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Einheit 7 – Josef als Premierminister

Bibelstelle: 1. Mose 41, 37-57

Inhalt:

Josef deutete den Traum des Pharaos. Er genießt nun ein so hohes Ansehen beim Pharao, dass der ihn als seinen Premierminister anstellt. Denn der Pharao ist beeindruckt von Josefs Gottvertrauen und will Josefs gottgegebene Gabe für sein Volk einsetzen. Josef steht nun genau unter dem Pharao. Das Volk akzeptiert ihn. Die sieben ertragreichen Jahre beginnen; Teile der Ernte werden für die sieben Jahre Hungersnot zurückgelegt. Josef und seine Frau Asenat bekommen zwei Söhne. Die Hungersnot beginnt: Es dauert einige Zeit, bis Josef die Tore öffnen lässt, doch die Bitten seinen Volkes und dem Ausland veranlassen ihn zum Öffnen der Häuser und verkauft Getreide.

Ziel:

Mit Gott kannst du über dich hinauswachsen. Wer hätte gedacht, dass ein Sklave einmal zum Premierminister werden würde? Wahrscheinlich niemand. Aber Josef hat es geschafft. Und das Bewundernswerte ist, dass Josef niemals von diesem Amt gesprochen hat, sondern, dass es der Pharao selbst war, der ihn vorgeschlagen hat. Er bewunderte Josef für sein unerschütterliches Gottvertrauen und für seine Gaben. Gott gab ihm seine Gabe und Josef setze diese für seinen Gott ein. Das sollten wir auch machen. Unsere Gaben einsetzen und nicht darauf pochen, dass wir uns selbst immer ins Rampenlicht stellen; denn wenn wir selbstlos im Einsetzen unserer Gaben sind, passiert das schon von allein.

Bibelvers:

Aber alle, die auf den Herrn vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen. Jesaja 40, 31

Ankommen:

Macht eine Fragerunde, in der jedes Kind von seiner Woche erzählen kann, was gut und was weniger gut war, wie es ihm gerade geht, worauf es sich freut.

Action:

Warmer Rücken, euer Lieblingsspiel, …

Vertiefung:

Wir dürfen Gott zutrauen, dass er viel mehr ist und kann, als wir uns jemals vorstellen können! Josef hat sich bestimmt nie ausgedacht, dass er Stellvertreter des Pharao werden könnte. Aber mit Gott und Vertrauen auf ihn ist nichts unmöglich! Fragt die Kinder, was sie sich niemals vorstellen könnten, was aus ihnen werden wird/was sie einmal tun könnten/was sie sich heimlich wünschen (auch im Bezug auf Familie, Schule, Probleme, Zukunft....) Mit Gott ist nichts unmöglich. Oft kommt es ganz anders, als wir es uns vorstellen, aber immer besser, als wir es uns je ausdenken könnten. Gott macht es gut. Gott hat es mit Josef gut gemacht und Gott ändert sich nicht. Er will auch unser Leben gut machen. Ermutigt die Kinder, all ihre Träume und Wünsche Gott zu erzählen und gespannt zu sein, was er tun wird. Er wird sicherlich anders handeln, als sie es erwarten, aber er wird es immer gut machen, weil er sie liebt und es gut mit ihnen meint.

Gebet:

Jedes Kind soll sich überlegen, in welchen Punkten es Gott alles anvertrauen will. In einer Zeit der Stille darf jedes Kind Gott diese Dinge sagen. Wenn sie es laut sagen wollen, könnt ihr auch in der Gruppe dafür beten. Sagt Gott, dass ihr ihm vertraut, dass er Großes in eurem Leben machen kann und will und dass ihr gespannt seid, was er tun wird. Sagt aber den Kindern, dass sie dieses Gebet innerlich mitsprechen wollen, wenn sie das wirklich tun, weil Gott uns ernst nimmt und dann wirklich in unserem Leben handelt, wenn wir ihn darum bitten.

Abschluss:

Spruch, Schrei, Lied… Verabschiedet jedes eurer Kinder persönlich und macht ihnen klar, dass sie wichtig sind.

(von Antonia Grage)

Plenum: Anspiel

Personen:

  • Pharao
  • Josef
  • 2 Hofbeamte
  • Asenat

Josefa und ihre Mutter kommen beim letzten Lied auf die Bühne und setzen sich an ihren Platz.

