Logik? Logisch ist es, wenn man Mann und Sohn in Ruhe Fussball gucken lässt. Nun lass uns doch endlich in Ruhe Fußball gucken, was soll denn aus dem Jungen einmal werden, wenn er sich mit Fußball nicht auskennt.
Frau: Na dann braucht man sich ja nicht zu wundern, dass unser Sohn so schlechte Zeugnisse mit nach Hause bringt. (vorwurfsvoll)

(Mann hört gar nicht zu und spricht mit dem Fernseher)

Frau: Am Wochenende wollen wir zu meinen Eltern fahren. Wir wollen doch schon seit ...
Mann: Geht nicht da kommt Fußball.
Frau: Du und dein Fussball, denkst du überhaupt noch an was anderes?
Mann: (ärgerlich) Mensch jetzt sei doch endlich mal ruhig, ich will Fussball gucken.

Beispielthema: Wo setze ich Prioritäten in meinem Leben, was sollte wichtig für mich sein

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Verwöhnter Junge


(Person B kommt im dicken Regencape und Regenschirm hinein, legt alles ab und setzt sich.)
(Person A sitzt auf einem Stuhl und isst Kekse)
B: Man ist das ein blödes Wetter draußen. Naja, was tut man nicht alles um sich für einen Job zu bewerben – bei der heutigen Arbeitsmarktsituation...
A: Mir doch egal ob das Wetter blöd ist, pass lieber auf, dass du meinen neuen Anzug nicht nass machst. Den haben mir meine Eltern extra für das Vorstellungsgespräch heute gekauft.
B: Oh, das war keine Absicht. Wo hast du denn deine nassen Sachen hingehangen? Und wo gibt es hier einen Schirmständer?
A: (verächtlich) Weiß ich doch nicht. Ich bin mit dem Taxi gebracht worden.
B: (legt seine Sachen ab) Und du bewirbst dich also auch als Bankkaufmann?
A: Naja logisch. Bin doch nicht um sonst hier. Ich hab die Stelle schon so gut wie sicher. Mein Vater kennt nähmlich den Betriebsleiter. Glaubst du wirklich du hast in Jeans un T-Shirt eine Chance auf diesen Job?
B: (etwas gekränkt) Meine Eltern sind beide arbeitslos, so einen teuren Anzug konnten wir uns nicht leisten.
A: So arbeitslos. (Beißt genüßlich in einen Keks) (holt sein Handy raus und spielt)
B: Cooles Handy. Hat bestimmt ne Menge Geld gekostet.
A: Ich habs ja nicht bezahlt. Ich habs von meinen Eltern zum Nikolaus gekriegt. Zu Weihnachten will ich einen neuen PC haben. Mein Alter ist schon über ein Jahr alt.
B: Du scheinst ja echt reiche Eltern zu haben.
C: (kommt in den Warteraum) Herr Reiche würden sie bitte mit mir ins Gesprächszimmer kommen?
A: (spielt noch an seinem Handy) Ja, ich komme gleich ich muss nur noch schnell meien neuen Highscore speichern.
C: (schnippisch) Lassen sie sich ruhig Zeit, dann bitte ich eben Herrn Pfennig zuerst ins Gesprächszimmer.
A: Ich bin ja schon fertig. (Klatscht in die Hände) Na dann gehn wirs an.

(im Gesprächszimmer)

