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Nachtgeländespiel – Im Weltall

Beschreibung

Wir schreiben das Jahr 3012. Die Technologie hat sich entwickelt. Die Explosion der Geburtenrate hat dazu geführt, dass die Menschen woanders als auf der Erde ihr Glück aufsuchen mussten.

Durch modernste Technologie ist es möglich geworden innerhalb kürzester Zeit alle Planeten unseres Sonnensystems zu erreichen.

Ihr seid Mannschaften, besteht aus Raumschiffen. Euer Ziel ist es, verschiedene Planeten zu erforschen und sie bewohnbar zu machen.

Material

  • Raumschiffe für die Mannschaften + Raumschiffe der Feinde (Piraten / Aliens) (PDF-Datei)

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  • Stationen (Planeten + Entwicklungsskala) (PDF-Datei)

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  • Überblick über verwendete Rohstoffe (PDF-Datei)

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  • Neue Schadensleiste für Reparatur (PDF-Datei)

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  • Stifte für Mitarbeiter

  • Eddings für die Station Erde

  • Luftballons für die Station Erde

  • Nudeln (als Spielgeld)

Mannschaften

Jede Mannschaft besitzt:

Raumschiff Eigenschaft Besatzung
großes Kriegsschiff angreifen und verteidigen 1 bzw. 2 Teilnehmer
kleines Kriegsschiff angreifen und verteidigen 1 Teilnehmer
Handelsschiff I transportiert 1 Fracht Rohstoffe 1 bzw. 2 Teilnehmer
Handelsschiff II transportiert 1 Fracht Rohstoffe 1 bzw. 2 Teilnehmer
Forschungsschiff transportiert 1 Fracht Naturalien 1 Teilnehmer

Wenn die Anzahl der Mannschaftsteilnehmer größer ist als die der Schiffe, gehören bei den größeren Schiffen mehrere Teilnehmer zu derselben Crew (die Kids verteilen sich am Anfang des Spiels und ihre Namen werden im Feld „Besatzung“ notiert).

Feinde

Im Weltall befinden sich natürlich auch Spielverderber. Es können Piraten oder Aliens sein. Vorsicht, sie sind beide sehr gefährlich. Ihre Laser sind teilweise viel stärker als eure.

Rohstoffe

Sie befinden sich auf dem Planeten Erde.

Ihr könnt pro Handelsschiff nur 1 Ladung mit euch transportieren.

Rohstoffe sind begrenzt. Wenn ihr alle benutzt habt, müsst ihr woanders welche suchen.

Die Rohstoffe, über die ihr verfügt, sind:

  • Eisen
  • Wasser
  • Öl

Naturalien

Sie sind dazu da, Planeten bewohnbar zu machen. Die Naturalien, über die ihr verfügt, sind:

  • Pflanzen
  • Tiere
  • Menschen (Kolonisten)

Planeten entwickeln sich so Stück für Stück. An der unten stehenden Skala kann man erkennen, wie der Entwicklungsstand ist und welche Mannschaft zu dieser Entwicklung beigetragen hat.

Pro gelieferte Naturalien, bekommt Ihr Siegpunkte. Es ist die einzige Möglichkeit im Spiel, Punkte zu machen.

Planeten

Das Spiel findet in unserer Galaxis statt. Ihr kennt die 9 Planeten unseres Sonnensystems.

Auf einigen Planeten befinden sich bereits Kolonien (Menschen). Mit ihnen könnt ihr verhandeln. Sie brauchen bestimmte Rohstoffe und geben Euch dafür Gold (= Nudeln).

Jede Mannschaft verfügt in seinem Lager über 7 Ladungen Eisen, 7 Ladungen Öl und 7 Ladungen Wasser (= 3 x 7 Luftballons als Rohstoffe). Ebenso haben sie 7 Ladungen Pflanzen, 7 Ladungen Tiere und 7 Ladungen Menschen (21 Naturalien). Zwei Mitarbeiter verwalten die jeweiligen Rohstoffe.

Wenn Rohstoffe bzw. Naturalien in ein Schiff geladen werden, werden die Luftballons aufgeblasen und verknotet.