JOSEFA: Er ist so süß.
RAHEL: Ja, das ist er. Gott hat ihn geschaffen, Gott hat Mose gewollt und Gott hat einen Platz in seinem Herzen für Mose. Er hat auch einen Auftrag für Mose, wir kennen ihn nicht, aber Gott kennt ihn. Egal, wie lange er lebt, Gott hat ihn gewollt. Er sollte geboren werden in dieser Zeit, in dieser Familie.
JOSEFA: Du hast Recht Mama und ich freue mich an ihm, auch wenn ich nicht weiß, wie lange er noch leben wird. Gott liebt ihn. Ich will Gott vertrauen, auch wenn die Vorstellung, dass Moses vielleicht bald gefunden wird, schrecklich ist.
RAHEL: Wer weiß, vielleicht hat Gott ja Großes mit Moses vor, so wie er es auch Josef vorhatte.
JOSEFA: Echt, bis jetzt ist Josefs Leben ja wirklich nicht so toll verlaufen, also ich meine in seiner Familie schon, aber die letzten Jahre waren ja schrecklich.
RAHEL: O.k. es geht weiter. Wir sind immer noch in Ägypten, im Palast des Pharaos. Josefs Vorschlag, einen Teil der Ernte der nächsten sieben Jahre für die danach kommende Erntepleite zurückzulegen, fand große Zustimmung. Nicht nur beim Pharao selbst, sondern auch bei diversen Hofbeamten und dem Volk.

Josef, Pharao und Hofbeamte auf der Bühne.
Pharao: Josef, ich bin dir so dankbar. Du hast meine Herrschaft und mein Volk davor bewahrt, in den Ruin getrieben zu werden. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viel uns das bedeutet. Ohne dich würden wir vielleicht in zehn Jahren nicht mehr existieren.

Josef verneigt sich
Pharao: Dein Gott hat dir die Erkenntnis geschenkt, darauf kannst du stolz sein.
Josef: Bin ich, mein Herr. Mein Gott ist mein Fundament. Nichts kann mich erschüttern, auf ihn hab‘ ich fest gebaut.
Pharao: Und woher kannst du das, das mit der Traumdeutung, das würde mich ja nun mal interessieren?
Josef: Mein Gott hat mir einfach die Gabe gegeben, seine Eingebungen, die er anderen gibt, zu entschlüsseln. Und ich helfe den Menschen dabei, diese Rätsel zu lösen, denn das ist mein Auftrag, den mein Gott mir gegeben hat. Euch dabei zu helfen.
Pharao: (nickt lächelnd) Aber Josef, was sollen wir denn jetzt machen? Jetzt wo wir wissen, was uns blüht?
Josef: Jemanden einstellen, der weiß, was zu tun ist. Jemanden, der eine Übersicht hat. Jemanden, der gut organisieren kann, aber auch jemanden, dessen Fundament sein Glauben ist.
Pharao: Ich glaub‘, ich weiß da jemanden, warte kurz.

Der Pharao zieht sich mit seinen beiden Hofbeamten zurück und beratschlagt mit ihnen auf dem hinteren Teil der Bühne. Josef will gerade gehen. Volk kommt mit auf die Bühne.
Pharao: Josef, warte doch mal. Wir müssen dich etwas fragen.
Josef: Ja?
Pharao: Marius, sagen Sie es doch dem werten Josef.
H1: Also, Josef, wir würden dich gerne engagieren.
Josef: Mich, warum denn das? Ich war im Gefängnis!
H2: Ja, Josef, das ist richtig, aber uns ist klargeworden, dass wir dich brauchen. Ägypten braucht dich. Du musst uns einfach helfen!
Pharao: Josef, in dir wohnt dein Gott. Das ist uns allen aufgefallen und wir bewundern das sehr. Und weil dein Gott dir deine Gabe geschenkt hat, bist du der Beste, der Klügste, der Weiseste und der Geeignetste für diesen Job. Wir brauchen dich! Und alle werden hinter dir stehen:
H1 und H2: Wir, die Hofbeamten!
RAHEL: Und das Volk natürlich, das kannst du und ihr mal rufen. Immer wenn ich sage „das Volk“, dann ruft ihr „Wir gehorchen dir!“. (Kinder rufen)
Pharao: Und ich, dein König. Nur mir wirst du noch unterstehen. Ich ernenne dich zu meinem Stellvertreter, du bist der Premierminister von Ägypten, du wirst über ganz Ägypten herrschen. Mit meinem Wort bist du dazu befähigt!
Josef: Ich werde dieses Amt mit Sorgfalt und Gottes Macht ausführen, er wird mich leiten.
Pharao: Hiermit gebe ich dir die Vollmacht. Dieser Siegelring, den ich dir nun anstecke, ist ein Symbol für deine Vollmacht. Alle werden zu dir aufblicken und verstehen, dass du der bist, der über allen anderen, außer mir, steht. Ich werde dich außerdem einkleiden lassen wie einen Mann von Größe, deine Kleidung wird deine Macht widerspiegeln. Und damit auch nicht wie ein Mann des einfachen Volkes zu Fuß gehen musst, stelle ich dir einen zweisitzigen Wagen mit dem Emblem der Königskrone zur Verfügung. Denn wenn du einmal die Krone trägst, wirst du von allen akzeptiert werden, mehr als akzeptiert. Außerdem werde ich veranlassen, dass man an jedem Ort, an den du kommst, ausrufen wird: „Werft euch vor ihm nieder!“
RAHEL: Und so erhielt Josef die Vollmacht über ganz Ägypten. Und der Pharao machte Josef klar, dass er selbst zwar noch der König von Ägypten sei, aber ohne Josef in Ägypten nichts gehen würde. Niemand würde ohne seine Zustimmung auch nur einen Fuß oder Hand rühren.
Pharao: Josef, hiermit gebe ich dir den Namen „Zafenat-Paneach“, das heißt: Gott spricht und lebt. Denn durch dich, Josef, spricht und lebt Gott. Aber diese Verantwortung sollst du nicht alleine tragen. Ich gebe dir eine Frau, sie heißt Asenat. Sie ist die Tochter von Potifera, dem Priester von On.
RAHEL: Somit übernahm Josef die Regierungsgewalt über ganz Ägypten. Er war 30 Jahre alt, als er der Stellvertreter des Pharaos, des Königs von Ägypten wurde. Josef verließ den Pharao und reiste durch das ganze Land. In den nächsten sieben Jahren gab es überall reiche Ernten.
Josef: Ägypter, um vorzusorgen, möchte ich, dass ihr einen Teil der Ernte Jahr für Jahr zurücklegt. Ich lasse sie in die Vorratshäuser der Städte bringen, in jede Stadt den Ertrag der sie umgebenden Felder. Volk: Josef, wir gehorchen dir.
RAHEL: Sieben Jahre sind nun vergangen. Die Getreidespeicher aller beteiligten Städte sind nun bis zum Rand gefüllt. Es gab Korn wie Sand am Meer, so viel, dass man es nicht mehr abmessen konnte. In dieser Zeit der Hungersnot bekamen Josef und seine anvertraute Frau Asenat zwei Söhne.
Josef: Asenat, du hast mir zwei Söhne geschenkt; den ersten haben wir Manasse genannt, das heißt „vergessen lassen“. Ich nenne ihn so, weil mein Gott mich all den Kummer und die Familie meines Vaters vergessen lassen hat. Asenat: Und unseren zweiten Sohn haben wir Ephraim genannt, das heißt „fruchtbar“. Er trägt genau diesen Namen, denn Gott hat meinem Mann im Land seiner Leiden Kinder geschenkt.
RAHEL: Schließlich gingen die sieben Jahre des Überflusses zu Ende.
Josef: Ihr habt es gemerkt: Eure ertragreichen Ernten neigen sich langsam dem Ende zu. Und auch der Kalender zeigt es uns – bald brechen die sieben Jahre der Hungernot an. So, wie ich es euch vorausgesagt habe. Ihr seht, dass nicht nur in Ägypten eine große Hungernot herrscht, auch in unseren Nachbarländern zieht sich die Schlinge zusammen. Aber wir haben eine großen Vorteil: Unsere Vorratshäuser sind gefüllt, wir brauchen keine Angst zu haben. Gott sorgt sich um uns, er hat uns die Einsicht geschenkt.

