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1. Einheit: Bühne frei, jetzt wird gebastelt!

Die Gestaltung und das Spiel mit Sockenpuppen ist nicht nur für kleine Kinder geeignet, wie man vielleicht denken mag. Über die letzten Jahre habe ich Kinder und Jugendliche jeden Alters begeistert basteln und spielen sehen.

Sockenpuppen

Ziel:

Förderung der Kreativität, Lernen des Umgangs mit unterschiedlichen Materialien

Inhalt:

Gestaltung eigener Sockenpuppe(n) und Erarbeitung eines eigenen Theaterstücks

Durchführung:

Bevor die Sockenpuppen gestaltet werden, finden sich die Teilnehmer zu Kleingruppen (~ 3-6 Personen) zusammen und einigen sich in der Gruppe auf ein Thema, beispielsweise, ob ein Märchen nachgespielt werden soll oder ein komplett neues erfunden wird. Wenn jeder seine Figur ausgesucht hat, gibt es schon einmal Vorstellungen und Richtlinien, was das erarbeiten leichter machen kann. Nachfolgend die Materialliste und die Anleitung zur Gestaltung der Sockenpuppen.

Material:

  • alte oder neue Socken
  • Wolle, oder Wollreste
  • Pappe
  • Kulleraugen oder Pappkugeln
  • Filz- oder Textilstifte
  • evtl. Federn
  • Filz
  • Kleber
  • Schere
  • Moosgummi

Anleitung:

Ein Stück Pappe wird so zurecht geschnitten, dass es ein langgezogenes Oval ergibt. Dieses Oval sollte in den Fuß der Socke passen. Das Stück Pappe zu 2/3 (oder nach belieben) knicken. Die Pappe in die Socke schieben Das längere Stück kommt in die Fußspitz, das kürzere in die Ferse.

Wenn man mit der Hand in die Socke greift kann man den Mund der Puppe bewegen, indem man die Pappe am Knick zusammen drückt und los lässt. Um die Pappe zu befestigen kann etwas Kleber darauf gegeben werden, bevor die Pappe in die Socke geschoben wird. Das Einlegen der Pappe sollte aber vorher ohne Kleber ausprobiert werden. Wenn der Mund der Puppe fertig ist, kann von außen ein passendes Stück Filz/Pappe/Moosgummi in den Mund geklebt werden, welches dann den Mund darstellt. Es kann auch eine Zunge und Zähne angebracht werden.

Um Haare oder eine sonstige Kopfbedeckung zu gestalten können Wollfäden auf eine bestimmte Länge geschnitten werden und am Kopf der Puppe angeklebt werden (die Wollfäden können auch angenäht werden – jedoch sollte man beim Umgang mit Nadel und Faden Vorsicht walten lassen). Ebenfalls können nun die Kulleraugen befestigt werden.

Sockenpuppen

Um die fertigen Sockenpuppen nun richtig in Szene setzen zu können, benötigen wir natürlich noch eine passende Auftrittsmöglichkeit: eine Bühne muss her! Hier gibt es wiederum viele Möglichkeiten. Entweder gestaltet man ein Bettlaken, indem man sie wie eine Kulisse anmalt, schneidet Schlitze hinein und spielt durch diese, oder man konstruiert eine kleine Bühne aus Stellwänden, Tischen oder dem, was ihr gerade zur Hand habt.

Bitte bedenkt, dass das Basteln der Puppen eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Wenn sich die Teilnehmer in der Entscheidungsfindung schwer tun, ob ein Märchen, oder welches Märchen sie nachspielen sollen, kann man nachfragen, welches sie denn besonders gut finden, an welches sie sich im Detail erinnern können, oder ob sie ein bekanntes Märchen abwandeln wollen. Ob sie ein Märchen ganz, oder nur Ausschnitte spielen möchten kann ebenso wichtig sein. In Anbetracht der Zeit sollte man sich eine klare Planung zurecht legen und klare Anweisungen geben, wie lang das Sockenpuppentheater denn letztendlich sein darf/soll.

Weitergedacht:

Die Sockenpuppen wurden am Ende unserer Freizeit in den Gottesdienst integriert. Wir haben einfach ein schwarzes Tuch gespannt und die jeweiligen Akteure dahinter verborgen. Während der eine die Fürbitte vorlas, bewegte der andere die Sockenpuppe am oberen Tuchrand. Auch kleine Szenen oder Spiele können in den Gottesdienst oder bei anderen Veranstaltungen vor „externem“ Publikum vorgetragen werden.

Wer eine Reflektionsmethode sucht und keine Lust auf Blitzlichtrunden mit einem Teelicht hat, der kann ebenfalls auf die Sockenpuppe zurückgreifen und diese als Sprachrohr nutzen. Meine Sockenpuppe durfte anfangs Sorgen und Nöte berichten. Wo sich der einzelne Teilnehmer nicht traute etwas anzusprechen, so übernahm die Puppe das Reden. Später wurde darüber gesprochen, worüber man sich gerade freut, u.ä..

Autor: Stephan Noppenberger, Thüngfeld im Juni 2010

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