C: Ja Herr Reiche ich würde dann erst einmal von ihnen wissen wollen was sie so für Interessen haben und warum sie sich als Bankkaufmann beworben haben.
A: Ja also ich spiele gerne Playstation und Computer. Ja mein Vater hat das Bewerbungsgespräch für mich organisiert. Er kennt ja den Geschäftsleiter. Naja ich dachte sowas mit Geld ist bestimmt nicht schlecht zumahl ich ja auch schon mein eigenes Taschengeld verwalte. Ich weiß 200 Euro im Monat sind natürlich kein Vergleich zu den Summen mit denen man als Bankkaufmann konfrontiert wird.
C: So, so. Und was stellen sie sich unter diesem Beruf denn so vor?
A: Also ich denke man verdient recht gut und man muss mit Geld wirtschaften können.
C: Können sie das?
A: Naja eigentlich schon. Ich hab ja auch mein eigenes Konto. Meine Eltern überweisen mir seit meiner Geburt pro Jahr immer 2000 Euro. Ja von dem Geld kauf ich mir dann PC Spiele, Videos, CD`s oder mal einen neuen Bildschirm oder so. Natürlich bleibt da auch noch Geld zum sparen übrig.
C: Naja mit Geld gehen sie wie mir scheint ein wenig locker um. Aber zeigen sie mal ihr Zeugnis. Mal sehen was ihre Noten über sie aussagen.
A: Hier, bitte schön.(Gibt Zeugniss mit Mappe)
C: (öffnet Mappe) Was soll denn der 50 Euro Schein hier drin. Also bestechen können sie mich wirklich nicht.
A: Oh das ist mein letztes Zeugnisgeld, hab ich noch gar nicht raus genommen.
C: (mustert das Zeugnis) So sie hatten also eine 3 in Mathe. Für den Beruf als Bankkaufmann sind mathematische Kenntnisse jedoch von großer Bedeutung.
A: Ja im im Wahlfach Biologie hatte ich dafür eine 1+.
C: Ok das wars. Ich denke ich habe jetzt alles Wichtige über sie erfahren. Warten sie dann bitte im Wartezimmer bis ich sie dann wieder hereinrufe. Bitten sie bitte Herrn Pfennig ins Gesprächszimmer.
A: Meine Adresse haben sie ja, wegen den ganzen Unterlagen dann. Ich geb ihnen zur Sicherheit noch die Visitenkarte meines Vaters. Also bis gleich.

(B kommt ins Gesprächszimmer)(Begrüßung B und C)

C: Ja, was haben sie für Interessen und warum wollen sie Bankkaufmann werden ?
B: Ich interessiere mich mich für Computerprogramme und in unserem Computerverein verwalte ich die Vereinskasse. Außerdem habe bereits ein Praktikum in der Sparkasse absolviert.
C: Das höhrt sich ja gut an. Da haben sie ihrem Vorgänger einiges vorraus. Wenn ich dann noch ihr Zeugnis sehen könnte.
B: Bitte schön.
C: Ich sehe eine 1 in Mathe und deine Beurteilung zu deinem Sozialverhalten fällt auch sehr positiv aus. Du bekommst den Job. Dein Vorgänger dachte er kann mich mit seinem Reichtum und dem Ansehen seines Vaters beeindrucken. Aber bei der Jobsuche zählen andere Werte.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Familienstreit

Mitwirkende: Vater, Mutter, Oma, Opa, Kind1, Kind2


(Familie (Vater, Mutter, Kind1, Kind2) sitzen am Tisch, Vater liest Zeitung, Mutter trinkt Kaffee)

Kind1: (zufrieden) Endlich Ferien. Mal wieder richtig lange ausschlafen und keine Schule.
Vater: (schaut über die Zeitung) Achso, ab morgen hab ich mir Urlaub genommen. Ihr wisst ja, unsere Garage muss endlich mal verputzt werden und da jetzt gerade die Ferien beginnen, (schaut Kinder an) trifft sich das ja ganz gut. Ich würde euch bitten dann morgen um 6 aufzustehen. Ihr wisst ja das ich euch schon gut gebrauchen kann.
Kind1: Guter Witz, selten so gelacht.
Vater: (verdutzt) Äh wie? Das war ernst gemeint. Ihr habt doch noch solange Ferien, da werdet ihr eurem Vater wohl mal ein paar Tage helfen können.
Kind2: Ist das dein völliger Ernst? Ich wollte morgen mit meinen Freundinnen an den See fahren.
Mutter: Ach, und warum erfahre ich erst jetzt etwas davon?
Kind1: Bessere Frage: ''Warum erfahre ich erst heute davon?'' Nö, das sehe ich überhaupt nicht ein. (zeigt einen Vogel) Am ersten Ferientag gleich früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten. Ferien sind zum ausruhen da.

