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Die ABC-Methode

ABC Methode
ABC Methode
©: E.H.

Kreativität lässt sich nicht nur bei jungen Menschen mittels der ABC-Technik oder ABC-Methode recht einfach wecken. Mit ihr lassen sich neue Ideen aus dem Hut zaubern und sie ist ebenso geeignet, spielerisch zu lernen.

Entwickelt wurde die hier vorliegende ABC-Methode von Vera F. Birkenbihl. Sie basiert auf dem altbekannten Spiel „Stadt, Land, Fluss“. Sie kann in der Jugendarbeit gleichermaßen zur Ideenfindung als auch zur Gruppenbeschäftigung eingesetzt werden. Die ABC-Methode sollte nicht mit der ABC-Analyse aus der Betriebswirtschaft verwechselt werden.

Das Konzept der ABC-Methode

Grundlage ist das Alphabet, das auf einem Blatt Papier, am besten liniert, von oben nach unten auf der linken Seite des Blattes aufgeschrieben wird.

A.___________________________________________________________________

B.___________________________________________________________________

C.___________________________________________________________________

D.___________________________________________________________________

….usw.

Buchstaben, die selten am Anfang von Begriffen stehen, wie etwa X,Y, Z, können auf einer Zeile zusammengefasst stehen.

X/Y/Z._______________________________________________________________

Jede/r TeilnehmerIn hat ein eigenes Blatt mit dem so aufgeschriebenen Alphabet. Vielleicht gibt es dafür auch Vordrucke, beziehungsweise kann ein Blatt erstellt und nach Bedarf kopiert werden.

Der zweite Schritt: Das Thema

Wenn alle entsprechend vorbereitet sind, wird ein Thema vorgegeben. Beispielsweise „Nachhaltigkeit“. Alle Teilnehmer sind nun aufgefordert, zum Thema Nachhaltigkeit Begriffe zu finden und diese gemäß ihrem Anfangsbuchstaben in die jeweilige Zeile einzutragen. Wer mehrere Begriffe mit gleichem Anfangsbuchstaben dazu kennt, trägt diese in die betreffende Zeile hintereinander ein.

W. wiederverwertung___________________________________________________

R. recycling, resteverwertung_____________________________________________

Für diese Aufgabe sollte ein Zeitfenster von vielleicht 10 Minuten vorgegeben werden. Es ist wichtig, den TeilnehmerInnen mitzuteilen, dass auch der Fantasie zum Thema freien Lauf gelassen werden soll, jedoch vielleicht neue Ideen nur unter einem Stichwort zusammengefasst werden.

Der dritte Schritt ist variabel

Je nachdem, was das Ziel dieser Kreativitätstechnik in der Jugendarbeit ist, bestehen mindestens zwei Möglichkeiten bezüglich der weiteren Schritte.

Variante 1:

Alle Blätter werden eingesammelt und ausgewertet. Doppelnennungen werden dabei gestrichen und allgemein bekannte Begriffe auf einem Whiteboard erfasst. Wer noch völlig unbekannte Begriffe ins Spiel brachte, ist nun aufgefordert, diese zu erklären. Am Ende stehen mehrere verschiedene Begriffe, in diesem Fall zur Nachhaltigkeit, die sich in Aktionen umsetzen lassen.

Variante 2:

In dieser Variante geht es nicht darum, Ideen für Aktionen zu finden, sondern das Thema innerhalb der Gruppe zu vertiefen. Dazu erfolgt der Austausch untereinander. Wiederum werden Doppelnennungen gestrichen und die gefundenen Begriffe auf dem Whiteboard für alle sichtbar notiert. Neue Ideen werden von deren Autoren erklärt und alle anderen bei Bedarf bezüglich ihres Inhalts entweder von der Moderation oder einem Gruppenmitglied erklärt. Dabei kann es durchaus zu Diskussionen bezüglich der Auslegung von Begrifflichkeiten kommen und das ist ja auch gewollt. Ebenso werden neue Ideen bezüglich ihrer Möglichkeiten der Umsetzung beredet.

