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Jesus und die Samariterin

Johannes 4

Inhalt:

Mit den Samaritern wollte eigentlich niemand etwas zu tun haben. Dass Jesus mit solchen Leuten sprach galt als unschick. Aber bei Jesus sind alle gleich. Er macht keinen Unterschied im Ansehen einer Person.

(Personen: Petrus, Johannes, Samariterin, Jesus, Irgendeiner)

In Judäa:

Jesus: Kommt, Leute! Mal sehen, wer uns heute braucht. Wir müssen noch vielen Menschen Gottes Liebe zeigen und ihnen vom Vater im Himmel erzählen!

(Sie brechen auf.)
Petrus: Jesus, hast du schon gehört? Die Pharisäer werden neidisch, dass inzwischen so viele Leute auf dich hören und zu dir kommen.
Johannes: Ja, das stimmt. Dass Johannes der Täufer so viel Zulauf hatte, haben sie noch ertragen. Aber seit an deiner Botschaft noch mehr interessiert sind, seither gucken sie immer so böse, wenn jemand dich erwähnt.
Jesus: Ach? Wirklich?.........(stilles Gebet).........Wenn das so ist, gehen wir lieber wieder eine Zeitlang in den Norden des Landes nach Galiläa. Dort warten auch viele Leute auf Gottes Liebe.
Petrus: Meinst du? Dann müssen wir alles für eine weite Reise richten. Du weißt doch, dass wir Juden nicht durch Samaria gehen. Also müssen wir ganz Außenrum. Da brauchen wir viel länger.
Johannes: Die Samariter haben echt ganz seltsame Einstellungen. Das kommt daher, dass sie ein Mischvolk sind und eine Mischreligion haben. Mit solchen kann man wirklich nicht vernünftig reden.
Jesus: Nein. Wir gehen die Abkürzung durch Samaria. In Gottes Augen sind alle Menschen gleich wertvoll. Und er hat alle gleich lieb. Auch die Samariter. Kommt!

(Nehmen ihre Taschen und gehen los)

Am Brunnen:

Petrus: Oh Jesus! Es ist so heiß! Und wir sind alle müde. Hunger haben wir auch. Könnten wir nicht hier auf dem Feld eine Mittagspause machen? Am besten da bei dem Brunnen dort!
Johannes: Ist das nicht der uralte Brunnen, den schon unser Vorfahre Jakob vor 2000 Jahren gegraben hat und ihn später seinem Lieblingssohn Josef schenkte? Er ist noch gut erhalten. Es ist noch Wasser drin, wie damals. Irgendwo werden wir doch ein Gefäß auftreiben, mit dem wir Wasser schöpfen können, um uns abzukühlen und unsere Flaschen aufzufüllen!
Petrus: Unser Reiseproviant reicht aber nicht mehr für ein anständiges Mittagessen für uns alle. Also müssen welche von uns in die Stadt da vorne und was einkaufen.
Johannes: Dort gibt´s auf jeden Fall auch Schöpfgefäße! Kommt, wir gehen gleich!
Jesus: Okay. Geht ihr alle. Ich warte hier am Brunnen. Da kann ich in Ruhe mit Gott besprechen, was als Nächstes dran ist.

(Jünger gehen los.)

Jesus und die Frau am Brunnen:

Frau (Beim Herkommen): He, wer sitzt denn da? Ich bin doch extra in der heißen Mittagszeit aus der Stadt hierher gekommen, damit mich keiner sieht oder gar anspricht........Ach, es ist ein Fremder! Na gut. Der kennt mich und meine ganze Geschichte ja nicht. Außerdem ist er anscheinend ein Jude. Die reden sowieso nicht mit unsereinem. Schon gar nicht mit mir als einer Frau.

(Sie stellt ihren Krug ab und will ihn in den Brunnen hinunter lassen.)
Jesus: Ach bitte, gib mir einen Schluck zu trinken!
Frau (erschrocken): ...........Du bist doch ein Jude! Warum willst du von mir Wasser haben? Ich bin doch nur eine samaritische Frau.
Jesus (liebevoll): Weißt du, eigentlich will ich dir was geben. Im Auftrag Gottes. Und wenn du wüsstest, wer ich bin und was Gott dir geben will, dann würdest du mich um das „Wasser“ bitten, das du wirklich zum Leben brauchst. Ich will es dir gern geben.
Frau: Wasser, das ich wirklich zum Leben brauche? Aber du hast ja gar nichts, womit du dein Wasser schöpfen kannst! Der Brunnen hier ist ziemlich tief. Oder wo willst du sonst dein Wasser herholen, das man wirklich zum Leben braucht?
Jesus: Glaub mir,..........
Frau (Kritisch): Kannst du etwa mehr als unser Vorfahre Jakob, der diesen Brunnen hier gegraben hat? Der war ein besonderer Mann. Er hat hier mit Gottes Hilfe für sich und seine Familie und für seine ganzen Herden nach Wasser gegraben und genug zum Überleben für alle gefunden.
Jesus: Ich weiß. Aber wer von diesem Wasser trinkt, kriegt bald wieder Durst. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie mehr Durst bekommen. Ja, dieses Wasser wird in ihm wie eine Quelle sein, die immer fließt. Und wie das Wasser von einer Quelle schließlich bis ins Meer fließt, so fließt dieses Wasser ins ewige Leben. Das heißt: Ein Mensch, der dieses „Wasser“ von Gott bekommen hat, darf dann für immer bei Gott sein. Dort ist alles nur gut.
Frau (nachdenklich): So ein Wasser bräuchte ich. Bitte, gib mir solches Wasser! Damit ich nie mehr durstig sein muss nach mehr Leben, dass meine Sehnsucht nach Besserem gestillt wird. Dass ich nicht immer wieder kommen und Wasser schöpfen muss.
Jesus: Gerne gebe ich dir dieses durststillende Lebenswasser. Aber vorher habe ich noch eine Bitte an dich: Geh, rufe deinen Mann und kommt gemeinsam hierher!
Frau (ängstlich): Ich bin gar nicht verheiratet!
Jesus: Ja, das stimmt. Du bist nicht verheiratet. Fünf Männer hast du schon gehabt. Bei keinem bist du geblieben. Und der, mit dem du jetzt zusammenlebst ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesagt.
Frau: (erstaunt): ..........Woher weißt du das alles?......Ich sehe, du bist ein Mann Gottes!
Jesus: Du hast also die Wahrheit zugegeben. Das ist der erste Schritt, um wieder mit Gott und Menschen ins Reine zu kommen. Du kannst nun Gott um Vergebung bitten. Er vergibt dir gern, wenn es dir echt Leid tut.
Frau: Aber wie soll ich das machen? Ihr Juden betet ja im Tempel in Jerusalem zu Gott. Wir Samariter beten hier auf diesem Berg da drüben. Wir dürfen ja gar nicht rein in euren Tempel.
Jesus: Es stimmt, dass Gott seither zu den Juden gesprochen hat. Aber jetzt beginnt eine neue Zeit: Alle Menschen auf der ganzen Welt dürfen nun direkt zu ihm beten, egal wo sie sind. Aber sie müssen dazu vorher ihre Schuld bekennen, die Vergebung annehmen und von Gottes Geist erfüllt werden.
Frau: Ja, ich weiß. Aber dazu muss erst der von Gott versprochene Retter kommen, der das erst möglich macht.
Jesus: Du sprichst grade mit ihm. Ich bin´s!
Frau: Wirklich? Ist das echt wahr? Alle Schuld kann nun vergeben werden? Das.......das ist ja wunderbar! Das muss ich den anderen sagen!

