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Nicky Cruz

Lebenszeugnis eines ehemaligen Bandenchefs in New York

Videofilm zum Buch: Flieh kleiner flieh
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Die folgende Geschichte ist wahr. Es handelt sich um einen ehemaligen Chef einer Jugendgang in New York. Über diese Gang, sie nannten sich „Die Mau-Mau’s“ , gibt es auch einen Videofilm (Das Kreuz und die Messerhelden, Frei ab 12 Jahre [Den Film hier bestellen bei Amazon], sowie ein Buch von Nicky Cruz (Flieh kleiner flieh) [Das Buch hier bestellen bei Amazon], sowie ein weiteres Buch von David Wilkerson (Das Kreuz und die Messerhelden). Das Buch von Nicky Cruz haben wir in 3-4 Abenden in gekürzter Form auf Freizeiten, oder in Jungscharstunden vorgelesen. Das Buch ist sehr packend geschrieben und hat jeden der Zuhörer „in den Bann“ gezogen. Es macht deutlich, dass Jesus auch noch so kriminelle, drogenabhängige, alkoholsüchtige, sexbesessene, einsame, verlassene Menschen retten kann. Jesus liebt gerade diese Menschen besonders – die vor ihm weglaufen wollen – die sich vor ihm verstecken wollen. Das hier wiedergegebene Lebenszeugnis ist eine sehr kurze Form des Buches und habe ich als Traktatform einmal erhalten.


Vorwort
Ich möchte nicht, dass ihr diesen Bericht lest, um über die Vergangenheit eines Banden-Führers etwas zu erfahren, sondern, dass ihr Anteil an einem Leben habt, das seinen Sinn vollkommen erkannt hat, und von Jesus sehr positiv verändert wurde. Dieser Jesus Christus, der mich, Nicky-Cruz, so völlig verwandelt hat ist auch imstande, jedes Leben zu erneuern! Wenn wir es ernst meinen, unser Herz öffnen und uns selbst in den Hintergrund stellen, dann dürfen wir Heilungen in unserer Seele erleben.
Nicky Cruz



Niemals könnte ich behaupten, ein heiliger Engel gewesen zu sein; denn das war ich ganz gewiss nicht! Meine Eltern befassten sich viel mit Zauberei und Okkultismus. Als ich sechs Jahre alt war, wurde ich dem Teufel geweiht. Jahrelang wurde unsere Familie von der Macht Satans gebunden. Niemand hätte gedacht, dass Jesus Christus in der Cruz-Familie je etwas würde wirken können.

Als ich noch zu Hause war, hat mich meine Mutter vollständig abgelehnt und fortgeschickt. Sie hat mich einen "Sohn Satans" genannt. Ich glaubte nie, dass sie mich einmal verstoßen würde. Diese Verhältnisse, in denen wir lebten, haben mich sehr belastet. Das Gefühl, abgesondert zu sein, war furchtbar für mich! Es hat mir sehr weh getan und mich innerlich vollkommen zerrissen. Ich war ein sehr einsamer Junge auf den Straßen. Nachdem ich Puerto Rico verließ und nach New York kam, wurde ich ganz in den Sog des Bösen gezogen. Satan hat mich tüchtig am Schopf gepackt, er hatte mich vollständig in seiner Hand. Ich war eine seiner Puppen, mit denen er spielte. Es war alles so niedrig! - Er hat mir gegeben, was ich wollte; doch stand ich da mit einem ganzen Koffer voll Einsamkeit, Unsicherheit und Angst! Ich irrte mit einem leeren Herzen in dieser gefürchteten Großstadt umher, einem sehr schlechten Gewissen und einer Hand voll Blut, um nirgendwohin gehen zu können, als geradewegs in die Hölle! Es ist schwer, wenn wir dieses Wort "Hölle" aussprechen. Viele Menschen haben bei solchen Worten psychologische Hindernisse; aber ich muss es sagen. Ich hätte nie gedacht, dass mich Jesus so total verändern könnte, egal, was ich mit meinen Händen getan und meine Augen gesehen haben. Ich konnte es nicht für möglich halten, dass es so schön sein kann, wenn man ein persönliches Liebes-Verhältnis zu Ihm hat, so dass man sich sehr sicher und geborgen fühlen kann und nichts mehr fürchten muss. Die Bibel sagt: "Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir!"

