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Mit Gott im Rennen

Die folgenden Gedanken stammen ursprünglich aus einer Predigt zu einer Konfirmation und werden hier etwas gekürzt wiedergegeben. Die Beispiele und Gedanken lassen sich sehr gut für eine Fahrradtour (Mountainbiketour) verwenden, oder für eine Fahrradrallye.

Wer bei einer Fahrradrallye/tour teilnimmt geht ja freiwillig an den Start, jeder will auch durchhalten und ans Ziel kommen. Und wie das geht und welche Probleme es unterwegs geben kann, das verdeutlicht dieser Text.


„Ich meine nicht, dass ich schon vollkommen bin und das Ziel erreicht habe. Ich laufe aber auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat. Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen. Dieser Preis ist das ewige Leben, zu dem Gott mich durch Jesus Christus berufen hat.“
Philipperbrief, Kap. 3, V.12 – 14:

Ich weiß nicht, ob ihr auch diese Dynamik spürt, die in diesem Text steckt.

  • Da ist Leben drin.
  • Energie.
  • Motivation.
  • Da geht was.

Was ist der Grund, warum Paulus so motiviert ist?
Jesus.

  • Paulus beschreibt in diesen Zeilen seine Beziehung zu Jesus. Er ging mit Jesus an den Start.
  • Er schildert die Dynamik, die durch Jesus in sein Leben kam. Paulus läuft mit Jesus das Rennen.
  • Er spricht vom Ziel, das ihn antreibt. Er will zu Jesus ans Ziel kommen.

Paulus war alles andere als ein Langweiler. Paulus hatte Pfeffer.

So wie wir euch kennen gelernt haben seid ihr nicht gerade Langweiler, sondern habt Energie, darum:

  • Paulus passt zu euch.
  • Er kann ein Vorbild für euch sein.
  • Ein Glaubensvorbild.

Wir wollen nun den Bogen in unser Leben spannen und uns fragen:

  1. Will ich mit Jesus an den Start gehen?
  2. Wie kann ich mit Jesus mein Rennen laufen?
  3. Habe ich das Ziel im Blick?

Zur ersten Frage:

Will ich mit Jesus an den Start gehen?

Auch Paulus hat einen solchen Prozess des Nachdenkens erlebt.

  • Nachdenken und mit der Materie auseinandersetzen ist wichtig.
  • Man kann nicht einfach eine Entscheidung treffen.
  • Man muss sich erst mal informieren und überlegen.

Als ich mir mein neues Mountainbike gekauft habe, ist mir das auch nicht nachts um drei Uhr eingefallen und morgens um 8 stand ich in einem x-beliebigen Laden und hab einfach irgendein Rad gekauft.

  • Ne ich hab mich vorher informiert.
  • Ich hab Zeitschriften gewälzt,
  • war im Internet.
  • damit ich Bescheid weiß

Die letzten Monate (Freizeittage) waren für euch genau so ne Zeit.

  • Ihr habt viele Infos bekommen über den Glauben.
  • Habt in der Bibel gelesen.
  • Ihr habt Leute kennen gelernt, die mit Jesus leben und von ihrem Glauben erzählt haben.

Und nun stellt sich die Frage, ob ihr mit Jesus an den Start gehen wollt.

Paulus sagt:
„Ich laufe auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat.“

Mit Jesus an den Start zu gehen, heißt:

  • Jesus soll der Herr in meinem Leben sein.
  • Er ist mein Retter.
  • Ich glaube, dass er es gut mit mir meint, darum vertraue ich ihm mein Leben an.

Zur zweiten Frage:

Wie kann ich mit Jesus mein Rennen laufen?

Bestimmt ist manch einer unter uns mit Jesus bereits an den Start gegangen. Aber die Frage ist:

  • Was ist daraus geworden?
  • Bin ich noch mit ihm im Rennen?
    „Mit Jesus an den Start gehen“ heißt nicht, einen 100-Meter-Sprint zu laufen. Für kurze Zeit alles geben und dann ist’s ziemlich schnell vorbei.

Ne – so beschreibt die Bibel das Leben eines Christen nicht. Es geht um einen Langstreckenlauf.

Ich hab euch ja vorhin von meinen Planungen für den Mountainbikekauf erzählt. Dieses Fahrrad das ich euch hier zeige ist’s letztlich geworden.

  • Wenn ich ins Gelände will, kann ich nicht einfach ein normales Rennrad gebrauchen.
  • Und ich kann mich auch nicht mit diesem steifen Anzug oder unbequemen Klamotten aufs Mountainbike hocken.

Um im Rennen zu bleiben, brauchen wir ne passende Ausrüstung.

  • Helm, Fahrradklamotten, eine Radbrille.

Paulus ist mit Jesus an den Start gegangen. Er hatte die passende Ausrüstung für sein Rennen mit Jesus.

Er schreibt davon im Brief an die Christen in Ephesus:

  • Haltet das Vertrauen auf Gott als den Schild vor euch,
  • Die Gewissheit eurer Rettung sei euer Helm
  • und das Wort Gottes das Schwert, das der Geist euch gibt.
  • Betet dabei zu jeder Zeit und bittet Gott in der Kraft seines Geistes.

Wie könnte UNSERE Ausrüstung aussehen, damit wir mit Jesus die Langstrecke durchhalten? Ich nenne euch 3 entscheidende Dinge

  1. Bibel lesen

    Damit unsere Freundschaft zu Jesus fester wird, müssen wir Zeit mit ihm verbringen. Trainingszeit sozusagen. Er hat uns die Bibel gegeben, damit wir ihn besser kennen lernen können. Einige von euch haben den Bibelleseplan „Start in den Tag“. Nehmt ihn als Anleitung. Ihr werdet merken, dass durch das regelmäßige Bibellesen eure Beziehung zu Jesus tiefer wird. Beim Sport bringt’s ja auch nur das regelmäßige Training.