Josef ab
RAHEL: Dem Volk gingen langsam die Vorräte aus. Sie gingen zum Pharao und baten: „Gnädiger König, unsere eigenen Vorräte gehen zur Neige, wir brauchen die Vorräte aus den Lagerstätten. Öffnet sie bitte. Sonst verhungern wir.“ Der Pharao schickt sie zu Josef und das Volk sprach (Kinder: Wir gehorchen dir) Sie klagten ihre Not. Sie baten um Korn und um ein Öffnen der Kornspeicher und riefen: „Entscheide aber du, Josef.“ und sie riefen (Kinder: Wir gehorchen dir) Und Josef öffnete die Kornspeicher. Josef verkaufte den Ägyptern das Getreide. Auch die Menschen aus den benachbarten Ländern kamen nach Ägypten, um Getreide bei Josef zu kaufen, denn auf der ganzen Welt herrschte großer Hunger.

Gott brauchte Josef um viele Menschen vor der Hungersnot zu retten. Dies war eine Aufgabe für einen Mann, der an Gott glaubte und nach den Werten Gottes lebte. Josef war so ein Mann und hat Gott vertraut. Es gibt einen Vers der heißt: Aber alle, die auf den Herrn vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen. Genau, das hat Josef erlebt und wir dürfen das auch erleben. Papa erlebt es jeden Tag, dass Gott ihm die Kraft gibt in seiner Sklavenarbeit. Lass uns nach Hause gehen.

(Beide gehen ab)

Einheit 8 – Die Reisen der Brüder

Bibelstelle: 1. Mose 42,1- 44,12

Inhalt:

Josefs Brüder kommen nach Ägypten um Getreide zu kaufen. Josef erkennt sie, gibt sich aber nicht zu erkennen. Er tut so, als würde er ihnen nichts über ihre Herkunft glauben und verlangt, sie sollen Benjamin, den jüngsten Bruder beim nächsten Besuch mitbringen. Damit sollen sie beweisen, dass sie die Wahrheit gesagt haben. Außerdem lässt Josef das Geld, das seine Brüder für das Getreide bezahlt haben, wieder oben auf ihre Säcke legen. Als sie es, zu Hause angekommen, entdecken, erschrecken sie sehr. Und ihr Vater Jakob will seinen jüngsten Sohn Benjamin nicht mit nach Ägypten gehen lassen aus Angst, ihn auch noch zu verlieren. Aber als das Getreide erneut ausgeht müssen die Brüder wieder nach Ägypten und nehmen Benjamin mit.

