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Donnerbalken

In Schweden auf einem Toilettenhäuschen.
In Schweden auf einem Toilettenhäuschen.
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Was ist ein Donnerbalken? Wenn man diese Frage heutigen Freizeitteilnehmern stellen würde, bin ich mir fast sicher, dass viele gar nicht wissen was das ist, geschweige schon mal auf so etwas gesessen zu haben. Die heutigen Kids kennen einen Donnerbalken vielleicht als Fahrgeschäft auf einem Jahrmarkt, wo 5-10 Personen nebeneinander sitzen und dann die Post abgeht.

Doch ein Donnerbalken ist quasi eine improvisierte Sitzanlage über eine in der Pampa ausgehobene Grube um seine Notdurft zu verrichten. Je nach Länge und Größe des Balkens können mehrere Personen nebeneinander sitzen und gemeinsam „donnern“. Daher also der Name…

In der Bildersammlung von google gibt es ein paar Bilder zu Donnerbalken.

Ach wenn ich da an unsere Donnerbalken zurückdenke, welche mit ein paar Planen mitten in der Pampa aufgestellt wurden. Später waren es dann schon 1-3 Holzhäuschen die wir als stille Örtchen in der Nähe des Lagers aufgestellt hatten.

Auf Wanderfreizeiten gibt es natürlich keine Zeit für einen Donnerbalken bauen. Da ging man mit dem Spaten und der Klorolle einfach ins Gebüsch bzw. Wald und suchte sich ein stilles Plätzchen aus. Bei längeren Aufenthalten an einem Ort war dann schon ein Donnerbalken geplant.

Die Donnerbalken-Kohte im Wald
Die Donnerbalken-Kohte im Wald
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Gaaaanz früher haben wir einfach irgendwo im Wald eine Grube ausgehoben (je nach Dauer des Camps auch mal tiefer) und über die Grube ein Gestell mit einem stabilen Baumstamm als Sitzbalken gebaut. Das war’s dann. Als Sichtschutz dienten vielleicht gerade noch Tannenwedel, oder Kohtenplanen. Ca. 10 Meter vom Donnerbalken entfernt gab es ein Schild „besetzt“ oder „frei“.

Komfortabel war dann ein Donnerbalken, wenn er am Fuße eines Felsen aufgebaut wurde. Da gab es dann wenigstens die Chance sich gemütlich anzulehnen. Wir hatten einmal einen aufgebaut, den gab es sogar mit „Sicht ins Tal“. Hin und wieder rollte sich allerdings das Klopapier auch mal (aus Versehen) talwärts ab.

Beim Ausheben der Donnerbalken-Grube.
Beim Ausheben der Donnerbalken-Grube. Berechnet für knapp
4 Wochen Zeltlager mit in Summe 120 Personen...
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Später haben wir dann ein Sitzbrett mit 3 Löchern versehen und das Sitzbrett mit Hilfe von Holzschwarten, Latten und Planen zu einem 3-er Klohäuschen umgebaut. Es gab keinen Wald in der Nähe, daher musste das Häuschen ca. 30 Meter abseits des Zeltlagers entfernt aufgebaut werden. Je nach Windrichtung hat es etwas gemuffelt.

Toilettenhäuschen
Ein Toilettenhäuschen oder ein Donnerbalken darf auf
keinem Outdoor-Camp fehlen. ©: www.praxis-jugendarbeit.de

Für die Desinfektion haben wir Chlorkalk verwendet. Jeden Tag eine Schicht Chlorkalk in die Grube streuen und dann wieder etwas Erde drüber. Das Holzbrett wurde natürlich ebenfalls mehrmals am Tag „gewaschen“.

Irgendwann haben wir uns dann 3 mobile und zerlegbare Toilettenhäuschen gekauft.

Die hatten dann schon eine Türklinke und ein Schloss zum Verriegeln. Das war natürlich ein Quantensprung. Allerdings musste man dann schon fast mit Taschenlampe aufs Klo.

Heute bestellt man sich Chemietoiletten und lässt diese aufstellen. So ändern sich die Zeiten.


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