Als ich auf den Straßen stand, hatte ich diese Verheißungen nicht; denn ich kannte Jesus noch nicht. Ich schaute nicht nach ihm, ich wollte ihn nicht. Für mich war er nur eine weitere Verwirrung. Auch die Richter von New York und ein Psychiater, der mich 6 Monate lang behandelte, hatten mich aufgegeben.

Als ich die Straßen in der Stadt New York entlangging, da hatten die Leute Angst vor mir, denn ich hatte einen schlimmen Ruf. Ich war ein Banden-Führer von 205 Jungen und 175 Mädchen. Sie taten alles, was ich ihnen sagte. Ich habe sie beherrscht! Wir haben viel angerichtet, vom Mord bis zu schlimmen kleineren Delikten. Wir hatten weder Achtung vor dem Leben, noch vor irgendetwas anderem. Ich war so schwer in den Tiefen der Hölle versunken, dass mir keine Therapie der Welt aus dieser Dunkelheit hätte helfen können. Keine Klinik konnte mir mein Herz reinigen und meine Gedanken erneuern. Mein Psychiater hat mich sogar zum Zoo gebracht, er wollte sehen, ob ich die Namen der Tiere erkennen konnte. 3 Stunden gingen wir dort auf und ab, er hat mir all die Tiere gezeigt und erklärt. Aber ich kam zu der Erkenntnis, dass mir am Affen gar nichts ähnlich war. Ich hielt ihn für hässlich und bildete mir ein, selbst schön zu sein. Der Psychiater hat mich zu dem Empire -State-Building, zu der Freiheits-Statue und noch in Therapie-Kliniken geführt. Schließlich musste er mich aufgeben und sagte: "Nicky, für Dich gibt es keine Hoffnung mehr, Du bist gerade richtig für den Elektrischen Stuhl und dann in die Hölle. Du bist so krank, weil Du voll von Hass bist. Innerlich bist Du vollkommen zerrissen von Hass und Bitterkeit. Ja, ich glaube. Du hassest die ganze Welt, jeden, der Dir Liebe zeigt, wahrscheinlich wohl auch Dich selbst." Jawohl, er hatte recht.

Seit dem Tag, als ich 8 Jahre alt war und meine Mutter mich hinaus geworfen hatte, habe ich alle Menschen abgelehnt, die irgendwelche Liebe zeigten. Da meine Mutter mich nicht lieben konnte, erwartete ich von keinem Fremden, dass er mich lieben würde. Deshalb wurde ich ein solch schlimmer Mann auf den Straßen. Drei Wochen, nachdem mich mein Psychiater aufgegeben hatte, hat Gott etwas Wunderbares für mich getan. Er sagte zu David Wilkerson: "Gehe und hole Nicky Cruz!" Ich kann mir vorstellen, dass David dachte: "Niemals, mit diesem Gangster-Boss will ich nichts zu tun haben!" Aber er war dem Herrn und seiner Stimme gehorsam.