(Luftballons werden verwendet, damit die Teilnehmer diese nicht verstecken können)

Der Mitarbeiter schreibt dann mit einem Edding den ersten Buchstaben des Rohstoffes (E, W, Ö) oder der Naturalien (P, T, M) auf den Ballon und markiert ein leeres Feld aus dem Blatt Überblick über „Naturalien und Rohstoffe“.

Damit die Mannschaften die Mitarbeiter bzw. andere Teilnehmer nicht austricksen können, haben wir es so gemacht, dass die Kids den Namen ihrer Mannschaft auf jedes Schiff schreiben mussten. Bei der Station „Erde“ mussten sie zuerst eins ihrer Schiffe zeigen und haben dann die Luftballons erhalten.

Überblick (nur für Mitarbeiter)

Stationen nimmt bietet Bemerkung
Merkur Naturalien Siegpunkte noch zu kolonisieren
Venus Eisen 5 Gold -
Erde - Rohstoffe -
Erde - Naturalien -
Erde Gold Entwicklung für Schiffe (Schild / Laser: 1Punkt = 1 Gold)
Erde Gold Reparatur für Schiffe (komplette Reparatur = 3 Gold)
Mars Öl 5 Gold -
Jupiter Wasser 5 Gold -
Saturn Naturalien Siegpunkte noch zu kolonisieren
Uranus Naturalien Siegpunkte noch zu kolonisieren
Neptun Naturalien Siegpunkte noch zu kolonisieren
Pluto Naturalien Siegpunkte noch zu kolonisieren
Asteroiden Schiffe Gold von Schmugglern bewohnt. Kaufen feindliche Schiffe.
Komet (lasst Euch was einfallen: Raumschiffpolizei / Gold / besonders gefährlicher Feind ...)
  • Jede Station stellt einen Planeten dar, der von einem Mitarbeiter betreut wird. Damit diese im Dunkel gefunden werden können, haben wir Grablichter von der Drogerie gekauft. Sie sind billig, windgeschützt und verleihen dem Spiel die richtige Atmosphäre.

  • Die vier wichtigsten Stationen Erde, Venus, Mars und Jupiter sollten nicht allzu weit weg voneinander sein. Die noch zu kolonisierenden Planeten können ruhig (z.B. in einem Wald) besser versteckt sein.

  • Die Stationen Asteroiden bzw. Komet gehören zur Erweiterung und müssen nicht verwendet werden.

Sonstige Regeln & Hinweise

  • Die Mannschaften bekriegen sich nicht untereinander. Nur die Mitarbeiter sind dazu da, Feinde darzustellen. Man darf nichts beim anderen stehlen und auch nicht versuchen, Schiffe anzugreifen. Jedes Team arbeitet für sich. Gewonnen hat die Mannschaft, die am Ende die meisten Siegpunkte hat. Ziel ist es also nicht, tolle Schiffe zu bekommen, ein besseres Raumschiff ist lediglich nur ein Mittel zum Zweck.

  • Rohstoffe bzw. Naturalien können nur von den Teilnehmern transportiert werden, die das Schiff darstellen. (Teilnehmer, der ein Kriegsschiff hat, sollte nicht mit einem Luftballon gesichtet werden)

    • Handelsschiffe können nur Rohstoffe transportieren (Eisen / Öl / Wasser)
    • Forschungsschiffe können nur Naturalien transportieren (Pflanzen / Tiere / Menschen)
  • Wenn Teilnehmer und Mitarbeiter sich berühren, findet ein Angriff statt. Karten der Schiffe werden verglichen, Schäden werden von den Mitarbeitern vermerkt.

  • Hinweis: Wenn A und B zum selben Schiff gehören, wird nur einer von beiden die Schiffskarte bei sich haben. Egal ob A oder B angegriffen wird, muss die Karte gezeigt werden. Ebenso auch bei den Luftballons, die nur einer tragen wird. Wenn das Schiff angegriffen wird, muss er hergegeben werden.

