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Thementag: Märchen

Dieser Beitrag wurde von Cornelia Großmann zugesendet und der Thementag wurde so im Sommer 2007 auf einer Hausfreizeit mit 33 Teilnehmern und 11 Betreuern durchgeführt.

Vormittag: Märchentheater basteln

Material:

  • Ein Schuhkarton pro Gruppe (bei uns bestand eine Gruppe aus 5-6 Kindern)
  • Tonpapier (weiß, gelb, grün, blau, rot, braun)
  • Scheren
  • Kleber
  • Stifte
  • Stoffreste
  • gelbe Wolle (für Rapunzel)

Ablauf:

Jede Gruppe bekommt ein Märchen (Wir haben Rotkäppchen, Bremer Stadtmusikanten, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Tischlein deck dich und Rapunzel verwendet). Dieses wird bei Bedarf kurz erzählt. Die Teilnehmer suchen sich eine Szene aus, die sie in ihrem Märchentheater darstellen wollen. Als „Bühne“ dient der Schuhkarton. Dann basteln sie die Figuren usw. und bekleben/bemalen den Karton. Mit den Stoffresten können sie Vorhänge gestalten. Im Anschluss stellt jede Gruppe ihr Märchentheater vor.

Nachmittag: Märchen-Spiele-Parcours

Der Parcours hat 10 Stationen, bei 5 Gruppen kann an jeder zweiten Station eine Gruppe beginnen. Die Stationen haben eine feste Reihenfolge, jeder Stationsleiter sagt der Gruppe nach dem Spiel, welche Station als nächstes dran ist. So sind am Ende alle Gruppen etwa gleichzeitig fertig und haben alle Stationen besucht. An jeder Station gibt es eine zu dem Spiel passende Belohnung für die ganze Gruppe.

  1. Froschkönig

    Idee: In dem Märchen muss der Froschkönig die goldene Kugel der Prinzessin aus dem Brunnen holen, da die Prinzessin sie beim Spielen fallen gelassen hat.

    Material: Eine goldene Kugel (z.B. einen Tischtennisball mit Goldfolie bekleben), eine Augenbinde

    Ablauf: Die Gruppe bildet den Brunnen, indem sie sich im Kreis hinsetzt. Es werden ein Frosch und eine Prinzessin bestimmt. Dem Frosch werden die Augen verbunden. Der „Brunnen“, derjenige, der vor der Prinzessin sitzt, hält seine geöffneten Handflächen über dem Kopf. Der Frosch wird zur Desorientierung ein paar Mal im Kreis gedreht, dann muss er auf dem Boden kriechend erst die Kugel suchen und diese dann in die Hände des „Brunnen“ legen, das vor der Prinzessin sitzt. Die Prinzessin hilft, indem sie je nach Bedarf heiß oder kalt sagt. Jeder ist einmal entweder Prinzessin oder Frosch.

    Belohnung: Ein Gummifrosch

  2. Aschenputtel

    Idee: In dem Märchen muss Aschenputtel Linsen sortieren, dabei helfen ihr einige Tauben. „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“

    Material: Acht Schalen mit Trockenlinsen und Kieselsteinchen, 16 kleine Schälchen

    Ablauf: Die Teilnehmer müssen die Linsen in das eine kleine Schälchen und die Kieselsteinchen in das andere kleine Schälchen sortieren. Wer als erster fertig ist, hat gewonnen.

    Belohnung: Eine Schokolinse

  3. Rotkäppchen

    Idee: Auf dem Weg zu ihrer kranken Großmutter verlässt Rotkäppchen in dem Märchen den sicheren Weg, um Blumen zu pflücken. Dabei begegnet ihr der Wolf.

    Material: Papierblumen in acht verschiedenen Farben

    Ablauf: Die Blumen sind in der Umgebung der Spielstation verteilt. Jedem Teilnehmer wird eine Blütenfarbe zugeteilt. Wer zuerst alle Blüten in seiner Farbe gesammelt hat, hat gewonnen.

