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Tausche Ideen gegen Spielebuch

Topmodel gesucht

Dieses Spiel bzw. diese Spiele basieren auf dem allseits bekannten TV-Format „Germany’s next Topmodel“ (Pro7) und eignen sich vor allen Dingen dann, wenn die Jugendgruppe vorwiegend aus Mädchen besteht.

Die Jungs können dann die Jury bilden und es wird nach dem nächsten weiblichen Topmodel gesucht, das die Welt im Sturm erobern wird. Natürlich ist alles auch umgekehrt möglich, d.h., dass bei überwiegend männlicher Beteiligung eben das nächste männliche Topmodel gesucht wird und die Mädchen in der Jury sitzen.

Im Folgenden werden aber nur Aufgaben beschrieben, die man besonders mit Mädchen durchführen kann. Die Jury besteht aus 3-5 Mitgliedern, die sich aussuchen können, wer sie sein wollen. Sie können wählen zwischen Rolf Scheider (dem Castingdirektor), Peyman Amin (dem Modelagenten), Bruce Darnell (dem Runway-Trainer), Boris Entrup (dem Make-up-Artist) und natürlich Heidi Klum (Perücke nicht vergessen). Jeder Charakter kann logischerweise nur einmal in der Jury sitzen und gibt auch dementsprechende Kommentare ab, die zu ihm passen. Wer die Sendung kennt, weiß in etwa, wie sich seine Figur verhält…

Man sollte darauf achten, dass man diesen Wettbewerb in einem ausreichend großen Zimmer oder etwa in einem langen Gang (perfekt als „Catwalk“) durchführt. Am Ende des Laufstegs wird ein Tisch aufgestellt, hinter dem die Jury Platz nimmt.

Punktevergabe:

Die Punktevergabe verläuft wie folgt:
Jeder Juror bekommt Karten mit den Zahlen von 1-10 darauf, also insgesamt 10 Karten/Juror. Alternativ tut’s auch ein Blatt Papier und ein Stift, auf dem sich die Juroren ihre Punktzahl aufschreiben.

Nach jedem Auftritt eines angehenden Models wird von den Juroren eine Karte mit der entsprechenden Punktzahl darauf abgelegt. Es sind somit in jeder Runde Punktzahlen von 1-10 möglich. Nachdem sich alle Jury-Mitglieder ihre Meinung von dem gerade gesehenen Auftritt gebildet haben, können sie diesen nun bewerten und ihre Bewertung begründen (z.B. „…du hast von mir diese Punktzahl bekommen, weil…“), jedes Mitglied natürlich auf seine ganz eigene Art.

Die Jury-Mitglieder können sich auch während eines Auftritts untereinander beraten. Bewertet werden können je nach Kategorie unterschiedliche Aspekte (z.B. Gestik, Mimik, Körperhaltung, Ausstrahlung, Kreativität usw. …). Die Punkte werden notiert und später zusammengezählt. Das Model mit den meisten gesammelten Punkten ist am Schluss das neue „Topmodel“ und bekommt einen Modelvertrag und mehrere Campagnen zugesprochen.

Kategorien:

Nachdem die Modelanwärter/-innen am Rand des Laufstegs Platz genommen haben können sie sich nun in den folgenden Kategorien behaupten:

  1. Der Catwalk 1:

    Die Kandidatinnen laufen nacheinander den Laufsteg auf und ab. Sie sollen am Ende vor der Jury zum Stehen kommen. Der Schwierigkeitsgrad besteht darin, dass sie dabei ein Frisbee auf dem Kopf balancieren sollen.

    Bewertet werden kann hier auch, wie sich die Models verhalten, wenn ihnen die Frisbee vom Kopf fällt. Zudem können die Posen berücksichtigt werden, welche die Kandidatinnen am Ende des Laufstegs machen.

    Nachdem jede Kandidatin ihren Durchlauf gemacht hat und die Jury ihre Urteile verkündet hat geht es weiter mit der nächsten Kategorie.

  2. Die Präsentation:

    Nun gilt es seine Fähigkeiten als Verkäufer unter Beweis zu stellen. Es gibt mehrere Gegenstände, die von den Models präsentiert werden sollen. Vor dem Wettbewerb muss man darauf achten, genügend Gegenstände bereit zu stellen (1 pro Model).

    Jedes Model bekommt nun nacheinander einen Gegenstand zugelost, den es der Jury so präsentieren soll, dass sie der Kandidatin das „Produkt“ später abkaufen würde.