(An der Tür klopft es)

Vater: (barsch) Herein!

(Oma und Opa kommen herein)

Mutter: (zu den Kindern) Nun holt euren Großeltern doch erstmal 2 Stühle!
Opa: (zu den Kindern) Ach lasst nur, wir wollen sowieso nicht lange bleiben.
Oma: Ja wir wollten nur noch mal ein paar Sachen wegen unserem Familienurlaub besprechen.
Kind2: Ach ja, der Familienurlaub. Ich glaub ich komm doch nicht mit. Auf laaangweilige Museumsbesuche und früh aufstehen hab ich echt kein Bock. Ich wollte sowieso etwas mit meinen Freunden unternehmen.
Kind1: Wenn sie nicht mitkommt, bleibe ich auch hier.
Vater: (Haut mit der Faust auf den Tisch) Also was erlaubt ihr euch eigentlich. Wir sind eine Familie, da kann doch nicht jeder das machen, wozu er gerade lustig ist.
Mutter: Was habt ihr denn. Es ist doch schön etwas mit der Familie zu unternehmen. Und außerdem (zu Kind2) sind deine Freunde kein guter Umgang für dich.
Opa: Seid froh, dass eure Eltern mit euch in den Urlaub fahren. Wir mussten früher in den Sommerferien Kartoffeln lesen. Hätten wir damals so mit unserem Vater geredet, ...
Oma: Es ist zwar sehr schade dass ihr nicht mitkommen wollt. Es ist doch besser wenn sie etwas mit ihren Freunden unternehnen was ihnen Spaß macht, als dass sie mit uns im Urlaub den ganzen Tag mit langem Gesicht rumlaufen.
Vater: (verärgert zur Oma) Da hab ich wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden. Wir sind schließlich eine Familie und da grenzt sich keiner aus. Man kann sich doch nicht auf der Nase herumtanzen lassen.
Opa: (traurig zur Oma) Ich glaube es ist besser wenn wir alleine in den Urlaub fahren. Wobei es so ein schöner Urlaub hätte werden können. Aber so ist das halt mit der Jugend.

(Oma und Opa verlassen den Raum)

Mutter: (zum Vater) Das hasst du nun davon. Das hätte man alles auch in Ruhe klären können.
Vater: (schnipisch) Man kann es halt nicht jedem recht machen.
Kind1: Ihr denkt doch nur an euch. Was uns Spaß macht interessiert euch doch gar nicht.
Kind2: Genau.

(Kind1 und Kind2 gehen)

Mutter: Ja, es ist schwer Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen unter einen Hut zu kriegen.
Vater: Das ist wohl war!

Themenvorschlag: jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen vom Leben; wie bringt man alle unter einen Hut?

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


''Drückeberger''