Was wird zur Realisierung der ABC-Methode benötigt?

Je nach Einrichtung des Raumes oder der Örtlichkeit sind vielleicht Klemmbretter, ausreichend Kulis oder Bleistifte sowie Blätter und ein Whiteboard inklusive Marker notwendig. Natürlich geht auch stattdessen eine klassische Schultafel.

Wie viele können daran teilnehmen?

Theoretisch 1 bis unendlich, real abhängig von der Größe und der Einrichtung der Örtlichkeit sowie der zur Verfügung stehenden Zeit.

Moderation notwendig?

Nicht unbedingt, für einen besseren Spielfluss jedoch besser.

Digital durchführbar?

Ja, in diesem Fall ist sogar eine ortsunabhängige Spieldurchführung möglich.

Praktische Beispiele der ABC-Methode

Auch diese Methode bringt in relativ kurzer Zeit viele Ideen und Assoziationen zu einem Thema oder einer Fragestellung hervor. Für jeden Teilnehmer wird ein Zettel mit den Buchstaben A bis Z vorbereitet. Nun versucht jeder den Zettel auszufüllen.

Nehmen wir wieder das Beispiel Zeltlager und es sollen zu jedem Buchstaben ein Programmpunkt gefunden werden. Vermutlich einige Buchstaben werden zu identischen Begriffen führen, aber sicherlich auch verschiedene darunter sein.

  • A – Andacht

  • B – Bibelarbeit

  • C – Chillen

  • D – Denksport

  • E – Essen

  • F – Fußball

  • G – Geländespiel

  • H – Hängematte

  • I – Indianerspiele

  • J – Jonglieren

  • K – Kompass

  • L – Lagerfeuer

  • M – Mofa(Rallye)

  • N – Nachtwanderung

  • O – Olympiade

  • P – Party

  • Q – Quark

  • R – Rasenspiele

  • S – Schwimmen

  • T – Turm

  • U – Umgebungserkundung

  • V – Vergebung

  • W – Wasserspiele

  • X – Xylophon

  • Z – Zoo

Ein anderes Beispiel könnte die Fragestellung sein: was macht eine gute Gemeinschaft aus? Was ist wichtig? Ggf. auch negative Ideen zulassen.

  • A – Aufhelfen / Akzeptanz

  • B – Beziehung herstellen / Beziehungsfähigkeit / (kein) Bedrängen

  • C – Charakterfest

  • D – Dankbarkeit

  • E – (kein) Egoismus / Eifersucht / Ehrlichkeit

  • F – Feiern können / Freundschaft / Frieden

  • G – Gewaltlosigkeit / Gerechtigkeit

  • H – Hilfsbereitschaft

  • I – Interesse am anderen

  • J –

  • K – Kommunikation (Kooperation)

  • L – Liebe

  • M – (kein) Mobbing

  • N – Neugier

  • O – Offenheit (aber auch nicht ausnutzen)

  • P – Partnerschaftlicher Umgang / Party

  • Q – Quatsch machen können

  • R – Reden / Rücksicht / Respekt

  • S – Streiten (vermeiden) / Stärken & Schwächen akzeptieren

  • T – Teamplayer / Toleranz

  • U – Umarmen

  • V – Vergebung / Verzeihen / Verantwortung / Verbindlichkeit

  • W – WIR-Gefühl / Wertschätzung

  • X –

  • Z – Zuhören / Zusammenarbeit / Zuverlässig


Methoden und Techniken für die Kreativität und Ideenfindung

Einleitung: Kreativitätstechniken und Techniken zur Ideenfindung
Methoden: Brainstorming | Six Thinking Hats | Reizwortanalyse | 635-Methode | ABC-Methode | Design-Thinking | Laterales-Denken | progressive-Abstraktion | Negativkonferenz | Scrum | Kopfstand-Methode | Schneeball-Methode | Mindmap | Kugellagermethode



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