Außerdem wollen sie das Geld, das sie auf ihren Säcken gefunden haben zurück zahlen, doch Josef tut so, als ob er es schon bekommen hätte. Er isst mit ihnen in seinem Palast, gibt sich aber wieder nicht zu erkennen. Als die Brüder wieder abreisen wollen, lässt er seinen Silberbecher in Benjamins Sack legen.

Ziel:

Wir sollen ehrlich zu einander sein und Versprechen einhalten. Das ist die Grundlage jeder Freundschaft und die Voraussetzung für Versöhnung. Auch Gott gibt uns in der Bibel sehr viele Versprechen und wird jedes einzelne davon einhalten. Das größte Versprechen, das er uns gegeben hat, ist, dass er uns lieb hat und uns alle unsere Schuld vergibt. Das hat er dadurch eingehalten, dass er Jesus auf diese Welt geschickt hat und der auch heute noch für uns da ist und uns seine Liebe zeigen möchte.

Bibelvers:

Jesus ist die feste Zusage Gottes. Denn in ihm erfüllen sich alle göttlichen Zusagen. 2. Korinther 1, 19+20

Ankommen:

Außer dem „Top und Flop“ der Woche können die Kinder auch jetzt schon erzählen, ob sie in letzter Zeit jemandem etwas versprochen haben, ob sie das eingehalten haben oder ob ihnen schon mal etwas versprochen, aber nicht eingehalten wurde. Wie haben sich die Kinder dabei gefühlt?

Action:

  • „Taler, Taler du musst Wandern“
    (Ein Kind hält zwischen den beiden Handflächen ein Geldstück versteckt, ein anderes Kind steht außerhalb des Kreises und muss aufpassen, um später zu erraten, wer den Taler erhalten hat.

    Die Kinder im Kreis falten ebenfalls die Hände vor dem Bauch, wobei sie die Handflächen leicht geöffnet halten. Der Besitzer des Talers geht nun reihum von Kind zu Kind und hält seine geschlossenen Handflächen in die geöffneten der Teilnehmer. Irgendwann lässt er unbemerkt das Geldstück in die Hände eines Kindes im Kreis fallen. Ist die Runde zu Ende, muss nun das Ratekind sagen, wer das Geldstück erhielt. Rät es richtig, darf es nun selbst „den Taler wandern lassen“. Hat es falsch geraten, ist das Kind mit dem Geldstück in der Hand an der Reihe.)

  • „Reise nach Ägypten“
    (Reise nach Jerusalem)

  • „Meyern“ bzw. „Mäxle“ für die Größeren

Vertiefung:

Für den Anfang wäre es sinnvoll, gemeinsam mit den Kindern noch mal den Inhalt des Plenums zu wiederholen.

Warum war es Josef so wichtig, dass seine Brüder ehrlich zu ihm sind und das Versprechen, mit Benjamin wiederzukommen, einhalten?

Menschen halten Versprechen leider nicht immer ein und wir können von ihnen auch enttäuscht werden. Aber Gott hält alle seine Versprechen und einige von diesen „Verheißungen“ stehen auch in der Bibel.

Mit den größeren kann über Verheißungen in der Bibel gesprochen werden (einige stehen in den Anlagen)

  • Was heißt es für uns, dass Gott uns das verspricht? Wie können wir das heute spüren, dass er seine Versprechen einhält?

  • Dazu können einige Verheißungen auf ein Plakat in der Mitte geschrieben werden und die Gedanken dazu können die Kinder selbst, bzw. ein Mitarbeiter dazu schreiben

Die Kleineren können erzählen, ob ihnen ihre Eltern oder Freunde schon einmal etwas versprochen und dann nicht eingehalten haben. Aber auch wo Versprochenes eingehalten wurde und worüber sie sich dabei gefreut haben. Was wünschen sie sich von Gott, was soll er ihnen versprechen?

Sprecht ihnen zu, dass Gott Versprechen hält. Dass er verspricht, dass er immer bei ihnen ist und dass das auch stimmt und sie ihm deshalb alles sagen können, was sie beschäftigt.

Gebet:

Beim Gebet sollten die Gespräche der Vertiefungszeit mit einbezogen werden. Die Kinder können Gott für seine Versprechen danken und ihn für ganz bestimmte Situationen bitten, bei denen sie diese Versprechen in Anspruch nehmen wollen.

Abschluss:

Singt euer Abschlusslied oder sagt euren Spruch auf und sagt den Kindern noch einmal, dass Jesus ihnen verspricht die ganze Woche bei ihnen zu sein und das auch halten wird.

(von Tabea Seybold)

Plenum: Anspiel

Personen:

  • Rahel
  • Josefa
  • Josef

Rahel sitzt auf ihrem Platz und Josefa kommt dazu und redet dabei.