Mitwirkende: Chef, Sekretärin, Angestellter, Auszubildende

Chef: Ach, Tag Herr Schulz. Gut das ich sie gerade treffe. Ich hab da nämlich eine ganz spezielle Aufgabe für sie.
Angestellter: Aber gerne. Ich liebe Aufgaben, die meinen Qualitäten entsprechen.
Chef: Ja, also diese Aufgabe ist wirklich von großer Wichtigkeit. Ich bitte sie dieser Aufgabe so schnell und sorgfältig wie möglich nach zugehen.
Angestellter: Na ist doch selbstverständlich. Worum gehts denn nun.
Chef: Diese Akten müssen sorgfältig auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Ich würde mich ja ansonsten selber darum kümmern, aber ich bin doch diese Woche bei einer Weiterbildung. Also sie legen dann die fehlerhaften Akten bitte auf meinen Schreibtisch. Na dann frohes schaffen.
Angestellter: (dreht sich um, will nicht glauben dass er damit gemeint ist) Sie, sie meinen ich soll ...
Chef: Genau sie haben richtig verstanden. Sie sollen sich um die Akten kümmern.
Angestellter: (enttäuscht) Kann das denn nicht unsere Auszubildende machen? Es gibt doch wichtigere Arbeiten für mich.
Chef: Nein diese Aufgabe hat den Vorrang und ist sehr wichtig. Ich habe sie deshalb ihnen anvertraut. Unsere Auszubildende hat doch noch gar nicht diese Berufserfahrung ,wie sie sie besitzen. Also dann, machen sie es gut und lassen sie sich nicht ihre gute Laune verderben. Tschüs. (geht)
Angestellter: (meckert vor sich hin) Berufserfahrung zum Akten durchwühlen – das ich nicht lache. Was für eine qualifizierte Arbeit.
Sekretärin: Was schimpfen sie den hier vor sich hin. Man hört sie ja bis sonst wohin!
Angestellter: Na was würden sie denn sagen, wenn der Chef sie aufgrund ihrer Berufserfahrung und ihren ''besonderen Fähigkeiten'' als seine Courierbotin arbeiten ließe?
Sekretärin: Hä, was soll den das jetzt?
Angestellter: Ich muss einen riesen Stapel Akten durchforsten. Ich arbeite hier schon 15 Jahre, ich bin doch zu besserem berufen als zu solch einer Lehrlingsarbeit.
Sekretärin: Na wenn der Chef das sagt, wird er schon wissen warum. Mir passt hier auch nicht alles in den Kram. Naja, wenn der Chef es so will. Dann will ich sie mal nicht von ihrer ''wichtigen'' Arbeit abhalten (geht)
Angestellter: Na schön. (Setzt sich erstmal an seinen Schreibtisch) ''Und lassen sie sich nicht ihre gute Laune verderben''. Schon klar, wie soll man sich denn was verderben lassen, was man sowieso nicht hat.

(Auszubildende kommt vorbei)

Angestellter: Du, komm mal her hier. Ich hab Arbeit für dich.
Auszubildende: Das ist grade aber ganz schlecht. Der Chef hat mir schon Arbeit für die ganze Woche zugeteilt.
Angestellter: Na dann musst du dich mit deiner Arbeit eben ein bißchen beeilen. Auf dem Schreibtisch beim Chef liegt ein Aktenstapel. Durchschaun – und die fehlerhaften Akten dann zurück auf den Tisch vom Chef. Alles klar?
Auszubildende: Also erstmal hat die Arbeit die mir der Chef gegeben hat Vorrang. Für die Akten kann ich nicht garantieren.
Angestellter: Sieh es als deine persönliche Herausforderung an. Ich muss auch Sachen machen die mir keinen Spaß machen. Also ich schau dann Freitag noch mal bei dir vorbei.

(Schild - die selbe Woche-Donnerstag)
(Angestellter sitzt an seinem Schreibtisch und liest Zeitung)

Chef: Na das ist aber schön, dass sie die Akten schon durchgeschaut haben. Sind sie gut zurechtgekommen?
Angestellter: (erschrocken) Äh, Chef sie hier? Wollten sie diese Woche nicht bei dieser Weiterbildung sein?
Chef: Ja das ging doch nur bis heute. Aber warum sind sie denn so erschrocken? Na wie auch immer, ich werde dann mal nach ihren Akten schauen.
Angestellter: Ach wissen sie, nach so einer anstrengenden Woche müssen sie sich doch nicht gleich wieder in die Arbeit stürzen. Fahren sie doch für heut erst mal nach Hause und ruhen sich aus. Sie sehen ja wir kommen hier gut zurecht.
Chef: Was ist denn mit ihnen plötzlich los. (ernst) Ich hab da so eine Vermutung. Kann es sein, dass die Akten überhaupt noch nicht fertig sind?
Angestellter: Ja, OK sie haben recht. Ich bin noch nicht ganz fertig, aber ...
Chef: Ich gebe ihnen bis morgen Zeit, dann liegen die Akten auf meinem Tisch. Dann bis morgen (geht)
Angestellter: Noch mal Schwein gehabt. Dann schau ich halt schnell noch diese blöden Akten durch. Vielleicht hat die Auszubildende ja schon angefangen.

