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Vom Senfkorn

Matthäus 13, 31-32

Material:

Süßer und scharfer Senf, aufblasbare Telekom-Hand, Kressesamen

Die Geschichte - das Gleichnis

„Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle anderen Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.“

Welcher Senftyp bist du?

[Jeder bekommt einen Klecks süßen und einen Klecks scharfen Senf und kann sagen, welcher ihm besser schmeckt.]

Außer Senf habe ich heute noch folgende Sache dabei. Was man damit machen kann, zeig ich euch mal kurz:

[Ganz klein zusammengefaltete Telekom-Hand wird zu voller Größe aufgeblasen]

Was der Senf und diese Hand mit der Bibel zu tun haben, erkläre ich euch jetzt: In der Bibel erzählt Jesus ein Gleichnis. Da heißt es, dass das Himmelreich wie ein Senfkorn ist, dass ein Mensch auf seinem Acker sät. Und obwohl das Senfkorn sehr klein ist (das kleinste unter allen Samenkörnern), wächst es zu einem richtigen Baum, in dem sogar Vögel wohnen. Soweit das Gleichnis.

Die Sache mit dem Senf ist klar. Es wird ein Senfkorn gesät. Ich habe das einmal im Lexikon nachgeschlagen. So ein Senfkorn hat einen Durchmesser von ca. einem Millimeter. Aus dem Senfkorn wächst dann ein Senfbaum der bis zu drei Meter groß wird, also 3000 Mal größer als das Senfkorn. Zu dem Baum kommen dann Distel und Goldfinken, die die Samen fressen. Das hat das Lexikon gesagt.

Das Wichtige an dem Gleichnis ist die extreme Größenänderung

Das Wichtige an dem Gleichnis ist die extreme Größenänderung von ganz klein zu einer doch beeindruckenden Größe. Das ist so wie mit der Hand vorhin. Am Anfang ist sie ganz klein zusammengefaltet, aber wenn man sie aufbläst wird sie zu einem ganz schönen Gerät.

In dem Gleichnis geht es mal wieder ums Himmelreich. Was will Jesus uns jetzt damit sagen? Es soll schließlich keine Lehrstunde in Pflanzenkunde werden. Jesus will uns zeigen, dass Gott aus kleinen Dingen Großes machen kann. Er will uns zeigen, dass Gott die Macht hat, dass selbst aus kleinsten Anfängen weltbewegende Ereignisse entstehen. Wenn man in der Bibel nachschaut, dann findet man das auch überall, z.B. Jakob: Ein kleiner Betrüger, der seinen Bruder übers Ohr haut, aus dem aber am Ende ein großes Volk wird. Oder Mose: Als kleines Kind wird er auf dem Nil ausgesetzt, wird dann am Hof des Pharaos aufgezogen und führt schließlich das Volk Israel aus Ägypten. Gott sucht sich oft scheinbar unbedeutende Menschen aus und hat Großes mit ihnen vor.

Das beste Beispiel, wie aus einem kleinen Anfang das größte Ereignis der Weltgeschichte wird, ist Jesus selbst. Er wird in einer Krippe in einem Stall geboren. Total unbedeutend, arm, elend. Doch dann stirbt er am Kreuz, um uns Menschen zu retten. Die größte Rettungsaktion in der Weltgeschichte. Ein zweites Beispiel sind die Jünger: Angefangen hat alles mit den zwölf Jüngern Jesu und einigen weiteren Anhängern. Jetzt gibt es viele Millionen Christen auf der Welt. Kleines wird groß. Jetzt kann man natürlich auch die Frage stellen: Stimmt das eigentlich wirklich?

Stimmt es, das Gott Großes bewirken kann, oder ist es wie mit der Telekom-Hand? Wenn ich mit einer Nadel hinein stechen würde, ginge die ganze Luft raus und alles fiele in sich zusammen. Also stimmt das wirklich, dass Gott Großes bewirken kann oder sind das z.B. nur Menschen, die sich voll für ihre Sache einsetzen? Haben die Jünger damals einfach nur gut genug Werbung für den Glauben gemacht und mit der Zeit sind immer Menschen darauf hereingefallen?

Ich habe dazu in der Bibel eine gute Stelle gefunden (Vgl. Der Rat des Gamaliel - Apostelgeschichte 5, 34-42): Da werden die Jünger bzw. Apostel, wie sie dann auch genannt werden, wegen ihrer Aktivitäten verhaftet und vor Gericht gestellt. Die Richter beratschlagen, was sie mit ihnen machen sollen, und wollen sie sogar töten. Da meldet sich ein Pharisäer zu Wort und sagt: „Wenn das, was sie wollen und was sie da angefangen haben, nur von Menschen kommt, löst sich alles von selbst wieder auf. Kommt es aber von Gott, dann könnt ihr nichts gegen sie machen.“ (V38- 39) Das ist der Punkt: Ich glaube nicht, dass es die Christenheit nach zweitausend Jahren mit Unterdrückung, Verfolgung, Kriegen, etc. noch gäbe, wenn Gott nicht dahinter stehen würde.

Gott kann Großes bewirken - aus kleinen Anfängen

Ich glaube, dass Gott Großes bewirken kann. Ich glaube, dass Gott selbst aus dem kleinsten Anfang etwas Weltbewegendes entstehen lassen kann. Und ich glaube, dass Gott mit jedem Menschen etwas vorhat und durch ihn die Welt verändern will. Ich möchte dich fragen: Glaubst du auch, dass Gott etwas mit dir vorhat? Glaubst du auch, dass Gott durch dich die Welt verändern möchte? Glaubst du auch, dass Gott Großes bewirken kann? Glaubst du auch, dass Gott aus ganz kleinen Dingen, wie z.B. einem kurzen Gebet, Weltbewegendes entstehen lassen kann?

Damit ihr euch auch daheim noch an das, was ich jetzt gesagt habe, erinnern könnt, habe ich euch noch etwas mitgebracht: Keine Angst es ist kein Senf. Ich habe euch ein paar Kressesamen mitgebracht. Da steht drauf: „Gott hat die Macht, Kleines groß zu machen. (Matthäus 13, 31-32)“ Die Samen könnt ihr auf einem feuchten Küchenpapier aussäen. Es werden zwar keine drei Meter großen Bäume daraus wachsen, aber immerhin schmeckt Kresse gut. Vor allem sollt ihr euch aber daran erinnern, dass Gott wirklich die Macht hat, Kleines groß zu machen. Und ihr könnt euch fragen: Glaube ich das auch?


Autor: Dieser Beitrag stammt von Christopher M., welcher noch zahlreiche andere Gruppenstundenentwürfe und Andachten zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank für diesen und andere Beiträge.

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