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Jahreslosung 2021: „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Lukas 6,36

Die Jahreslosung 2021 muss man sich näher ansehen. Zunächst mal: was bedeutet denn barmherzig sein?

Über diesen Begriff könntest Du zunächst mit Deinen Gruppenmitgliedern mal sprechen.

  • Was heißt Barmherzigkeit?

  • In welchen Zusammenhängen kennen die Jugendlichen dieses Wort „Barmherzigkeit“?

  • Mit was wird das gedanklich verbunden?

  • Wer ist zu wem barmherzig und warum?

  • Was wären Beispiele von Barmherzigkeit?

Wenn ihr eure Gedanken ausgetauscht habt, dann versuche mit Deiner Gruppe an dem Text weiterzudenken. Denn diese Jahreslosung steht ja in einem Zusammenhang mit weiteren unmittelbaren Hinweisen zu Barmherzigkeit – eigentlich sehr provokante Hinweise.

Im Text geht es weiter:

  • Richtet nicht dass auch ihr nicht gerichtet werdet.

  • Verurteilt nicht, dass auch ihr nicht verurteilt werdet.

  • Wir sehen immer das Negative – den kleinen Splitter beim anderen, aber nie den Balken bei uns selbst.

Ja im Verurteilen und Richten sind wir ganz schnell. Dem anderen sagen wo es lang geht, aber selber nicht wissen wohin. Kritik am anderen üben, aber selbst keine Kritik vertragen. Eigentlich ganz schön scheinheilig, oder nicht?

Wie ist das nun mit der Barmherzigkeit? Warum ist das ganz schön schwer barmherzig zu sein? Darüber könntet ihr euch in einer zweiten Runde mal austauschen.

  • Warum fällt es leichter andere zu kritisieren oder zu richten?

  • Warum sind wir gekränkt und am Boden zerstört, wenn andere uns kritisieren oder richten?

  • Warum fällt es so schwer barmherzig zu sein? Was hindert?

Dabei übersehen wir, dass unsere Schuld schon viel größer ist.

Was sollen wir denn aus diesem Text lernen – was soll uns bei diesem Text auf den Weg gegeben werden?

Der Blick auf sich selbst fehlt, sich selbst und sein Tun mal in Frage stellen. Es ist auch viel einfacher Kritik und Schuld beim anderen zu suchen und zu sehen. Das kann auch daran liegen, dass dies sehr beruhigend ist, weil dahinter unsere eigene Angst vor der Verurteilung steckt. Von sich ablenken wollen – auf andere zeigen. Und auch beruhigend seine eigene Schuld, das eigene Versagen abzuschwächen, so dass unsere eigene Schuld dann ja nicht mehr so gravierend ist.

Die Tipps lassen sich auch aus dem Text (Lukas 6,36-42) herauslesen.

  • Uns selber kennen lernen, sich selber sehen können, sich selber annehmen können – dann können wir auch den anderen richtig sehen und helfen.

  • Leben und leben lassen und sich selbst nicht als das Maß aller Dinge sehen.

  • Den anderen mit seinen Ecken und Kanten annehmen.

  • Verzeihen lernen – dann lernen wir auch Barmherzigkeit.

Ganz schön schwierig das mit der Barmherzigkeit. Bei sich anfangen? Für viele ein Unding. Aber es lohnt sich bei sich anzufangen, sich selbst näher kennen zu lernen. Nur wer sich und seine Unzulänglichkeiten kennen und erkennen lernt – und auch akzeptieren lernt – der kann auch barmherzig mit dem anderen umgehen und helfend zur Seite springen.

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