(geht zum Schreibtisch des Chefs und findet einen riesigen Aktenberg vor)

Angestellter: Oh, nein. Das kann ich doch niemals bis morgen schaffen. Selbst wenn ich die ganze Nacht arbeite.
Sekretärin: Ja sehen sie. Hätten sie mal auf mich gehört. So kommt das wenn man vor der Arbeit wegläuft und von einer Lüge in die nächste schlittert. (ironisch) Schönen Feierabend wünsch ich dann. Bis morgen.

Themenvorschlag: vor etwas wegrennen am Beispiel Jona

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Das Weichei - No Risk Macht Fun

Mitwirkende: Weichei, Person1, Person2



(Weichei, Person1, Person2 stehen zusammen auf der Bühne)
Person1: Mensch, wir müßten wieder mal was richtig Cooles unternehmen.
Person2: Ja so was mit richtig viel Action, ich denk da so an Bungeejumping oder Rafting, naja vielleicht auch Steilwandklettern oder so was. Auf jeden Fall etwas mit ein bißchen Nervenkitzel!
Person1: Ja so was is schon cool, bloß das kostet auch wieder ne Menge Kohle. Mensch Klausi (Weichei), mach doch auch mal´n Spruch.
Weichei: Also auf Bugeejumping oder so was hab ich echt kein Bock. Das ist doch viel zu riskant. Überlegt doch mal was passiert wenn das Seil reißt oder zu lang eingestellt ist. Ne, ich setz mein Leben doch nicht wegen solch einem Kickifax aufs Spiel. Oder beim Klettern könnte auch ein Hacken aus der Wand brechen, oder ...(wird unterbrochen)
Person2: Nun komm mal wieder runter. Du bist ja das totale Weichei. Am Besten du setzt dich auf dein Sofa und strickst. Aber nein du könntest dir ja mit der Nadel eine schwere Stichwunde zufügen. Also auch viel zu gefährlich für dich (ironisch).
Person1: Nun mach ihn doch nicht gleich so fertig. Es hat halt nicht jeder so viel Mut (zu Person2). (zu Weichei) Ja was würdest du denn machen?
Weichei: Naja also eine Fahrradtour ist doch OK. Das kostet auch nichts.
Person2: Na dann fahr mal schön alleine. Auf so was Langweiliges hab ich echt kein Bock. Wo ist denn da der Nervenkitzel?
Person1: Ne also so was haben wir vor 5 Jahren mit unseren Eltern gemacht. Aber wie wär’s mit Ski oder Snowboard fahren. Die haben doch Schnee für Morgen angesagt.
Weichei: Skifahren kann ich nicht. Ich hab auch keine eigenen Ski.
Person2: Kannst meine haben ich fahre sowieso lieber Snowboard.
Weichei: Ach, ich hab das doch noch nie gemacht. Und wenn ich mir dann irgendwas breche. Ich glaub das ist doch keine so gute Idee. Wollen wir nicht doch lieber ...
Person1: Jetzt mach dir mal kein Kopf, beim Skifahren ist noch keiner umgekommen, zumindest keiner den ich kenne.
Weichei: Naja OK, aber so richtig wohl ist mir dabei nicht. (Schaut auf die Uhr). Oh es ist ja schon um 12. Ich muss nach Haus zum Essen. Also dann bis morgen. (Geht, sagt leise zu sich) Hoffentlich liegt morgen kein Schnee.
Person2: (ruft ihm nach) Tschau, wir hollen dich morgen um 15 Uhr ab.(wenn Weichei weg ist) Na da bin ich ja mal auf morgen gespannt wie sich unser Weichei beim Skifahren macht.
Person1: Nun er wird sich schon nicht so blöd anstellen. Also dann bis morgen. Tschau!
Person2: Tschau, hau rein.

