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Weihnachtsgeschichte

Kernaussage: Jesus soll im Zentrum sein

Auch bei Peter steht Weihnachten vor der Tür. In der Schule ist Weihnachten das große Thema. Bald sind Ferien! Ob es Schnee gibt? Ach, was wird die Tante wohl zu Weihnachten schenken? Ob Peter endlich sein Handy bekommt? Vielleicht von der Oma. Und auch zu Hause löchert Peter seine Eltern mit Weihnachten. „Wie lange noch? Kann ich mir noch was wünschen? Welche Adresse hat das Christkind? Kommt die Oma wieder an Heilig Abend? (das Handy halt, ne)

Peters Mutter wird langsam traurig. Bei Peter scheint sich alles nur um die Geschenke zu drehen. So nimmt sie sich abends eine Stunde Zeit um Peter eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die wirklich passiert ist. Und diese Geschichte erzähle ich euch jetzt auch.

1. Die Weihnachtsgeschichte, erzählt nach dem Lukas- und Matthäusevangelium, mit Bildern von Lotte Fechner

2. Kaiser Augustus wollte wissen, wie viele Menschen in seinem Reich wohnen. Deshalb hat er gesagt: "Alle Menschen in meinem Reich müssen aufgeschrieben werden. Jeder muss in seine Heimatstadt gehen."

3. Josef wohnt in der Stadt Nazareth. Sein Geburtsort war Bethlehem. Er war mit Maria verheiratet. Maria erwartete ein Kind. Ein Kind, von dem Josef nicht der Vater war. Nein. Kein Mensch war der Vater dieses Kindes. Gott selbst war der Vater von diesem Kind, das etwas ganz besonderes war. Josef musste also mit seiner Familie nach Bethlehem gehen. Das ist ein sehr weiter Weg. Es gab keine Eisenbahn – keine Autos – kein Flugzeug. Zu Fuß mussten sie den weiten Weg zurücklegen. Josef nimmt also seine Frau, die bald Gottes Sohn zur Welt bringen sollte und macht sich auf den Weg nach Bethlehem.

4. Endlich waren sie in Bethlehem angekommen. Maria freute sich sehr, endlich am Ziel zu sein. Die weite Reise hatte sie sehr angestrengt. Irgendwie fühlte sich auch, dass ihr Kind bald zur Welt kommen würde. So machten sich beide auf, um eine Unterkunft für die Nacht zu finden. In Bethlehem ist kein Platz in der Herberge. So viele Leute sind auf der Reise und jeder will einen Schlafplatz finden. Das Beste was Josef finden konnte war ein Stall. Wenigstens hatten sie ein Dach über dem Kopf und ein bisschen Stroh, damit sie nicht so hart liegen mussten. Dort bekommt Maria ihr Kind. Es ist ein Sohn. Sie gibt ihm den Namen Jesus. Das war eine Anweisung Gottes. Durch einen Engel hatte Gott sagen lassen: „Mein Sohn soll Jesus heißen.“ Sie wickelt ihn in Windeln. und legte ihn in eine Futterkrippe.

5. Draußen auf dem Feld sind die Hirten. Sie passen in der Nacht auf die Schafe auf. Wenn es dunkel war, dann war es gefährlich für die Schafe. Bären und Wölfe und andere wilde Tiere würden die Schafe fressen, wenn die Hirten nicht auf sie aufpassten. Ein Hirte zu sein, war kein angesehener Beruf. Es waren meist arme Männer die sich auf sehr schwere Weise ihren bescheidenen Lebensunterhalt verdienen mussten.

6. Plötzlich steht bei ihnen ein Engel. Er leuchtet ganz hell. Die Hirten erschrecken. Sie haben große Angst. Der Engel sagt: "Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch große Freude. Der Heiland ist geboren. Heute, in Bethlehem. Geht und sucht ihn! Er liegt als Kind in einer Krippe, in Windeln gewickelt." Stellt euch vor. Zu den armen Menschen hat Gott die Engel geschickt. Nicht zum Kaiser Augustus, nein zu den Hirten auf dem Felde. Zu denen, die in der Gesellschaft wenig zählten.

7. Auf einmal sind da noch viel mehr Engel. Sie singen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden! Gott hat die Menschen lieb." Ein ganzer Engelchor! Und das alles für die Hirten auf dem Felde. Das muss herrlich geklungen haben. Ich glaube nicht, dass ein Mensch so schön singen kann, wie ein Engel.

