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Sprichwörter

Hierzu habe ich das Buch „Geflügelte Bibelworte – Das Lexikon biblischer Redensarten“ von Heinrich Krauss genutzt.

Kennt ihr Sprichwörter? Was ist denn eigentlich ein Sprichwort? Antworten sammeln

  • eine feststehende Redewendung
  • ein historisch begründetes Wort, vor allem aus dem Handwerk und der Landwirtschaft stammend
  • ein prägnanter Ausspruch, der in den Sprachgebrauch übernommen wurde ein so genanntes geflügeltes Wort
  • ein Wort, das auf eine Situation passt wie die Faust aufs Auge – schon wieder ein Sprichwort!!!
  • ein Ausspruch, der kurz und knapp die Situation widerspiegelt
  • eine Metapher
  • eine bildliche Zusammenfassung

Welche Sprichwörter fallen euch jetzt spontan ein? Jeder schreibt jetzt ein Sprichwort auf, das erste, das ihm einfällt. Können auch zwei oder drei sein. (Zettel austeilen und Stifte, 2-3 Minuten schreiben lassen, dann reihum vorlesen lassen.)

Welche von denen, die ihr jetzt genannt habt, könnten denn aus der Bibel sein?

Ich hab mal bisschen gesucht – hatte auch Hilfe in einem Buch (Geflügelte Worte) – und hab insgesamt 76 mir bekannte Sprichworte gefunden. Bei manchen war ich selbst erstaunt, dass die in der Bibel stehen, bei etlichen hab ichs schon gewusst.

Wir wollen jetzt mal selbst in der Bibel nachschlagen.

Wenn jemand erklärt haben will, was es bedeutet, woher es stammt, warum es diesen Ausspruch gibt, schauen wir einfach mal in meinem Buch nach. Also einfach einhaken, wenn jemand eine Frage hat, klar?

Ausgewählte Sprichwörter vorlesen lassen, nachfragen lassen, wenn keine Fragen kommen, können auch mehr Sprichwörter vorgelesen werden. Dann hat der Spaßfaktor mehr Vorrang.

  • Der Glaube versetzt Berge. (1. Kor. 13,2)
  • Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig. (2. Kor. 3,6)
  • Wer kärglich sät, wird kärglich ernten. (2. Kor. 9,6)
  • Auge um Auge, Zahn um Zahn. (2. Mose 21,24)
  • Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. (2. Thess. 3,10)
  • Geben ist seliger denn Nehmen.- Scherzhafte Umkehrung: Nehmen ist seliger als Geben, sagen die Klosterherren. (Apg. 20,35 )
  • Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. (Gal. 5,14)
  • Einer trage des anderen Last. (Galater 6,2)
  • Wer Wind sät, wird Sturm ernten. (Hosea 8,7)
  • Wer gern säuft, wird nicht reich (alt). (Jesus Sirach 19,1)
  • Es ist keine List über Frauenlist. (Jesus Sirach 25,18 )
  • An der Rede erkennt man den Mann. (Jesus Sirach 27,8)
  • Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. (Jesus Sirach 3,27)
  • Ein guter Freund ist ein großer Schatz. (Jesus Sirach 6,4)
  • Tu nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses. (Jesus Sirach 7,1)
  • Was du tust, bedenke das Ende. (Jesus Sirach 7,40)
  • Wer im Kleinen treu ist, der ist auch im Großen treu. (Lukas 16,10)
  • Der Mund redet, wovon das Herz voll ist. oder Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. (Mt. 12,34)
  • Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterland. (Mt. 13,57)
  • Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. (Heute oft scherzhaft verwendet) (Mt. 26,41)
  • Junger Most sprengt alte Schläuche. (Mt. 9,17)
  • Alles zu seiner Zeit. (Prediger 3,11)
  • Wenn zwei beieinander liegen, so wärmen sie sich. (Prediger 4,11)
  • Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf. (Psalm 127,2 )
  • Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht. (Sprüche 1,10)
  • Hochmut kommt vor dem Fall. (Sprüche 16,18)
  • Der Mensch denkt, Gott lenkt. (Sprüche 16,9)
  • Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. (Sprüche 26,27)
  • Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu. (Tobias 4,16)

Mal ehrlich, habt ihr das gedacht? Dass so viele bekannte Sprichwörter aus der Bibel und aus den Apokryphen stammen?

Ich ehrlich gesagt nicht.

Interessanterweise ist es ja so, dass auch viele Nichtchristen Sprichworte verwenden, die aus der Bibel sind, ohne es zu wissen.

Ob wir uns das nächste Mal, wenn wir ein Sprichwort verwenden – und ich bin dafür bekannt, dass ich vollgestopft mit Sprüchen bin – nicht doch mal überlegen, wo es her stammt? Schließlich ist ja die Bibel Gottes Wort, und wenn wir leichtfertig mit Gottes Wort umgehen, verstoßen wir gegen das Gebot, das heißt: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.“

Das wollen wir in Zukunft doch mal bedenken.

Ein Beitrag von Christine W.

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