JOSEFA: Ich bin wütend. Die Ägypter machen mich wütend. Alle machen mich wütend, auch die Juden, mein Volk. Wir wehren uns nicht, viele vergessen Gott, wir lassen uns alles gefallen. Ich will was tun, ich will, dass sich etwas ändert, Mama.
RAHEL: Es ist manchmal nicht zum Aushalten. Ich würde auch gerne, dass sich etwas ändert. Oft bin ich traurig, dass viele Juden Gott vergessen und nicht mehr mit ihm reden, sondern zu den ägyptischen Göttern beten. Und auf die Ägypter bin ich wütend, wenn der Rücken von deinem Vater wieder voller Blut ist, weil er ausgepeitscht wurde.
JOSEFA: Und was machst du mit deiner Wut, Mama? Ich habe das Gefühl, ich explodiere.
RAHEL: Ich bringe sie zu dem, der mich versteht und der mir helfen kann. Ich bin wütend vor Gott. Ich schreie meine Wut zu ihm, ich weine vor Wut vor ihm und wenn ich erschöpft bin, lass ich mich von ihm umarmen und trösten. Josef hatte auch oft eine Wut ihm Bauch. Wobei meistens hatte er keine Zeit an sie zu denken, an seine Wut, aber eines Tages, als er Getreide verkaufte, da holte die Wut ihn ein. Hör mal was er in sein Tagebuch schreibt.

(Josef sitzt auf der Bühne und schreibt und liest was er schreibt.)
Josef: Liebes Tagebuch,
Du wirst nicht glauben, was heute passiert ist. Meine Brüder waren da. Meine Brüder, die mich vor vielen Jahren in den Brunnen geschmissen haben und mich an die Ägypter verkauft haben. Seitdem ist so unglaublich viel Zeit vergangen. Ich habe nicht mehr damit gerechnet, sie jemals wieder zu sehen und dann standen sie plötzlich vor mir. Sie kamen zu meinem Palast, um Getreide zu kaufen, in meiner alten Heimat ist inzwischen auch die Hungersnot ausgebrochen. Sie haben mich überhaupt nicht erkannt. Kein Wunder, schließlich bin ich nicht nur älter geworden, sondern inzwischen ein reicher, angesehener Mann. Damit haben sie bestimmt nicht gerechnet. Irgendwie bin ich immer noch wütend auf meine Brüder. Es hat mich einfach so sehr verletzt, dass sie mich verkauft haben und so getan haben, als wäre ich gestorben. Aber andererseits sind es doch meine Brüder. Ich habe meine Familie in den letzten Jahren ganz schön vermisst. Aber einfach so alles vergeben und vergessen? Das kann ich einfach nicht! Ich muss meine Brüder auf die Probe stellen und schauen ob sie sich verändert haben, bevor ich mich ihnen zu erkennen gebe. Ich gehe jetzt erst mal schlafen, hoffentlich fällt mir bis Morgen ein guter Plan ein. Dein Josef
JOSEFA: Einfach alles vergeben und vergessen? Nein, das könnte ich auch nicht. Aber da, er schreibt weiter.
Josef: Liebes Tagebuch, ich habe heute wieder mit meinen Brüdern gesprochen. Naja, richtig sprechen tue ich ja nicht mit ihnen. Sonst würden sie ja merken, dass ich ihre Sprache spreche und mich vielleicht doch erkennen. Ich tue einfach so, als würde ich sie nicht verstehen und lass alles von einem Dolmetscher übersetzen. Auf jeden Fall haben meine Brüder erzählt, dass ihr jüngster Bruder, Benjamin noch zu Hause ist. Mein jüngster Bruder, den ich nie kennen gelernt habe. Ich hätte ihn so gern bei mir. Ich möchte ihn einfach kennen lernen! Also hab ich meinen Brüdern sagen lassen, sie sollen ihn das nächste Mal, wenn sie kommen, unbedingt mitbringen. Und damit sie sich jetzt nicht einfach aus dem Staub machen, lasse ich meinen Bruder Simeon gefangen nehmen. Er muss hier bleiben, bis sie mir Benjamin gebracht haben. Es fällt mir wirklich schwer, vor meinen Brüdern immer diese Rolle des fremden Ägypters zu spielen und so zu tun, als würde ich sie nicht kennen. Außerdem bin ich immer noch verletzt davon, was sie mir damals angetan haben. Als ich heute mit ihnen gesprochen habe, musste ich einmal ins Nebenzimmer gehen, weil mich das alles so sehr berührt hat, dass ich weinen musste. Zum Glück haben sie nichts gemerkt.