    Belohnung: Ein Stück Gugelhupf (so wie in Rotkäppchens Korb)

  4. Frau Holle

    Idee: In dem Märchen ist Frau Holle dafür verantwortlich, dass es auf der Erde schneit. Sie erzeugt den Schnee, indem sie ihre Bettwäsche ausschüttelt.

    Material: Acht Wattebäusche und acht Strohhalme

    Ablauf: Die Teilnehmer müssen ihre „Schneeflocke“ von einer Startlinie mit dem Strohhalm bis zum Ziel pusten. Der, dessen Schneeflocke als erstes ankommt, hat gewonnen.

    Belohnung: Eine essbare Schneeflocke (ein Raffaelo)

  5. Hänsel und Gretel

    Idee: Als Hänsel und Gretel im Wald ausgesetzt werden, legen sie eine Spur aus Kieselsteinen, um den Weg zurück zu finden.

    Material: (Goldene) Kieselsteine, eine Kiste

    Ablauf: Im Wald ist eine Spur aus Kieselsteinen gelegt, der die Teilnehmer folgen müssen. Am Ende wartet eine Kiste mit ihrer Belohnung auf sie.

    Belohnung: Lebkuchen (oder Russisch Brot)

  6. Rumpelstilzchen

    Idee: In dem Märchen spinnt Rumpelstilzchen für die Müllerstochter Stroh zu Gold. Damit er der Müllerstochter ihr Kind nicht wegnimmt, muss sie seinen Namen herausfinden.

    Material: ---

    Ablauf: Die Teilnehmer müssen Namen von Märchenfiguren o. ä. herausfinden:

    1. Wie heißt das Mädchen mit den schwarzen Haaren, der weißen Haut und den roten Lippen?
      Schneewittchen

    2. Wie heißen die zwei Kinder, die sich im Wald verirrt haben?
      Hänsel und Gretel

    3. Wie heißt derjenige, der eine goldene Kugel aus einem Brunnen holt?
      Froschkönig

    4. Wie heißt das Mädchen, das nach einem Fest ihren Schuh verloren hat?
      Aschenputtel

    5. Wie heißen die vier Tiere, die mit ihrem Gesang eine Gruppe Räuber vertrieben haben?
      Bremer Stadtmusikanten

    6. Wie heißt das Mädchen, deren sprechendes Pferd getötet wird?
      Gänsemagd

    7. Wie heißt der Junge, der sich in ein Reh verwandelt?
      Brüderchen

    8. Wie heißt das Mädchen, das in einen 100-jährigen Schlaf fällt?
      Dornröschen

    9. Wie heißt der Junge, der Gold gegen ein Pferd tauscht, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans und schließlich die Gans gegen einen Schleifstein?
      Hans im Glück

    10. Wie heißt das Mädchen, das seine kranke Großmutter besucht?
      Rotkäppchen

    11. Wie heißt der Zwerg, der um ein Feuer springt und singt: „Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.“?
      Rumpelstilzchen

    12. Wie heißen die beiden Tiere, die einen Wettlauf machen?
      Hase und Igel

    13. Wie heißt das Land, in dem es überall ganz viel zu essen und zu trinken gibt?
      Schlaraffenland

    14. Wer läuft „kantapper, kantapper“ vor allen davon, die ihn essen wollen? Der dicke, fette
      Pfannekuchen

    15. Wie heißt das Mädchen, das in einem Turm gefangen ist?
      Rapunzel

    16. Wie heißen die beiden Schwestern, die im Winter immer einen Bären in ihre Hütte gelassen haben, der sich später in einen Prinz zurückverwandelt und die eine Schwester heiratet?
      Schneeweißchen und Rosenrot

    17. Wie heißt das Mädchen, das im Wald ihr Brot und alle ihre Kleider armen Leuten überlässt und für die deshalb Goldtaler vom Himmel fallen?
      Sterntaler

    18. Wie heißt das Tier, das seinen Herrn sehr reich macht, da es für den König Rebhühner fängt und seinen Herrn beim König als Grafen ausgibt?
      Der gestiefelte Kater

    19. Wie heißt der Mann, der „Sieben auf einen Streich“ erschlägt, den König von zwei Riesen, einem Einhorn und einem Wildschwein befreit und dafür die Prinzessin heiratet?
      Das tapfere Schneiderlein

    20. Wie heißen die sieben Tiere, die von ihrer Mutter für einen Tag allein zu Hause gelassen werden und die dem Wolf die Tür öffnen, weil sie ihn für ihre Mutter halten?
      Die sieben Geißlein

    Belohnung: Goldtaler aus Schokolade

  7. Rapunzel

    Idee: In dem Märchen lässt Rapunzel ihre sehr langen blonden Haare aus dem Turmfenster hinab. Damit die Zauberin bzw. der Prinz daran hochklettern können.

