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Die Weltreise durch den Wald

Tausche Ideen gegen Spielebuch

Spiele in der Natur und mit Naturmaterialien sind immer Klasse und ein Nachmittag im Wald, in der Natur ist spannend. Spannender wird es, wenn man sich auf eine Weltreise durch den Wald begibt und gemeinsam einiges erlebt.

Nachfolgend bekannte Waldspiele verpackt als Weltreise - gerade für jüngere Kinder geeignet. Vielleicht eine Idee zum Ausprobieren für den nächsten Kindergeburtstag oder Waldnachmittag?

Material

  • 1 ca. 10 m langes Seil
  • je Teilnehmer ein Tuch um die Augen zu verbinden
  • ein Softball oder Hosentaschenball

Auf dem Weg zum Wald bekommt jeder Teilnehmer die Augen verbunden. Zur Orientierung hält sich die Gruppe an einem langen Seil fest. Nur die Gruppenbetreuer haben die Augen offen. Einer geht vor und der andere bildet den Gruppenabschluss. Der Hinweg sollte nicht viel länger als eine halbe Stunde dauern, weil es sonst sehr anstrengend für die „Blinden“ wird.

Unsere erste Anlaufstelle im Wald ist das Himalayagebirge. Die Teilnehmer können sich erstmal richtig austoben bei einer Jagd auf dem Yeti.

Reiseziele und Abenteuer

  • Himalayagebirge: Yeti-Jagd

    Mit dem Fuß oder einem Stock wird ein Kreis als Spielraum um einen Baum gezogen. Der Yeti steht im Kreis und versteckt sich hinter dem Baum. Die anderen stehen außerhalb des Kreises. Sie versuchen den Yeti mit dem Softball/Hosentaschenball abzuwerfen. Wer den Yeti getroffen hat wird neuer Yeti.

    Wir gehen weiter nach: (Man kann wirklich etwas weiter laufen oder auch nicht)

  • Sri Lanka: Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt

    Die Gruppe bildet eine Schlange, indem sie sich an den Hüften fassen. Der Schlangenkopf soll den Schlangenschwanz fangen. Wenn er es geschafft hat, bleibt der Kopf am Schwanz und der, der hinter dem Kopf war, wird neuer Kopf.

  • Australien/Kangaroo Island: Känguru fangen

    Es wird ein rechteckiges Spielfeld je nach Teilnehmerzahl mit einem Stock in den Boden gezeichnet. Alle stehen auf einem Bein. Der freie Fuß wird zum Gesäß gezogen. „Fänger“ und „Kängurus“ bewegen sich springend auf der Känguru-Insel. Wenn ein „Fänger“ ein „Känguru“ gefangen hat, wird das „Känguru“ zum „Fänger“.

    Variante: Alle dürfen nur eine vorgegebene Anzahl an Sprüngen hüpfen. ( 5 X 10 X …) Für diese Variante reicht auch ein kleinerer Kreis aus. Ich habe diese Variante in dem Kreis der Yeti-Jagd gespielt.)

  • Italien/Rom: Kolosseum: Gladiatorenkampf

    Wir suchen im Wald eine „Arena“ die aus 2 Baumstümpfen besteht. 2 Gladiatoren stehen sich darauf gegenüber und versuchen sich herunter zu drücken. Alle Sieger drücken gegeneinander, bis nur noch ein Sieger übrig bleibt.

    Wenn die Baumstümpfe weiter auseinander stehen fassen beide Gladiatoren ein Seil an und versuchen sich herunter zu ziehen.

    Wie viele Gladiatoren können auf einem Baumstumpf stehen? Alle versuchen sich auf einen Baumstumpf zu stellen. Man muss sich gegenseitig helfen und halten.

    Man kann auch zwei Mannschaften gegeneinander spielen lassen. Bei welcher Gruppe passen mehr drauf?

  • Frankreich: Malen wie Pablo Picasso

    Es werden verschiedene Waldmaterialien gesammelt: Tannenzapfen, Zweige, Laub, Erde, Rinde, Steine, Gräser,…

    Daraus wird zusammen oder in Kleingruppen ein Bild gelegt.

  • Südsee: Kokosnussernte

    Es werden Tannenzapfen in unterschiedlicher Größe gesammelt (Sind auch noch von „Picasso-Spiel“ übrig.). Die großen Zapfen werden auf einen liegenden Baumstamm (oder großen Felsen) aufgestellt. Mit den kleinen Zapfen werden die großen Zapfen „geerntet“ (abgeworfen).

    • jeder hat nur eine bestimmt Anzahl an Wurfzapfen
    • es wird aus unterschiedlichen Entfernungen geworfen
  • China: barfuss über die chinesische Mauer

    Aus den bereits gesammelten Waldmaterialien wird ein Pfad (die chinesische Mauer) gelegt. Mit in den Pfad kann man auch den liegenden Baumstamm einbauen. Es werden Paare gebildet. Einer bekommt die Augen verbunden und wird durch den Pfad geführt.

    • Wie fühlt es sich an?
    • Auf was geht man gerade?

    Für den Mauerbau werden noch Steine gebraucht. Um den liegenden Baumstamm wird der Boden freigelegt. Mit dem Seil wird eine Linie gelegt. Jeder bekommt kleine Kieselsteine. Diese werden mit den Füssen aufgekrallt und werden mit dem Fuß zum Baumstamm geworfen.

    • je näher desto besser

    Um China wieder zu verlassen müssen die Schuhe wieder angezogen werden. Die Schuhe liegen alles auf einem Haufen im Kreis. Einer steht im Kreis und muss ein paar Schuhe zusammen finden und erraten wem die Schuhe gehören. Hat er den Besitzer erraten, kommt dieser in die Mitte.

  • Nordamerika: Indianer-Tipi bauen

    Weiden- und Haselnussruten werden in einem Kreis mit ca. 1 bis 1,5 m Durchmesser aufgestellt. Die Spitzen berühren sich. Quer werden kleine Äste und Zweige eingeflochten. Mit Blättern, Gräsern und so werden die Löcher zu gestopft. Der Fantasie einfach freien Lauf geben. …

    Bei einem schönen Lagerfeuer kann man dann mit gegrilltem Stockbrot den Tag ausklingen lassen. …



Autorin: Dieser Beitrag wurde von Carmen Eckert entwickelt und Praxis-Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!


Weitere Ideen zu Waldspielen sind auch hier noch genannt. Vielleicht lässt sich das ein oder andere ebenfalls zu einem kleinen Abstecher in ein entsprechendes Land einbauen.

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