Wer war dieser David Wilkerson? Er war nur ein schlanker, dünner Prediger, so schmächtig wie ein "Spaghetti"! Er wusste nicht, wie man sich anzieht, er war noch nie in der Großstadt gewesen. Zuvor war er Pastor einer kleinen Dorfgemeinde in Pennsylvanien. Und nun kam dieser schmale Landprediger ausgerechnet zu uns! Er stand hier und sprach von Gott, in dieser verrufensten Gegend von New York; einer Stadt, die erdrückend voll war von Sünde und Unterwelt! Man konnte es in den Augen der Menschen sehen, wenn man in ein kleines Zimmer hineinkam und sah, wie die Menschen hausten. Das nennt man die "Freiheit Amerikas". Man sieht sogar Leute aus den höheren Klassen des Volkes, die zusammengepfercht sind wie die Armen, die keine Hoffnung mehr haben. Und nun steht dieser Prediger hier auf der Straße, alles ist gegen ihn. Die Polizei riet ihm: "Gehe ja nicht dahin, sie werden dich umbringen!" Sie hatten ihn dringend gewarnt. David Wilkerson kannte die Gefahr und kam trotzdem! - Als er anfing, von Gott zu sprechen, sagte ich: "Ach, hör doch auf, bist ja ein Fanatiker! Der ist verrückt, er hat den Verstand verloren! Noch nie hat sich in diesen Straßen jemand gegen mich gestellt, und hier kommt einer mit einem schwarzen Buch, das er Bibel nennt, und will es mit mir aufnehmen!" Nachdem er es noch nicht aufgeben wollte, schrie ich ihn an: "Sei doch still, ich bin Gott! Dies hier ist Menschen-Kraft, das ist Ghetto-Kraft, das ist Banden-Kraft! Mit uns hat Gott gar nichts zu tun, und wir wollen mit ihm nichts zu tun haben. Mach, dass Du fort kommst und komme nie wieder zurück!" Danach fragte ich meine Komplizen: "Wollt Ihr Spaß haben? Ich gebe Euch, was Ihr braucht. Wir gehen runter ins Untergeschoß, rauchen etwas Gras, trinken Wein und tun ein paar Pillen rein. Dann nehmen wir ein Mädchen für die Nacht und wollen diesen Fanatiker vergessen. Kommt, wir gehen runter." Wir gingen hinunter ins Untergeschoß. Ich habe eine Schallplatte aufgelegt und mir schon vorgestellt, dass dieser Prediger in seinen kleinen Ort zurückgefahren ist, aus dem er herkam. Aber nach 20 Minuten kam doch dieser hagere, dünne Mann schon wieder durch unsere Tür. Er hatte keine Erlaubnis, nur ein großes Lächeln auf dem Gesicht. David Wilkerson ahnte gewiss, was ihm bevorstand, doch er kam trotzdem herein! Er fragte: "Wo ist Nicky Cruz? " Da habe ich mein Mädchen zur Seite geschoben und ihn angefahren: "Ich bin Nicky, was willst Du? " David sagte: "Ich möchte Dein Freund sein." Darauf erwiderte ich: "Dein Freund will ich nicht sein!" Er kam zu mir her. Da habe ich ihn geschlagen. Blut kam aus seiner Nase; wie ein Wilder habe ich ihn angefallen und bespuckt! Danach warf ich ihm alle schlimmen Namen an den Kopf. Sogar Gott habe ich noch verflucht. Dann nahm ich ihn bei den Haaren und habe seinen Kopf gegen die Wand geschlagen, bis einige meiner Jungs und Mädchen mich wegzogen. Sie versuchten mir zu sagen: "Der Prediger ist doch ein harmloser Mensch!" Ich ging zur Tür. Da rief David Wilkerson mir nach: "Nicky, bevor Du raus gehst, möchte ich Dir noch sagen, dass Jesus Dich liebt!"