AM NÄCHSTEN TAG

(Person1 und Person2 gehen zu Weichei und klingeln)

Weichei: (Kommt kurz raus) Ja ich komme gleich.

(Person1 und Person2 warten eine Weile, unterhalten sich)

Person2: Man braucht der lange. Der hat bestimmt voll Schiß.
Person1: Ach der wird gleich kommen. Du weist doch wie die Mutti von ihm ist: ''Du must aber noch deinen Rollkragenpullover anziehen und vergiss Schal und Mütze nicht. Hast du auch zwei paar Socken an?''

(Person2 lacht)
(warten wieder)

Person2: Nu müsste Mutti ihn ja fertig angezogen haben. Ach, der will bestimmt n Rückzieher machen.
Weichei: (Eingepackt mit Schutzbrille, Sturzhelm, Schienbeinschonern, Armschützern, Knieschützern, Brustpanzer, ...) Hallo da bin ich. Von mir aus kann’s losgehen.
Person2: (lacht) Was? Was soll denn das sein. Willst du zu Jackass. Wird bestimmt ne tolle Nummer. (lacht) Ne, das is ja echt der Oberhammer.
Person1: Meinst du nicht dass das vieleicht ein ''bißchen'' übertrieben ist? Du kannst dich doch fast gar nicht mehr bewegen.
Weichei: Ach das geht schon. So kann mir wenigstens nichts passieren. (mit erhobenem Zeigefinger) Und außerdem: ''No risk macht fun''.
Person2: Ich glaub du bist echt mutig. Da braucht man schon ne große Portion Mut um sich in so einem Kostüm in die Öffentlichkeit zu wagen (ironisch). Versuchs noch mal am 11.11. Da fällst du vielleicht nicht ganz so doll auf. (zu Person1) Komm wir gehen, mit so was trau ich mich nicht auf die Straße.

Beispielthema: Mut, wieviel muss ich im Leben riskieren

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)


Familienurlaub in einer ganz normalen Familie

Mitwirkende:
Vater: Thomas
Tine: Antje
Mutter: Christiane
Andreas: Stephan

Mutter: Kommt wir wollen los! Wart ihr noch mal auf der Toilette?
Andreas: Mutti, wie alt sind wir?
Mutter: Na dann zieht euch an. Vati wartet schon unten im Auto.

(Tine, Andreas, Mutter tragen die vielen Taschen zum Auto)
(Vater steht am Auto und wäscht es)

Mutter: Was machst denn du jetzt? Wir wollten doch schon seit einer halben Stunde unterwegs sein.
Vater: Willst du denn mit einem dreckigen Auto fahren? Ordnung muss sein.
Mutter: Dann hole ich mit den Kindern in der Zeit noch das restliche Gepäck von oben.
Vater: Was noch mehr? Na das bekommen wir nicht alles mit. Sonst überladen wir das Fahrzeug ja. Wohlmöglich haben wir dann nachher einen Achsenbruch auf der Autobahn. Da musst du noch mal was auspacken.
Mutter: Ach, du und deine Unglückstheorien. Ich hab ja schon nur das nötigste eingepackt.
Vater: Ach ja, wozu brauchen wir denn eine halbe Bibliothek an Büchern oder für jede Person 4 paar Schuhe. Außerdem frage ich mich warum du unsere dicken Winterjacken einpackst, wir haben doch Sommer. Also überdenk noch mal was wir wirklich brauchen. Ich wasche noch kurz das Auto fertig.
Mutter: Männer. Wenn es nach dir ginge bräuchten wir ja bloß frische Unterwäsche für jeden mitnehmen.
Andreas: Erst macht ihr immer so eine Hektik. Wir sollen unsere Taschen schon 2 Tage vorher packen. Und wenn wir dann los wollen seid ihr selber noch nicht fertig.