  2. Such dir Leute, die auch mit Jesus im Rennen sind!

    Trefft euch und geht miteinander zur Gruppenstunde. Motiviert euch gegenseitig, an Jesus dranzubleiben. Es ist auch gut, eine Ansprechperson zu haben, die schon reifer ist im Glauben. Bei ihr kann man sich Tipps holen oder Fragen klären. Wenn du denkst, „die Freundschaft zu Jesus ist meine Privatsache“ wird’s auf Dauer echt schwierig. Wir brauchen ein Team um uns rum. Christen sind keine Einzelkämpfer.

  3. Bleib mit Gott im Gespräch.

    Die Rennfahrer bei der Tour de France haben immer einen Knopf im Ohr, um mit dem Trainer verbunden zu sein. Ständiger Funkkontakt. Das ist notwendig, um auf dem laufenden zu bleiben. Auch wir brauchen den ständigen Kontakt zu Gott. Beten. Mit Jesus reden. Nehmt euch diese Zeit.

Wenn ihr euch mit dieser Ausrüstung ausstattet, dann bleibt ihr mit Jesus im Rennen und behaltet das Ziel vor Augen.


Zur dritten Frage:

Habe ich das Ziel im Blick?

Ich lese noch mal, was Paulus geschrieben hat.
„die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen.

Trotz klarem Ziel vor Augen, trotz guter Ausrüstung, kann es sein, dass unser Rennen zwischendurch ganz schön hart ist.

Wenn ich meine normale Tagestour fahre, gibt es zwei Abschnitte, die für mich ziemlich hart sind.

  • Der erste knackige Berg.
    An dem hab ich jedes Mal zu kämpfen.
  • Und ein Abschnitt, der ziemlich matschig ist.
    Da ist es immer nass und jedes Mal fliegt der Dreck.

Aber trotz dieser zwei harten Passagen, liebe ich es mit meinem Mountainbike auf Tour zu sein. Und ähnlich kann es uns in unserem Rennen mit Jesus gehen.

Da kommt so ein fieser Berg, an dem man kämpfen muss.

  • Du hast nach der Freizeit vielleicht hoch motiviert angefangen, Bibel zu lesen.
  • Und dann kam diese harte Phase, wo es dir schwer fiel, dich aufzuraffen.
    • Du hast den Eindruck, 100 andere Dinge sind besser und wichtiger als die Zeit mit Gottes Wort.
    • Es fällt dir total schwer, dich zum Bibellesen aufzuraffen.

Aber was ist das Beste, an einem fiesen Berg?
Ihn zu knacken!

  • Und genau so ist es in unserem Rennen mit Jesus.
  • Trotzdem Zeit mit ihm verbringen, auch wenn ich scheinbar gerade keine Lust habe.

Oder der Tourabschnitt, an dem der Dreck fliegt.

  • Das kann uns auch in unserer Freundschaft mit Jesus passieren.
    • Man hat mit Jesus sein Rennen gestartet, und auf einmal verändert sich vieles.
    • Mein Leben hat durch Jesus ein ganz neues Zentrum bekommen.
    • Dinge, die bisher entscheidend waren, sind es jetzt nicht mehr.
    • Und Sachen, die bisher keine Rolle gespielt haben, werden auf einmal unverzichtbar wichtig.
  • In meiner Umgebung trifft das auf Unverständnis.
    • Klassenkammeraden und Freunde können das nicht nachvollziehen.
    • Geschwister beäugen mich vielleicht argwöhnisch.
    • Ich merke, wie der Dreck fliegt. Wie ich belächelt werde. Es wird hinterfragt, gefrotzelt, vielleicht sogar gelästert.
  • Als ich meine Freundschaft mit Jesus begonnen hab, ist mir genau das passiert.
    • Mir haben in dieser Phase andere Christen die entscheidende Unterstützung gegeben.
    • Ein Team ist so wichtig.

Wenn ihr euren Lauf mit Jesus bestreitet, eifert ihr auf ein Ziel zu, das alle Ziele um Welten übertrifft.

Paulus beschreibt den Preis, der uns im Ziel erwartet.
Das ewige Leben bei Gott ist der Siegespreis, den Gott uns nicht nur versprochen hat, sondern bereithält.

Dieser Preis ist durch nichts zu toppen.

  • Die Bibel versucht, diesen Preis zu beschreiben. Aber auch sie kann dies nur schemenhaft.
  • Die größte Vorstellungskraft kann die Größe und den Wert dieses Preises nicht beschreiben.
  • Die ewige Gemeinschaft mit Gott gibt unserem Leben die endgültige Erfüllung.

Das weiß Paulus. Darum lässt er sich durch nichts erschüttern. Darum kann er sagen:
„Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen. Dieser Preis ist das ewige Leben, zu dem Gott mich durch Jesus Christus berufen hat.“

Diese Entschlossenheit auf eurem Weg mit Jesus wünschen wir euch.

  • Geht mit Jesus an den Start
  • Bleibt mit ihm im Rennen
  • Dann kommt ihr auch zu ihm ans Ziel

Verfasser:
Sabine und Andi Heitz, Diakone
Etwas gekürzt durch Praxis-Jugendarbeit.de

Eine ganz kurze Version gibt es hier, in Verbindung mit Ideen zu einem Gruppenprogramm Fahrradrallye

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