Ich habe jetzt übrigens eine Idee, wie ich prüfen kann, ob meine Brüder inzwischen ehrlich und aufrichtig sind. Ich lege ihnen einfach das Geld, das sie mir für das Getreide gezahlt haben zurück in ihre Säcke. Wenn sie wieder kommen, um mir Benjamin vorzustellen, werde ich sehen ob sie so ehrlich sind, dass sie es wieder mitbringen. Ich geh mich jetzt von diesem anstrengenden Tag erholen. Das ganze nimmt mich doch ganz schön mit. Dein Josef
JOSEFA: Ganz schön schlau, dieser Josef. Ob die Brüder jetzt füreinander da sind und zu ihren Zusagen stehen??
Josef: Liebes Tagebuch, inzwischen sind einige Monate vergangen und meine Brüder sind immer noch nicht zurück gekommen, obwohl ich doch Simeon hier gefangen halte. Ich hoffe, sie lassen nicht mehr zu lange auf sich warten. Sie müssen sich doch in der Zwischenzeit geändert haben, oder? Ich hoffe, sie kommen bald mit Benjamin zurück. Bis bald, liebes Tagebuch, Dein Josef

Liebes Tagebuch,
Heute sind meine Brüder endlich wieder gekommen. Ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben, aber jetzt sind sie da. Ich bin so glücklich darüber, dass ich sie gleich zu einem großen Fest in meinen Palast eingeladen habe. Und du wirst es nicht glauben, aber sie haben wirklich Benjamin mitgebracht! Mein kleiner Bruder, der Sohn meiner geliebten Mutter. Es ist so wunderbar, ihn zu sehen! Meine Gefühle haben mich so überwältigt als er plötzlich vor mir stand, dass ich schnell in mein Arbeitszimmer verschwinden musste, um nicht zu zeigen, dass ich Tränen in den Augen hatte.

Und meine Brüder haben mir sogar, das Geld mitgebracht, das ich in ihre Säcke hab liegen lassen. Ich hab mich so sehr darüber gefreut, dass ich ihnen gesagt hätte, ich hätte das Geld schon erhalten und sie könnten das, was sie mitgebracht haben behalten. Das Fest ist noch in vollem Gange, ich werde mal wieder zurück gehen. Dein Josef
JOSEFA: Ob er ihnen jetzt schon wieder vertraut? Ich weiß nicht, ob ich das so schnell könnte. Sie waren einfach zu gemein zu ihm. Mal hören, was er so schreibt.
Josef: Liebes Tagebuch,
wir hatten gestern wirklich ein rauschendes Fest in meinem Palast und heute wollen meine Brüder wieder zurück in ihre Heimat.

Ich würde mich ihnen ja langsam echt gerne zu erkennen geben, aber ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob sie sich wirklich verändert haben oder ob sie wieder einen ihrer Brüder opfern würden und es ihnen nur wichtig ist, ob es ihnen selbst gut geht.

Also hab ich wieder einen Plan überlegt, um das zu prüfen. Ich lasse in Benjamins Gepäck meinen silbernen Becher verstecken. Mein Diener soll ihnen hinterherlaufen, Benjamin überführen und den anderen Brüdern erklären, dass er als Strafe mein Sklave werden muss.

Wenn meine anderen Brüder dann nicht um ihn kämpfen, weiß ich, dass sie sich doch nicht verändert haben. Wenn Benjamin ihnen aber so wichtig ist, dass sie ihn nicht einfach als Sklave zurück lassen, steht einer Versöhnung nichts mehr im Weg. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Ich schreibe dir wieder sobald ich genaueres weiß.
Dein Josef
JOSEFA: Und wie geht es weiter?
RAHEL: Morgen Josefa, es ist spät. Aber vergiss nicht: Auf Menschen können wir uns manchmal nicht verlassen. Sie brechen manchmal ihre Zusagen. Aber auf Gott können wir uns immer verlassen, er hält seine Zusagen. Er tröstet uns wie eine Mutter. Geh mit deiner Wut zu Gott, damit du wieder Freude und Liebe erleben kannst und nicht bitter wirst. Gott liebt dich, auch wenn es im Moment schrecklich aussieht in unserem Leben und wir nicht als freie Menschen leben können. Aber mit Gott sind wir immer frei. Wir sind frei auch in schweren Zeiten zu lieben, uns zu freuen und anders zu leben, als alle es von uns erwarten.

Einheit 9 – Versöhnung

Bibelstelle: 1. Mose 44, 13 – 46, 7

Inhalt:

Josef prüft seine Brüder zum letzten Mal. Er gibt sich zu erkennen. Er vergibt, weil er weiß, die Brüder wollten ihm Böses, aber Gott machte Gutes in seinem Leben. Durch Josef und seinen Glauben an Gott wurden viele Menschen gerettet, auch das Volk der Juden.

Ziel:

Die Kinder lernen, dass Versöhnung möglich ist, auch wenn die Verletzungen tief gehen.

Bibelvers:

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 2. Korinther 5, 19

Ankommen:

Austausch, wie es den Kindern geht, was sie die Woche erlebt haben.

Action:

  • Hindernisparcours, auch mit verbundenen Augen, als Hinweis auf den schwierigen Lebensweg Josefs.