    Die Zeitbegrenzung hierfür liegt bei einer Minute. In dieser Zeit soll die Kandidatin erklären, warum man auf den von ihr gezeigten Gegenstand nie und nimmer verzichten darf und warum dieser ein absolutes „Must-have“ ist. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

    „Produkte“ können sein: ein Schraubenzieher, ein Nagelclipper, ein Nussknacker, ein Tennisball, eine abgelaufene Packung mit irgendwas drin, eine alte und kaputte Tupperbox, ein unsichtbares Trainier-Gerät für die Bauchmuskeln usw. usw. … Diese Aufgabe soll die schauspielerischen Fähigkeiten der angehenden Models testen, die im späteren Berufsleben durchaus nützlich sein können. Nach der „Ramsch-Party“ geht’s weiter mit der nächsten Aufgabe.

  3. Das Fotoshooing:

    Auch hier ist der Einfallsreichtum sehr gefragt. Bei dieser Aufgabe empfiehlt es sich eine Digital-Kamera dabei zu haben, damit man auch ein echtes „Foto-Shoot-Feeling“ hat. Außerdem hat man nach dem Wettbewerb dann schöne Bilder zur Erinnerung. Diese Aufgabe kann man in verschiedenen Varianten spielen, von denen ich kurz zwei vorstelle:

    • Jedes Model bekommt 2-3 Minuten Zeit, verschiedene Posen vor der Jury zu machen. Fotografiert werden kann hier wahrscheinlich nicht, da die einzelnen Posen nur kurz gehalten werden sollen und das Fotografieren schon einige Zeit in Anspruch nimmt. Die Jury bewertet wieder nach den üblichen Kriterien. Auch Ausgefallenheit und Extravaganz der Posen kann beurteilt werden.
    • In Variante 2 sollen sich die Models 3 Posen ausdenken und diese dann vorführen. Nun kann der „Starfotograf“ von jeder dieser Posen ein Bild machen. Eine Zeitbegrenzung ist hier nicht nötig.

    Als kleines Extra kann sich jedes Model vor dem Shooting 2-3 Sachen aussuchen, die es zum Shooting anziehen möchte. Diese müssten logischerweise vorher bereitgestellt werden. Solche Sachen könnten sein: eine Handtasche, eine alte oder eine neumodische Brille, ein Hut bzw. Mütze, ein Schal, Gummistiefel usw. … Der Kleidungsstil der Models kann von der Jury ebenfalls berücksichtigt werden.

  4. Der Catwalk 2:

    Zum zweiten Mal gilt es, sich auf dem Laufsteg zu beweisen. Die Models gehen nun zu zweit zusammen (auslosen oder feiwillig) und denken sich zu einem zufällig ausgewählten Lied (ebenfalls auslosen) eine Choreografie für den Laufsteg aus. Diese können die Models gestalten, wie sie wollen. Die Jury erinnert alle daran, dass man auch auf die Posen vor der Jury achten soll und auf diese ein besonderes Augenmerk gelegt wird.

  5. Der Hindernisparcours:

    Vor dieser Aufgabe müssen einige Hindernisse besorgt werden, die auf dem Catwalk wahllos ausgebreitet werden (Tennis- oder Tischtennisbälle, Murmeln (Vorsicht: Rutschgefahr!), Pappschachteln, Stühle…).

    Die Kandidatinnen sollen nun so einfallsreich wie möglich diesen Hindernisparcours überqueren (laufen, kriechen, hüpfen…).

    (Damit hier Wettbewerbsgleichheit herrscht, können sich alle Models in einem Extra-Raum sammeln, von dem aus sie eine nach der anderen dann herein gerufen werden. Die Aufgabenstellung wird natürlich vorher schon bekannt gegeben.

  6. Das Finale:

    Zum Abschluss des Wettbewerbs gibt es nochmals eine spezielle Aufgabe für alle Kandidatinnen. Jede sucht sich nun ein Jury-Mitglied aus, mit dem es irgendeine besondere Situation vorspielen soll (Fotoshooting mit „Partner“ (Model, Tier...), eine kurze improvisierte Theaterszene oder irgendetwas anderes…). Dies bietet einen lustigen Abschluss des langen Wettbewerbs.
    (Variante: Die Punkte können hier doppelt zählen.)

Nachdem alle Kategorien bewertet wurden zieht sich die Jury zurück und ermittelt die Platzierungen. Hat man keine Zeit mehr für die Siegerehrung, so kann diese auch am Anfang der nächsten Gruppenstunde abgehalten werden. Man kann den Kandidatinnen dann auch Schärpen oder Urkunden mitbringen, die sie an den Wettbewerb erinnern.

Das nächste Topmodel wird nun die gesamte Welt bereisen und viele Jobs bekommen.

Eine Zusendung von Andreas Baamann

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