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Das Mörderspiel

Tausche Ideen gegen Spielebuch

Das Mörderspiel wurde von zeltlager.de zur Verfügung gestellt und wird von den Gruppenleitern seit vielen Jahren gespielt. Wo es seinen Ursprung nahm konnte nicht mehr festgestellt werden, aber es gibt verschiedene Mörderspiele und Varianten von diesem Spiel. Der Reiz und das besondere an diesem Mörderspiel sind, dass es über mehrere Tage spielbar ist.

Der Spielbeginn

Im Normalfall sollte das Spiel mit maximal 20 Teilnehmern gespielt werden. Zu Beginn muss der Mörder ausgelost werden. Da niemand den Mörder kennen darf, werden der Anzahl der Spieler entsprechend Zettel verteilt bzw. gelost. Nur ein Zettel ist mit einem X markiert, wodurch der Mörder feststeht. Der Mörder darf sich natürlich nicht anmerken lassen, dass er einen Zettel mit einem X erhalten hat. Auch die anderen dürfen nichts sagen, da es im extremsten Fall dann soweit kommt, dass jeder sagt er hat keinen Zettel mit einem X erhalten und nur einer bleibt übrig (der dann natürlich auch sagt er hat kein X).

Die Tatwaffe

Nachdem der Mörder geheim ermittelt wurde muss eine Tatwaffe gefunden werden. Diese sollte die Größe eines Feuerzeuges nicht überschreiten, damit sie bequem mitgenommen werden kann. Sie wird zu Beginn an einer öffentlichen Stelle hinterlegt. Das Spiel beginnt, wenn der Mörder die Waffe (unbemerkt und in Abwesenheit der anderen) an sich nimmt.

Die Spielregeln:

Sichere Gebiete:

Es wird ein Ort festgelegt, welches für das Spiel Sperrgebiet ist. Das kann der Versammlungsraum, oder das Versammlungszelt sein. Dort darf niemand ermordet werden. Außerdem werden dort die Gedenktafel und die Box mit den Verdächtigungen aufbewahrt.

Mord:

Der Mord wird ausgeführt, indem einem einzelnen anderen Gruppenleiter / Gruppenmitglied die Tatwaffe gezeigt wird. Anschließend ist die Person ohne Kommentar tot und hat die Möglichkeit auf der Gedenktafel den Mord, die Mordzeit und ein paar kleine Tipps (Umstände, die letzten Worte) anzugeben. Natürlich darf der Name des Mörders dabei nicht genannt werden.

Gedenktafel:

Die Gedenktafel soll den anderen Gruppenleitern / Gruppenmitgliedern helfen, den Mörder zu finden. Da Ort, Zeit und Grund oder Umstände des Mordes angegeben sind, können evtl. Schlussfolgerungen getroffen werden. So steht der Mörder schnell fest, wenn nur 2 Personen auf dem Platz waren und einer plötzlich und unerwartet tot ist.

Verdächtigungen:

Solange ein Mitspieler noch nicht tot ist kann er Verdächtigungen aussprechen. Für die Vermutungen wird eine kleine Kiste aufgestellt, wo man die Vermutungen (incl. Begründung) aufschreiben und dann reinschmeißen konnte. Zudem werden natürlich der Tag, die Uhrzeit und der eigene Name mit angegeben, damit man hinterher beweisen kann, dass man wusste wer es war.

So kann er kombinieren und daraus auf eine gewisse Person schließen. Auch durch eine Beobachtung eines Mordes kann es zu einer Verdächtigung kommen. Es soll in diesem Fall jedoch nicht das Ziel sein den Mörder allen zu präsentieren, da das Spiel sonst schnell vorbei ist.

Wenn man jedoch ermordet wurde (man schreibt das dann auf die Gedenktafel), darf man anschließend natürlich keinen Verdacht mehr äußern, ist ja auch zeitlich dann nach dem Mord und man nimmt am Spiel nicht mehr aktiv teil. Aber als passiver Mitspieler ist das Spiel ebenso witzig.

Im Übrigen kann auch der Mörder zur Ablenkung einen Verdacht äußern.

Die Anzahl der Verdächtigungen kann festgeschrieben werden. Ansonsten würden zahllose, unqualifizierte und unbegründete Verdächtigungen genannt werden.

Ob die Box jeden Tag einmal geleert wird, oder erst nachdem 50% ermordet wurden, oder erst am letzten Tag bleibt jedem selbst überlassen. Der Mörder muss jedoch nicht zugeben, ob ein Verdacht stimmt oder nicht.

Überführung des Mörders:

Variante 1:
Ein Mörder gilt als überführt, wenn die Verdächtigungen in der Box eindeutig auf eine Person zeigen. Da jedoch der Mörder selbst auch Verdächtigungen zur Ablenkung äußern kann, werden dessen Verdächtigungen nicht gewertet. Dadurch dass man den eigenen Namen angeben muss lässt sich das einfach prüfen.

Variante 2:
Die Box mit den Verdächtigungen wird erst am Schluss geöffnet. Wer den Mörder als erstes herausgefunden hat, der ist der beste Detektiv.

Zusammenfassung:

Das Mörderspiel ist ein schönes Strategiespiel, welches über mehrere Tage gut neben dem normalen Lagerleben gespielt werden kann. Besonders interessant ist es, wenn z.B. auch die Kinder im Lager mit einbezogen werden bzw. "überzeugt" werden müssen, nicht den Mörder zu verraten. Nachdem der Mörder gefasst wurde oder alle Personen ermordet wurden ist das Spiel beendet und kann neu begonnen werden.

