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Spielideen mit Bausteinen
©: Thomas G. from Pixabay
Wer erinnert sich noch an eine Zeit im Kindergarten, oder Kindheit? Sicherlich liegt das schon einige Zeit zurück, aber das Spielen und Bauen mit Bausteinen, daran kann man sich noch erinnern. Anfänglich mit Holzbausteinen, später natürlich das Bauen und Konstruieren mit Lego-Bausteinen.
Und wer sich noch an die Sendung Domino Day von RTL erinnern kann, da spielten ganz viele einfache/schlichte Bausteine eine große Rolle.
Kurzum: mit einer Kiste, oder vielen Kisten voll von Bausteinen und Holzklötzen in unterschiedlichen Größen, da lassen sich ganz viele Spiele spielen. In der Regel geeignet für einen Gruppenraum, aber natürlich auch für Zuhause im Wohn- oder Kinderzimmer.
Das Kind bekommt hier nicht einfach nur ein fertiges System vorgesetzt, das seine geistigen und motorischen Fähigkeiten kaum fordert und darüber hinaus beim Spielen schnell langweilig wird, sondern schlicht und einfach die Grundlage für ein kreatives und pädagogisch wertvolles Spielvergnügen.
Bausteine stellen eine Herausforderung für das Kind dar, schließlich passt nicht jeder Stein mit den anderen zusammen, außerdem muss das Kind eine gewisse Kreativität an den Tag legen, um aus den schlichten Bauteilen das gewünschte Objekt zu erschaffen.
So fördern Bausteine das kreative Denken, die feinmotorischen Fähigkeiten sowie das Talent, hilfreiche Verknüpfungen zu entwickeln. Mit Bausteinen und Bauklötzen lernt das Kind sozusagen für sein ganzes späteres Leben. Es erkennt, dass hinter jeder durch Menschen geschaffenen Konstruktion zunächst eine Idee beziehungsweise ein Gedanke steht, der durch die kreative Arbeit bis hin zum fertigen Objekt ausgebaut und umgesetzt werden muss.
Verschieden große Holzbausteine regen die Kreativität an...
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Man mag denken, dass das Spiel mit Holzbausteinen langweilig ist, aber das ist falsch. Es fördert bereits die räumliche Wahrnehmung, regt die Konstruktionsphantasie an, die Kinder entwickeln Geschicklichkeit, lernen sich zu Konzentrieren und im sozialen Miteinander lernen die Kinder Teamfähigkeit und entwickeln Problemlösungskompetenzen. Ganz nebenbei und unbemerkt auch noch etwas Physik was Schwerkraft, Gleichgewicht oder Stabilität angeht.
Und je nachdem wie das ein oder andere Spiel angeboten wird, zudem noch: Zuhören können, sprachlicher Ausdruck, Koordination von Hand und Auge (Körper und Gehirn wird gefordert, Synapsen verbunden) und der Umgang mit Misserfolgen wird gelernt.
Das klassische Spiel mit einer Menge Bauklötzen. Je nach Menge an Bauklötzen treten 2 Gruppen/Einzelspieler gegeneinander an und bauen in einer vorgegebenen Zeit einen hohen Turm. Nach Ablauf der Zeit wird gemessen (gezählt) welcher Turm der höhere Turm ist.
Bei einem Stationenspiel in einer Turnhalle zum Beispiel sollte die Zeit auf 1 Minute begrenzt werden.
Je nach vorgegebener Zeit ist vielleicht auch eine Leiter nötig um den Turm so hoch wie möglich zu bauen.
Kreativer Holzturm
©: Gordon Johnson from Pixabay
Der Gruppe/dem Einzelspieler wird ein Bauplan gezeigt. Die Aufgabe besteht darin aus den vorhandenen Bausteinen exakt das abgebildete Objekt zu bauen. Stehen bunte Bausteine zur Verfügung wird die Aufgabe noch etwas schwieriger.
Variante: die Bildvorlage wird nur kurz gezeigt und danach entfernt. Die Gruppe hat nun die Aufgabe aus dem Gedächtnis heraus das abgebildete Bauwerk zu bauen.
Vorbereitung: im Vorfeld muss der Gruppenleiter die Konstruktionen zunächst selber bauen, mit dem Handy fotografieren um die Konstruktion zeigen zu können, oder als Bildvorlage auszudrucken.