    Material: Gelbe Wollfäden

    Ablauf: Im Gebüsch um die Station sind die Wollfäden verteilt. Die Teilnehmer haben 5 Minuten Zeit um sie einzusammeln und zusammenzuknoten. Wer am Schluss die längsten „Haare“ hat, hat gewonnen.

    Belohnung: (Gelbe) Gummischnüre

  8. Schneewittchen

    Idee: In dem Märchen bekommt Schneewittchen von ihrer bösen Stiefmutter, die sich als Bauersfrau verkleidet hat, einen vergifteten Apfel.

    Material: Eine Schale mit Wasser, acht geviertelte Äpfel, einen Teller mit Mehl und Mehl zum Austauschen, 32 Apfelringe

    Ablauf: Die Apfelviertel liegen in der Wasserschale. Die Teilnehmer müssen versuchen, sie nur mit ihrem Mund herauszubekommen. Danach müssen sie ebenfalls nur mit ihrem Mund, den Apfelring aus dem Mehl holen.

    Belohnung: Die Apfelviertel und die Apfelringe

  9. Hase und Igel

    Idee: In dem Märchen machen der Hase und der Igel einen Wettlauf und wetten dabei um etwas zu trinken und Geld.

    Material: Zwei Säcke, Markierungen (für das Ziel und die Staffelpositionen)

    Ablauf: Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt und machen ein Sack-Wett-Hüpfen. Das Wett-Hüpfen funktioniert wie ein Staffellauf, das heißt der Erste steht an der Startlinie und die anderen drei Gruppenmitglieder verteilen sich gleichmäßig auf der Strecke.

    Belohnung: Ein Getränk und ein Cent-Stück

  10. Der Fischer und seine Frau

    Idee: In dem Märchen geht es um einen Fischer. Falls die Teilnehmer das Märchen nicht kennen: Sie werden es im Laufe des Abends kennen lernen.

    Material: ---

    Ablauf: Ein Teilnehmer steht in der Mitte und ist der Fischer, die restlichen Teilnehmer stehen alle auf einer Seite. Sie rufen: „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Der Fischer nennt ihnen eine beliebige Tiefe. Darauf fragen die Teilnehmer weiter: „Was müssen wir tun um rüber zu kommen?“ Der Fischer nennt ihnen nun eine Bewegungsart, z.B. auf einem Bein hüpfen, krabbeln, rückwärts laufen usw. Die Teilnehmer versuchen auf diese Weise auf die andere Seite zu kommen. Wer dabei vom Fischer gefangen wird, ist in der nächsten Runde auch Fischer.

    Belohnung: Ein kleiner Salzgebäck-Fisch

Abend: Märchenfest/-ball

Einladungen:

Auf der Packliste für die Freizeit stand für alle Teilnehmer, dass sie ein Märchen-Kostüm mitbringen sollen. Die Teilnehmer erhalten im Laufe des Tages eine Einladung für ein Märchenfest am Abend, zu dem sie verkleidet kommen sollen.

Dekoration:

Als Dekoration kann man z.B. die Märchentheater vom Vormittag verwenden. Außerdem passt ein schön gedeckter Tisch (Tischdekoration, Servietten in Kronenform).

Märchenmenü:

Zu einem großen Fest gehört auch ein passendes Menü. Die Teilnehmer erhalten einen Aperitif (alkoholfrei) und vier Gänge, die jeweils zu einem bestimmten Märchen gehören. Vor dem Aperitif und vor jedem Gang wird das passende Märchen vorgelesen.