  • Bilder aufdecken und in die richtigen Reihenfolge bringen, auch als Staffel

  • in 5er Gruppen das Quartett spielen, auslosen, wer das Spiel am Ende geschenkt bekommt

  • in 5er Gruppen das Memory spielen (Quartett, Memory und Bilder vorbereiten)

Vertiefung:

Erzählrunde über Streit und Versöhnung: Was haben die Kinder erlebt, wie fühlt sich Streit, wie fühlt sich Versöhnung an? Auch wenn es schwer sein kann, sich zu entschuldigen, ist es manchmal der erste Schritt, um am Ende zu einer Versöhnung und dadurch vielleicht besseren Beziehung/Freundschaft zu kommen.

Bei den Älteren auch die Frage “Mit wem würdest du dich gern versöhnen?” oder auch Anfragen/”Bösesein” auf Gott, was bei Josef durchaus auch möglich gewesen wäre. Manchmal ist man auch auf Gott böse, und das darf man. Man darf aber auch zu ihm gehen, es ihm erzählen, seinen Frust bei ihm abladen und erfahren, dass man auch mit Gott Versöhnung erleben kann.

Gebet:

für Menschen, von denen wir wissen, dass sie im Streit leben und nicht versöhnt sind und Dank dafür, dass wir mit Gott versöhnt sein dürfen, obwohl wir so vieles tun, was er nicht will. Dank dafür, dass Vergebung möglich ist, weil Jesus starb.

Abschluss:

euer „Abschlussritual“

(von Jutta Kramer)

Plenum: Anspiel

Den Ausgang der Geschichte erzählen anhand von Bildern oder wir sehen den entsprechenden Ausschnitt aus dem Josef-Film (etwa 10 Minuten). Personen:

  • Rahel
  • Josefa

Rahel sitzt auf der Bühne und Josefa kommt strahlend hinzu.

JOSEFA: Mama, du hast Recht. Er lebt. Gott hat Großes mit ihm vor!
RAHEL: Was, wie, wer? Meinst du Mose?
JOSEFA: Genau, Miriam hatte eine Idee wie sie Mose vielleicht retten können oder Gott eine Chance hat, ihn zu retten. Bzw. Gott hat zu Miriams Herzen geredet, sagt sie. Auf jeden Fall haben sie Mose in einen sicheren Korb gelegt und ihn auf den Nil ausgesetzt. Die Tochter vom Pharao hat ihn gefunden und gerettet. Sie hat ihn als ihren Sohn aufgenommen. Mama, es ist Hoffnung da. Mose ist gerettet. Pause.

Mama, meinst du, für uns alle ist Hoffnung da? Also ich meine jetzt nicht mich. Ich habe Hoffnung. Ich meine unser Volk. Meinst du, es ist Hoffnung auf Versöhnung da. Auch Versöhnung mit Gott. Dass sich alle wieder an Gott erinnern. An seine Geschichten und wir als Volk Gottes wieder alle mit ihm reden?
RAHEL: Ja, es ist Hoffnung da. Unser Gott ist ein Gott der Versöhnung. Gott liebt Vergebung. ER vergibt uns, unserem Volk und lehrt uns auch zu vergeben. Jeden Tag vergebe ich den Ägyptern, weil Gott mir vergeben hat und mir hilft zu vergeben. Vielleicht versöhnen wir uns nicht mit den Ägyptern, aber Gott versöhnt sich mit uns und wir als Volk mit Gott. Denn Gott ist ein Gott der Versöhnung. Und Josef hat mich das gelehrt.

Film oder Erzählung ab.
Bild 1: Die Brüder zogen mit vollen Säcken, voll von Getreide, Richtung Heimat, zurück zu ihrem Vater. Doch eine Staubwolke hinter ihnen verheißt nichts Gutes. “Halt, ihr habt gestohlen!” hören sie jemanden rufen. “Ihr wurdet so gut behandelt. Warum stiehlt einer von euch den silbernen Trinkbecher meines Herrn?“ Lautstark weisen alle Männer diesen Verdacht von sich. Sie regen sich auf und versichern: ”Wir haben euch das Geld auch zurückgebracht. Warum sollten wir jetzt Gold oder Silber stehlen?” und dann ruft Ruben: “Wenn du bei einem von uns auch nur irgendetwas finden solltest, dann soll derjenige sterben.” So sicher ist er, dass er sich auf jeden seiner Brüder verlassen kann.
Bild 2: Völlig unberührt durchsucht der von Josef geschickte Soldat die Säcke der Brüder, einen nach dem anderen. Bei Benjamin hebt er triumphierend einen silbernen Becher in die Höhe: “Dieser junge Mann wird der Sklave des Stellvertreters des Pharaos. Das ist noch eine milde Strafe für seinen Diebstahl!”

Völlig verzweifelt kehren alle um, zurück zu Josef, denn allein wollen sie Benjamin nicht gehen lassen. Sie haben große Angst und können sich das alles nicht erklären.
Bild 3: Kaum zurück werfen sie sich Josef zu Füßen und hören die schrecklichen Worte:” Dieser soll ab jetzt mein Sklave sein!” Da steht Juda auf und sagt: ”Herr, ich weiß, dass man dir nicht widersprechen darf, aber höre mich an. Gott bestraft uns für eine alte Schuld. Du kannst nicht Benjamin zum Sklaven nehmen. Das können wir unserem alten Vater nicht antun.

