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Jesus und die 2 Verbrecher

(Lukas 23, 39-43)

Entweder als Anspiel, als Schattenspiel oder einfach die verschiedenen Rollen 3 Personen vorlesen lassen. Passend dazu könnte man das Lied "Welch eine Gnade" von Thea Eichholz-Müller singen.

Jesus:
(mit Blick nach oben) Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!

Verbrecher 1: Monolog
Tzz, das ist sowas von erbärmlich (etwas hysterisch lachen; schmerzhaft). Und das soll Gottes Sohn sein? Lächerlich.

Verbrecher 2: Monolog
Wie kann das sein? Wie kann er nur so ruhig sein? Sein Blick liegt nur auf den Menschen unter sich. Noch nicht einmal jetzt denkt er an sich selbst. Man sieht es in seinen Augen, dass dieser Mann nichts Unrechtes getan hat.

Verbrecher 1:
(laut fluchend) Höllenbrut, diese teuflischen Schmerzen. Aaaah!

Verbrecher 2:
Wie habe ich das nur tun können? Diese Frau war noch so jung! Und ihr ungeborenes Kind (aufschluchzen) Ihr Schreien hallt mir immer noch in den Ohren...wie konnte ich nur so kalt und herzlos sein?
(Laut:) Wie konnte ich so etwas tun? Wie konnte ich nur so werden?
Bald ist dieser Schmerz vorbei. Aber wo werde ich sein? Ich werde für meine Fehler büßen müssen. Was wird es für ein höllischer Schmerz sein? Gibt es wirklich ein Schmerz der Schlimmer ist, als der tiefe Schmerz in meiner Seele? Kann es sein, dass ich diesen Mann neben mir nie wieder sehen sollte?
Was macht er hier? Er gehört hier nicht hin. Dieser Mann ist schuldlos! Das ist doch Gottes Sohn! GOTTES SOHN!!! Warum? Warum nur?
Das ich hier hänge ist nur gerecht, ich habe es verdient. Aber er? NEIN! Er sicherlich nicht! Man sieht ihm an, dass er ein Lamm ist. Ein Lamm ohne Schuld. Er hängt hier wie ein...wie ein Opferlamm!
Gott, wenn es dich gibt, warum lässt du es zu, dass dein Sohn hier gekreuzigt wird? Warum nur? Gott....warum?

Verbrecher 1:
Ich habe es doch gar nicht verdient hier zu sein. Es ist nicht meine Schuld. Nein! Es ist die Schuld der anderen. Von denen aus der Bande. Die andern sind Schuld!! SIE haben mich zu dem gemacht, was ich bin. SIE sollten hier hängen und diese Schmerzen ertragen (stöhnen/ Schmerzensschrei). Ich bin derjenige, dem Leid zugefügt worden ist. Mich hat man enttäuscht. Meine Eltern sind Schuld, sie haben mir zu wenig Liebe gegeben. Mein Bruder ist schuld, er hat mich zu den falschen Freunden mit genommen....die Bande ist Schuld...Sie wollten doch, dass ich das tue! SIE sind schuld, dass ich hier hängen muss! SIE sollten hier hängen! ICH BIN SCHULDLOS!!!

Verbrecher 2:
(schreien:) Was hab ich getan? Was habe ich nur getan?
(ruhiger, aber verzweifelt:) Ich bin ein Monster. Die Schuld ist so schwer, sie liegt so schwer auf mir. Ich kann es kaum noch ertragen! Ich kann nicht mehr...ich kann nicht mehr.. kann nicht...kann nicht (lässt den Kopf hängen)

Verbrecher 1:
(versuchen den unglaublichen Schmerz in die Stimme zu legen) Ich bin so schuldlos wie der da! Ha..aaahh (das Ha geht in ein schmerzhaftes Stöhnen/aufschreien über) und der soll Gottes Sohn sein. Der Sohn des großen allmächtigen Gottes... Fast könnte ich lachen...
(An Jesus gerichtet:) Du bist also der Christus? Beweise es! Hilf dir selbst - und uns!

Verbrecher 2:
Wie kann er so etwas sagen? Jetzt noch, so kurz vor seinem Tod?
(Zu Verbrecher 1:) Hast du nicht einmal jetzt Ehrfurcht vor Gott, da du den Tod vor Augen hast? Wir haben für unsere grausamen Taten den Tod verdient, aber dieser Mann hat nichts Unrechtes getan.
(Zu Jesus:) Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.

Jesus:
Ich versichere dir: Heute noch, wirst du mit mir im Paradies sein!

Nachwort:
In diesen letzten Stunden vor seinem Tod wendet sich der Verbrecher an Jesus und bekommt geschenkt, was niemand verdienen kann: Er wir einfach so bei Gott angenommen!

Das ist Gnade! Auch heute dürfen wir kommen mit leeren Händen, mit schmutzigen Herzen, mit belasteten Gewissen, ohne ausreichenden Leistungen, ohne gefestigten Charakter, ohne gute Vorsätze - und Jesus sagt: "Heute wirst Du mit mir im Paradies sein!" (43)

Wir müssen nur bereit sein, dieses Geschenk anzunehmen!

Autor: Nelli Miller

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