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Bastelideen und Workshopgruppen


Steinzeitlager - Steinzeitessen - Bastelideen - Steinzeitspiele - Stationenspiel - Geländespiele


Steinzeitkleidung basteln
Steinzeitkleidung aus Fellresten basteln | ©: www.praxis-jugendarbeit.de


Die hier vorgestellten Bastelideen lassen sich in Summe nicht auf einem kurzen Lager verwirklichen. Hierfür sind mehrere Basteleinheiten notwendig und jedes Kind kann sich nur 2-3 Dinge heraussuchen, was es basteln will. Aber die Ideen sollen auch nur Anregungen sein und je nach Dauer, Programminhalte und Ort der Freizeit und je nach Alter und Geschick der Freizeitteilnehmer kann sich jeder Jugendleiter überlegen, welche Bastelarbeiten verwirklicht werden sollen. Auch müssen die Ideen nicht originalgetreu hergestellt werden und originalgetreu nachgebildet sein. Das überlassen wir den Profis und denjenigen, die sich mit solchen Themen intensiv auseinandersetzen.

Basteln auf dem Steinzeitlager Aber wie beim Indianerlager auch, sind die Kids schon überaus zufrieden, wenn eine tolle Fellkleidung angefertigt werden konnte und 1-2 Waffen (Bogen, Steinaxt oder Speer) noch gebastelt wurden. Wenn die Gruppe anschließend noch in verschiedenen Workshopgruppen gemeinsam einen Erdofen baut und versucht was Einfaches zu kochen ist schon viel gemacht.

 Bilder: Topmodelle entworfen vom steinzeitlichen Modedesigner

 Bilder: Bastel-Workshops (Erdofen, Farben herstellen, Fellkleidung, Bogenschiessen)

Bastelideen

Kleidung aus Fellen, Leder oder Jutesäcken (Fellweste, Fellschuhe)

Steinzeitkleidung und Faustkeil

Wenn nicht komplette Fellstücke zur Verfügung stehen, so müssen verschiedene Fellreste miteinander vernäht werden. Dabei sind einfache Lendenschurze, lange oder kurze Felljacken, wie auch Fellschuhe denkbar. Wer ein paar alte Gummistiefel mit Fellen beklebt hat im Nu ein paar ansehnliche "Fellschuhe". Oder auf eine alte (Jeans-)Jacke oder einen Pullover werden Felle genäht. Wer weniger auf modisches Design wert legt und etwas geschickt mit Nadel und Faden umgehen kann, der bastelt seinen eigenen individuellen Umhang. Da Felle- und Lederreste jedoch nicht ganz billig sind, so muss auf eine sparsame und sinnvolle Verwendung geachtet werden. Zu schnell ist ein schönes Fellstück zerschnitten und unbrauchbar für eine weitere Verwendung geworden. Weil Steinzeitmenschen aber auch bereits das Herstellen von Fasern und das Weben gelernt hatten, dann gehen auch alte Kartoffelsäcke. Aus diesen lassen sich auch einfache Lendenschurze, Umhänge und Jacken herstellen.

Steinaxt, Steinbeil, Faustkeile, Pfeile mit Steinspitze, Holzschläger, Pfeil und Bogen, Speere

Steinaxt: entsprechend geformter Stein in Astkerbe und Schnur festgebunden

Für eine Steinaxt, Steinbeil, einen Speer bzw. eine Pfeilspitze benötigen wir entsprechend geformte Steine, die in Länge und Dicke für die Befestigung an entsprechenden Holzstielen (Weiden- oder Haselnussstecken) geeignet sind. Zur Herstellung der richtigen Form müssen ggf. die Steine mit Hammer und Meißel beschlagen werden. Aus Sicherheitsgründen bitte eine Schutzbrille tragen.

Die Holzstiele werden oben gespalten bzw. es wird ein entsprechender Schlitz hergestellt. Zusätzliche Einkerbungen sorgen für einen guten Sitz. Ebenso sorgte früher Birkenpech - das war d e r Steinzeitkleber - für einen zusätzlichen Halt. Zur Befestigung nehmen wir dünne Schnur oder Lederriemen. Aus Sicherheitsgründen unbedingt darauf achten, dass die Steine sich nicht lösen, sondern fest sitzen. Es sollte auch verboten werden mit den Steinbeilen irgendwelche (Schau-)Kämpfe auszutragen. Nahezu ungefährlich wäre es, wenn wie im Indianerlager, die Äxte aus Holz hergestellt werden würden und mit einer steingrauen Farbe den „Steinzeitlook“ verpasst bekommen.

