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Aus der Traum

Kernaussage: Vergeben statt rächen

So, heute hören wir wieder eine kleine Geschichte aus Peters Leben. Da ist es doch dem Peter in der Schule passiert, dass er an den Wasserbecher seines Banknachbarn gestoßen ist. Der ist umgefallen und hat das wunderschöne Bild von Klaus zerstört. „Darauf hätte ich bestimmt eine 1 bekommen!“ schimpft Klaus. „Ich hab das doch nicht mit Absicht gemacht, es tut mir leid.“ entschuldigt sich Peter. „Du bist ein Tölpel, ein Schussel, ach was, du bist ein Depp! Egal ob absichtlich oder nicht. Mein Bild ist futsch!“ Klaus steigert sich richtig in seinen Ärger rein und was immer Peter auch sagt und wie oft er auch erklärt, dass es keine Absicht war, Klaus ist stinkesauer und schimpft weiter. Dann klingelt es zur Pause. Peter freut sich schon auf den Schulschluss. Papa hat ihm versprochen mit ihm zum Einkaufen zu gehen. Gleich wenn er von der Schule nach Hause kommt. Erst Pizza essen und dann einkaufen. Er hat es also nach der Schule voll eilig nach Hause zu kommen. Klaus nutzt die Pause anders als alle anderen Kinder. Er will sich an Peter rächen. Schließlich hat er ja sein tolles Bild kaputt gemacht. Er schleicht sich also zu Peters Fahrrad und zersticht klammheimlich mit einem Taschenmesser seine Reifen. „Da wird sich Peter aber ärgern, geschieht ihm recht.“

Klaus reibt sich die Hände und freut sich. In der Stunde nach der Pause ist keine Rede mehr von dem verdorbenen Bild. Klaus ist fast zu freundlich zu Peter. Das ist schon komisch, aber Peter denkt sich nichts weiter dabei. Endlich ist die Schule aus. Die Glocke scheppert laut durch das Schulgebäude. Alle Kinder strömen zum Ausgang. Peter hat es besonders eilig. Hat Papa doch gesagt, er muss spätestens um halb zwei zu Hause sein, damit das mit dem Einkaufen auch klappt. Das ist mit dem Fahrrad gar kein Problem, aber Peter beeilt sich trotzdem. Jetzt ist er bei seinem Rad angekommen. Er schließt das Schloss auf, aber halt, das sieht er, was passiert ist. Schnell die Luftpumpe rausgeholt und den Reifen aufgepumpt. Aber die Luft hält nicht. Peter prüft das Ventil, aber es ist fest zu. Da hilft nichts. Peter muss laufen. Am Anfang rennt er noch den Weg, so gut es geht, mit dem Fahrrad an der Seite. Aber es ist ihm klar, dass er das nicht schaffen wird. Vor 2 wird er wohl kaum zu Hause sein. Peter kommt noch später zu Hause an. Es ist schon fast viertel drei. Papas Auto steht nicht mehr vor der Tür. Mit hängendem Kopf kommt Peter in die Küche. „Wo bleibst du denn so lange?“ empfängt ihn seine Mutter. Peter berichtet von dem kaputten Fahrradreifen und dass er trotzdem so schnell wie möglich nach Hause gekommen ist. „Ich habe gehofft, dass Papa vielleicht doch auf mich wartet.“ beschließt er seinen Bericht. „Aber Papa konnte doch nicht warten. Er musste doch um 14:00 Uhr seine Unterlagen im Büro abgeben. Deswegen hat er dir doch extra gesagt, dass du so schnell wie möglich nach Hause kommen sollst.“ „Bin ich ja.“ sagt Peter traurig und verzieht sich in sein Zimmer. „Es wird dauern, bis Papa wieder so eine Gelegenheit hat mit Peter einkaufen zu gehen.“ und „Wer war das bloß?“ Diese 2 Gedanken gehen Peter dauernd durch den Kopf.

Fragen zur Geschichte:

  1. Wie versteht ihr euch mit euren Geschwistern?
  2. Habt ihr auch schon mal den Wunsch gehabt, einen davon in den Brunnen zu werfen?
  3. Was findet ihr unter Geschwistern wichtig?
  4. Warum kann es auch gut sein, Geschwister zu haben?
  5. Wie hätten die Brüder mit ihren negativen Gefühlen umgehen können?
  6. Wenn ihr so eine Geschichte hört, möchtet ihr dann noch Geschwister haben?
  7. Was findet ihr gut daran, keine Geschwister zu haben?
  8. Wer oder was kann ein Ersatz für Geschwister sein?
  9. Wann ist es gut, Geschwister zu haben?

Merkvers: Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.
Was sagt dieser Vers aus der Bibel aus?

Gebet: Lasst uns beten, dass wir denen vergeben können, die uns Böses getan haben. Dankt Gott, wo ihr euch wieder vertragen habt. Bittet Gott, dass ihr nach seinem Willen leben könnt.

Autor: Sigrid Scharnowski

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