Der lebendige Heilige Geist hat diese drei Worte sehr stark in mein Leben eingeprägt! Als David mir sagte: "Nicky, Jesus liebt dich", da fühlte ich diese Worte wie ein Messer, das durch mich hindurch gedrungen war. Ich ging hinaus. Doch jede Nacht war es wie bei einer Schallplatte, die einen Sprung hat; immer wieder kam es in mein Herz hinein: "Jesus liebt Dich, Jesus liebt Dich!" Überall, wo ich war, dachte ich über diesen Prediger nach. Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich habe versucht, ihm zu drohen, habe sogar ein Messer nach ihm gestreckt. Doch es hat ihm nichts ausgemacht. Er hat mir gesagt: "Du kannst mich umbringen, kannst mich in 1000 Stücke schneiden; aber diese 1000 Stücke werden Dir zurufen: "Jesus liebt Dich!" Das hat mich zwischen die Augen geschlagen! "Der Prediger hat Mut", dachte ich. "Der ist stark, der hat was in sich!" Äußerlich ist er nur ein ganz hagerer Kerl, aber innen drin ist er aus Stahl!" - Er war eben ein Gotteskind! Er war schön. Egal, was es auch war, dieser Mann hatte Mut! An dem Abend, als ich ihm das Nasenbein brach, hätte er verschwinden können und sagen: "Vergiss es, ich komme nie wieder zurück!" Doch er hatte einen ganz besonderen Befehl von Gott: "Da musst Du bleiben!".

Ich ging und hörte David Wilkerson predigen. Zum ersten Mal kam ich in eine christliche Versammlung. In meinem ganzen Leben war ich noch nie in einer Kirche, wusste gar nicht, wie solche Gebäude von innen aussehen. 75 Kerls nahm ich noch mit, wir hatten geladene Revolver dabei. Ich war in einer sehr gefährlichen Umgebung. Es waren ungefähr 2.000 Menschen da. Sie sahen, wie diese tierähnlichen Burschen hereinkamen. Sie haben alles gestört, die Leute auf die Seite geschoben, fingen an zu fluchen und alles Mögliche auszusprechen. Die Atmosphäre war äußerst geladen! Vielleicht bekamen einige Angst, weil wir so mutig hineingekommen waren. Aber David sagte: "Es passiert Dir heute abend nichts." David Wilkerson fing an zu predigen. Er hat versucht, auf der Ebene der Liebe Jeus Christi zu uns zu sprechen. Ich hatte die Geschichte Jesu noch nie gehört. Das erste Mal, als er mir sagte, dass Jesus mich liebe, hatte er meine Gedanken dafür geöffnet. Ich wollte wissen, wo dieser Jesus überhaupt herkam. Er begann, dies zu erklären. Wer die Geschichte des Neuen Testamentes gelesen hat, weiß, welch faszinierender Mensch dieser Jesus Christus war und heute noch ist. David fing an, von Ihm als Gott in Menschengestalt zu reden, wie er gewaltige Wunder wirkte, die nur durch göttliche Allmacht geschehen konnten. Andererseits litt Er wie ein Mensch – wie Nicky Cruz. Doch Er war nur von großer Retterliebe durchdrungen. Er wollte immer nur helfen, soviel er konnte, und trotzdem sagte der Prediger: "Die Menschen haben ihn gekreuzigt!" Sie waren so bösartig gegen ihn, sie wollten ihm nicht nur wehtun und ihn demütigen; und da begann ich, ihm nachzufühlen.

Die Worte des Predigers haben mich tief getroffen! Er hat eine wunderschöne Geschichte von Jesus gemalt. Ich habe verstanden, dass er verachtet und hinaus gestoßen war. Ich begriff auch, dass die Menschen ihn kreuzigen wollten; denn ich konnte noch die Stimme meiner Mutter hören: "Du bist nicht mein Sohn, ich liebe Dich nicht. Du bist ein Sohn Satans!"

Auch die Stimme der Gesellschaft konnte ich hören: "Schließ ihn ein, bring ihn um, der ist krank. Der wird nie etwas Ordentliches schaffen, er ist zu gefährlich. Die einzige Hoffnung für ihn ist der Elektrische Stuhl!" - Verachtung und Ausgestoßenheit! Ja, ich wusste, wie Jesus zumute war! Aber es bestand ein großer Unterschied zwischen Ihm und mir: Er war der reine Gottessohn und hat sich für die Menschen geopfert. Nicky Cruz war anders! Ich war ein Sünder, ja, ich war schwer gefesselt mit den Ketten der Sünde und des Bösen. Die Gesellschaft hatte recht, wenn man mich umbringen wollte. Dann hätten sie keine Schwierigkeiten mehr mit mir gehabt. Aber im Herzen Jesu war eine andere Geschichte zu lesen: "Nicky Cruz braucht ein neues Herz!" - Die Menschen haben andere verwandeln wollen, doch ich habe diese Möglichkeiten der Gesellschaft abgelehnt.