Für eine Steinzeitkeule sucht sich jeder ein entsprechend langes Holz (ca. 50-70cm lang, ca. 8-10 cm dick) und schnitzt daraus eine schöne Keule, die ungefähr das Aussehen eines Baseballschlägers bekommt.

Halsketten und Schmuck aus Ton, Speckstein, Holz, Muscheln und Lederresten

Steinamulett

Muscheln in kleine Stückchen brechen, auf Sandstein rund schleifen und Loch durchbohren. Ausgediente Schneckenhäuschen können anstelle von Muscheln verwendet werden. Kleine Holzstücke werden geschliffen und poliert und mir einem Loch versehen, oder es werden mit einer guten Garten bzw. Astschere kleine Holzrädchen aus einem 1-2 cm starken Ast geschnitten. Ebenso eignen sich Fellstücke, Kastanien, Bucheckern, Nüsse, Knochen und schön geformte Steine für das Anfertigen von Ketten.

Aus Ton können runde Tonkugeln geformt werden - mit dem Zahnstocher wird ein Loch durchgebohrt. Die Tonkugeln werden dann im Feuer gebrannt. Als Schnur verwenden wir einen dünnen Lederriemen oder eine dünne (Sisal-)Schnur.

Aus Speckstein lässt sich mit Hilfe von Feile und Bohrer ebenfalls schöner Schmuck herstellen.

Lederbeutel

Auf ein Lederstück wird ein Kreis von ca. 20 cm eingezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Rundherum in einem Abstand von ca. 5-10 mm zum Rand werden mit einem Locher oder einer Lochzange Löcher im Abstand zu einander von ca. 3-4 cm gestanzt. Durch diese Löcher wird ein Lederband gezogen. Fertig ist der einfache Lederbeutel.

Gefäße tonen, Schmuck aus Ton (Tonkügelchen, Amulette)

Aus Ton können einfache Schalen geformt werden. In runde Tonkügelchen werden mit einem Zahnstocher Löcher gebohrt, oder kreisförmige Ton-Amulette mit eingeritzten Verzierungen werden hergestellt. In einem selbstgebauten Ofen werden diese Tonarbeiten anschließend getrocknet/bzw. gebrannt, oder vorsichtig in über heißer Glut getrocknet. Die Gefahr, dass die Tongefässe kaputt gehen ist jedoch vorhanden. Aber probieren geht über studieren und sicherlich gab es früher keine hochmodernen Brennöfen und manches ging anfangs zu Bruch.

Steinzeitgemälde auf Stein

Auf flache Steine wird mit Holzkohle oder roter Tonerde steinzeitliche Ornamente gemalt. Ein Fixiermittel fixiert das "Kunstwerk". Ggf. kann mit einem transparenten Lack der Stein zum Schluss versehen werden. Wer sich daraus einen Briefbeschwerer machen möchte, der klebt unter den Stein noch einen Filz.

Workshopgruppen

Steinzeithütte/Behausung

Welches Kind baut nicht gerne Hütten aus Stöcken, Ästen, Reisig oder sonstigem Baumaterial. Je nach Lagerplatz und den dort vorhandenen Möglichkeiten können einfache Behausungen gebaut werden, oder aufwendigere Hütten. Die Dächer werden mit Stroh, Schilf und Ästen gedeckt, nasse Erde/Lehm wird zum Abdichten der aus Ruten geflochtenen Wände verwendet. Auf ausgelegten Fellen lässt es sich dann einigermaßen gut schlafen und leben. Wer die Zeit und die Möglichkeiten für eine aufwendige Bauweise nicht hat, der begnügt sich mit einer einfachen Behausung bzw. Laubhütte. Mehrere Stöcke werden zu einer Pyramide zusammengestellt, oder lehnen schräg an einer Felswand. Die Stecken bilden das Dach und werden mit Folie (=Felle) gegen Regen geschützt. Als Boden können vielleicht 1-2 alte Decken, die auf Stroh ausgelegt werden dienen. Das ist zwar nicht komplett vergleichbar, aber wer in einer solchen Behausung mal eine Nacht verbracht hat, der kann sich vielleicht vorstellen, wie die Steinzeitmenschen in etwa gehaust und gelebt haben.


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