Hier erzählt Juda die ganze Geschichte und zwar so, wie sie im Abenteuerland bisher schwerpunktmäßig erzählt wurde.
Bild 4: Juda endet: ”Darum Herr, nehmt nicht Benjamin, nehmt mich! Ohne den Jungen kann ich nicht zu meinem Vater kommen. Seinen Schmerz könnte ich nicht ertragen.”
Bild 5: Nun konnte sich Josef kaum noch beherrschen. Er sah, wie sehr sie den Vater liebten und wie leid ihnen alles tat. Josef sehnte sich nach Versöhnung mit seinen Brüdern. Alle Diener schickte er streng weg und als er mit allen allein war, sagte er ganz langsam: “Ich bin euer Bruder Josef.” Er nahm seine ägyptische Perücke ab und redete sehr freundlich mit ihnen: “Ihr meintet es böse, aber Gott, der die ganze Zeit mit mir ging, meinte es gut. Es ist unsere Rettung, dass ich nun Herrscher von Ägypten bin. Ihr werdet nicht verhungern. Aus unserer Familie wird Gott ein großes Volk machen. Holt unseren Vater her und eure Frauen und Kinder!”
Bild 6: Nur ganz langsam konnten die Brüder fassen, was Josef ihnen erzählte, was in den langen Jahren passiert war. Josef war mit Gott gegangen und Gott mit ihm. Sie fielen ihm nacheinander um den Hals und baten: “Vergib uns!” und sie lachten und weinten.
Bild 7: Nachdem sie sich beruhigt hatten, packten sie wieder ihre Sachen und machten sich fröhlichen Herzens auf den Rückweg. Josef lebte! Sie hatten sich mit ihm versöhnt. So viele gute Nachrichten. Über Gott staunten sie am meisten, der alles so gut gemacht hatte. Nun konnten sie ihre Familien holen und vor allem den alten Vater. In Ägypten war keine Hungersnot. Dort würden sie es gut habend.
Bild 8: Der alte Jakob konnte sein Glück nicht fassen, als er seinen totgeglaubten Sohn Josef in die Arme schloss. Sie waren eine versöhnte Familie und lobten Gott.
JOSEFA: Ja, Gott ist ein Gott der Versöhnung. Lass uns zu Miriam gehen und uns mit ihnen freuen und Gott danken.

(Beide gehen ab)
Plenumsleiter: (Schlusszusammenfassung)
Am Ende der spannenden Geschichte vom Leben Josefs, der mit Gott ging und Gott mit ihm, haben wir gehört von einer großen Versöhnung.

Um Versöhnung geht es bei Gott immer. Gott möchte, dass jeder einzelne Mensch glücklich und in Harmonie mit Ihm lebt, mit Gott im Reinen ist, Ihm vertraut. Am Ende ist er selbst gekommen, zu Weihnachten als ein kleiner Mensch im Stall. Das war nicht einfach. Gott hat es viel gekostet. Jesus hat viel Ablehnung und am Ende den Tod erfahren. Versöhnung ist nie einfach.

Josef ist es sicher zunächst schwer gefallen, mit Gott versöhnt zu leben, Ihm zu vertrauen und nicht böse auf Gott zu sein. Nach dem, was seine Brüder ihm angetan hatten, fast getötet und dann verkauft!

Dann die ungerechte Verurteilung wegen Potifars Frau. Dabei wollte Josef doch nur das Richtige tun, Gottes Willen tun und nichts mit einer verheirateten Frau anfangen. Und dafür kam er ins Gefängnis.

Toll, Gott! Aber er vertraute weiter und blieb Gott treu. Auch als der Mundschenk ihn vergaß und er noch weitere Jahre im Gefängnis bleiben musste.

Auch den Brüdern ist die Versöhnung nicht in den Schoß gefallen. Bestimmt haben sie viele Jahre ein schlechtes Gewissen gehabt wegen dem, was sie mit Josef gemacht hatten und als sie ihren Vater leiden sahen und dann kam das alles, was sie im fremden Ägypten mit dem strengen Herrscher erlebten. Es wurde sehr deutlich, dass die Brüder ihre Gesinnung geändert hatten. Juda war sogar bereit, selbst Sklave zu werden. Nun waren sie bereit für die Versöhnung mit ihrem Bruder. Und alle zusammen haben Gott gelobt, der sie auch in Schwierigkeiten nicht verlassen hatte und am Ende gut für sie alle sorgte.

Auch euch macht es sicher Mühe, euch mit anderen zu versöhnen. Wenn du mit Gott versöhnt bist, ist es leichter. Rede mit Ihm! Halte seine Gebote, auch wenn es schwer oder unverständlich ist! Vertrau darauf, dass Er in jeder Situation bei dir ist und bleibt. Entscheide dich für Gott. Er hat sich für dich entschieden. Geh mit Gott. Er geht mit dir. Wie Josef der Retter für seine Familie geworden ist, so ist Jesus der Retter für dich und mich. Geh mit Gott und Gott geht mit dir!

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