  • Aperitif: Froschkönig (Orangensaft mit Blue Curaçao – Sirup in einem Sektglas. Wenn man einen Gummifrosch mit einem Messer unten einschneidet, kann man ihn als Dekoration auf das Sektglas setzen)

  • 1. Gang: Rapunzel (Rapunzel-Salat = Feldsalat, wir haben ein Rezept mit Cocktail-Tomaten und Zwiebeln verwendet)

  • 2. Gang: König Drosselbart (König Drosselbarts Hochzeitssuppe, dazu kann man natürlich jede Suppe verwenden, bei uns gab es eine Nudelsuppe mit Karottenstreifen und Petersilie)

  • 3. Gang: Der Fischer und seine Frau (Fischstäbchen mit Kartoffelpüree)

  • 4. Gang: Schneewittchen (Schneewittchenkuchen ist ein Blechkuchen mit einem Boden aus hellem und dunklem Teig, mit Kirsch darin. Darüber kommt eine Schicht Buttercreme und darauf dunkle Schokoladenstreusel. Der Kuchen heißt so, da er schwarz ist wie Ebenholz, rot wie Blut und weiß wie Schnee.)

Tanzspiele:

Da auf einem Ball natürlich getanzt wird, gibt es drei Märchen-Tanzspiele zu Musik.

Material: Musikanlage, CDs

  1. Dornröschen

    Idee: In dem Märchen fällt Dornröschen in einen 100-jährigen Schlaf, als sie sich an einer Spindel sticht. Mit ihr erstarrt das ganze Schloss.

    Ablauf: So lange die Musik läuft, tanzen alle. Wenn die Musik gestoppt wird, müssen alle erstarren. Wer als letztes erstarrt oder wackelt, während er eigentlich erstarrt sein sollte, scheidet aus.

  2. Goldmarie und Pechmarie

    Idee: Goldmarie und Pechmarie sind die beiden Mädchen, die zu Frau Holle kommen. Beide sind sehr unterschiedlich.

    Ablauf: An zwei Seiten stehen Leiter, die mit ihren Händen ein Tor bilden, das eine Tor steht für Goldmarie, das andere für Pechmarie. So lange die Musik läuft, tanzenalle. Wenn die Musik gestoppt wird, ruft ein Leiter Goldmarie oder Pechmarie. Die Teilnehmer müssen möglichst schnell zu dem entsprechen Leiter-Tor. Der letzte scheidet aus.

  3. Ballontanzen mit Märchenpaaren

    Idee: In vielen Märchen gibt es Figuren oder Dinge, die man sofort miteinander verbindet, z.B. Hänsel und Gretel.

    Ablauf: Die Teilnehmer ziehen Zettel, auf denen ein Teil eines Märchenpaares steht. Nun müssen sie ihren Partner finden. Wenn alle Teilnehmer ihren Partner gefunden haben, nehmen sie sich einen Ballon und müssen versuchen, den Ballon während dem Tanzen möglichst lange zwischen sich zu halten.

    Beispiele für Märchenpaare: Schneewittchen und ein Zwerg, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und der böse Wolf, Brüderchen und Schwesterchen, Gänsemagd und Fallada (Pferd), Hans im Glück und ein Schleifstein, Aschenputtel und ein Schuh, Dornröschen und eine Rose, Tischlein deck dich und der Knüppel aus dem Sack, Goldmarie und Pechmarie, Schneeweißchen und Rosenrot, Froschkönig und die goldenen Kugel, Hase und Igel, Fischer und der verzauberte Butt, Wolf und sieben Geißlein, Kater und Stiefel

Dämmerwanderung:

Es folgt eine Dämmerwanderung durch den (Märchen-)Wald bis zu einem vorher festgelegten Platz. Dort bekommen die Teilnehmer eine Fantasiereise vorgelesen, die von Märchen handelt, welche im Wald spielen. Sollte man nicht in der Nähe von einem Wald sein oder ist das Wetter zu schlecht (so wie bei uns), so kann man die Fantasiereise natürlich auch drinnen vorlesen.

Autor: Cornelia G. und Team

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