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Das folgende Seminarskript wurde von Ralph Wagner zur Verfügung gestellt. Er hat eine sehr umfangreiche Homepage mit lauter Andachten zu Filmen. Wer also einen fetzigen Filmabend für seine Gruppe durchführt und gleichzeitig noch eine passende Botschaft rüberbringen will, der sollte sich unbedingt die Ideen auf seiner Seite holen. www.sippe-w.de

Movie Seminar Teil 2:

Filme, die biblische Wahrheiten transportieren

Kino - Filme - Botschaften

Phil 1,18
18 Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. ...

Neben all den Filmen, die Heilgeschichte nachzeichnen (wie zum Beispiel den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz) oder eine Erlösergestalt auftreten lassen, gibt es noch einen anderen Zugang um Movies für Jugendarbeit einzusetzen. Bohrt man bei den Filmen ein bisschen tiefer, dann entdeckt man oft eine Fundgrube an Anspielungen, Sehnsüchten, Parallelen, die wir in den Kontext der Bibel stellen können. Den Möglichkeiten wird hier eigentlich nur durch unsere Fantasie Grenzen gesetzt.

Eine kleine Auswahl von gelungenen und weniger gelungenen Beispiele zur Inspiration:

Anknüpfungspunkte entdecken.

Fast jeder Film hat im Kern ein besonderes Thema und greift menschliche Fragen auf. Bei manchen geht es um Gefühle, Beziehungen, andere erzählen von Tragödien oder Helden. Wieder andere betten wahrhaft philosophische Fragen in die Handlung ein. Einen reinen Unterhaltungsfilm gibt es kaum, weil immer die Sehnsüchte von Menschen angesprochen werden: Einmal im Leben Prinzessin sein, einmal den Helden spielen, einmal eine Romanze erleben oder Teil einer besonderen Geschichte sein oder einfach mal wieder das Grausen zu lernen!

Warum gehen wir sonst ins Kino?

Mir ging es als Jugendlichen oft so, dass Kino bedeutete für 120 Minuten dem eigenen Alltag in eine Traumwelt zu entfliehen- Als Klassenkasper und Jeansjackenspargel eine Dosis "Rambo" pusht schon mächtig. Unter der Woche um die 5 in Latein gekämpft, am Samstag mit Indiana Jones den Tempel des Todes bezwungen. Umso größer der Schock, wenn man dann aus dem Dunkel des Kinosaals wieder ins Grelle Sonnenlicht tappt.

Gerade PopcornKino, also reine Unterhaltungsfilme, sprechen elementare Bedürfnisse an. Die Bibel kennt selbst tausende solcher Geschichten, nur sind diese nicht auf Zelluloid oder Datenträger verewigt. Eines aber unterscheidet Bibel und Movie: Die Bibel ist für uns ein Weg um Gottes Wesen kennen zu lernen und persönliche Wegweisung für ein erfülltes Leben zu bekommen. Damit hat sie einen viel größeren Anspruch, als ein gut gemachter mit Special-Effects vollgestopfter Unterhaltungsfilm. (Und auch in der Bibel gibt es eine ganze Menge Special Effects ... Aber das wäre ja schon wieder ein interessanter Anknüpfungspunkt für ´ne Andacht)

Jetzt müssen wir nur den Bogen spannen vom Wort Gottes zu diesem Film, und erkennen welche Botschaft in diesem Film steckt, welche Sehnsüchte angesprochen werden:

  • Warum traut sich die Braut nicht?
  • Warum verrät Grimma Schlangenzunge König Theoden?
  • Warum vertraut Edmund Jaris, der weißen Hexe?
  • Warum muss Aslan sterben?
  • Warum bleibt Bratt Pitt sieben Jahre in Tibet?
  • Warum tötet Sonny?
  • Bist Du vor einem Twister sicher?
  • Was geschieht am Independence Day deines Lebens?
  • Welche Rolle spielt Morpheus?

Die Filme stellen Fragen, manche Filme geben Antworten! Das ist ein guter Anknüpfungspunkt um von der größten aller Geschichten zu erzählen. Die Jugendlichen bedauern, dass Sie nicht nach Hogwarts eingeladen werden und es keine magische Zauberwelt gibt?

Erzähl Ihnen doch von der unsichtbaren Welt Gottes, die real ist und von der Sie noch keinen Schimmer haben.

Die Botschaft steckt nie im Film

Das Problem ist, dass der Film keine verlässliche Antwort für unser Leben anbieten kann, denn es ist das Werk von mehr oder weniger talentierten Drehbuchautoren, Regisseuren und Schauspielern mit der Absicht Geld zu verdienen. Der Film ist Menschenwerk. Deshalb darf man den Film zwar zerlegen (wenn sein muss in Einzelbildern), man darf die Motivation der Figuren ausleuchten, aber die Kernaussage einer Andacht oder Predigt sollte auf einem festeren Fundament stehen.

Wir tragen eine große Verantwortung, wenn wir vor Menschen treten und Gottes Wort im Mund führen, deshalb müssen wir gründlich prüfen was wir da eigentlich erzählen.

Beispiel: Einen Kriegsfilm wie Platoon kann ich hernehmen um vom Heldentum zu sprechen und dass man sich aufopfern muss, oder von der Unsinnigkeit des Krieges. Die Kernaussage der Andacht, die Wahrheit, steckt nicht im Film, die steckt irgendwo zwischen den Buchdeckeln der Bibel. Deshalb beginnt eine Movieandacht zwar im Kino, aber schon nach kurzer Zeit steckt man bis zum Hals in Bibelauslegungen, Konkordanz und dem Standbild der DVD.

Wie findet man solche Botschaften?

Jugendliche strömen in Herr der Ringe. Wie kann ich diesen Film für eine Andacht nutzen. Um hier Ansatzpunkte zu finden muss man mit der Bibel vertraut sein, muss man sich mit Gottes Heilsplan auskennen. Nur wenn ich Gottes Sicht der Dinge kenne entdecke ich Entsprechungen und Widersprüche in Filmen. Oft sind es biblische Bilder, die in Filmen verwendet werden, oft geht es um Schuld, um verfeindete Brüder, um Erlösergestalten. Parallelen entdecke ich eben nur, wenn ich beide Seiten gut kenne. Die gute alte Stille Zeit gibt einem einen großen Fundus an breiter Bibelkenntnis.


Kino - Filme - Botschaften Kino - Filme - Botschaften weiter zu Seminarteil 2b: Verschiedene Wege einen Film zu nutzen

© Ralf Wagner /2006 www.sippe-w.de


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