Noch ein paar Hinweise:

  • Das Spiel kann nur funktionieren, wenn jeder Gruppenleiter / Gruppenmitglied den Mörder nicht verrät, auch wenn diese Person es gesehen hat. Nur über geschriebene und begründbare Verdächtigungen kann dies erfolgen.
  • Auch darf niemand einen Verdacht äußern, oder jemandem einen Tipp geben, der bereits ermordet wurde.
  • Auch wildes drauflos verdächtigen (ein Verdacht muss ja zutreffen) macht das Spiel eher kaputt.
  • Auch der Mörder darf Verdächtigungen als Ablenkung aussprechen, muss aber auch seinen Namen angeben und nicht unter falschem Namen einen Verdacht nennen.

Spielvariante - alle dürfen morden

Eine Spielvariante zugesendet von Yves. Bei dieser Variante darf jede Person der Mörder sein. Wie, wo und wen man dabei „um die Ecke bringen“ muss das wird ausgelost. Diese Varianten sind etwas schwieriger, aber es können alle die Rolle des Mörders übernehmen.

Spielvorbereitungen

Man braucht dazu nur doppelt so viele Zettelchen wie Leute mitspielen und zwei Behälter. Dann wird der Name eines jeden Mitspielers auf die Zettel geschrieben (1 Name pro Zettel). Auf die restlichen Zettel werden nun Aufgaben geschrieben die es zu erledigen gilt. z.B. "Hand schütteln", oder "umarmen", „Wasser über den Kopf leeren“ oder ... alles Mögliche halt. Wenn möglich soll nur einer die Zettel schreiben, damit nicht schon zu viele Leute die verschiedenen möglichen Aufgaben kennen!

Das eigentliche Spiel

Die Zettel mit den Namen kommen alle in einen Behälter, und die mit den Aufgaben in den anderen. Jeder zieht sich nun einen Namen und eine Aufgabe (wer seinen eigenen Namen zieht legt ihn zurück und zieht einen anderen). Keiner darf einem anderen die Zettel zeigen. Der Abend geht jetzt ganz normal weiter, als ob nichts wäre, und jeder muss halt nebenbei versuchen die von ihm gezogene Person "umzubringen". Wie geht das? Ganz einfach: man muss die geloste Aufgabe mit der gelosten Person erledigen.

Der Trick bei der Sache: niemand (bis auf der der die Zettel geschrieben hat) weis was für Aufgaben dabei sind, und niemand weis von wem er umgebracht werden soll! Vorsicht: bei dem Spiel wird man voll paranoid - man kriegt Verfolgungswahn weil jeder ein potentieller "Mörder" ist und keiner weis, wie er "umgebracht" werden soll!

Wer es schafft jemanden "umzubringen" kriegt dessen Zettel und kann mit dem Zettel "des Toten" weiter spielen; der "Tote" ist raus aus dem Spiel (was aber nicht weiter schlimm ist, da das Spiel nur so nebenbei läuft...)

Vorsicht

  • man kriegt Verfolgungswahn und es besteht erhöhte Suchtgefahr
  • wenn man nicht klar festlegt wann das Spiel aufhört, kann es sein dass man erst Tage später mit irgendeiner blödsinnigen Aktion überrascht - also umgebracht - wird! (ist mir selbst passiert als ich eine Woche mit Freunden unterwegs war und am Tag nach dem Spiel ein Glas Milch über den Kopf geschüttet bekommen hab!)

Variante

Es wird eine dritte Sorte von Zetteln vorbereitet auf denen jeweils ein Ort steht (der sich innerhalb eines festgelegten Spielgeländes befindet. z.B. "unter dem Küchentisch"). Jeder zieht dann jetzt also 3 Zettel, und muss die geloste Aufgabe mit der gelosten Person am gelosten Ort erledigen um diese "umzubringen".
So, viel Spass!
Bye - Yves


Alle Ameisen sind tot…

Diese Variante ist ähnlich dem Mörderspiel, daher in dieser Kategorie, aber doch irgendwie anders und nicht 1:1 zu vergleichen mit dem klassischen Mörderspiel. Aber es lässt sich über mehrere Stunden neben dem eigentlichen Gruppen- und Freizeitprogramm spielen.

Es werden Zettel vorbereitet, wie Teilnehmer im Lager, oder in der Gruppe sind. Auf einem Zettel steht "Ameisenkönig", auf den Übrigen "Ameise". Die Zettel werden verteilt und jeder muss sich merken, was er ist und es natürlich für sich behalten.
Nun hat der Ameisenkönig z.B. 24 Stunden Zeit einmal (vielleicht auch mehrmals?!) zu sagen: "Alle Ameisen sind tot!!" Bei diesem Satz müssen sich alle übrigen Ameisen, die dies gehört haben, auf den Rücken legen (und zwar egal wo: in der Stadt, im Freizeitpark, beim Essen, usw.) und mit den Armen und Beinen zappeln, quasi wie tote Ameisen. Dies gibt natürlich einen riesigen Spaß für alle Passanten und natürlich für den Ameisenkönig, da dieser nur zugucken darf, wie alle anderen sich "blamieren". Nun werden die Zettel neu verteilt und das Spiel beginnt von vorn.

Bei diesem Spiel geht es also nicht darum herauszufinden, wer der Ameisenkönig sein kann, sondern möglichst sich in keine peinliche Szene verwickeln zu lassen. Der Ameisenkönig hat wiederum die Aufgabe innerhalb der gesetzten Zeit für möglichst viele lustige Szenen zu sorgen. Vielleicht gibt es auch noch andere Umsetzungsideen bzw. Spielregeln.
Das Spiel wurde von Julia eingesendet.

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