Der Staat New York gibt Millionen von Dollars aus, um das Banden-Wesen zu beseitigen. Man hat Clubs eröffnet, um sie von den Straßen wegzubringen. Nach 3 Monaten hatten wir die Clubs angebrannt. Die "Ghettos" sind die schlimmsten Stadtviertel in New York - City. Es ist ein Dschungel ohne Gesetz! Man kann durch die Straßen gehen und das schmierige Essen riechen, ja sogar die Krankheiten riecht man, die dort zu Tausenden verbreitet sind. Man sieht nur einen Häuserblock am anderen, in denen die Menschen wie Tiere zusammenleben. Die Stadt New York will diese Häuser abreißen und neue bauen. Man will diese Menschen aus dem Ghetto in neuen Häusern unterbringen, in der Hoffnung, dass sie sich dann besser verhalten würden. Doch da liegt das Problem nicht. Ein neues Haus verändert den Schmerz ihrer Herzen nicht! Es bringt keine Erlösung für ihre geplagten Gedanken. Wenn man ihnen ein neues Heim gäbe, nach 6 Monaten würde ganz sicher wieder das alte Problem auftauchen. Sie würden auch das schönste Haus wieder zu einem Ghetto machen, weil die Veränderung im Herzen kommen muss; und wenn sich dieses Herz nicht ändert, dann ist es egal, wo man Menschen hinsteckt, dann werden sie es nicht schätzen. Doch nur Jesus allein kann Herzen erneuern! Er kam, um die Menschen tatsächlich aus dem Ghetto zu befreien, ja, er holte das "Ghetto" aus ihnen heraus; da liegt nämlich die Lösung des Problems: Das zerbrochene Herz. Die Bibel sagt, dass das Herz böse sei: heute liebt man, morgen hasst man. Es ist ein Auf- und Abgehen. Die Gedanken sind wie ein Computer, man kann gute und schlechte Dinge einspeichern.

Als David Wilkerson in jener Nacht seine Predigt beendet hatte, fragte ich mich, warum Jesus für mich gestorben war, weshalb er gekreuzigt wurde? An diesem Abend hat er nicht mehr an die Menschen vor 2000 Jahren gedacht, sondern an mich. Er starb auch für Nicky Cruz. – In dieser Nacht fiel die größte Entscheidung meines Lebens! Dieser Prediger hat mich erreicht. Er hat mein altes Herz herausgerissen, und mein neues hat für Jesus geschlagen! Da spürte ich etwas, was ich noch nie zuvor gespürt hatte: "Diese schlimme Atmosphäre hat mich verlassen!" Auf einmal war die Gegenwart Gottes in diesem Saal! Und wenn ich auch nie Jesus Christus erlebt und angenommen hätte, ich könnte nie sagen, dass ich nicht die Kraft Gottes in dieser Nacht verspürt hätte. Die Menschen fassten sich an der Hand. Sie fingen an zu weinen, sie begannen überall zu beten, und der Heilige Geist ging über den Saal wie eine Welle. Ich schaute mich um, auch einige meiner Freunde haben geweint. David Wilkerson war auch sehr zerbrochen; er weinte ganz erschüttert, und dann hat er seine Augen geöffnet und mich angeschaut. Er sagte zu mir:

"Nicky, gib doch einmal in Deinem Leben Jesus die Gelegenheit. Du bist überall davongerannt. Du bist von allen Menschen hinaus gestoßen worden; aber dieser Jesus von Nazareth will jetzt zu Dir kommen. Er will Dir ein echter Freund sein, er ist jetzt hier. Komm doch, Nicky, ich will für Dich beten!"