2 Kandidaten sind durch eine Wand getrennt. Der eine Mitspieler gibt anhand eines Bauplanes vor, was sein Mitspieler hinter der Trennwand bauen soll. Da kommt es auf eine präzise Formulierung an, auf gutes Beschreiben und Zuhören.
Im Prinzip ist die Aufgabenstellung wie das Spiel zuvor. Nur ist hier die ganze Gruppe gefordert. Die vorderste Person bekommt eine Bauvorlage gezeigt. Idealerweise ist die Bauvorlage in verschiedene Baufortschritte aufgezeigt.
Nun flüstert die Person dem nächsten Mitspieler die Anweisung ins Ohr, dieser gibt die Anweisung weiter. Der letzte Spieler in der Reihe hat nun die Aufgabe die Anweisung umzusetzen.
Ist der erste Baufortschritt geschehen, dann kommt die nächste Flüsterpost (Baufortschrittsstufe) an die Reihe.
Am Ende des Spiels wird die Bauvorlage mit dem Endergebnis verglichen. Auch hier kommt es auf eine präzise Beschreibung und gutes Zuhören, Merken und Weitergeben der Botschaft darauf an.
Die Aufgabe besteht darin aus derselben Menge an Bausteinen möglichst viele unterschiedliche Bauwerke innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu erschaffen.
Durchführung: entweder jede Variante wird im Bild festgehalten und danach ausgewertet, oder aber der Gruppe/dem Kandidaten stehen ein Set an identischen Bauklötzen zur Verfügung. Die Variante mit dem Handybild ist etwas schwieriger, weil man sich bei den anderen Varianten daran erinnern muss, nicht noch einmal das selbe Konstrukt aus den verschieden (farbigen) Bausteinen zu bauen.
Die Aufgabe bei diesem Spiel liegt darin zwei identische Türme zu bauen und zwar synchron mit der rechten Hand und der linken Hand.
Variante: es liegen unterschiedliche Größen oder Farbe von Bausteinen vor, die dann abwechslungsweise verwendet werden müssen. Das soll verhindern immer die selbe Größe und Farbe zu verwenden.
Ohne mit den Händen die Bauklötze zu berühren müssen diese zu einem Turm aufgestapelt werden. Dabei können zum Beispiel Zangen (Grillzange, Rohrzange), oder zwei längliche Hölzer (Holzspatel) zum Einsatz kommen. Das Spiel erfordert etwas Geschick und Konzentration.
Turm aus (Streichholz-)Schachteln
©: Belinda Cave from Pixabay
Auch dieses Spiel ist für die ganze Mannschaft geeignet. Eine Kiste von Bauklötzen steht am Startpunkt bereit. Der erste Läufer startet mit einem Baustein in der Hand los und legt diesen in 10 (20, oder 30) Meter Entfernung ab, rennt zum Ausgangspunkt zurück und klatscht den nächsten Spieler ab, so dass dieser wiederum mit einem Bauklotz in der Hand starten kann. Dieser stapelt seinen Baustein auf den anderen zuvor abgelegten Baustein und rennt zurück.
So geht das mehrere Runden lang und der Turm wird von Runde zu Runde höher. Je nachdem wie die Gruppe sich verausgabt kommt es auf eine ruhige Hand an, je höher der Turm wird. Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und eine ruhige Hand sind die entscheidenden Faktoren bei diesem Spiel,
Das ist auch ein Staffelspiel, welches gut in einer Turnhalle, großem Gruppenraum, oder sogar im Freien auf einer Wiese gespielt werden kann.
Der erste Läufer startet mit einem Tablett aufgestapelter Bausteine und übergibt das Tablett wie bei einem Staffellauf an den nächsten Läufer seiner Gruppe, welcher in einiger Entfernung steht. Fallen unterwegs Bausteine herunter, dann müssen diese aufgesammelt und übereinandergestapelt werden und erst dann geht es weiter.
Varianten: Jede Gruppe darf selber entscheiden wieviel Bausteine jeweils auf einmal transportiert werden sollen. Welche Gruppe schafft wieviel Bausteine in Summe hin- und her transportiert in einer vorgegebenen Zeit.