(Rennt in die Stadt)

Jesus und die Jünger:

Petrus (zu Johannes): Mensch, schau mal, hat Jesus da nicht grade mit einer Frau über das Reich Gottes Gesprochen? Wenn das die Pharisäer gesehen hätten!
Johannes: Ja, Jesus ist ganz anders als alle anderen. Für ihn sind alle gleich wertvoll. Sogar Frauen. Sogar in Samarien. Mensch, da müssen wir noch gewaltig umdenken lernen!
Petrus: Hallo Jesus, da sind wir wieder! Wir haben alles bekommen, was wir brauchen. Jetzt können wir essen und trinken.

(Sie stellen Knabberzeug hin und „schöpfen“ Wasser aus dem Brunnen. Gebet.)
Petrus: Jesus, du isst ja gar nichts! Iss doch auch was! Du musst dich doch auch stärken!
Jesus: Ich möchte euch etwas Wichtiges erklären: Was mich innerlich satt macht, ist, dass ich genau das tue, was Gott mir aufgetragen hat. Er hat mir hier auf der Erde eine große Aufgabe gegeben. Die muss ich zu Ende führen. Schaut euch doch mal um!
Johannes: Die Felder hier? Ich schätze, es dauert noch etwa vier Monate, bis alles reif ist zur Ernte.
Jesus: Ja. Aber eine andere Ernte ist schon reif. Ich meine damit die Menschen, die zu Gott kommen wollen. Diese Ernte sollt ihr nun mit mir einbringen. Ihr sollt die Leute, die bereit sind zu glauben, zu Gott führen. Das ist jetzt eure neue Lebensaufgabe. Das gefällt Gott und macht euch glücklich!
Petrus: Aber es ist eine schwere Aufgabe.
Jesus: Ja und nein. Ihr seid ja nicht allein. Andere haben die Menschen schon innerlich vorbereitet. Das ist wie mit dem Getreide auf den Feldern: Es ist schon von jemand gepflanzt worden. Es wächst schon. Und wenn es dann reif ist, muss man es ernten und in die Scheunen bringen. So sollt ihr die, die bereit sind, zu Gott führen

(Die Frau kommt mit vielen Leuten aus der Stadt)
Petrus: He, da kommt ja die Frau wieder! Und sie hat ganz viele Leute aus der Stadt dabei. Jesus, die wollen dich alle sehen!
Johannes: Ja, die Erntearbeit geht weiter!

(In den 4 Gruppen sich hinsetzen, jede Gruppe mit einem Mitarbeiter.)
Petrus (ruft): Jesus, die Leute bitten dich, noch einige Tage in ihrer Stadt zu bleiben. Sie haben noch so viele Fragen!
Jesus: Gut. Sie alle sollen Gelegenheit haben, von Gottes Liebe zu hören. Wir bleiben noch.
(In den Gruppen 5 Minuten besprechen, was wir heute von Jesus gelernt haben.)
Einer ruft zu der Frau rüber: Du! Jetzt sind wir schon zwei Tage hier mit Jesus zusammen. Nun glauben wir nicht mehr nur weil du uns von Jesus erzählt hast. Jetzt haben wir ihn selbst kennen gelernt und gemerkt: Er ist wirklich der Retter der Welt!
Johannes (ganz laut): So soll es sein! Jeder soll sich selbst seine Meinung bilden. Jeder soll Jesus persönlich kennen lernen dürfen!

ein Spiel mit Bällen, welche weitergegeben werden

Proviantsammelspiel (Weil Jesus und die Jünger nun weiterwandern)


(Autorin: Erika Scharrer (Missionarin der Marburger Mission), welche verschiedene Stücke schrieb, die u.a. in Taiwan getestet und praxis-jugendarbeit.de im Januar 2006 zur Verfügung gestellt wurden)

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