8. Dann sind die Engel wieder fort. Die Hirten machten sich auf nach Bethlehem. Ihre Herde lassen sie zurück. Trotz den Gefahren, denen die Herde ausgesetzt ist. Den Hirten gehörten die Schafe ja nicht. Oft mussten sie dafür aufkommen, also das Schaf bezahlen, wenn in der Nacht eines gestohlen wurde. Ob von Menschen oder wilden Tieren war dem Besitzer egal. Aber die Hirten waren überzeugt, dass es jetzt viel wichtiger war den Heiland zu suchen. Und irgendwie glaub ich, haben sie Gott auch vertraut, dass Er auf ihre Herde schon aufpassen würde. Die Hirten hatten etwas begriffen. Etwas, was die Bibel so formuliert: „Kümmere dich zuerst um das Reich Gottes und alles andere wird dir zufallen.“ Das gilt auch heute noch. Die Hirten hatten es eilig. Sie wollen den Heiland sehen.

9. Endlich kommen die Hirten zum Stall. Sie sehen Maria und Josef. Sie finden das Kind in der Krippe. Es lag da, in Windeln gewickelt, wie der Engel es beschrieben hatte. Die Hirten erzählen, was der Engel zu ihnen gesagt hat: "Das Kind ist der Heiland!" Und sie wollten den Heiland sehen. Wie froh sind sie, dass sie dem Wort des Engels gefolgt sind. Sie waren die ersten, die den Heiland gesehen haben. Dann gehen sie wieder zu ihren Schafen. Auf dem Rückweg loben und preisen sie Gott. Noch nie hatte man auf der Welt so glückliche Hirten gesehen. Der Heiland – Jesus Christus – möchte auch dich froh und glücklich machen. Du kannst ihm auch heute begegnen. Und das Geniale ist, wenn Weihnachten dann vorbei ist, dann bleibt Jesus Christus doch bei dir.

10. In einem fernen Land leben kluge Männer. Man nennt sie "die Weisen aus dem Morgenland". Jede Nacht blicken sie zu den Sternen auf. Auf einmal entdecken sie einen neuen Stern. Was hat dieser Stern zu bedeuten? Sie wussten, dass das ein ganz besonderer Stern war. Deshalb machten sie sich auf den Weg. Sie folgten dem Stern. Immer weiter und weiter. Sie erkundigten sich, ob denn ein neuer König geboren sei. So erfuhren dann auch die Leute von Jesus, die dem Heiland schaden wollten. Sie schlugen in der Bibel nach und forschten, wo denn der König der Könige geboren werden sollte. Aha! In Bethlehem. Und tatsächlich. Der Stern führte sie nach Bethlehem. Dort bleibt der Stern stehen. Die weisen Männer freuen sich. Sie waren am Ziel. Ja, wenn man zu Jesus geht – wenn man mit Jesus geht, dann ist man am Ziel.

11. Die weisen Männer treten ein. Sie finden Jesus mit seiner Mutter Maria. Vor Jesus knien sie nieder. Sie beten Jesus an. Auch wussten sie, dass Jesus etwas ganz besonderes ist. Wissen wir das auch? Oder ist Weihnachten nur noch etwas besonderes, weil es da so viele Geschenke gibt? Die weisen Männer haben für Jesus Geschenke mitgebracht. Es sind sehr kostbare Geschenke. Geschenke, wie für einen König. Sie schenken dem Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Was für ein Geschenk haben wir für Jesus? Worüber würde er sich am Meisten freuen? – Jesus möchte unser Herz geschenkt haben. Er wünscht sich so sehr, dass wir mit ihm leben – jeden Tag. Deshalb ist er als kleines Baby auf die Erde gekommen. Deshalb ist er für unsere Sünden gestorben. Damit er uns retten kann. Und gerettet werden wir nur, wenn wir mit Jesus leben – wenn wir ihm unser ganzes Herz schenken. Und nichts möchte Jesus mehr, als das wir gerettet werden.

Der Peter war ganz still. Leise, ganz leise sagte er: „ich will doch zu Jesus gehören. Ich hab ihm das doch auch schon gesagt.“ Peters Mutter nimmt ihn in den Arm. „Ich weiß, mein Kind. Aber im Moment sah es so aus, als würdest du gar nicht an Jesus denken.“ „Das ist wahr“, stimmt Peter zu. „Komm Mama, ich möchte es dem Herrn Jesus sagen.“ Beide falten ihre Hände und Peter betet: „Herr Jesus, es tut mir leid, dass ich so gar nicht an dich gedacht hab, in der letzten Zeit. Du sollst wirklich das Wichtigste in meinem Leben sein. Bitte vergib mir, dass ich ganz so auf die Geschenke aus war, als wenn ich Geburtstag hätte. Du hast doch Geburtstag. Danke, dass du mich trotzdem liebst.“ Ganz am Schluss seines Gebetes hört man noch, wie Peter schluckt. Die Tränen wegschlucken, die ihm gerade hochkommen. Und dann hört man noch ein: „Amen!“

Autor: Sigrid Scharnowski

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