Varianten: schwieriger oder leichter kann man das Spiel gestalten, indem man vorgibt wie die Holzklötze, bzw. Holzbausteine aufgestapelt transportiert werden müssen. Zum Beispiel: 3 Steine, oder 10 Steine aufeinander gestapelt, Bausteine in Pyramidenform, Bausteine in Form eines kleinen Hauses usw.
Auf jeden Fall kommt es bei diesem Spiel auf Geschwindigkeit an, einen ruhigen Lauf bzw. ruhige Hand und natürlich Geschick und etwas Risiko.
Mit den vorhandenen Bausteinen wird ein Hindernisparcours auf dem Boden oder auf einem großen Tisch aufgebaut. Dabei werden Kurven, Torbögen, ggf. eine Brücke eingebaut. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Anschließend muss ein TT-Ball durch den Hindernisparcours gepustet werden.
Variante: ein Wattebausch geht auch
Variante: eine Murmel wird mit einem Holzspatel durch den Parcours geführt.
Variante: ein ferngesteuertes Auto muss durch den Parcours gesteuert werden. Es kommt auf die jeweilige Zeit an bzw. wie oft die Bande oder ein Hindernis berührt wurde.
Bausteine müssen transportiert werden. Die Gruppe sitzt in einer Reihe nebeneinander. Schuhe und Socken sind ausgezogen. Nun nimmt der erste Spieler einen Holzbaustein mit den Füßen auf und übergibt diesen an seinen Nebensitzer. Dieser versucht den Holzklotz zu übernehmen, ohne dass dieser runterfällt. Fällt ein Klotz bei der Übergabe runter, so muss der letzte Spieler den Klotz erneut aufnehmen und es nochmals mit der Übergabe versuchen.
Welche Gruppe schafft diese Aufgabe für 2, 5 oder 10 Holzklötze am schnellsten?
Murmelbahn aus Holzbausteinen bauen
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Die Aufgabe der Gruppe besteht darin eine möglichst lange Murmelbahn zu bauen. Da spielen Rampen, ein Gefälle, Kurven, Stützen und ggf. auch Bögen eine große Rolle. Nicht zuletzt braucht es hier entsprechende unterschiedliche Holzbausteine um ein kreatives Bauwerk zu schaffen.
Bei der Aufgabe geht es eher um das gemeinsame Bauen und Überlegen. Man kann aber auch ein Wettspiel daraus machen. Welche Gruppe schafft es seine Murmeln am längsten unterwegs sein zu lassen? Oder überhaupt ins Ziel zu bringen? Was ist die kreativste Konstruktion? Wo gäbe es noch Verbesserungspotential?
Ein Konstruktionsspiel auf höchstem Niveau.
Es werden in 1-2 Meter Entfernung mehrere Bausteine aufgestellt. Diese werden nun mit einer Murmel (TT-Ball) versucht umzuwerfen. Mit wieviel Versuchen wurden alle Holzklötzchen umgeworfen?
So ähnlich wie das Spiel zuvor, wenn es sich um kleinere, leichte Bausteine handelt. Denkbar wären auch leichte Lego-Bausteine. Diese werden ebenfalls in einer Entfernung von ca. 1 Meter auf den Tisch (oder Tischkante) aufgebaut. Ein Geldstück (Mühle-Dame Spielstein) wird mit dem Finger in Richtung Baustein geschnippst und soll diesen Baustein vom Tisch schnipsen.
Bausteine werden an einer Tischkante oder auf einem Holzbrett aufgestellt. Mit einem Gummi und Papierkrampen wird versucht die Bausteine von der Tischkante bzw. Holzbrett zu schießen.
Die Gruppe bekommt die Aufgabe mit den vorhandenen Bau- und Holzklötzen etwas zu bauen, Das kann zum Beispiel eine Burg, ein Haus, ein Zoo, ein Puppenhaus sein.
Je nach Aufgabe geht es um Kreativität, Einfallsreichtum, Zusammenarbeit und vielleicht weniger nach Geschwindigkeit.
Die Gruppe soll aus den vorhandenen Holz- und Bausteinen eine Brücke bauen. Ist die Brücke stabil genug um zum Beispiel ein Gewicht von 1kg (3kg) zu tragen? Wer baut die längste Brücke?
