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Blind – Auf Paulus’ Spuren

Dieser Beitrag wurde vom Kinderfreizeit-Team der Evang. Kirchengemeinde Usingen zugesendet. Hierbei handelt es sich um ein Programm, das im Sommer 2008 auf einer Freizeit mit 31 Teilnehmern und 10 Betreuern durchgeführt wurde. Es füllt einen Nachmittag (ca. 2-3 Stunden).

Beginn der Geschichte:

Vorlesen der Apostelgeschichte 9, 1-18 bis zu der Stelle, als Paulus erblindet

Spiele/Aktionen:

Um den Teilnehmern eine bessere Vorstellung davon zu geben, wie Paulus sich gefühlt hat, als er blind war, werden sie im Laufe dieses Nachmittages erfahren, was es bedeutet, blind zu sein. Einteilung in Gruppen / Verschiedene Stationen mit Spielen/Aktionen zum Thema „Blind“

Gespräch I:

Wie fühlt man sich im Dunkeln, wenn man nichts sieht? Was ist anders? Was ist intensiver? Könnt ihr jetzt nachfühlen, wie Paulus sich gefühlt hat?

Fortsetzung der Geschichte:

Kurze Wiederholung: Wo sind wir stehen geblieben? Paulus befindet sich im Haus von Judas in Damaskus und ist seit drei Tagen blind. Vorlesen der Apostelgeschichte 9, 1-18 bis zum Ende

Gespräch II:

Ziel: Den Teilnehmern verdeutlichen, was die Blindheit symbolisch bedeutet. Anregungen hierzu: Es handelt sich bei der Lichterscheinung nicht um ein in Lux messbares optisches Phänomen sondern darum, dass dem Paulus ein Licht aufgeht: Er erkennt, was es um Jesus Christus und um ihn selbst ist. Das Licht ist erhellend, schenkt Klarheit und eröffnet eine Aussicht. Aber es blendet auch. Man muss sich daran gewöhnen. Die Augen müssen sich umstellen. (=>Paulus ist drei Tage blind.)

Bibelzitat: Aber die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie führen auf den Steigen, die sie nicht kennen. Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen ...( Jes 42,16)

Gebet:

Gott, manchmal bin ich sehr eigensinnig. Ich denke, dass ich so klug und im Recht bin, aber in Wirklichkeit bin ich blind. Ich sehe gar nicht mehr, wie ich mich verrenne. Und ich merke nicht, wie ich anderen Menschen damit wehtue. Gott, bring mich zur Einsicht. Hilf mir, einen Weg zu gehen, der gut ist für mich selbst und für die anderen Menschen. Gib du mich nicht auf, guter Gott. Amen.

Lied + Einleitung:

Paulus hat sich dumm verhalten, als er die Christen verfolgt hat, aber Gott hat es ihm nicht übel genommen, er hat ihn dennoch in seine Gemeinschaft aufgenommen. Wenn ihr Fehler gemacht habt und blind wart vor Wut, dann gibt es hoffentlich auch bei euch Menschen, die euch verzeihen. Und könnt ihr auch anderen Menschen verzeihen, die sich falsch verhalten haben? Lied „So ist Versöhnung“

Spiele/Aktionen zum Thema „Blind“

Es gibt zehn verschiedene Stationen, bei fünf Gruppen kann an jeder zweiten Station eine Gruppe beginnen. Die Stationen haben eine feste Reihenfolge, jeder Stationsleiter sagt der Gruppe nach dem Spiel, welche Station als nächstes dran ist. So sind am Ende alle Gruppen etwa gleichzeitig fertig und haben alle Stationen besucht.

Der Vorteil an diesen Spielen ist, dass sie sich fast alle sowohl drinnen als auch draußen durchführen lassen, so dass man bei der Planung nicht vom Wetter abhängig ist.

  1. Vampire beißen wieder

    Material: einen kleinen Zettel pro Mitspieler (einer davon mit einem Kreuz)

    Pro Runde wird ein Spielleiter bestimmt, der an jeden Mitspieler einen Zettel austeilt. Nur auf einen der Zettel ist ein Kreuz gemalt. Wer diesen Zettel zieht ist ein Vampir. Der Spielleiter sammelt die Zettel wieder ein und ist nun da, um das Licht aus- und wieder einzuschalten.

    Dann geht das Gruseln los: Im Finstern schleicht der Vampir durch den Raum und sucht seine Opfer. Hat er eines gefunden, 'beißt' er mit fünf Fingern - nicht zu fest! - in dessen Schulter. Das Opfer schreit auf, gehört aber sofort zu dem Vampir, so dass nun schon zwei Beißer durch den Raum schleichen. Versehentlich gebissene Vampire schreien natürlich nicht. Sind alle Mitspieler in Vampire verwandelt, schaltet der Spielleiter das Licht wieder an.

  2. Fühlen

    Material: Schälchen mit Perlen, Äpfeln, Tannenzapfen, Watte, Wolle, Nüssen, Krepppapier, Luftballons, Münzen und Pudding

    Die Teilnehmer haben verbundene Augen. Mit der Hand müssen sie in die Schälchen greifen. Erst wenn alle Teilnehmer den Inhalt des Schälchens erfühlt haben, dürfen sie sagen, was darin war.