Ich war ein sehr stolzer Kerl auf den Straßen, so stolz, dass ich dadurch erniedrigt wurde. Ich habe von einer Idee gelebt: Ich muss etwas sein! Und nun stand ich Jesus gegenüber, habe meinen Kopf geschüttelt und gesagt: "Nein, das ist nichts für mich!" Mein Freund, mit Vornamen Israel, stand auf und bat David: "Bete für mich, ich will zu Jesus!"

Ich dachte: "Der Kerl ist verrückt geworden!" Doch nicht er, sondern ich war es, denn zum ersten Mal war Israel auf dem richtigen Weg. Er war ein typischer Verbrecher; er sah gut aus, war höflich, aber voller Bosheit. Nun sah er mich an und sprach: "Nicky, komm mit mir. Der Prediger hat recht. Komm, Du bist der Schlimmste." Da habe ich Israel angeschaut und allen Mut zusammengenommen und gesagt: "Okay, ich gehe mit Dir", und ich ging mit ihm nach vorn. 25 meiner Jungs schlossen sich an. Ich wusste nicht, was ich erwarten sollte, denn ich kannte Jesus nicht. Ich hatte keinen Glauben an ihn; doch ich spürte die Verwandlung, als ich hörte, wer Jesus war und woher er kam. Dann stand der Prediger vor mir. Ich sagte zu ihm: "Gut, bete, mach doch was! Versuch's doch mal, wenn Gott mich verwandeln will, probier's doch!" Dann habe ich ihn ausgelacht. Er hat mir deutlich in meine Augen geschaut und bat mich, sie zum Gebet zu schließen. Aber ich erwiderte: "Nein, nein, ich will meine Augen nicht schließen! Wenn ich sie zumache, jagt mir einer eine Kugel durch den Kopf. Nein, ich schließe meine Augen nicht. Du bist verrückt!" - Er legte mir die Hände auf den Kopf, und fing an zu beten. Als David so betete, musste er wieder weinen.

Aus seinem Herzen kam das einfachste, schönste Gebet, das ich je gehört habe. Er hat dabei mit Gott geredet, wie mit einem Freund, der neben ihm steht. Und er hatte recht; Jesus war da. Dieses einfache, freundschaftliche Reden mit Gott - das war zu mir hindurch gedrungen! - Das hat mich berührt! David Wilkerson hatte nicht die geringste Falschheit in sich, er war echt! Ich sah Gott durch ihn, sonst nichts; und durch diese Liebe, die er zu Jesus und zu mir hatte, konnte Gott in mir wirken. Ich sah, wie auch meine Freunde weinten, besonders Israel war völlig zerbrochen. Man konnte gar nicht beschreiben, wie er sich fühlte! Die Tränen strömten ihm übers Gesicht. Ich habe ihn gerüttelt und gefragt: "Was ist denn los mit Dir? " Er sagte: "Nicky, ich habe mein Leben Jesus übergeben." Da habe ich meinen Kopf zu ihm hinuntergebeugt und gedacht: "Nun habe ich meinen Freund verloren, der geht jetzt zu Jesus." Dann fühlte ich mich wieder allein, und meine Gedanken gingen zurück zu einem schlimmen Ereignis. Doch der Heilige Geist hat das ganze Puzzle zusammengefügt, und ich sah mich sehr nackt vor der heiligen Gegenwart Gottes. Er hat mein Herz angerührt und es mir gezeigt: "Das bist Du; aber wenn Du mir Dein Herz schenkst, will ich bei Dir Einzug halten und Dich lieben und verwandeln." Und dann fingen die Tränen an zu fließen. Viele Tränen kamen über mein Gesicht und rannen über meine Lederjacke. 3 Minuten stand ich ungefähr da und habe mich nicht bewegt. Ich war nur zerbrochen! Ich ertrank beinah in meinen eigenen Tränen; Tränen des Schmerzes und der Buße, Tränen der Bitterkeit und Verwirrung. Dann fühlte ich, wie 2 Hände mich bei den Schultern nahmen, es war niemand anders als Jesus!

