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Erzieher werden – Aufgaben, Gehalt und Karrieremöglichkeiten

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Erzieher im Kindergarten | ©: tolmacho - pixabay.com

Wer gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, gut kommunizieren kann und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte anderer hat, könnte im Beruf des Erziehers gut aufgehoben sein. Welche Aufgaben Erzieher haben und wo sie eine feste Anstellung finden können, klären wir in diesem Ratgeber. Außerdem zeigen wir, wie viel ein Erzieher durchschnittlich verdient und welche Karrieremöglichkeiten ihm offenstehen.

Vielfältige Aufgaben- und Einsatzgebiete

Erzieher sind wahre Superhelden. Sie haben ein Gespür für die Sorgen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und werden es nie müde, für ihre Schützlinge da zu sein. Hat man die Ausbildung zum Erzieher abgeschlossen, kommen viele potentielle Arbeitgeber in Betracht.

Die Tätigkeitsfelder eines Erzieher sind sehr vielfältig, ebenso wie seine möglichen Arbeitgeber, zu denen folgende gehören:

  • therapeutische Einrichtungen
  • Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Tagesstätten
  • Hotels und Jugendherbergen
  • Erholungs- und Ferienheime
  • Kinderkrippen (Kitas)
  • Kindergärten
  • Hort
  • Wohnheime und Jugendzentren
  • Familien- und Suchtberatungsstellen
  • Förderschulen
  • Internate

Vollkommen unabhängig davon, wo Sie später als Erzieher arbeiten möchten, beobachten Sie jeden Entwicklungsschritt Ihrer Schützlinge. Dabei schätzen Sie ein, ob psychosoziale, motorische, sprachliche, emotionale oder kognitive Unregelmäßigkeiten auftreten. Ist dies der Fall, tun Sie Ihr Bestes, um dem fach- und kindgerecht zu begegnen.

Kindergruppe Bild: 56653760
Kindergruppe | ©: SerrNovik - Fotolia

Zu den grundlegenden Aufgaben eines Erziehers gehören

  • die Betreuung und Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

  • die Unterstützung, Dokumentation und Reflektion des Verhaltens seiner Schützlinge

  • das Lernen, Üben und Festigen bestimmter Fähigkeiten und Fertigkeiten

Wenn Probleme auftreten, wie etwa Mobbing, arbeitet der Erzieher eng mit Lehrern, Eltern, dem Jugendamt und Psychologen zusammen.

Wie sehen die Verdienstmöglichkeiten von Erziehern aus?

Viele schrecken aus finanziellen Gründen vor einer Erzieher-Ausbildung zurück, denn im Gegensatz zu einem klassischen Ausbildungsberuf gibt es hier keine Ausbildungsvergütung. Die Auszubildenden erhalten kein monatliches Gehalt, können jedoch finanzielle Unterstützung in Form von Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten.

Nach der zweijährigen Ausbildung muss im so genannten Anerkennungsjahr ein Praktikum absolviert werden. Für dieses ist eine Vergütung vorgesehen. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Arbeitgeber ab. Bei einer Vergütung nach dem TvöD (zum Beispiel in öffentlichen Einrichtungen) liegt das Gehalt bei 1.502 Euro brutto im Monat.

Wie hoch das Gehalt nach der Ausbildung ist, hängt maßgeblich vom Arbeitgeber und davon ab, welchen Tarifvertrag dieser hat. Erhält man eine Anstellung in einer öffentlichen Einrichtung (Vergütung nach TvöD), liegt das Einstiegsgehalt in der Entgeltgruppe 8a bei 2.578 Euro pro Monat. Sowohl Leitungsfunktionen als auch ein erweiterter Aufgabenbereich und die Größe der Einrichtung beeinflussen die Gehaltshöhe von Erziehern. Während ein klassischer Kinderpfleger (Tarifgruppe S 3, Stufe 1) monatlich im Schnitt 2.205,83 Euro verdient, kann ein Kita-Leiter (Tarifgruppe S 18, Stufe 1) mit einem monatlichen Durchschnitts-Gehalt von 3.610,85 Euro rechnen.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen  Bild: 32099380
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen | ©: micromonkey - Fotolia

Karrieremöglichkeiten dank Weiterbildung

Die Nachfrage nach Erziehern ist aktuell enorm hoch, so dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr gut stehen. Möchte man sich irgendwann neuen Herausforderungen stellen, kann auch eine Weiterbildung sinnvoll sein. Mit ihr ändern sich nicht nur die einzelnen Tätigkeitsfelder; meistens geht eine abgeschlossene Weiterbildung auch mit einem höheren Gehalt einher.

Folgende Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Erzieher:

  • Motopäde

    Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen. Als Arbeitsorte kommen Rehabilitationskliniken und Pflegeheime in Frage.

  • Fachwirt im Erziehungswesen

    Planung, Organisation und Kontrolle von Arbeitsabläufen und Personaleinsatz.

  • Betriebswirt im Sozialwesen

    Unterstützung der Geschäftsleitung bei organisatorischen Entscheidungen in sozialen Einrichtungen. Außerdem kommen Betriebswirte im Sozialwesen mit den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Fundraising und Controlling in Kontakt.

  • Fachlehrer für Sonderschulen

    Spezialisierung auf Schüler mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung. Förderung von geistiger, sozialer und körperlicher Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

  • Qualitätsbeauftragter im Gesundheits- und Sozialwesen

    Überprüfung der Dienstleistungsqualität in Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen mit dem Fokus auf Qualitätssicherung und -optimierung.

Wer eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt, kann auch über ein Studium nachdenken. Hier bieten sich

  • Bachelor of Arts Soziale Arbeit
    und
  • Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft

an. Ausreichende Qualifikationen und Mut vorausgesetzt, können sich Erzieher auch selbständig machen. Gute Erfolgsaussichten haben etwa Tagesmütter, die Kinder bei sich zuhause betreuen oder eine eigene Kita gründen möchten.

November 2019


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