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Gruselgeschichte

Schatten

Schon seit ich klein war fühlte ich mich beobachtet.
Ich fühlte immer diese dunklen Augen auf mir, die ich nicht sehen konnte. Die Blicke kamen aus dem kleinen Schuppen mit dem schwarzen Fenster. Ich fürchtete mich und verlies nur das Haus wenn es unbedingt sein musste. Die Jahre vergingen. Das Gefühl verschwand nicht, aber ich lernte es zu ignorieren.

2 Wochen vor meinem 18. Geburtstag wurde ich krank. Mir wurde schwarz vor Augen und ich fiel in den unpassensten Momenten in Ohnmacht. Die Ärzte sagten ich hätte eine seltene Blutkrankheit und es wäre ein Wunder wenn ich meinem Geburtstag überleben würde.

In der Nacht vom 12. auf dem 13. blieb ich wach. Ich hatte noch einiges zu erledigen da ich am nächsten Tag Geburtstag hatte. Plötzlich hörte ich ein kichern. Ein gruseliges bösartiges Kichern. Unwillkürlich sah ich aus dem Fenster, aber ich sah nichts. Mit Gänsehaut auf den Armen wollte ich mich wieder an die Arbeit machen. Auf meinem Schreibtisch lag ein Brief. Ich stutzte. Vor dem Kichern war er da noch nicht. Mit zitternden Händen drehte ich ihn um. Auf dem Umschlag stand nur ein Name. Mein Name: Yuuki. Völlig außer mir ließ ich den Brief fallen und versuchte mich zu beruhigen. Nach 5 Minuten nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und öffnete den Brief. Er roch seltsam. Und die Schrift war rot.

Da stand: Kehre an den Ort mit den schwarzen Augen und schlafe da 10 Minuten. Wache keine Sekunde früher und keine Sekunde später auf sonst wirst du in ewiger Dunkelheit versinken.

Sofort machte ich mich auf den Weg zum kleinen Schuppen. Ich öffnete nur zögernd die Tür. Trat dann aber voller Selbstsicherheit ein. "Ich werde eh sterben. so oder so. Wieso sollte ich jetzt noch angst haben?", dachte ich mir. Im Raum war nur ein Möbelstück. Ein alter Sessel, der seltsamer weise nicht verstaubt war. Ich kauerte mich hinein und eine plötzliche Müdigkeit überkam mich. Ich schlief wenige Sekunden später ein. Und ich hatte einen Traum.

Plötzlich waren die Geräusche weg und alles um mich herum war schwarz. Die unvorhergesehene Stille schnürte mir förmlich die Luft ab. Ich keuchte. Doch kein Laut kam über meine Lippen. Ich begann zu rennen. Irgendwo müsste es doch einen Ausgang aus diesem Alptraum geben! Ein kleines Licht! Doch es war kein Traum. Ich war gefangen in Dunkelheit und Stille. Die Panik in mir wurde immer größer. Niemand könnte mir helfen. Niemand würde mir helfen. Ich war allein. Mein ganzes Leben lang war ich immer allein. Auf mich gestellt. Nie hat mir jemand geholfen. Da war immer diese unüberwindbare Barriere zwischen mir und den anderen. Alle gingen immer nur auf Distanz. Sie fürchtet sich vor der Kälte die ich ausstrahlte. Ich versuchte mich zu beruhigen und schrie so laut ich kann, in der Hoffnung, dass mich doch jemand hören würde. Ohne Erfolg. Kein Ton durchdrang die Stille.

Plötzlich sah ich zwei Türen. Eine bösartig wirkende Tür ganz in schwarz und eine weiße Tür die irgendwie gutmütig wirkte. Auf der schwarzen stand in großen roten Lettern: Wahrheit. Auf der Weißen Tür stand in blauen Lettern: Frieden.

Ich öffnete die Schwarze Tür. Und stand plötzlich in einem dunkelblauen Raum. Plötzlich trat ein junger Mann aus dem Schatten de dunklen Raumes. Er hatte schwarze Haare und sie vielen ihm in sanften Wellen bis knapp über die Schultern.

"Willkommen. Ich habe gehofft, dass du dich für diese Tür entschließt. Ich habe dich jetzt schon so lange beobachtet, aber sicher konnte ich mir nicht sein." Ich riss die Augen auf. "Du warst das?! Du hast mich all die Jahre beobachtet und mir Angst gemacht?" Er nickte. "Ja, ich habe dich beobachtet. Aber ich wollte dir keine Angst machen." "Wieso hast du mich beobachtet." "Weil du etwas besonderes bist. Du bist meine Seelengefährtin." "Seelengefährtin?" Er nickte. Ich versuchte das Thema zu wechseln.
"Was wäre geschehen wenn ich die andere gewählt hätte?"
"Dann wärst du jetzt Tod. Ich bin kein Mensch musst du wissen. Mein Vater war außer sich vor Zorn als er herausfand wer für mich bestimmt ist. Er wollte dir den ewigen Frieden schenken."

Plötzlich ertönte eine Glocke. "Du musst jetzt aufwachen. Sonst wird mein Vater dich töten. Er kann nämlich 5 Minuten nach diesem Glockenschlag aus seinem Raum und dich töten, wenn du nicht aufwachst! Keine Angst wir werden uns wieder sehen, aber jetzt musst du aufwachen. Es ist jetzt seine letzte Chance dich zu töten." "Aber...", wollte ich widersprechen, doch er unterbrach mich. "WACH AUF!"

Und so wachte ich auf. Exakt nach 10 Minuten, auch wenn es mir vorkam als wäre ich viel länger fort gewesen. Ich setzte mich auf und verlies den Schuppen so schnell ich konnte. Seitdem war meine Krankheit auf einmal weg. So schnell verschwunden wie sie gekommen war.

Wochen vergingen. Ich warte immer noch auf die seltsame Person die mir, wie mir schien das Leben gerettet hatte. Ich kam von der Arbeit und wollte mich beeilen, da es schon dunkel war wollte ich mich beeilen um nach Hause zu kommen. Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir. Ich geriet in Panik. "Oje oje was mach ich nur!" schoss es mir durch den Kopf. Ich nahm meinen Mut zusammen, drehte mich um knallte mit der Nase an eine stählerne Brust. Ich schaute hoch und mein Blick verhakte sich mit dem Blick des Fremden. Ich erkannte ihn. Er war die Person die sich seit Wochen nicht mehr aus meinem Gedächtnis bekam!

Dann wurde alles schwarz um mich herum.

Autor: Claudia W.

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