Variante: anstatt einer Brücke soll eine Pyramide gebaut werden. Wer baut die höchste Pyramide? Bei dieser Aufgabe muss man schauen welchen Grundumfang die Pyramide einnehmen kann um auch möglichst hoch hinaus zu kommen, so dass alle Steine gut verbaut werden können.
Variante: einfacher im Ausrechnen, aber durchaus nicht einfacher in der Umsetzung muss eine Pyramide gebaut werden, die auf dem Kopf steht. Das ist eine sehr herausfordernde Konstruktionsaufgabe.
Weitere Ideen, die etwas abgewandelt ebenfalls passen könnten:
Spielabend mit Mühlesteinen / DamesteinenMit Mühlesteinen bzw. Damesteinen aus einer Spielesammlung lassen sich sehr viele Wettspiele spielen, nicht nur das klassische Mühle- oder Damespiel auf dem Spielbrett.
mit DominosteinenEin kleiner Beutel mit Dominosteinen macht sich daher in jedem Spielekoffer gut, zumal die Steine nicht nur für das klassische Dominospiel verwendet werden können, sondern auch für vielfältige andere Spiele.
Schaumstoff & SchwammMehre Schwämme, oder selbst zugeschnittene Schaumstoffquader aus alten Schaumstoff-Matratzen laden zu vielen Staffel- und Wettspielen ein.
Auch diese Aufgabe stellt Anforderungen an eine durchdachte Konstruktion. Auf den untersten Baustein wird ein längliches Holz gelegt. Jeweils an den Holzenden wird ein Bauklotz gleichzeitig aufgelegt, so dass das bis dahin entstandene Konstrukt im Gleichgewicht bleibt. Darauf aufbauend folgen weitere Bausteine.
Das Spiel erfordert eine ruhige Hand. Wie hoch kann der rechte bzw. linke Turm gleichzeitig hochgezogen werden?
Variante: denkbar sind auch weitere Konstruktionen, die mit dem Prinzip Gleichgewicht (Gewicht und Gegengewicht), jedoch unterschiedlicher „Auslegerlänge“ arbeiten.
Das Spiel dürfte auch den Meisten bekannt sein. Ein Turm aus den bekannten Jengasteinen wird aufgebaut. Nun darf jeder Spieler einen Baustein aus dem Turm ziehen, ohne dass der ganze Turm einstürzt. Wieviel Steine können rausgezogen werden?
Gut wäre es, wenn für dieses Spiel hunderte, oder gar tausende an Bauklötzen zur Verfügung stehen. Die Bauklötze werden so nebeneinandergestellt, dass diese am Ende dann durch eine Kettenreaktion alle umfallen, ohne dass ein Baustein stehen bleibt und die Kette sozusagen unterbricht. Eine sehr ruhige Hand beim Aufstellen der Steine wird benötigt, ebenso ein gutes Auge, was den Abstand zum nächsten Stein angeht.
Ein Spiel eher für Kinder, die gerade anfangen zu rechnen. 6 Steine plus 3 Steine sind wieviel Steine? Oder 24 Steine + 8 Steine werden in einen Topf gelegt, anschließend nimmt jemand wieder 10 Steine aus dem Topf: wieviel Steine sind übrig?
Oder: es werden immer 5 gleichfarbige Steine aufeinandergestapelt, danach erfolgen 5 weitere Steine in einer anderen Farbe. Wieviel Steine wurden nach 3 Runden in Summe aufeinandergestapelt? Ergo: 3x5 = 15 Steine.
In einem schwarzen Sack werden unterschiedliche Bausteine mit unterschiedlichen Größen reingelegt. Wer kann alle Steine ertasten, die sich im Sack befinden?
Gut eigen sich dafür Legosteine, die es ja in unterschiedlichen Größen, Längen und Formen gibt.
Alle vorhandenen Bausteine müssen nach Farben, nach Größe sortiert werden.
Alle vorhandenen Bausteine müssen in ein Behältnis einsortiert werden.
Dieses Spiel eignet sich als letztes Spiel, wenn es darum geht die ganzen Bauklötze wieder aufzuräumen. Dann wird das Aufräumen sozusagen als Spiel durchgeführt.
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