  3. Blindes Malen

    Material: ein Blatt Papier und einen Stift für jeden, der mitspielt

    Am Tisch hat jeder sein Blatt Papier vor sich. Nun wird für ca. 5 Minuten das Licht gelöscht oder den Teilnehmern werden die Augen verbunden. Im Dunkeln sollen die Werke entstehen. Entweder malt jeder, was er möchte, oder aber es wird eine Vorgabe vereinbart. 'Ein Vogel bau ein Nest in einem Kirschbaum' zum Beispiel.

  4. Labyrinth

    Material: Kordel

    Die Spielleiter legen mit einer mindestens 400 m langen Schnur ein Labyrinth. Die Begrenzungen links und rechts des Weges durch das Labyrinth werden im Abstand von 2 Meter mit Stöcken markiert, an denen die Schnur befestigt wird. Aufgabe der Teilnehmer ist es, entlang der Schnur den Ausgang aus dem Labyrinth alleine mit verbundenen Augen zu finden, ohne dass sie dabei die Schnüre umrennen. Wichtig ist, dass die Teilnehmer nicht zu dicht hintereinander in das Labyrinth gehen, sondern erst dann der nächste Teilnehmer kommt, wenn der Teilnehmer vor ihm schon ein Stück zurückgelegt hat.

    Variante für drinnen: Man kann das Labyrinth auch mit Stühlen bzw. Tischen und evtl. einer Kordel markieren. Dafür wird aber ein relativ großer Raum benötigt.

  5. Schmecken

    Material: Teller, Senf, Salz, Käse, Mehl, Zucker, Zwiebeln, Mango, Nutella, Papier und Stift

    Die Teilnehmer bekommen mit verbundenen Augen Teller mit den Schmeck-Proben. Während dem Spiel dürfen die Teilnehmer nicht über das reden, was sie schmecken. Nachdem sie alles probiert haben, werden die Teller abgeräumt und die Augenbinden abgenommen. Nun müssen die Teilnehmer aufschreiben, was sie geschmeckt haben und dann wird verglichen. Es kann auch so gespielt werden, dass nach jeder Geschmacksprobe direkt gesagt werden darf, was es war.

  6. Wer bist du?

    Material: ---

    Alle Teilnehmer haben verbundene Augen und stehen in einem Kreis. Der Spielleiter sucht zwei Kinder aus und bringt sie in die Mitte. Durch Abtasten müssen sie erkennen, wer ihr Gegenüber ist. Wenn sie es wissen, flüstern sie es dem Spielleiter ins Ohr. Ist es richtig, so dürfen die beiden zurück an ihren Platz.

  7. Anschleichen

    Material: ---

    Ein Teilnehmer sitzt mit verbundenen Augen in der Mitte, die anderen bilden einen Kreis darum herum. Der Spielleiter wählt durch Zeigen einen Teilnehmer aus, der sich an den in der Mitte anschleichen muss. Hört der Teilnehmer in der Mitte den Anschleicher, muss es mit dem Finger darauf zeigen. Hat er Recht, muss sich der anschleichende Teilnehmer wieder in den Kreis setzen. Schafft es ein Teilnehmer, denjenigen in der Mitte zu berühren, so tauschen die beiden die Plätze. Darauf achten, dass alle Teilnehmer einmal in die Mitte kommen!

  8. Pfad

    Material: Sand, Blumenerde, Teppich/Stoff, Schale mit Wasser, Kiesel, Blätter, Rindenmulch, Tannenzapfen, Watte

    Die Schale mit Wasser steht am Ende. Die Teilnehmer haben verbundene Augen und werden von dem Leiter nacheinander über den Pfad geführt. Bei jedem neuen Untergrund, muss flüstert der Teilnehmer dem Leiter ins Ohr, was es ist. Das flüstern ist wichtig, so dass die anderen Teilnehmer nichts hören.

  9. Gehör-KIM

    Material: Triangel, Papier, Gläser und Wasser, Streichhölzer, Kekse, Tafel mit Kreide, Tupper-Dose, Kugelschreiber, Löffel und Topfdeckel, Stock

    Die Teilnehmer müssen mit verbundenen Augen versuchen, die Geräusche zu erkennen.

    • Schlagen einer Triangel
    • Papier zerknüllen oder zerreißen
    • Wasser von einem Glas in ein anderes schütten
    • Streichholz anzünden
    • In einen Keks beißen
    • Mit Kreide auf einer Tafel schreiben
    • Tupper-Dose öffnen und schließen
    • Auf den Kugelschreiber-Knopf drücken
    • Mit einem Löffel auf einen Topfdeckel schlagen
    • Einen Stock zerbrechen

    Natürlich kann dieses Spiel mit allen möglichen Geräuschen gespielt werden.

  10. Wer ist der Größte?

    Material: ---

    Alle Teilnehmer haben verbundene Augen. Nun es geht darum, dass sich alle Mitspieler der Größe nach in einer Reihe aufstellen. Um das Spiel noch schwieriger zu machen, kann man außerdem vereinbaren, dass nicht gesprochen werden darf.

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