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Der Heiligenschein der Scheinheiligen

Eine Andacht zu Johannes 8,7: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und Römer 2,1: Denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.

Von jemandem stammte der Spruch „Die moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen“. Dieser Spruch passt ziemlich gut auf die die biblische Geschichte im neuen Testament, in welcher sich die Menschen über eine Ehebrecherin empören. Jesus aber sprach: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ Denn Jesus hat es erkannt: die moralische Verurteilung und Entrüstung der „angeblich so braven Mitbürger“ ist fehl am Platz, denn niemand – auch wirklich niemand – ist ohne Fehler, ohne irgendeinen Makel.

Trotzdem: wie schnell regen wir uns über jemanden auf, wie schnell sind wir am Verurteilen, wie schnell tun wir uns zusammen um die moralische Verfehlungen des anderen zu verurteilen, zu ahnden? Das fällt uns leicht, das geht schnell über die Lippen.

Wer mit dem Finger auf den anderen zeigt, der zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.

In der Bibel wird diese Verurteilung, dieses Urteilen über einen anderen Menschen selbst verurteilt. Im Römer können wir nachlesen: „Denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.“

Niemand ist besser, niemand ist ohne Fehler – und trotzdem tappen wir immer wieder in diese Falle und lassen uns zu Verurteilungen hinreißen, anstatt zu lieben und zu vergeben.

Aber die Verurteilung ist einfacher als die Liebe. Aber der Glaube ist Liebe! Aber es hapert am Glauben.

Ich habe es erlebt wie Christen verurteilen und sagen: „Der hat zu wenig Glauben!“ Nun ja, diese moralische Entrüstung ist tatsächlich der Heiligenschein der Scheinheiligen.

Ich glaube mal, da kann man absolut nichts dagegen tun, solange diese Menschen von Ihrem eigenen Heiligenschein so überzeugt sind.

Es ist nur schade, wenn Christen über andere Christen urteilen und die Verurteilung so immens groß ist, dass es unmöglich ist zu vergeben und aufeinander zuzugehen. Es ist nur schade, dass die Liebe Jesus keine Rolle mehr spielt, keinen Platz mehr hat. Es ist nur schade, wenn diese Fanatiker ihre Lieblosigkeit und Unfähigkeit zur Vergebung und Umarmung mit Ihrem Glauben begründen wollen.

Da muss ich dann sagen: „so ein Glaube ist Missbrauch am Menschen“ und hat absolut nichts mehr mit dem zu tun, was Jesus eigentlich vermitteln wollte. Es ist falsch verstandener und falsch gelebter Glaube. Ich wünsche mir, daß ihr mehr Glauben habt, mehr Liebe gegenüber dem Mitmenschen zeigt und auf Jesus schaut. Dann hat die moralische Entrüstung keinen Platz mehr und die Liebe gewinnt an Platz in eurem Herzen - bereit zur Vergebung, zur Hilfe, zur Umarmung.

Angeregt durch: querrum - quer rum gedacht

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