Und ich ging auf meine Knie. Das war das Erniedrigendste, das mir jemals passiert war! Vor den Augen meiner ganzen Bande lag ich hier auf den Knien und weinte laut, mit einem unbeschreiblichen Schmerz in meinem Innern. Ich habe meinen Mund aufgemacht und gesagt: "0 Gott, ich liebe Dich nicht; ich habe Dich noch nie gesucht, aber ich bin verwirrt. Liebst Du mich wirklich, wirklich? Bitte, hilf mir! Ich brauche Hilfe!" - In diesem wichtigsten Moment kam Er zu mir! Er hat mein kleines, verwirrtes Gebet gehört. Ich dachte, so weit weg zu sein von allem Menschlichen; aber wie nahe war ich doch dran! Nachdem ich über meine Sünden eine tiefe Reue empfand, von diesem Augenblick an geschahen in meinem Leben drei übernatürliche Wunder; überwältigender für mich als ein großes Heilungswunder! Gott hat mir die größte und wichtigste Kostbarkeit geschenkt: Liebe. Jetzt kann ich Gott und die Menschen lieben, ohne dabei ein Heuchler zu sein. Ich hätte vorher nie zu einem Menschen sagen können: "Ich liebe Dich." Zum ersten Mal konnte ich Gott und mich selbst auch respektieren. Ich wurde mit Liebe getauft. In der Welt, aus der ich kam, gab es keinen Frieden für mich. Dort war nur alles zerwühlt. Da war sehr viel Einsamkeit und Verbitterung. Aber Er gab mir seinen tiefen, wunderbaren Frieden, mit dem er meine ganze Seele erfüllte. Ich habe es erlebt! Jetzt hätte ich meine Augen schließen und mein letztes Gebet sprechen können - und ich konnte auch wieder schlafen. Sogar in meinem Schlaf hat Gott für mich gesorgt; für mich gab es keine Drogenabhängigkeit, keine Hurerei und keine Verbrechen mehr! Ich musste nicht mehr wegrennen, oder von einer Behausung zur anderen umwechseln, weil die Menschen nach mir trachteten. Nein, auf einmal hatte ich Frieden und Freude! Ich konnte wieder überall hingehen und sogar von Herzen lachen. Auch zu betrinken brauchte ich mich nicht mehr; denn wenn ich etwas Alkohol trinken wollte, war der Heilige Geist da und hat mich davor bewahrt. Und das hätte mir niemand geben können, kein Psychiater, nur Dr. Jesus Christus! -

Nun fragt man sich vielleicht: Wie schlecht war Nicky-Cruz? Verwandelte ihn Jesus wirklich so total? Ich kann es jedem klar sagen: Der einzig Echte ist Jesus! Wenn du auch seine unfassbare große Retterliebe erfahren willst, öffne Ihm dein Herz, dann wird Jesus auch bei dir Einzug halten können. Meine Mutter hat sich ebenfalls verwandelt. Sie ist keine Hexe mehr, sie liebt Jesus heute. Auch meine Brüder haben ihr Leben dem Herrn übergeben, desgleichen meine Freunde, die mit mir in der Bande waren. Sie kommen zu Gott, einer nach dem anderen. Wenn mich nun jemand fragen würde: "Nicky Cruz, wo gehst Du hin? ", dann würde ich antworten: "Mein Leben ist jetzt sehr sinnvoll geworden, ohne jeden Zweifel, und ich weiß, wohin ich gehe: Mein Weg führt in den Himmel, und jetzt schaue ich nur noch danach aus, Jesum Christum zu begegnen - in seiner Herrlichkeit!"

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