(Andreas setzt sich ins Auto, Tine und Mutter holen die restlichen Taschen aus der Wohnung)
(Vater beläd das Auto)

Tine: Ist jetzt alles drin, dann können wir ja losfahren. (zu Andreas) Das ist mein Platz. Geh da runter.
Andreas: Pech gehabt, jetzt sitze ich hier. Ich war eben zuerst hier.
Tine: Das ist gemein. Ich hab Mutti ja noch geholfen, da konnte ich ja gar nicht eher als du da sein. Mutti, Andreas will nicht von meinem Platz runtergehen.
Mutter: Dann setzt du dich eben auf den linken Platz.
Tine: Das ist gemein, immer bekommt er recht.
Vater: So ist jetzt endlich mal Schluss mit dem Theater. Sonst bleibt ihr beide hier. Ist jetzt alles im Auto verstaut, dann können wir ja los fahren.

(Vater lässt den Motor an)

Andreas: Stop, ich muss noch mal schnell hoch ich hab noch was vergessen. Krieg ich mal den Schlüssel?
Vater: Junge, dass fällt dir nun jetzt ein wo wir losfahren wollen. Eine Minute hast du, sonst sind wir weg, ohne.

(Andreas rennt hoch zur Wohnung, Tine setzt sich auf den Platz von Andreas)

Vater: Mensch, Mensch immer wieder das gleich mit den Kindern. Wir sollten wirklich mal ohne sie losfahren.
Andreas: Ey, runter von meinem Platz, da sitze ich.
Tine: Du siehst doch jetzt sitze ich da, da hast du wohl Pech gehabt. (Strecht die Zunge raus)
Vater: (ärgerlich) Ist jetzt bald mal Schluss mit eurer Schreiterei? Andreas setze dich jetzt auf den linken Platz, sonst fahren wir wirlich ohne dich. Das kann ja wohl nicht wahr sein.

(Andreas steigt widerwillig ein, Das Auto fährt los, fahren eine Weile)

Vater: Mensch das riecht aber komisch. Die haben bestimmt hier in der Nähe eine Straße neu gemacht.
Andreas: Na das riecht aber anders.
Mutter: Ja, das wird ja immer schlimmer. Kommt das vielleicht von unserem Auto?
Vater: Nein ausgeschlossen, das kann nicht sein. Ich war ja gestern noch mal in der Werstatt gewesen und habe alles überprüfen lassen. An unserem Auto ist alles in Ordnung.
Tine: Mutti, warum ist denn der Hebel da so oben. Der ist doch sonst immer unten wenn wir Auto fahren.
Mutter: Mensch Egon, die Handbremse ist ja noch halb angezogen.
Andreas: Na kein Wunder dass das so riecht, hab ich mir ja gleich gedacht.
Vater: Wer von euch hat denn da rumgespielt. Ich hab euch doch gesagt, ihr habt hier am Auto nichts rumzuspielen.
Mutter: Jetzt reg dich nicht so auf. Es ist ja nichts weiter passiert. Höchstwahrscheinlich hast du selber die Bremse nicht richtig gelöst.
Vater: Ach, ich fahre jetzt schon 15 Jahre Auto und sowas ist mir noch nie passiert.

(eine Weile ist es still)

Tine: Vati kannst du mal anhalten ich muss mal ganz nötig.
Vater: Was? Wir sind noch nicht mal 10 Kilometer gefahren und du musst schon auf die Toilette. Warum warst du denn zu hause nicht?
Tine: War ich ja, aber ehe wir endlich losgefahren sind, ist ja auch noch ganz schön Zeit vergangen.
Vater: Da musst du jetzt durch. Was uns nicht tötet macht uns hart.
Tine: Ich halts aber echt nicht mehr lange aus. Dann mach ich halt die Sitze nass.

(Vater bremst stark ab und fährt rechts ran)

Vater: Mensch was soll den das für ein Urlaub werden. Wir sind noch nicht mal da und ich bin schon völlig fertig.

(Autor: Thomas Baberowski, www.praxis-jugendarbeit.de zur Verfügung gestellt im Dez.2003)

[Teil 2 der Sketche und Anspiele]

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