  • Ein Angriff hängt von der Art der Begegnung ab:

    • Ist ein Kriegsschiff getroffen, so wird dieser auch zurückschlagen und beide werden dem anderen Schäden zufügen
    • Rechnung: Angriff MINUS Schild des Gegenübers GLEICH zu notierende Schäden (s. Beispiel aus der PPT-Präsentation)
  • Ist ein Handelsschiff oder ein Forscherschiff getroffen, sind Piraten oft an den Waren interessiert. Mitarbeiter müssen also ein wenig Tuchfühlung kriegen, wie ernst die Lage bei der angegriffenen Mannschaft ist. Sie können auch bei einem Angriff auf ein Handels- oder Forschungsschiff einfach den Ballon schnappen und den Teilnehmer gehen lassen, ohne weitere Schäden zu vermerken.

  • Hat ein Angriff stattgefunden, darf die Mannschaft für die zwei nächsten Minuten nicht mehr angegriffen werden.

  • Auch bei den einzelnen Stationen (in unmittelbarer Nähe von den Planeten) darf kein Angriff stattfinden.

  • Wenn das Schiff eines Mitarbeiters (also ein feindliches Schiff) von einer Mannschaft zerstört wird, kann die Mannschaft die Schiffskarte erhalten (s.u. „Erweiterung“). Am Anfang des Spiels erhält jeder Fänger 5 oder 10 Schiffe (s. Datei: „Raumschiffe“).

  • Schiffe können auch erweitert werden, d.h., dass sie mehr Schäden verursachen können bzw. einen besseren Schild bekommen können. Für zwei Nudeln können die Teilnehmer einen zusätzlichen Punkt bei „Angriff“ oder bei „Schild“ kaufen. Eventuell sollten die Mitarbeiter, die die Station Erde betreuen für diese Punkte eine besondere Farbe verwenden (eine, die die Teilnehmer in der Regel nicht bei sich haben), damit diese nicht mogeln.

  • das Gold, das die Kids im Spiel bekommen, wird sofort online überwiesen, d.h., sie brauchen keine Angst zu haben, dass es ihnen geklaut wird. Für das Spiel heißt es auf gut Deutsch, dass sie die Nudeln in der Tasche haben und dass Piraten sie nicht nehmen dürfen.

  • Ist ein Schiff Totalschaden, so müssen die Teilnehmer, die es besetzen, nicht aus dem Spiel scheiden. Das Schiff ist nur unbrauchbar (kann nicht angreifen und auch nichts transportieren) und muss repariert werden, wenn es wieder eingesetzt werden soll. Auf der Erde kann eine neue Schadensskala gekauft werden.

Aus der Praxis

  • Dieses Spiel wurde bei einer Kinderfreizeit mit ca. 70 Teilnehmern und mit 18 Mitarbeitern gespielt. Wir hatten acht Mitarbeiter, die die Feinde gespielt haben und zehn bei den anderen Stationen. Die Station Erde, die am Meisten besucht wird, braucht mindestens zwei belastungsfähige Betreuer.

  • Kleinere Kinder haben leider den Sinn (und die Komplexität) dieses Spiels nicht erfasst. Manche Jugendlichen dagegen, die fähig waren, sich eine Strategie zu überlegen, waren richtig dabei.

  • Drei Packungen Nudeln, die ich als Gold gekauft hatte, haben bei uns dicke gereicht. Für den Fall, dass man mit mehr Teilnehmern spielt, kann man auch andere Dinge wie Nüsse / Strohhalme usw. verwenden (z.B. 1 Nuss = 10 Nudeln). Ich hatte auch 400 Luftballons gekauft, aber viel weniger wurden verwendet.

  • Achtet auch darauf, dass die Piraten nicht sofort ins Spiel kommen. Die Teilnehmer sollten die Zeit haben, das Gelände ein wenig zu erkunden und sich eine Taktik zu überlegen.

  • Dieses Spiel kann natürlich auch tagsüber gespielt werden.

Erweiterungsmöglichkeiten

Wenn ein Kriegsschiff ein feindliches Schiff zerstört, muss der Mitarbeiter seine Schiffskarte hergeben. Auf Asteroiden befinden sich Außerirdische (Teilnehmer), die solche Schiffe kaufen. Zu diesem Zweck können die zwei Stationen „Asteroiden“ und „Komet“ eingesetzt werden. Natürlich könnt ihr noch mehr Stationen erfinden.

Eine Zusendung von Jérôme Remuhs.

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